Über Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) bis zu 100€ pro Jahr, weil man elektrisch fährt?

Förderprogramme für den Kauf und Betrieb von Elektroautos

Über Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) bis zu 100€ pro Jahr, weil man elektrisch fährt?

eFredHH
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Hallo zusammen,
aktuell tauchen die ersten Angebote im Netz auf, die sich die sog. Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) zu Nutze machen. Dabei kaufen Vermittler scheinbar die Einsparungen durch E-Autos auf und verkaufen sie an "CO2-unfreundliche" Unternehmen.

Klingt ein wenig wie das was wir von Tesla und Fiat kennen, aber in klein und über diese Vermittler auch für alle Privat-Fahrer nutzbar. Die Rede ist von bis zu 100€ pro Jahr für alle E-Auto-Halter.

Der Anbieter "Geld für E-Auto" schreibt auf seiner Seite:
Heute kommt der allergrößte Teil der Energie für den Verkehr aus fossilen Energieträgern, wie Benzin oder Diesel. Als Fahrer eines reinen Elektroautos (BEV) hilfst du aktiv mit, klimaschädliche Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Der hier verwendete Strom kann nämlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden. Dieses Engagement erkennt der Gesetzgeber an: über die sogenannte Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote). Wir ermöglichen dir, von dieser Regelung zu profitieren.
Habt ihr schon davon gehört? Da scheint es einige Anbeiter zu geben, Bsp. Wenn ihr noch mehr findet, ich ergänze hier gern.
Zuletzt geändert von eFredHH am Mi 15. Sep 2021, 08:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Über Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) bis zu 100€ pro Jahr, weil man elektrisch fährt?

catoderjuengere
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Eine Doppelzertifizierung erfolgt nicht. Möglich wäre das Ganze also nur, wenn der Hersteller des jeweiligen Fahrzeuges auf die ihm dafür zustehenden Emissionszertifikate verzichtet hätte. Das halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Fragt sich: was steckt tatsächlich dahinter ?
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Re: Über Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) bis zu 100€ pro Jahr, weil man elektrisch fährt?

eFredHH
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Schau mal hier, es geht scheinbar nicht um Zertifikate, sondern eben um Quoten: https://www.electrive.net/2021/07/28/ch ... r-ab-2022/

Re: Über Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) bis zu 100€ pro Jahr, weil man elektrisch fährt?

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Interessant. Skeptisch bin ich im ersten Moment auf alle Fälle.
Da kommt mir die Idee, solch ein Zertifikat entweder:
- ab 100€ aufwärts zu versteigern, oder
- gar nicht erst zu verkaufen um den Druck auf den Umstieg zu erhöhen.
EV-Stromtarif: http://links.naturstrom.de/wpquertz
die "Andheri-Hilfe Bonn e.V." bekommt den bonus.
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Re: Über Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) bis zu 100€ pro Jahr, weil man elektrisch fährt?

ChrSchaefer
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Beim Zoll gibt es viel Material zur THG-Quote. https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Steue ... _node.html

Gesetzliche Grundlage scheint das hier zu sein: http://www.gesetze-im-internet.de/bimsc ... 7/__5.html

Hier hat das UBA die aktuellen Bekanntmachungen verlinkt: https://www.umweltbundesamt.de/themen/v ... agstellung

Ich frage mich, wie man eine Doppelanrechnung vermeidet: Falls Stromanbieter öffentliche Ladesäulen beliefern, wären die m. E. die erste Stelle, die den THG-Quoten Ausgleich liefern könnten. Aber auf jeden Fall ein interessantes Thema und ein Hebel mehr, der Druck auf Anbieter fossiler Kraftstoffe ausübt.

Edit: Ich habe die Frage einfach mal beiden Anbietern gestellt. Mal sehen, was zurück kommt.

Edit 2: Vor der Registrierung empfehle ich, mal die dahinter stehenden Unternehmen zu recherchieren und wie diese die Mittel verwenden wollen.
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Re: Über Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) bis zu 100€ pro Jahr, weil man elektrisch fährt?

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@ChrSchaefer deinem Link zum UBA folgend lese ich dass eine doppeltanrechnung deshalb nicht erfolgt, da nur Ladestrom zertifiziert wird, der nicht über öffentliche Ladesäulen abgegeben wird:
Durch den Schätzwert wird derjenige Anteil des Stroms anrechenbar, der nicht über
öffentlich zugängliche Ladepunkte entnommen wurde.
Als Schätzwert im Sinne des §7 Absatz 3 38. BImSchV werden
1 943 kWh
bekannt gegeben. Dieser Wert wird jährlich anhand neuer verfügbarer Daten und
Statistiken überprüft und soweit erforderlich angepasst.
Berlin, den 21. Dezember 2017
Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Ich fände es spannend, wenn ein Ladestromanbieter auf der Grundlage einen günstigen Ladestromtarif anbieten würde.

Nachtrag: dem Wortlaut des UBA entnehme ich, dass Ladestromanbieter für den verkauften Strom ebenso ( auch erst ab 2022?) THG-Gutschriften erhalten können.
Seit Mai 2016 mit einem e-UP unterwegs -- Skoda Enyaq bestellt(26.9.20) abgeholt am (18.5.21)

Re: Über Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) bis zu 100€ pro Jahr, weil man elektrisch fährt?

ChrSchaefer
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Ich habe von greentrax bereits eine Antwort bekommen:
Tatsächlich werden öffentliche Ladestationen und privates Laden komplett unabhängig voneinander betrachtet. Viele Stromanbieter handeln bereits mit ihren Strommengen im Rahmen der THG-Quote. Dem Gesetzgeber ist diese Doppelanrechnung bewusst, deswegen wurde der anrechenbare Pauschalwert für private E-Fahrzeuge nur auf 80% des Durchschnittsverbrauchs gesetzt, um das am Ende bilanziell im Markt auszugleichen. Im Einzelfall kommt es also durchaus zu mehr oder weniger Doppelanrechnung. Das ist aber kein Problem, eine Teilnahme ist trotzdem möglich.
Kia Niro 64kWh 11kW MJ 2021

Re: Über Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) bis zu 100€ pro Jahr, weil man elektrisch fährt?

catoderjuengere
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Danke für die Links zum Zoll.

Damit erfolgt der facto eine Anrechnung mit Faktor 1.8. Da man damit die "Biokraftstoffquote" praktisch mit EE Strom erfüllen kann, besteht Hoffnung, daß es bald wieder Kraftstoff in rein fossiler Zusammensetzung gibt.
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Re: Über Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) bis zu 100€ pro Jahr, weil man elektrisch fährt?

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Bekomme ich jetzt bald Geld dafür dass unsere E-Fahrzeuge von der PV-Inselanlage geladen werden ? Immerhin sind es über 9 Monate des Jahres zwei E-PkW + ein Roller ?
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: Über Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) bis zu 100€ pro Jahr, weil man elektrisch fährt?

ChrSchaefer
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Geld-für-eAuto hat auch geantwortet:
Da die THG-Quote ebenfalls aus öffentlicher Ladeinfrastruktur angerechnet werden kann (ab kommenden Jahr vom Ladesäulenbetreiber/CPO), hat sich der Gesetzgeber die Anrechnung mit pauschalen Werten überlegt. Hierbei wird beim nicht-öffentlich Laden je Elektroauto (BEV) ein Energieverbrauch von ca. 2.000kWh zugrunde gelegt. Für jemand der nur zuhause lädt wäre dies zu wenig, es wird also ein Lademix von öffentlich und nicht-öffentlich unterstellt. In deinem Fall ist der pauschale Wert „geschenkt“, da du nur öffentlich lädst. Bei anderen Fahrern die aber nur privat laden ist der pauschale Wert zu klein, in Summe soll sich das Ganze dann aber ausgleichen.
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