Fazit nach 3,5 Jahren iON

Fazit nach 3,5 Jahren iON

manicpsycho
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Hallo Leute,

was ich jetzt hier schreibe, wird zwar einigen hier im Forum nicht gefallen, entspricht nun aber Mal
meinen Erfahrungen mit dem Fahrzeug.

Mein Fazit in Sachen iON ist dann doch eher ernuechternd. Ich habe den Wagen Mitte 2016 gebraucht fuer
10k€ erworben (Erstzulassung 05/11) und hatte mit dem Fahrzeug nicht viel Freude.

Defekte gab es im Halbjahresrhythmus; ich musste insgesamt vier Mal abgeschleppt werden.

Mal war der Bordlader defekt (gleich am Anfang, zum Glueck auf Garantie, die Fehlersuche knapp 400 €
musste ich dennoch zahlen), dann die Bremsscheiben komplett verrostet, dazu gab es Probleme mit den Bremsen
insgesamt (Blockieren, ein bekanntes Problem, was dank des Forums hier behoben werden konnte), die 3. 12 Volt-Batterie
ist mittlerweile verbaut, usw..

Jetzt sind Klimakompressor und Heizelement defekt (Kostenvoranschlag mit Fehlersuche zwischen 5 und 6 k€.)
Ich habe den Wagen beim Peugeothaendler, angesichts einer doch auch nun schwaecheren Hauptbatterie
(diesen Winter waren mit sehr wenig Heizung noch ca. 65 Kilometer drin) stehen lassen.

Die kuemmern sich, gegen deren Zusage, dieses Fahrzeug auf keinen Fall mehr weiterzuverkaufen, was ich
ausdruecklich eingefordert habe, um die Entsorgung. Wer es dennoch hier versuchen moechte: Autohaus Weiland
in St. Ingbert. Vielleicht braucht ja jemand Teile. Der Wagen gehoert dem Autohaus, ich kann (und will) daran also nichts
verdienen.

Die Fehlersuche ist zu aufwaendig, die Ersatzteilpreise und Einbaukosten (z.B. Aussenspiegel 700,- €,
Klimakompressor 2500,- € usw.) sind einfach viel zu hoch. Ersatz ist auch oft nur schwer oder gar nicht zu bekommen.

Daher kann ich vor dem Erwerb des Fahrzeugs fuer jemanden, der wie ich aufs Geld schauen muss,
nur abraten. Ist eher etwas fuer Bastler und Liebhaber.

Mit der Bitte auf Beileidsbekundigungen zu verzichten. ;-)

Ich bin nach wie vor Anhaenger der Elektromobilitaet und schaue mich jetzt nach einem Elektrosmart um.
Peugeot bitte nie wieder. Bei Mitsubishi und Citroën wird es, zumindest was dieses Fahrzeug angeht, auch nicht viel besser sein.

Gruesse
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Re: Fazit nach 3,5 Jahren iON

Rita
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Hallo

wie war denn der Kilometerstand bei Kauf und bei Abgabe??

Rita

Re: Fazit nach 3,5 Jahren iON

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Tja, so unterschiedlich können die Erfahrungen sein. Unser iOn (EZ 5/2012) wurde von uns im Frühling 2016 auch für 10k€ gebraucht gekauft und die einzigen Probleme die wir in den letzten 4 Jahren damit gehabt haben, waren:

- Feder der AC Ladeklappe ist kaputtgegangen, neue Feder hat wenige Euro gekostet

- Die Trommelbremsen hinten sind ein paar mal nach einer längeren sehr feuchten Periode angerostet, die haben wir jedesmal durch kurzes Fahren mit halb angezogener Handbremse wieder gängig gemacht

Sonst nichts. Die 12V Batterie ist immer noch die originale und alles andere funktioniert einwandfrei.
Zuletzt geändert von drilling am Mi 15. Jan 2020, 11:53, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Fazit nach 3,5 Jahren iON

Heavendenied
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Naja, du hattest wohl eher ein Montagsauto bzw ein sehr schlecht gewartetes, als dass das Auto grundsätzlich schlecht wäre. Daher halte ich es für sehr undifferenziert, dass du hier pauschal vom Kauf ab rätst. Aber im Rahmen deiner aktuellen Enttäuschung ist die Reaktion wohl menschlich nachvollziehbar.
Das selbe Spiel kann dir aber mit nem gebrauchten Smart auch passieren. Da liest man ja durchaus auch immer wieder von diversen Problemchen.
Die hohen Ersatzteilpreise sind aber sicher ein Problem. Ich denke das hängt mit der Konstellation Fertigung/Entwicklung durch Mitsubishi (Asiaten haben ohnehin oft hohe Ersatzteilpreise) und den doch eher geringen Stückzahlen zu tun.

Aber dennoch viel Spaß mit dem Smart und hoffentlich weniger Probleme damit.
Gruß,
Jürgen
(Citroen C-Zero, Hyundai Ioniq 2017, e-Niro 2020 64kWh)

Re: Fazit nach 3,5 Jahren iON

manicpsycho
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Hallo,

dann doch mal "meinen Senf" zu den Antworten. Wollte ich eigentlich nicht tun.

Was bitte will man an einem Heizelement und einem Klimakompressor warten?
Wenn Peugeot das nicht macht, dann hat man doch auch keinen Einfluss darauf.
Wenn die ausfallen, fallen die aus.

Gekauft habe ich ihn mit 21.000 km (scheckheftgepflegt). Jetzt hat er 46.000 km,
war immer zur Inspektion (oder halt in Reparatur) und steht auf dem Schrottplatz,
wo er auch meiner Meinung nach hingehoert.

Ich will heute mal Prophet sein. Wenn die erste groessere Reparatur kommt, dann wird
sich die Meinung der Apologeten hier im Forum auch ganz schnell aendern.

Wenn man hier im Forum (und auch sonstwo) genau liest, dann sind solche
exorbitanten Reparatur- und Teilekosten bei diesem Modell ja auch nicht so selten.

Trotzdem wuensche ich natuerlich allen Besitzern mit dem Fahrzeug:
toi,toi,toi! Bin mir nur sicher, dass das nicht viel hilft. ;-)

Es gilt bei diesem Fahrzeug: Was an Inspektionskosten gespart wird, wird durch
Reparatur- und Teilekostennepp wieder reingeholt. Davon bleibt ihr leider auch nicht
verschont...

Gruss

Re: Fazit nach 3,5 Jahren iON

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Exorbitante Reparatur- und Teilekosten sind leider bei vielen E-Autos üblich, auch beim Smart.
Aber wie Heavendenied schon sagte war dein iOn wohl leider ein Montagsauto und die gibt es leider bei jedem Hersteller.

Re: Fazit nach 3,5 Jahren iON

Heavendenied
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Wie gesagt, ich kann deinen Frust verstehen. Dennoch merkt man, wenn man sich hier im Forum umschaut, dass die Häufigkeit von Ausfällen bei den Drillingen eben nicht überdurchschnittlich hoch ist. Die Kosten für Ersatzteile, hatte ich ja schon geschrien hingegen eben schon. Deshalb ist das Fahrzeug an sich aber eben nicht so schlecht, dass es niemand mehr kaufen sollte, und das war ja deine Aussage.
Was die Wartungsarbeiten angeht: Auch beim Klimakompressor gibt es durchaus Wartungsarbeiten zu tun (siehe Wartungsplan). Unabhängig davon kann man eben auch einfach Pech haben und so ein teil geht kaputt. Der Klimakompressor scheint auch tatsächlich eine Schwachstelle zu sein. Meiner war ja auch defekt und wurde eben glücklicherweise auf Garantie getauscht.
Aber wie geschrieben: Solche Themen kann man mit jedem Fahrzeug haben. Kenne genug die bei nem Verbrenner aus Massenproduktion Kosten im hohen 4stelligen Euro Bereich kurz nach Ablauf der Garantie hatten und andere, die das selbe Fahrzeug hundertausende Kilometer ohne Probleme gefahren sind.
Gruß,
Jürgen
(Citroen C-Zero, Hyundai Ioniq 2017, e-Niro 2020 64kWh)

Re: Fazit nach 3,5 Jahren iON

manicpsycho
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Nun ja, schau doch selber mal in diesem Forum, wie oft die Ueberschriften der Posts mit Ausfaellen und Reparaturen
der unterschiedlichsten Teile und deren Folgekosten zu tun haben.

Ich sehe das mit der unterstellten geringen Problemanfaelligkeit, angesichts der Menge der Posts und der doch eher
geringen Stueckzahl an verkauften Autos dieses Typs, etwas anders.

Waere ja trotzdem alles nicht so schlimm, wenn Reparaturen bei diesem Kleinwagen und nichts anderes ist er ja,
bezahlbar blieben. Ich fahre schliesslich keine S-Klasse (huch, ich sehe gerade, deren Klimakompressor
gibt es gebraucht ja schon fuer unter 1000 Euro).

Aber ich wollte halt ja auch nicht mehr jeden Abend mit einem Gebet zu Bett gehen à la: "Lieber Gott
lass bitte nicht: meinen Klimakompressor, meinen DC-DC-Wandler, meinen Bordlader, meine MTU, mein Heizelement,
meine Hauptbatterie, meine Bremsen, meine 12-Volt-Batterie, meinen Seitenspiegel oder etwas anderes kaputt gehen
beschuetze mich vor den diversen PA-Fehlern und halte mir unbedingt den Peugeot-Haendler mit seinen Phantasiepreisen
vom Leibe." ;-)

Gruss

PS: Wie konnte ich der Kiste nur den Kosenamen Antoine (nach Antoine Griezman) verleihen. Eigentlich
ist der als Fussballspieler zuverlaessiger.

Re: Fazit nach 3,5 Jahren iON

Heavendenied
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Naja, nach allem was du schreibst darfst du dir aber auch keinen Smart kaufen. Dort habe ich zumindest auch schon einiges über teure Reparaturen gelesen.
Und ja, du fuhrst einen Kleinwagen (eigentlich sogar eher Kleinstwagen), aber eben einen mit damals sehr fortschrittlichem Antrieb und mit teilweise (Klimakompressor) speziell dafür entwickelten Teilen. Diese sind eigentlich auf die Lebenszeit des Fahrzeugs ausgelegt. Wenn die vorher kaputt gehen, kann es passieren, dass die Ersatzteilkosten enorm hoch sind, weil es eben ein spezielles Teil ist was teuer bevorratet werden muss. Das ist nicht schön, aber so ist es nun mal.
Und wenn du keine Angst haben willst an einem Fahrzeug einen teuren Defekt zu haben dann solltest du einen Neuwagen mit Garantie fahren. Bei allen anderen kann dir eben genau der teure Schaden jederzeit passieren. Es mag durch die hohen Ersatzteilpreise bei den Drillingen nochmal verschärft sein, aber grundsätzlich ist es eben bei jedem (älteren) Gebrauchten so...

Wie gesagt. Dein Frust in allen Ehren. Aber du hattest einfach enormes Pech. Das kannst du so akzeptieren oder dich drüber ärgern, steht dir zu. Auch deine Meinung zu deinem deiner Ansicht nach nicht empfehlenswerten Fahrzeug steht dir zu. Aber du musst eben auch damit klar kommen, dass andere da mit dir nicht einer Meinung sind und daher deine einseitigen Aussagen etwas zurecht rücken.
Gruß,
Jürgen
(Citroen C-Zero, Hyundai Ioniq 2017, e-Niro 2020 64kWh)

Re: Fazit nach 3,5 Jahren iON

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@manicpsycho:
Dann schau dir mal jedes Auto Forum an egal ob Verbrenner oder E-Auto, bei jedem Auto Forum sind immer eine große Menge Threads zu Problemen denn genau dafür sind diese Foren ja gemacht. Wer keine Probleme hat startet im Normalfall keinen Thread mit dem Titel " Mein XYZ Auto funktioniert zuverlässig und ich bin voll zufrieden".
Ich wünsche dir alles Gute mit deinem gebrauchten Smart, aber gerade vom Smart habe ich hier so viel problematisches gelesen das ich mir den nie kaufen würde.
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