eRifter auf der Langsrecke - z.B.: Kroatien

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CZeRifter
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Hallo in die Runde,

seit 20 Jahren hätte ich gerne ein funktionierendes E-Auto.
Das Twike ist so cool gewesen, aber wer hat schon 20.000 € (gebraucht) für ein bessseres Fahrrad.
Den City-EL hab ich ausprobiert, aber nach dem ich an der Ampel quasi mit dem Kopf auf der Höhe der Radnabe eines LKWs war, war mir das auch nicht geheuer. Und 9000 € für so ein Galsfaserding mit 30 km Reichweite, auch nix...und die Peugeot Partner mit Bleibatterie und 90 km Reichweite....auch nix...mit zwei Kindern Renault ZOE...zu klein....

JETZT werden wir hoffenltich bald (nach 13 Monaten Wartezeit...) unseren eRifter bekommen.....wir sind so gespannt!
Ich freu mich drauf, jeden Tag mit "Bsssss.." und nicht mehr mit "Brrrr...." unterwegs zu sein...(=

Nun steht aber der Urlaub an und wie die letzten Jahre eher selten, steht natürlich ein Urlaub außerhalb Deuschlands an.
Mit dem Diesel-Touran und 1000 km Reichweite no Problem.
Ich schaue gerade auf YouTube gerne Videos an, in denen Leute versuchen mit einem kleinen Akku eine Langstrecke zu fahren.
Die Damen und Herren auf YT stoßen da doch auf einige Hürden, was die Zuverlässigkeit der Ladepunkte und auch die insgesamte Fahrzeit im Gegensatz zum Verbrenner angeht. Vor allem wirds interessant, wenn es in den europäischen Süden geht....

Dazu ein paar Fragen, um eure Erfahrung anzuzapfen:

1. Wie ist die Reichweite auf der Autobahn mit dem eRifter bei moderaten 100-110 Km/h? Komme ich da 200 Km weit?
-> Klar hängt das von vielen Faktoren ab, wie Temperatur, Beladung etc. ist mir bewusst.
Aber gehen wir mal von einer Urlaubsfahrt im Frühling/Sommer in den Süden mit 4 Personen und Gepäck aus.
ABRP habe ich auch ausprobiert, aber das ist ja nix gegen Erfahrungen aus dem "richtigen Leben".

2. Wie sind eure Erfahrungen auf der Langstrecke, vor allem in den Bergen (östereichsche/italienische Alpen) und in Richtung Kroatien, was die Dichte der Ladesäulen angeht. Ich weiß es gibt viele Apps, um Ladesäulen zu suchen, aber wie deckt sich das mit der Wirklichkeit?

3. Wie ist das, mit einem kleinen Akku quasi alle 150 Km laden zu müssen. Ich kann mir das gerade nicht so gut vorstellen.
Wie ist es, wenn man bis Kraotien o.ä. sechs mal laden muss? Ist ja an einem Tag eher nicht zu schaffen, oder?
Ist das eher entspannt, weil man viele Pausen hat oder wird es gegen Ende dann doch zäh, weil kurz vor dem Zeil noch ein oder zwei Stops mit jeweils 30 min Laden anstehen?

Lange Rede, kurzer Sinn:
Ist "Reichweitenangst" mit dem eRifter auf ner längern Urlaubsfahrt ein Thema oder bin ich einfach noch zu unentspannt, weil mir die Erfahrungen fehlen?
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Re: eRifter auf der Langsrecke - z.B.: Kroatien

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Da der Rifter ne nett ca 42 kWH Batterie haben wird sind die ersten min. 200 km sicher kein Problem.
Dann die erste Ladung, bevorzugt von so weit unten wie möglich (0-5%) auf max. 80%, da ist die Erwärmung noch gering.
die Batteriekühlung ist Stellatis-Typisch "eigen" aber wenigstes vorhanden, oder?
Da hier beim Berlingo von 20 kWh/100 km, bei Opel von 19,5... geschrieben wird, werden die 200 km schon passen.
45kWh/200 km sind; 22,5 kWh/100 km. Die Kiste wird im Sommer nette 15 kWH verbrauchen schätze ich ( Reifendruck auf maximum des Reifens, nicht des Aufklebers setzen)

1. Ladung biringt also auch mind weitere 200 km.
die
2. Ladung, ist nun abhängig, ob die Batterie gekühlt wird.
Beim Nissan Env ist da mit Schnellladen Feierabend,bitte informiere dich.
Wenn gekühlt, laden, vielelicht etwas länger, nur, umso wärmer die Batterie, umso kuscheliger, sprich Lieferfreudiger wird diese.
Somit bist Du mit der 3 Ladung in Rijeka/ Zagreb, oder erst an der Deutschen Grenze, keien Ahnung wo du herkommst...
Bist Du aus dem Slo-Hrk- Hochland raus, geht´s erst mal "runter".

Gekühlt ist die Batterie kein ladewunder, ich würde eher längere, günstigere Ladepunkte a´la 50 kW wählen, das erwärmt die Batterie nicht so sehr und in 40, 50 Minuten geht es auch weiter. Schneller laden heisst nicht selten länger laden, je nachdem ob die Batterie gekühlt ist, oder nicht....

Hast Du Sturm, Starkregen wirkt sich das bis zu krass in der Reichweite aus.

40 kmH Gegenwind sind nun mal fast wie 30 kmH schneller gefahren..
Je nachdem wo´s hingehen soll ist Slo und HRK schon gut ausgebaut.

Willst Du über den Phyrn, A9 fahren, ist oben was zum laden, wobei, runter braucht man eh fast nicht´s.
Tauernautobahn, A10 ?Keine Ahnung, ja, da gibts auch was.
Hier unter Stromtankstellen mal gut reinzuriechen, oder unter "Elektroauto Routenplaner".

Halt dich in der Praxis von den Ionity fern, nutze eher die "alten" 50 kW, die sind heute öfter frei als man glaubt, da ja alle so wichtig gannz schnell laden müssen.

Ich informiere mich als Europa-Kreuz-quer fahrer, hier unter Routenplaner einmal vor.

Warum? Ob ich Rücken oder Gegenwind, Regen (Schneematsch !!) habe das sagt dann der Tag der Fahrt sowieso.
Demnach muss man einmal früher, einmal später zum Ladepunkt und, ne leere Batterie lädt besser als ne volle.
Von Kölle nach Rijeka?
Kein Problem, werden ca +3, bis 4 Stunden sein, wobei, was ist das + an Zeitverlust wenn man Kaffee trinken geht?

Ob man denn quer Slovenien, oder über Zagreb fährt... mein´s ist eher die kürzere Strecke, da man nicht v max fährt.

Alles geht , insbesonders wenn die Batterie gekühlt ist, sonst sollte man vor der 3. Ladung ein Quartier haben und an 230/400 die Nacht über laden.


Viel Spass mit dem neuen, und, Stellantis Verträgt optimeirungen für die Langstrecke unter den Fahrzeug meist recht gut, ist nämlich auch deswegen kein Verbrauchs-Wunder, egal welcher Stellantis scheint es.
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.

Re: eRifter auf der Langsrecke - z.B.: Kroatien

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Bei echten 100-110km/h wird es eng werden mit 42kWh 200km weit zu kommen. Ich fahre nun schon seit vielen Jahren Hochdachkombis und Transporter mit E-Antrieb. Bei Tacho 100km/h würde ich denken so 180km maximal. Wenn du dich an alle Beschränkungen hälst wird das wohl gerade gehen. Dann kommt halt das laden.
Im Hochsommer problemlos bei unter 20Grad würde ich erst mal schneller fahren bis die Batterie die nötige Temperatur hat um schnell laden zu können. Entspannt aber 1000km würde ich mit Übernachtung planen um keine Scheidung zu riskieren.
Kangoo ZE maxi 130.000km, Kangoo ZE 102.000km, E-UP 27.500km, C180TD 48.000km , max G30d 1100km, Sunlight Caravan, Humbauer 1300kg, E-Expert 75kWh 43.000km, Prophete Pedelek 560km, Zündapp Pedelec 80km, F20D 60km

Re: eRifter auf der Langsrecke - z.B.: Kroatien

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Im Sommer geht´s, der env 200 40 schafft´s.
Knapp, wiewohl, die Übernachtung, ein Gläschen Wein..., das ist doch fein.., stimmt.
Das mit dem Warmfahren würdeich im Sommer negieren...
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Re: eRifter auf der Langsrecke - z.B.: Kroatien

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Am ehesten wirst du hier noch Erfahrungen finden können:
viewforum.php?f=573

Der Opel Combo ist das selbe Fahrzeug.
Wenn du dich über meinen Reflink bei Tibber anmeldest, erhalten wir beide 50€ für den Tibber-Store: https://invite.tibber.com/47o9vy5v

Re: eRifter auf der Langsrecke - z.B.: Kroatien

Misterdublex
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@CZeRifter:
Unabhängig vom Fahrzeug würde ich dir raten, die Strecke in etwa zwei gleich große Teile zu unterteilen.

Dein Fahrzeug dürfte 180 bis 200 km Reichweite haben, ich denke man kann das gut mit dem VW e-Golf vergleichen, nur dass der keine Akku-Temperierung hat.

Wir waren in 2022 mit ihm 800 km gefahren und haben das zum Glück in zwei Teile gestückelt: 500 km und 300 km.

Der Druck war dadurch viel kleiner und es war viel, viel entspannter. Einzig die Hotel-Suche für die Zwischenübernachtungen für eine 4-köpfige Familie war herausfordernd, wenn alle gemeinsam untergebracht werden sollen. Ich rate zumindest von einem Zimmer mit Doppelbett, plus Schlafsofa ab. 😉

Durch den höheren Verbrauch (pi-Mal-Daumen 18 kWh/100 km) des Hochdachkombies gegenüber dem VW e-Golf (14 kWh/100 km) würde ich sagen, dass deine 100 kW DC-Peak kaum mehr, als den selben Reichweitenzugewinn pro Zeiteinheit bedeuten, wie die maximalen 43 kW DC-Peak unseres VW e-Golf.

Daher werden deine Ladezeiten in etwa den unseren entsprechen, es wird also einiges an Zeit erfordern. So ein Tag kann lang und ermüdend werden. Eine Pause zwischendrin ist anzuraten.
11/2017 bis 10/2023: VW E-Golf300 als Zweitfahrzeug, mit AHK (Heckträger) von Bosstow nachgerüstet,
08/2018 bis 09/2021: Smart Ed 451,
11/2021 bis heute: VW e-Up Aktiv als Erstfahrzeug,
11/2023 bis heute: Skoda Enyaq iV50 als Zweitfahrzeug.

Re: eRifter auf der Langsrecke - z.B.: Kroatien

CZeRifter
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Michael_Ohl hat geschrieben: Bei echten 100-110km/h wird es eng werden mit 42kWh 200km weit zu kommen. Ich fahre nun schon seit vielen Jahren Hochdachkombis und Transporter mit E-Antrieb. Bei Tacho 100km/h würde ich denken so 180km maximal. Wenn du dich an alle Beschränkungen hälst wird das wohl gerade gehen. Dann kommt halt das laden.
Im Hochsommer problemlos bei unter 20Grad würde ich erst mal schneller fahren bis die Batterie die nötige Temperatur hat um schnell laden zu können. Entspannt aber 1000km würde ich mit Übernachtung planen um keine Scheidung zu riskieren.
-> Das mit der ÜN ist auf jeden Fall eingplant...ca. 900 km in einem Rutsch ist auch mit Kindern kein Pappemstil.
Früher war Stuttgart-Balaton in einem Rutsch kein Problem...heut nimmer....(=

Re: eRifter auf der Langsrecke - z.B.: Kroatien

CZeRifter
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env20040 hat geschrieben: Im Sommer geht´s, der env 200 40 schafft´s.
Knapp, wiewohl, die Übernachtung, ein Gläschen Wein..., das ist doch fein.., stimmt.
Das mit dem Warmfahren würdeich im Sommer negieren...
ÜN und Wein das ist fein...absolut!! Dunkelrot und trocken soll er sein!
Ich glaube, das ist die richtige Grundhaltung beim E-Auto fahren. Vorher planen, die Strecken nicht zu groß wählen und schöne Stellen zum Laden raussuchen. Dann ist es insgesamt entspannt beim nachhaltigen individuellen fortbewegen.

Re: eRifter auf der Langsrecke - z.B.: Kroatien

ATho
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Wir haben nun seit einer Woche unseren e-Berlingo und hatten gestern direkt eine Anreise auf die Insel Sylt (knapp 400km).
Ich hatte mir vorher drei Etappen mit zwei etwas längeren Ladepausen vorgenommen.
Das haben mir die Kinder aber dann doch durcheinander gewürfelt. Schließlich haben wir uns von Stop zu Stop gehangelt (es waren dann vier) und sind gut angekommen. Der Verbrauch lag vollgepackt mit 5 Personen, Sauwetter, teilweise heftigem Gegenwind und ca. 6 Grad am Ende bei knapp 27kwh. Dabei bin ich meist maximal 100 gefahren, ein Stück von 80 km Autobahn aber auch 130.
Fazit: eigentlich kann man einfach losfahren und schauen, was sich ergibt.. (Planung einer Zwischenübernachtung natürlich ausgenommen und ich denke, ich würde mir auch für die Rücktour wieder einen Plan zum Zerschießen zurechtlegen)

Re: eRifter auf der Langsrecke - z.B.: Kroatien

Hogend
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Wir haben unseren e-Rifter GT seit 30.12.2022. Ich muss sagen, die Reichweite passt bei weitem nicht zu dem, was im Cockpit angezeigt wird. Von der angezeigten Reichweite erreichen wir nur ca. die Hälfte. Mag an den derzeit niedrigen Temps liegen, aber das es so krass ist, hätte ich nicht erwartet. Also mit voll geladenem Akku sind max. 150 km realistisch, der Verbrauch liegt bei uns bei 28-30 kWh/100km. Programm "Normal" also kein Performance Mode und die Temp der Heizung auf 21° beim Fahrer und 20° beim Beifahrer. Das Auto wird dabei überwiegend leer bewegt ,also mit einer Person und ohne nennenswerte Ladung. Die Dachreling ist montiert, aber daran allein kann es doch nicht liegen. Und wir fahren 50% Stadtverkehr, 50% Landstraße/Autobahn.
Die Werksbereifung habe ich übrigens gegen Allwetterreifen Goodyear Vector 4 Seasons G3 215/60 R17 mit Energieeffizienz A gewechselt. Mehr geht bei den Reifen nicht.
Nach meinen Infos hat der Akku aber 50 kWh Brutto wovon 46 kWh genutzt werden können. Das Auto steht übrigens in einer frostfreien Garage.
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