Wertverlust Neuwagen

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Wertverlust Neuwagen

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krebs8
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folder Mi 31. Jul 2019, 10:47
Hallo. Bin neu hier und gerade auf der Suche nach einem Zweitwagen.
Habe erst nach einem Golf gesucht, ein Zoe reizt mich nach der Probefahrt aber auch.
Da wir aber wohl doch an einem Punkt sind, an dem sich die nächsten Jahre wohl so einiges tun wird, bin ich sehr hin- und hergerissen.
Ich würde aus Umweltsicht auch gerne etwas tun, habe auch eine kleine PV-Anlage auf dem Dach. Dennoch möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht so viel für ein Auto ausgeben, wenn der Wertverlust in wenigen Jahren evtl. um einiges größer ist, als man zur Zeit so annimmt. Das gilt sowohl für Verbrenner (wenn die Elektrowelle kommen sollte), als auch für E-Autos (wenn da viele Verbesserungen kommen).

Auch wenn das nicht das wichtigste Argument für den Kauf eines E-Autos sein sollte, so ist der Wertverlust bei Neukauf in der jetzigen Phase doch nicht unwichtig. Ich habe mir daher mal überlegt, was für und was gegen einen deutlicheren Wertverlust bei jetzigem Neukauf und Verkauf in ein paar Jahren Jahren spricht, als wovon man derzeit ausgeht:

1. Der Wertverlust wird deutlicher als erwartet, Verkauf wird schwieriger
- in ein paar Jahren besitzt man veraltete Technik (Motor, Ladetechnik, Multimedia, ...)
- die Batterietechnik ist wesentlich weiter
- die Auswahl/Modellvielfalt ist deutlich gestiegen (mehr Hersteller, mehr Modelle je Hersteller)
- fallende Preise bei Neufahrzeugen (Konkurrenz, Massenproduktion, niedrige CO2-Flottenwerte) drücken auf die Gebrauchtwagenpreise

2. Der Wertverlust bleibt auf heutigem Niveau o. wird sogar geringer
- zu Beginn eines Booms (die Masse will nun elektrisch fahren) gibt es mehr Käufer, auch für gebrauchte Fz
- kommende CO2-Abgabe spricht für E-Autos und gegen Verbrenner
- steigende Spritpreise (evtl. Ölverknappung, CO2-Abgabe, politisch gewollt)
- mehr Fahrverbote in Städten
- Ende der Förderung für E-Autos

Da es also Argumente für und wider gibt, bin ich genauso unentschlossen vorher. Und in die Glaskugel sehen nützt auch nichts.

Leasing als Ausweg ist mir auch zu teuer, ein Angebot für einen Zoe zeigt mir da Kosten von über 10 T€ auf 3 Jahren (nur für das Fz).
Der Wertverlust wäre im Vergleich m.E. nur bei vielleicht 5T€.
Was meint ihr?
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Re: Wertverlust Neuwagen

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Blueskin
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folder Mi 31. Jul 2019, 12:11
krebs8 hat geschrieben:
Mi 31. Jul 2019, 10:47
.....
Was meint ihr?
Ich meine, dass Du genau die richtigen Überlegungen zur Thematik anstellst!
Und dass es tatsächlich schwierig ist, die zukünftige Entwicklung abzuschätzen.
Sogar die "Profis" ( = Leasing Gesellschaften) gehen ja derzeit extrem auf Nummer sicher.

Weitere Gedanken dazu:
- Der Wertverlust bei Verbrennern könnte möglicherweise nicht so dramatisch steigen wie oft angenommen , weil die recht große Gruppe der Nicht-zu-Hause-Lader noch eine Zeit lang auf Verbrenner angewiesen sein wird.
- Aktuelle BEV mit noch verhältnismäßig kleinem Akku könnten möglicherweise als Gebrauchte zukünftig weniger gefragt sein, weil ein großer Akku allgemein als "besser" empfunden wird (Stichwort: Reichweite) und die Mehrheit der zukünftigen potentiellen BEV-Käufer sich möglicherweise nicht in die Details von Lade-Effizienz und/oder überhaupt die persönliche Notwendigkeit eines großen Akkus vertiefen wird.
Insofern könnte die Entwicklung der prozentualen Restwerte bei BEV mit kleinen und großen Akkus unterschiedlich verlaufen.
- Ab 2020 werden massenhaft PEHV als Firmenwagen gekauft und vor allem geleast. Diese werden dann ab 2023/2024 den Markt für Privatkunden als Gebrauchte fluten. (Man beachte das Verhältnis von gewerblichen und privaten Käufen bei Neuwagen). Hier könnte es sein, dass viele potentielle BEV-Interessenten erst mal auf vermeintliche "Nummer sicher" gehen...... Oder auch nicht, weil bei dieser Käufer-Gruppe der ursprüngliche steuerliche Vorteil gegenüber Verbrenner nicht greift.

Re: Wertverlust Neuwagen

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folder Mi 31. Jul 2019, 14:31
krebs8 hat geschrieben:
Mi 31. Jul 2019, 10:47
Was meint ihr?
Warum muss der Zweitwagen zwingend ein Neuwagen sein? Z. B. von der Zoe gibt es jetzt mittlerweile verschiedenste Genrationen, die unterschiedliche (Reichweiten-)Bedürfnisse befriedigen. Wenn eine Zoe (gibt ja noch mehr E-Fahrzeuge, die schon länger auf dem Markt sind :-)) grundsätzlich in Frage kommt, lässt sich so eine Menge Geld sparen und der Wertverlust hält sich auch bei Technologiesprüngen in engen Grenzen.

Bye Thomas

Re: Wertverlust Neuwagen

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folder Mi 31. Jul 2019, 16:23
Es kommt wie immer darauf an...aber bei einem Zweitwagen unterstelle ich mal wenig km Laufleistung?
Das ADAC ZOE Leasing kostet bei geringer Laufleistung inkl. Akkumiete in 3 Jahren um die 6.000 EURO.
Günstiger und stressfreier geht IMHO nicht.
BED
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am 16.10.2019 :massa: M3P bestellt...WTF
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Re: Wertverlust Neuwagen

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folder Mi 31. Jul 2019, 16:51
Dafür kannst Du eine gebrauchte ZOE auch schon für unter 9.000€ auf dem freien Markt bzw. auch beim Händler kaufen. Nicht an jeder Ecke, aber immerhin.

Ich bin nicht der Meinung, dass man als Privatperson ein Neufahrzeug kaufen sollte, wenn man dafür nicht eine entsprechend hohe Förderung bekommt oder das Geld schon auf der Seite liegt. Was aus dem Leasing kommt, ist in der Regel noch recht gut und deutlich günstiger als eine Neuanschaffung.

Wer unsicher ist, dem empfehle ich eher den Gebrauchtkauf. Insbesondere, wenn der Wertverlust eine Rolle spielt.

Das ADAC-Angebot könnte man sich allerdings mal ansehen.
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Re: Wertverlust Neuwagen

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folder Fr 16. Aug 2019, 09:28
Der Wertverlust der Zoé ist schon enorm. Ich habe mein Fahrzeug im Juni 2013 nach Listenpreis neu gekauft; einfach, weil es noch keine gebrauchten Fahrzeuge in dieser Klasse gab. Und ich unbedingt elektrisch fahren wollte. Wenn ich nochmal ein E-Auto kaufe, dann nur noch gebraucht. Ich denke, die Neufahrzeuge sollen von Firmen gekauft werden, die etliche Kosten über Sonderabschreibungen und Steuerersparnis wieder rein kriegen.

Meine Zoé hat damals inklusive Wallbox und anderem Kleinkram ca. 24.000 Euro gekostet. Vor einem Jahr habe ich für 4800 Euro den großen Akku gekauft. Mit allen Verbrauchskosten und Reparaturen bin ich mittlerweile bei fast 50.000 Euro Gesamtkosten. Macht abzüglich eines gewissen Restwerts fast 600 Euro monatlich. Oder ohne Verbrauchskosten und Reparaturen (24.000 - 6000 Restwert) ca. 250 Euro mittlerer Wertverlust pro Monat. In den ersten Jahren war der Wertverlust natürlich viel größer als jetzt, aber das ist ja bekannt. Für mich "rechnet" sich die Zoé, weil ich viel fahre und auf ca. 35 Cent pro km komme (bei Berücksichtigung aller Kosten).

Wenn du also das Fahrzeug nur 3 Jahre halten willst, würde ich mit 300 bis 350 Euro mittlerem Wertverlust rechnen, das sind mehr als ca. 11.000 Euro. Da rechnet sich so ein Leasingangebot vom ADAC auf jeden Fall. Keine Ahnung, wie die das kalkulieren. Oder, wie bereits gesagt, kaufe einen Gebrauchten.

Wie gesagt, diese Rechnung gilt für eine Privatperson. Wer das Ganze über eine Firma abwickeln kann, wird ganz andere Rechnungen aufmachen.
Zoé Zen weiß, seit Juli 2013. Akku-Upgrade auf 41 kWh im März 2018 bei km-Stand 99500.
Eon-Wallbox 22 kW.

Re: Wertverlust Neuwagen

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folder Di 20. Aug 2019, 21:49
Wie kommst Du in 6,16 Jahren auf rund 21200€ :o Verbrauchskosten und Reparaturen? Das sind durchschnittlich 3438€/Jahr :roll:
AMP+-ERA-e seit 02/2018
Bild (gemäß OBD-II LastCharge) 90 tkm
Zoe Q210 08/2016 - 02/2018 mit Klima- (0803-0810) und Batterieupdate (0852/0853)
Bild (ab Ladeanschluß) 54 tkm
(Diesel 07/2017 verkauft)

Re: Wertverlust Neuwagen

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folder Mi 21. Aug 2019, 12:48
Na ja, ist schon erstaunlich viel. 72 Mal die Akkumiete sind schon 8.000 €. Und es waren halt auch ein paar größere Reparaturen dabei (Bremskraftverstärker mit Eigenbeitrag 1000 €, 2 Mal 2 neue Reifen wegen unerklärlicher Plattfüße, diverse Werkstattaufenthalte wegen immer noch ungeklärter Knackgeräusche, usw.). Versicherung macht in 6 Jahren auch 2,5 t€. Und bei fast 140.000 Kilometern kommen einige Stromkosten zusammen (ich lade zu Hause mit Ökostrom, Verbrauch ca. 17 kWh/100 km, gesamt also ca. 7000 Euro). Mietkosten für Ersatzfahrzeug habe ich auch mit eingerechnet, wenn die Zoé mal länger in der Werkstatt war und beim Laden bei CF-Boxen habe ich meist großzügig aufgerundet. Es läppert sich halt.
Zoé Zen weiß, seit Juli 2013. Akku-Upgrade auf 41 kWh im März 2018 bei km-Stand 99500.
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Re: Wertverlust Neuwagen

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folder Mi 21. Aug 2019, 15:35
Also 170000km / 100 = 1700 × 17 = 28900 x 0,17 = 4913 €.
Alternativ 1700 x 9 = 15300 € für einen Verbrenner.
Die Reifen wären bei den vermutlich genau so defekt gegangen.
Mietwagenkosten hatte ich auch bei Werkstattbesuchen mit Verbrennern.
Deine Gegenrechnung hätte ich gern gesehen.
Mit freundlichem Gruß Fiedje
ZOE Limited R110 41kWh

Re: Wertverlust Neuwagen

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folder Mi 21. Aug 2019, 15:56
Neuwagen haben doch immer irrsinnige Wertverluste. Das lohnt sich wirklich nur, wenn man
- Beim Hersteller arbeitet und 20 % Rabatt bekommt oder
- Die neueste Technologie unbedingt braucht/haben will.

Bei mir war es Zweiteres:
- Die erste Zoe 2013 war überhaupt das erste eAuto, das die 200 km versprochen hat (außer Tesla...),
- Die 41-kWh-Zoe 2017 war für mich essentiell, da ich eben auch öfters über 200 km am Tag fahren muss.

Geht da was bei Deinem Arbeitgeber (Dienstwagen)? Die 1 % sind ja für eAutos halbiert worden :mrgreen:

Ansonsten heißt es ja Restwertriese Zoe: viewtopic.php?f=57&t=28567&p=662810&hil ... se#p662810
Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: http://www.atmosfair.de Goldstandard
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