Elektroauto für 70 Km Arbeitsweg - sinnvoll?

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Re: Elektroauto für 70 Km Arbeitsweg - sinnvoll?

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k_b
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folder Di 26. Feb 2019, 16:13
Bei regelmäßig kürzeren Strecken ist die Ladeleistung nicht so wichtig. Das Auto steht und kann an einer Ladesäule bei 22kW Ladung pro Stunde knapp 100km nachladen. Bei 43kW wären es dann mehr, vielleicht 150km. Ob das nötig ist?? Man braucht ja nur so viel nachzuladen, wie man anschließend wieder verfahren möchte..
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Re: Elektroauto für 70 Km Arbeitsweg - sinnvoll?

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Hanse-Mike
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folder Di 26. Feb 2019, 16:25
k_b hat geschrieben:
Di 26. Feb 2019, 16:13
Bei regelmäßig kürzeren Strecken ist die Ladeleistung nicht so wichtig. Das Auto steht und kann an einer Ladesäule bei 22kW Ladung pro Stunde knapp 100km nachladen. Bei 43kW wären es dann mehr, vielleicht 150km. Ob das nötig ist?? Man braucht ja nur so viel nachzuladen, wie man anschließend wieder verfahren möchte..
Ja, genau das war unsere Grundüberlegung. 35 Km Weg zur Arbeit. Dort könnte die Zoe an einen 22 KW Lader angeschlossen werden. Da der Arbeitstag 6 Stunden beträgt, wäre auch ein späteres Laden möglich (falls die Plätze belegt sind), Zeit ist auf jeden Fall genug vorhanden. Dann wieder 35Km nach Hause und rein in den Carport. Dort steht dann eine 22KW Wallbox zur Vefügung. Wieder Kabel dran und dann evtl. 1 Stunde später 10 Km zum Sport fahren usw. Wir kennen recht genau das Fahrprofil. Ich bin dankbar für die vielen Beiträge und Meinungen. Es lässt sich schon absehen, dass die „kleinere“ Variante ausreichen würde. Ich kann aber die Argumente verstehen wenn es doch mal länger/schneller gehen soll. Alle Meinungen werden wir bei unserer Entscheidung berücksichtigt bzw. bewerten. Der erste Kauf eines E-Autos soll ja nicht der letzte gewesen sein... :D .

Re: Elektroauto für 70 Km Arbeitsweg - sinnvoll?

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hgerhauser
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folder Di 26. Feb 2019, 16:33
Das passt gut. Das sind doch nur 35 km zwischen Ladungen.

Re: Elektroauto für 70 Km Arbeitsweg - sinnvoll?

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    Alex1
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folder Di 26. Feb 2019, 16:40
Thema Geschwindigkeit: Im Eco-Modus ist die Zoe bei 95 km/h (Tacho) abgeregelt. Bis dahin kannst Du fast von einem sauber quadratischen Anstieg des Verbrauchs mit dem Tempo ausgehen (plus etwas Rollreibung plus 300 W Eigenverbrauch plus Klima/Heizung).

Ab 95 km/h arbeitet der Motor (fremderregter Drehstrom-Synchronmotor) mit Feldschwächung, damit er höhere Drehzahlen hinkriegt (Hintergründe bitte die eLurche fragen...). Damit sinkt der Wirkungsgrad, und der Verbrauch geht mehr als quadratisch hoch. Musst Du halt mal bei Windstille auf einer ebenen langen Straße testen.

Es gibt hier auf GE auch einige schöne Excel-Sheets, die anscheinend recht genau den Verbrauch bei bestimmtem Tempo ausrechnen.

Kommen noch die Höhenmeter dazu (ok, in HH nicht allzu viele... ;)): Ca. 1/3 kWh Mehrverbrauch bergauf, ca. 1/4 kWh Gewinn durch Reku bergab.
Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: http://www.atmosfair.de Goldstandard

Re: Elektroauto für 70 Km Arbeitsweg - sinnvoll?

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Hanse-Mike
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folder Di 26. Feb 2019, 16:56
Alex1 hat geschrieben:
Di 26. Feb 2019, 16:40
Thema Geschwindigkeit: Im Eco-Modus ist die Zoe bei 95 km/h (Tacho) abgeregelt. Bis dahin kannst Du fast von einem sauber quadratischen Anstieg des Verbrauchs mit dem Tempo ausgehen (plus etwas Rollreibung plus 300 W Eigenverbrauch plus Klima/Heizung).

Ab 95 km/h arbeitet der Motor (fremderregter Drehstrom-Synchronmotor) mit Feldschwächung, damit er höhere Drehzahlen hinkriegt (Hintergründe bitte die eLurche fragen...). Damit sinkt der Wirkungsgrad, und der Verbrauch geht mehr als quadratisch hoch. Musst Du halt mal bei Windstille auf einer ebenen langen Straße testen.

Es gibt hier auf GE auch einige schöne Excel-Sheets, die anscheinend recht genau den Verbrauch bei bestimmtem Tempo ausrechnen.

Kommen noch die Höhenmeter dazu (ok, in HH nicht allzu viele... ;)): Ca. 1/3 kWh Mehrverbrauch bergauf, ca. 1/4 kWh Gewinn durch Reku bergab.
Danke für diese Technikinfo. Die Strecke lässt auf der Landstraße nur kurz 100 km/h zu, überwiegend sind dort 70 km/h erlaubt bzw. innerstädtisch 50 km/h. Wenn die BAB genommen wird sind max. 100 km/h realistisch, denn im Berufsverkehr zeiht es sich doch recht träge und mit 95 km/h ist man kein Hinderniss.

Nach den Exel Sheets werde ich mal suchen und mir das Thema zu Gemüte führen.

Ach ja, unsere Berge heißen Deiche. Die sind zwar nicht hoch, aber verdammt lang :lol:

Re: Elektroauto für 70 Km Arbeitsweg - sinnvoll?

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29bde
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folder Di 26. Feb 2019, 19:50
Moin aus Rendsburg,

ich habe fast identische Bedingungen nur das falsche Auto :) für deine Frage.
Auch der Leaf macht das - sowohl neu (klar), wie auch alt - locker mit. Selbst im Winter bei -5 Grad und Klima, Sitz- und Lenkradheizung.

Nimm die aber die Warnung ernst, dass der Spaß zunehmen wird und du ggfs zeitnah einen größeren Akku haben willst. Kaufe also lieber größer :)
Das ist dann auch als Antwort auf die Frage gemeint: es reicht locker ein gebrauchter 22er - der Spaß wird kommen und du wünscht dir dann vermutlich einen neuen mit großem Akku.

Leihe dir auf jeden Fall mal ein solches Fahrzeug, Renault bietet AFAIK sogar 24h an. Schau ob das Auto von der Größe passt und bewerte dein eigenes Wohlbefinden während einer Ausfahrt. Es wird ziemlich sicher von Fahrt zu Fahrt steigen.

LG Chris
Zuletzt geändert von 29bde am Di 26. Feb 2019, 19:53, insgesamt 1-mal geändert.
seit 04/18: Nissan Leaf 2.ZERO black (Lieferzeit knapp 6 Monate)
01/14 - 04/18: Nissan Leaf Tekna 24kWh (Euroleaf) "new red"

Re: Elektroauto für 70 Km Arbeitsweg - sinnvoll?

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Alfred05
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folder Di 26. Feb 2019, 19:53
Hallo zusammen,
nach längerem Mitlesen habe ich mich jetzt auch entschlossen hier im Forum anzumelden.
Bei uns ist es nämlich sehr ähnlich wie bei Hanse-Mike. Meine Frau pendelt jeden Tag (5x/Woche) zur Arbeit, gesamt ca. 40-50km/Tag.
Eine Gratis 11kW Ladesäule gibt's am Arbeitsplatz, und hier in der Umgebung gibt's auch einige Gratis 11kW und 22kW Ladesäulen.
Im Notfall können wir auch mit dem Notladekabel zuhause laden, PV mit Speicher vorhanden.

Wir haben uns vor gut einem Monat für eine gebrauchte "ZOE R240 life" entschieden (BJ2016, 25000km, SOH 96% mit CanZE ausgelesen).
Unsere Beweggründe für diese ZOE waren:
- Günstige Anschaffung <11000 Euronen (Extras wie Rückfahrkamera und Alufelgen wie bei der "Intens" brauchen wir bei diesem Auto nicht)
- Noch Restgarantie für Antriebsstrang bis 2021
- 22kW Ladeleistung reichen uns völlig aus, sie wird sogar gößtenteils nur mit 11kW und zuhause nur mit 3,2kW geladen.
(langsames Laden schont den Akku, vielleicht gibt's ja nach ein paar Jahren mal eine günstige Kaufoption...)
- Die R240 hat den neueren effizienteren luftgekühlten Motor, welcher angeblich etwas leiser ist.

Ich muss aber dazu sagen, die ZOE ist unser 2. Auto, für mich zum Pendeln, für längere Fahrten (Urlaub...), steht dann ein größerer Familien Kombi (Benziner) zur Verfügung.
Bis jetzt sind wir sehr zufrieden mit der ZOE, es macht riesen Spaß damit zu fahren 8-)
@Hans-Mike ... Da Ihr eine ähnliches Anforderungsprofil habt, kann ich den Schritt zum E-Auto nur empfehlen :D

Gruß
Alfred
ZOE R240 Life EZ 04/2016, PV 3,3kWp, Speicher 15kWh

Re: Elektroauto für 70 Km Arbeitsweg - sinnvoll?

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    Ha2Esso4
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folder Mi 27. Feb 2019, 10:59
Hallo Leute!
Auch nach unserer Erfahrung: Ja, es ist sinnvoll... besonders als Pendlerfahrzeug und Zweitwagen

Der Einsatzfall zur Info:
- Zoe Q210
- 5x wöchentlich 2x 48 km Arbeitsweg (davon 2x 27 km Autobahn)
- 22 kW kostenlos am Arbeitsplatz, 11 kW zu Hause
- 22 kWh Akku reicht ab ca. 10 °C locker für Arbeitsweg und tägl. Zusatzfahrten (also 1x laden pro Tag)
- Je kälter es wird, desto eher wird ein 2. (nach)laden pro Tag erforderlich
- ca. 27.000 km Jahresfahrleistung
- 3 Ladekarten im Auto oder Apps bislang nicht ein Mal gebraucht
- 2 Kinder mit Führerschein benutzen nur noch DIESES Auto
- "Erst"wagen Jahresfahrleistung um ca. 15% gesunken

Gruß aus Ostwestfalen!
ZOE Intens Q210 - EZ 12/2014
Opel 1290 Spezial - EZ 06/1931

Re: Elektroauto für 70 Km Arbeitsweg - sinnvoll?

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folder Mi 27. Feb 2019, 12:56
Bei 70 km am Tag geht eigentlich jedes Elektroauto. Und wenn man dann sowohl zuhause als auch auf der Arbeit laden kann, gleich dreimal. Wenn man die Akkugröße im Alltag nicht ausreizt, dann benötigt man auch keinen schnellen AC-Lader. Wer also zuhause nur einphasig 16 Ampere hat (wie bei einer normalen Steckdose), kann durchaus auch damit zurechtkommen (das wären dann 3,6 kW; die 70 km sind dann auch spätestens nach 4 Stunden nachgeladen). Gerade bei der Zoe muss man aber bedenken, dass der Wirkungsgrad bei langsamer Ladung deutlich absinkt.

Und weil Du den Smart vorhin abgelehnt hast - es gibt auch einen Smart mit vier Sitzen.
Zuletzt geändert von Langsam aber stetig am Do 28. Feb 2019, 17:07, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Elektroauto für 70 Km Arbeitsweg - sinnvoll?

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Hanse-Mike
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folder Mi 27. Feb 2019, 14:00
Langsam aber stetig hat geschrieben:
Mi 27. Feb 2019, 12:56
Bei 70 km am Tag geht eigentlich jedes Elektroauto. Und wenn man dann sowohl zuhause als auch auf der Arbeit laden kann, gleich dreimal. Wenn man die Akkugröße im Alltag nicht ausreizt, dann benötigt man auch keinen schnellen AC-Lader. Wer also zuhause nur einphasig 16 Ampere hat (wie bei einer normalen Steckdose), kann durchaus auch damit zurechtkommen (das wären dann 3,6 kWh; die 70 km sind dann auch spätestens nach 4 Stunden nachgeladen). Gerade bei der Zoe muss man aber bedenken, dass der Wirkungsgrad bei langsamer Ladung deutlich absinkt.

Und weil Du den Smart vorhin abgelehnt hast - es gibt auch einen Smart mit vier Sitzen.
Danke dir für deine Meinung. Wie gesagt finde ich den Smart ForTwo echt kultig, aber er fällt aus dem Rennen. Der ForFour als Elektro ist mir noch zu teuer und gebraucht kaum zu finden (zumindest für meinen Kostenrahmen). Außerdem ist mir die Batteriemiete beim Smart noch nicht ganz klar. Die läuft ja immer nur fahrzeugbegleitend und nicht personenbegleitend. So wie ich das verstanden habe läuft die Mietbindung irgendwann aus und die Batterie muss entweder gekauft oder zurückgegeben werden. Hatte mir mal einen gebrauchten ForTwo bei Mercedes HH angeschaut. Beim dem sollte die Batteriemiete 2023 auslaufen. Auf die Frage was dann sei kam die Antwort, entweder für einen kleinen vierstelligen Betrag (genaueres konnte er nicht sagen) kaufen oder die Batterie zurückgeben. Für mich gibt es da noch zu viele Unbekannte in der Gleichung. Beim Zoe wird der Batteriemietvertrag immer wieder verlängert und das gibt mehr mehr Planungssicherheit. Sollte ich da was falsch verstanden haben verbessert mich bitte.

Gruß aus HH
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