Tipps Solar-Anlage

Solarenergie - Photovoltaik

Re: Tipps Solar-Anlage

Garry
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Stimmt, gutes Argument, muß man mal durchrechnen ... wobei es - vermutlich & leider - wohl eher nicht bei den ~30ct/kWh bleiben wird - ich habe für 2023 noch "Glück" beim Haushaltsstrom für 28,45ct, für die Wärmepumpe weiß ich nicht, ob ich dem vom Anbieter aktuell noch avisierten Preis von ca. 16.5ct (ab 1.1., dann ohne Preisgarantie mehr) trauen kann (aktuell etwa 15) - da wäre die Differenz natürlich nicht ganz so groß, somit weniger Refinanzierung ... wenn's auch dort zu oder über 30ct gehen würde (aktuell bekommt man WP-Strom nicht unter 57ct, teils noch ERHEBLICH drüber!!!), ist man als Öko-Heizer mit WP gef*ckt, während die Klima-Schädiger mit Gaspreis-Deckel fein raus sind ... :( Bei den Preisen würde es natürlich sehr schnell viel mehr Sinn machen, selber per Speicher zu verbrauchen ...
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Re: Tipps Solar-Anlage

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Zu beachten ist natürlich auch die Zyklenzahl, die der Hersteller für die Speicher verspricht. BYD beispielsweise verspricht "über 6.000 (Voll-)Zyklen". Das ist nicht sonderlich weit weg, von den im Beispiel gekannten ~4.600 Zyklen. Und eine Lebensdauer von ~20 Jahren.

Ich würde da eine Excel-Tabelle mal bemühen mit einer Jährlichen Preissteigerung von 3% im Strompreis (nach belieben kann das natürlich höher angesetzt werden). Da kann man dann recht schnell erkennen, was denn so ein Speicher kosten darf (bei einer gegebenen Größe von x kWh), dass das noch einigermaßen wirtschaftlich wird.

Ob man der Zahlenaktrobatik dann glaubt, bleibt jedem selbst überlassen - aber es gibt mal ein gutes Gespür dafür, was für Rahmenbedingungen man haben sollte.

SüdSchwabe.
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Re: Tipps Solar-Anlage

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Aber jeder Speicher hilft bei der Netzstabilisierung und Vermeidung von CO2 durch die Reservekraftwerke.

Sind die Lebensumstände unserer Nachkommen rein ökonomisch betrachtbar?

Das sollte man mit einbeziehen.
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Re: Tipps Solar-Anlage

Singing-Bard
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Strom ist eine verderbliche Ware und sollte am besten sofort verwendet werden.
Wenn man also Strom macht, ohne Verluste Einspeisen und damit der Gemeinschaft zur Verfügung stellen.
Dann werden die Gaskraftwerke die den Strom zur Zeit so Wahnsinnig teuer machen runtergeregelt.

Wenn die Solar- und Windfraktion dann Überschüsse produzieren, dann kann das immer noch sehr einfach in ökonomischen Speicheranlagen umgewandelt werden (Pumpspeicherkraftwerke, Umwandlung in Wasserstoff, ...)

Das jeder einzelne in seinem eigenen Haus mittels komplexer Lithium-Speicher versucht seinen "eigenen" Strom zu erzeugen und zu verbrauchen ist angesichts des sehr beschränkten Verfügbarkeit von Lithium und der fehlenden Möglichkeit Lithium zu recyclen ein absoluter Irrweg.

Re: Tipps Solar-Anlage

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Genau, und wenn zu viele einspeisen, dann wird abgeregelt.

Nee, sorry, lieber lebe ich vom eigenen Strom so weit wie möglich, als dass nachts dann Strom bezogen werden muss.

Wenn es mal gute öffentliche Speichermöglichkeiten gibt, dann sehe ich das anders. Aber so ist mein nächster Stausee in Österreich und Speicherung ein Problem.
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Re: Tipps Solar-Anlage

kutscher_tom
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c2j2 hat geschrieben: Sind die Lebensumstände unserer Nachkommen rein ökonomisch betrachtbar?
So lang die deutsche Wirtschaft rein ökonomisch betrachtet wird und bei jeder kleinen Delle sofort nach Staatshilfen schreit und so lang China jährlich mehr NEUE Kohlekraftwersleistung in Betrieb nimmt als Deutschland INSGESAMT hat, werde ich nicht aus meinem privaten Vermögen Geld für ein grünes Gewissen aufwenden.
Aber diese Entscheidung soll jeder selbst treffen.
Zoe Phase 1 R110 EZ 6/2019

Re: Tipps Solar-Anlage

kutscher_tom
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Singing-Bard hat geschrieben: Strom ist eine verderbliche Ware und sollte am besten sofort verwendet werden.
Wenn man also Strom macht, ohne Verluste Einspeisen und damit der Gemeinschaft zur Verfügung stellen.
Dann werden die Gaskraftwerke die den Strom zur Zeit so Wahnsinnig teuer machen runtergeregelt.

Wenn die Solar- und Windfraktion dann Überschüsse produzieren, dann kann das immer noch sehr einfach in ökonomischen Speicheranlagen umgewandelt werden (Pumpspeicherkraftwerke, Umwandlung in Wasserstoff, ...)

Das jeder einzelne in seinem eigenen Haus mittels komplexer Lithium-Speicher versucht seinen "eigenen" Strom zu erzeugen und zu verbrauchen ist angesichts des sehr beschränkten Verfügbarkeit von Lithium und der fehlenden Möglichkeit Lithium zu recyclen ein absoluter Irrweg.
Vor allem ist es auch wesentlich effizienter, wenn man den Strom dann im großen Stil ein- und ausspeichert und nicht jeder Privathaushalt selbst den ganzen Regelaufwand hat.
Deswegen wurde ja auch das europäische Verbundnetz geschaffen, weil die Regelung viel einfacher wird, je größer das Netz wird. Warum sollte man jetzt wieder den Schritt zurück gehn und "Inselnetze" gar auf EFH Ebene bauen, die noch dazu immer dann auf das öffentliche Netz zurückgreifen, wenn es dort eh schon eng ist. Nämlich dann wenn (wie bei allen anderen auch) im Sommer die eigene Batterie voll ist undd der Überschuss Strom weg muss, oder im Winter wenn (wie bei allen anderen auch) die eigene Batterie leer ist, man aber nicht im Dunkeln sitzen will.

DASS sehe ich als Irrweg, denn das macht den Regelaufwand im öffentlichen Netz noch viel viel größer.
Zoe Phase 1 R110 EZ 6/2019

Re: Tipps Solar-Anlage

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c2j2 hat geschrieben:Aber jeder Speicher hilft bei der Netzstabilisierung und Vermeidung von CO2 durch die Reservekraftwerke.

Sind die Lebensumstände unserer Nachkommen rein ökonomisch betrachtbar?

Das sollte man mit einbeziehen.
Ich bin da bei Dir und verstehe Deine Argumentation. Allerdings muss man sich dieses Verhalten sprichwörtlich auch leisten können. Die Frage der Wirtschaftlichkeit heißt ja nicht, dass man damit Geld drücken will, sondern ob es in den persönlichen Budgetrahmen passt oder nicht. Und das kann man nur für sich selbst entscheiden und in aller Regel niemand sonst.

SüdSchwabe.
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Volle Zustimmung.

Das ist die Voraussetzung.
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Re: Tipps Solar-Anlage

kutscher_tom
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@Garry Noch ein anderer Aspekt: Wenn du eh mit einer Wärmepumpe planst, hast du schon mal überlegt, einen größeren Wärmepuffer zu installieren? Wenn du sagen wir mal 1000L Wasser von 30°C auf 70°C erwärmst, sind das um die 45 kWh, die dann im Wasser gespeichert sind. Dann könntest du deine Wärmepumpe immer dann laufen lassen, wenn sonne scheint und hast keine Speicherverluste in einem potentiellen Akku. Außerdem kostet so ein 1000L Pufferspeicher "nichts" im Vergleich zu nem Akku mit 11 kWh.

Bei meinen Eltern verheize ich seit die PV Anlage ihre Ü20 Grenze erreicht hat den überschüssigen Strom ganz ordinär mit einem 5kW Heizstab im Pufferspeicher, weil das bei minimaler Neuinvestition (Heizstab 50 Euro rest eigenbau) immer noch billiger ist, als dafür die Pelletheizung laufen zu lassen.
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