PV-Berechnung

Solarenergie - Photovoltaik

Re: PV-Berechnung

buddha
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Es geht nicht nur um Gewicht (kg/m2). Der Windlastabtrag ist häufig das Wichtigere.

Leute, die mit "Aluhut" argumentieren oder Tornados ins Feld führen, zeigen nur Ihre fehlenden Kenntnisse, die im best case mit Erfahrungswerten kaschiert werden. Viele der Fehler solcher "Schrauber" kenne ich zur Genüge und es gibt massig Gutachten/Rechtssprechungen, die dem Kunden nach langem Rechtsstreit wenigstens sein Geld wiederbringen.

Nur aus diesem Grund empfehle ich Kunden vor Realisierung die Einbeziehung fähiger Planer (ja - auch dort gibt es Inkompetenz), um eine bestehende Konstruktion nicht durch ungeeignete Maßnahmen zu schädigen. Häufig sind das Kleinigkeiten, die in Mengen jedoch ihre Wirkung entfalten. Manchmal reicht dort schon eine wenig kostende Beratung, um vor kapitalen Fehlern zu schützen.

Gute Planer kennen mehrere Varianten, können Statiken lesen, konstruieren und arbeiten vernünftig mit Handwerkern zusammen. Pfuscher bekommen dagegen schnell die rote Karte, bevor sie am Bauwerk aktiv werden.
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Re: PV-Berechnung

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  • luig
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Hab noch eine Frage: Da direkt ans CP eine Garage mit Satteldach angrenzt kommt es am Nachmittag zu einer Teilverschattung der mittleren Modul-Reihen. Ich hab gehört dass bei Teilverschattung die restlichen Module auch nicht mehr die volle Leistung bringen, wie wäre das zu lösen?
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Re: PV-Berechnung

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Wie lange geht das mit der Verschattung und wieviele Module von wievielen sind davon betroffen. Normalerweise reagiert der Wechselrichter und findet einen neuen spannungsmäßig tieferen MPP so dass die verschatteten oder teilverschatteten Module heraus geschaltet sind. Ihre Bypassdioden sind dann aktiv. Viele Wr haben auch einen konfigurierbaren Verschattungsmodus. D.h. sie scannen dann regelmäßig den kompletten MPP-Bereich auf Leistungs-Maxima ab. Es ist darauf zu achten dass der eingesetzte Wr mit der minimalen Eingangsspannung tief genug herunter kann bei kurzen Modulsträngen, also auch bei Verschattung noch tiefer hinunter gehen kann. Auch kann man einen Wr nehmen der zwei unabhängig getrackte Eingänge hat. Allerdings auf einem CP werden normalerweise zu wenig Module dafür vorhanden sein um auf zwei Strings zu kommen. Dann könnte man aber die verschatten Module in einen String legen. Optimierer würde ich keine einsetzen.
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: PV-Berechnung

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Wie mein Vorredner schon schrieb, "Mpp" .

Um es mal zu visualisieren:

Du hast mal angenommen 6 Module die max. Leistung bei ~ 35V abgeben ( Temperaturabängig ) .

Dann liegt der MPP des Stranges, die der WR fährt bei 35x6 = 210Volt.

Hast du nun eine zu erwartende Verschattung von 2 Modulen - ich konstruiere mal ne Vollverschattung und einen Totalausfall, zum besseren Verständnis,

dann stehen nur noch runde 35x4 = ca. 140V zur vollen Leistungsabschöpfung zur Verfügung. Dein WR muss in dem Fall mit den 140Volt "klar kommen" . Den WR musst du also entsprechend aus suchen.
..... und tschüss.

Re: PV-Berechnung

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  • luig
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Heißt im Klartext beim Kauf vom Wechselrichter genau darauf achten dass dieser mit Teilverschattung klar kommt. Ich muss mir das dieser Tage mal live auf dem CP anschauen bzw. von oben Fotos machen um beurteilen zu können wie viele Module davon betroffen wären. Hängt auch davon ab wie ich die Module montiere. Möglich wären 3 x 3 Module längs zum Dach oder 4 x 2 Module quer (ev. auch 5 x 2) je nachdem wie steil die Aufständerung wird.
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Re: PV-Berechnung

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Der Schattenbsollte bei den meisten Modulen längs DRAUFGEHEN, dies ist jedoch bei Teilverschattung Modulabhängig.
Es gibt Module mit integriertem Beschattungsmanagement.
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.

Re: PV-Berechnung

Wattamal
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Bei der geringen Modulanzahl macht sowieso ein einphasiger Wechselrichter Sinn. Die arbeiten sowohl mit geringeren Start- als auch MPP-Spannungen als die dreiphasigen Kollegen.
Bei Flachdächern kannst Du mit einer flachen (10-15°) Zickzack-Aufständerung /\/\/\ oft die meisten Module unterbringen, da man damit den Platz optimal ausnutzt und der Eigenverschattung entgeht. Weitere -und von der Unterkonstruktion preiswerteste- Möglichkeit wäre, einfach flach dachparallel zu belegen. Das erfordert allerdings 1-2 Reinigungen im Jahr. Mit Leiter und Teleskopstange aber auch kein Problem.

Re: PV-Berechnung

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Wattamal hat geschrieben: Bei der geringen Modulanzahl macht sowieso ein einphasiger Wechselrichter Sinn. Die arbeiten sowohl mit geringeren Start- als auch MPP-Spannungen als die dreiphasigen Kollegen.
Bei Flachdächern kannst Du mit einer flachen (10-15°) Zickzack-Aufständerung /\/\/\ oft die meisten Module unterbringen, da man damit den Platz optimal ausnutzt und der Eigenverschattung entgeht. Weitere -und von der Unterkonstruktion preiswerteste- Möglichkeit wäre, einfach flach dachparallel zu belegen. Das erfordert allerdings 1-2 Reinigungen im Jahr. Mit Leiter und Teleskopstange aber auch kein Problem.
Was ist mit flacher Zickzack Aufständerung gemeint? Nachdem das Dach 3° nach Norden geneigt ist will ich sowieso aufständern, auch flach aber halt Richtung Süd 15° bis 20° minus die 3° Nord macht dann 12° bis 17° Süd. Mehr hat wohl keinen Sinn weil im Hochwinter wegen der hohen Berge keine Sonne scheint, es gibt also (leider) keine tief stehende Sonne bei mir.
Auch keine Abendsonne, sie verschwindet gegen 18h hinter den Bergen, im Prinzip von März bis Oktober. Morgens ist es besser nach Osten hin sind die Berge weiter weg, sie geht in der warmen Jahreshälfte zwischen 6h30 und 7h auf.
IONIQ 5 AWD LongRange > Top Line > Digital Teal / Grau > Pano > WP > 19" > 01/2022

Re: PV-Berechnung

Wattamal
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Das ist gemeint:
OW.jpg

Ich würde mal mit PVGIS durchrechnen, ob die Aufständerung nach Süd den Aufwand für die Unterkonstruktion je wieder reinholt. Wegen der Eigenverschattung bekommst Du evtl. weniger Module drauf, hast eine aufwändigere UK (Windlasten!) und handelst Dir u.U. eine lästige Taubenproblematik ein. Einziger Vorteil wäre die Selbstreinigung der Module.

Ich habe ein 5° Nord Garagendach, das ich flach belegen werde. Eine Aufständerung mit effektiv 15° Süd (also 20° relativ zum Dach) würde nicht einmal 10% mehr Ertrag bringen. Eine O/W-Aufständerung wie oben im Bild sogar etwas weniger Ertrag, dafür wiederum Selbstreinigung, aber halt mit den aufwändigen Boxen (die dafür, da geschlossen, unanfällig für Wind und Tauben sind).

Man darf nicht "erschrecken", weil irgendwo ein "Nord" in der Ausrichtung ist. Bei Neigungen bis 10° gibt es mit den heutigen Modulen nur marginale Unterschiede im Ertrag, egal welche Himmelsrichtung. Und wenn keine Sonne ist, dann ist es sowieso egal. Gerade im Winter ist das ja häufig der Fall.

Das beste "Preis-Leistungsverhältnis" böte wohl auch bei Dir eine dachparallele Belegung, mit 1-2 Reinigungen per Leiter und Teleskopstange im Jahr. Ist bei den wenigen Modulen in einer halben Stunde erledigt.

Re: PV-Berechnung

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Ich würde generell zur Ost-/Westaufständerung wie oben abgebildet raten. Man bekommt ein Maximum an Generatorleistung gegenseitig unverschattet aufs Dach, hat eine gleichmäßigere Verteilung der PV-Leistung über den Tag, das ist auch wichtig bei Eigenverbrauch, hat noch eine Selbstreinigung wenn auch nicht optimal und hat gegenüber einer reinen Südausrichtung maximal 10% weniger spezifische Erträge, dafür aber insgesamt mehr Generatorleistung auf dem Dach.
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !
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