PV-Berechnung

Solarenergie - Photovoltaik

Re: PV-Berechnung

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Kann man eine PV nicht auch im netzparallelen Betrieb auf Nulleinspeisung konfigurieren?

Das wäre doch gut diesen Anwendungsfall genau das richtige. Dann noch eine steuerbare Wallbox und einen raspi mit OpenWB, der nach Belieben die Ladeleistung bei Netzbezug aufs Minimum reduziert oder die Ladung pausiert.
Gruß
Werner
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Re: PV-Berechnung

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luig hat geschrieben: Also abschließend vielen Dank für eure Ausführungen.
Das ganze macht wohl auf der kleinen Fläche wirtschaftlich keinen Sinn, so alt kann ich gar nicht werden.
Das ist zu kurz gedacht. PV macht immer "Sinn" - egal wie groß ! Die Amortisation hat lediglich eine große Range.
Einen Carport kannst bspw. in Eigenleistung belegen, ohne Solarteurkosten. Den brauchst später nur fürs Anschließen ans Netz.
Ohne Netz ist Kokolores, weder Insel mit Speicher noch Netz mit Speicher rechnet sich in absehbarer Range. Mach ne "Standard-Anlage".

Carportanlage, ohne Verschattung, macht immer Sinn und rentiert sich in wenigen Jahren ! Selbst ne 600 Watt "Balkonanlage" auf dem CP ist in ~3-4 Jahren bezahlt !

Ich würde aber 20-30 Grad Ständer empfehlen. Ich habe einen CP plan belegt, der drückt zwar im Sommer gut, aber macht viel Arbeit weil der Schmutz von den Modulen nicht ablaufen kann. Min. 2x im Jahr ist putzen angesagt. Ich habe bis jetzt schon 2x über den Sahara Staub geflucht ....

Strom wird immer teurer. Über die Leute, die heute PV "hinterher laufen", weil sie vor einigen Jahren den Zug verpasst haben, bzw. die "Besserwisser", welche die PV Käufer/Owner vor 15 Jahren belächelt haben, über die kann ich heute nicht nur lächeln sondern lachen....

Bevor du völlig untätig bleibst wäre meine Empfehlung: 2x 400 Watt Module drauf, auf 30 Grad und einen 600 Watt Balkon-WR dahinter.
Keine Solarteurkosten, gute Pufferung der Tages-Grundlast, starke Verbraucher im Haushalt Mittags laufen lassen, schnelle Amortisation.
..... und tschüss.

Re: PV-Berechnung

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Ich sehe es wie Sonnenfahrer. Mach eine PV drauf, netzparallel. Paßt.

Nulleinspeisung, wie es @iOnier schreibt, geht schon auch.
Aber wozu?
Um den ganzen Anmeldekram kommst du damit auch nicht herum, weil eben netzparallel. Und du verschenkst Geld.
Für Nulleinspeisung brauchst du einen Modbuszähler, kostet auch wieder extra.

Ich würde auf das Dach draufpacken, was geht. Vermutlich reicht da auch ein einphasiger Wechselrichter. Das ganze auf 70% hart geregelt. Das ist die billigste Möglichkeit.
Die PV kann irgendwo angeklemmt werden. Es besteht kein Zwang, das im Hausanschlußkasten zu tun.
Erzeugungszähler brauchst du bei der kleinen PV auch nicht. Nur ein simpler Zweirichtungszähler wird benötigt, tauscht üblicherweise der Meßstellenbetreiber aus.

Re: PV-Berechnung

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Wie würde denn eine Netzeinspeisung überhaupt funktionieren, zum Carport gibt es lediglich eine Starkstromleitung an deren Ende ein 16A Stecker (rote CEE) befindet, daran steckt die mobile Wallbox, eine go-e Home+ 11kW. Diese Starkstromleitung ist an meinem Wohnungszähler angeschlossen.

Dann müsste ich das Ganze erst mal Daumen x pi berechnen, Dachfläche ist 5,8m x 4m Dachneigung 3° Nord. Wie viele Paneele finden da Platz und wie viel kosten die ungefähr? Dazu noch die restliche Elektronik in etwa? Montieren kann ich selber, hab genug Dachdecker und Elektriker in meinem Bekanntenkreis.
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Re: PV-Berechnung

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Die Dachfläche könntest du ziemlich voll mit einer sogenannten Ost-/Westaufständerung belegen. Immer zwei Modulreihen gegeneinander so wie ein Satteldach angeordnet, da gibt es Ständer dafür mit 10-20 Grad Neigung.
Beispiel: https://www.photovoltaik4all.de/k2-d-do ... m-ost-west
In das vorhandene Starkstromkabel müsste eigentlich auch eingepeist werden können. Da müsste ein Elektriker eine Lösung dazu ausarbeiten.
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: PV-Berechnung

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Jupp, schlimmstenfalls ein wetterfester Kasten im Carport mit einer kleinen Unterverteilung.
Gruß
Werner
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Re: PV-Berechnung

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Der Starkstromstecker + Wallbox sind im versperrbaren Schuppen/Garage an die das Carport gebaut wurde, von daher kein Problem mit Verteiler oder anderen Elektronik-Komponenten. Wie man die Module dann ausrichtet müsste sich vermutlich ein Spezialist vor Ort anschauen da es Richtung Westen durch einen Baum bzw. das Satteldach der Garage zu Abschattung kommt (das müsste ich mir selbst erst genau anschauen).
Zur grundlegenden Berechnung müsste ich wissen wie viele Module da überhaupt Platz haben, da steht was von Mindestabstand zum Dachrand. Darüber hinaus kann man die Dinger vermutlich nicht so einfach aufs Wellblech schrauben?
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Re: PV-Berechnung

Solarmobil Verein
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Jepp, in den Carport eine kleine Unterverteilung rein, an die der AC-Ausgang des Wechselrichters angeschlossen wird sowie die bestehende CEE16 rot.
Wo der Wechselrichter ins Hausnetz einspeist, ist bei den heute üblichen Überschußeinspeise-PVs völlig schnurz (das Stromkabel muß halt passend sein für die Leistung).
Ich habe insgesamt 4 Wechselrichter. Einer speist an einer Unterverteilung (an der auch meine Ladesteckdosen dran sind) in der Garage ein, die drei anderen sind an einer Unterverteilung im Heizungsraum, wo auf der Kabelstrecke bis zum Hausanschlußkasten auch noch "abgezweigt" wird. D.h. die volle PV-Leistung kommt ohnehin nie am Hausanschlußkasten an.

Dazu (in deinem Carport) der übliche Kram wie Sicherung vom Wechselrichter, ein Kästchen für den inzwischen verpflichtenden Überspannungsschutz usw.

Der Querschnitt der aktuell vorhandenen Starkstromleitung wäre zu prüfen.
5x 2,5mm² wäre vorteilhaft.
"Fliegend" verlegt sein darf die Leitung ohnehin nicht mit PV. Wenn, dann ein Erdkabel. Am besten 50cm tief in den Boden und da durch ein 50mm graues Kunststoffrohr gezogen (besserer mechanischer Schutz).

Ein einphasiger Wechselrichter darf 20A (entspricht 4,6kW) machen. Da wir aktuell von "70% hart" ausgehen (weil für "70% weich" ein Modbus-Zähler nebst dem ganzen zugehörigen Kram notwendig wäre), darf dieser Wechselrichter an sich nur 70% von 20A = 14A (entspricht 3,22kW) ins Hausnetz (bzw. eigentlich ins öffentliche Netz, aber bei 70% hart ist das hier identisch) reinpusten.
Theoretisch sollte auch 5x 1,5mm² genügen. Wenn es allerdings eine sehr lange Leitung ist (>25m), dann sollte man auch um des lieben Auto-Ladens Willen über einen größeren Querschnitt nachdenken.

Würden sich die Mehrkosten für "70% weich" lohnen?
Kann man sich schon ausrechnen, aber bei der von @bm3 vorgeschlagenen Lösung (und bessere Lösungen dürfte es da kaum geben) behaupte ich, daß der Wechselrichter ohnehin kaum bis nie in die Kappung reinfährt (vielleicht ab und zu mal ein Stündchen über die Mittagszeit im Hochsommer), sprich, mehr als 3220W erzeugt, einfach wegen Ost-West. D.h. die Mehrkosten für die "70% weich" dürften sich über die 20 Jahre nicht amortisieren.

Wegen Montage:
Da kommt immer eine Unterkonstruktion drunter. Die wird auch nicht am Wellblech befestigt, sondern an den Dachsparren, an denen auch das Welbelch verschraubt ist. Das mit den Dachabständen ist eher bei Satteldächern interessant, wenn Schnee draufliegt und der abzurutschen droht, daß er noch von den Schneefanggittern aufgehalten werden kann. Bei einem quasi Flachdach ist das ziemlich egal. Großartig drüber raustehen lassen würde ich es nicht, ein paar Zentimeter gehen schon, hat mit der Festigkeit der Unterkonstruktion zu tun, daß nichts "abknicken" kann und die Module zerbröseln.

Re: PV-Berechnung

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Flachdach mit Wellblech könnte auch mit Stockschrauben machbar sein. Natürlich in die Wellenerhebungen setzen. Wenn man das sauber machen möchte dann mit Kalotten. Muss man sich aber nochmal anschauen. Bei Flachdach denke ich normalerweise nicht an Wellblech sondern ein mit Folie abgedichtetes Dach. Das durchdringt man auch möglichst nicht mit Befestigungselementen.
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: PV-Berechnung

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Beim Belegen die Grenzabstände nicht vernachlässigen. Mein Landratsamt (Bayern) hat mich darauf verwiesen, dass zu Brandwänden oder ähnlichen Wänden ein Abstand von 1,25 m einzuhalten ist. Dadurch konnte ich meinen Carport leider nicht voll bestücken. Details findest Du auch auf photovoltaikforum.com oder in der Landesbauordnung.
Die Bayern lieben Abstände bei erneurbaren Energien. Zum Glück gilt 10H nicht für PV!

Nachtrag: Die Regelung wurde im letzten Jahr angepasst. Dadurch sind geringe oder keine Abstände möglich. Details hier: https://www.carmen-ev.de/2021/02/11/neu ... ndwaenden/

05/2005 Pelletheizung und Solarthermie
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