Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Solarenergie - Photovoltaik
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Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Wattamal
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@mofler Exakt meine Erfahrung! Max. 10kWp, am besten noch sinnlose Optimierer dazu oder gleich SolarEdge, und einen 11kWh Speicher. Es gab etliche, die von vornherein gesagt haben: "Ohne Speicher bieten wir nicht an." Oder es kamen echte Abwehrangebote raus. Bei der Goldgräberstimmung im Solarmarkt in diesem Jahr kann man es sich leisten. Ich bin dann über's photovoltaikforum auf PVSOL gestoßen und habe ebenfalls mithilfe des Forums komplett selbst geplant. Ist ja auch keine Raketenwissenschaft! Und im Forum auch einen lokalen Solarteur gefunden, der mir das Ding genau so und zu einem fairen Preis baut.
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Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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10 Jahre Garantie glaubt man nicht, da man nicht einstehen kann sich geirrt zu haben - und es bleibt zocken; und klar. Ich gebe als Firma auch 10 Jahre Garantie, wenn die im Normalfall gerade so die Zeit schaffen. Einen Smart Akku mit anderer Zellchemie wird mit LFP verglichen und 50% Gewinn aus Aktien sind vollkommen risikofrei.

Bei so einer Basis braucht man eigentlich nicht diskutieren.

Das nur 10kWp voll gemacht werden und die Anlagen klein dimensioniert werden, kommt übrigens aus der gleichen Motivation. Muss sich alles maximal rechnen.

Ich stimme aber in einigen Punkten vollkommen zu. Wenn die Wahl steht zwischen Dächer voll machen oder kleiner Anlage mit Speicher, dann immer das Dach vollmachen. Und Speicher ist Hobby. Reich wird man damit nicht und je nach Konzept spielt der sein Geld nicht mal ein.

Wir brauchen zukünftig viel Speicher und wir können froh sein über jeden, der sich so etwas leistet. Problematisch ist aber eher, dass die nicht richtig eingebunden werden.
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Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Wattamal
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Kleine Anlagen rechnen sich nicht maximal - höchstens für den Verkäufer. Der schwärmt einem nämlich vor, dass man mit so einer "am Bedarf orientierten" Anlage fast alles, was vom Dach kommt, selbst verbraucht (Anmerkung: Mit einem einzigen, verschatteten Modul verbrauche ich garantiert 100% der erzeugten Energie selbst!). Und was man nicht selbst verbraucht, "verschenkt" man nicht für ein paar Cent an den Netzbetreiber, sondern steckt es in den Speicher und holt es bei Bedarf (Anmerkung: für effektiv 50Ct und mehr pro kWh) wieder raus. Das ist "Autarkie", Tschakka!
Die maximale Zyklenzahl der Heim-Speicher ist ein gern genommenes Argument der Verkäufer für die Lebensdauer. Da stehen inzwischen bis zu 6.000 Zyklen in den Herstellerangaben. Da denkt man gleich: "Ha, das sind ja an die 20 Jahre! Cool!". Aber auch der Hersteller weiß, dass Heimspeicher normalerweise 120-220 (letzteres, wenn die PV groß, der Nachtverbrauch groß und die Batterie klein ist) Vollzyklen/Jahr fahren. Da wirkt sich die kalendarische Alterung der Zell- und Elektrodenchemie mehr auf die Lebensdauer aus, als die Zyklenzahl. Daher ist nach 10 Jahren auch Schicht mit Garantie auf den SoH.
Wie brauchen in der Tat künftig viel Speicher, ja. Aber der muss netzdienlich funktionieren. Das ist bei den Heimspeichern, so wie sie heute betrieben werden, nicht der Fall. Morgens, wenn die erzeugte Energie dringend ins Netz müsste, wird der Heimspeicher nachgeladen. Mittags ist der Heimspeicher schon voll, und die solare Erzeugungsspitze trifft auf einen niedrigeren Bedarf im Netz. Da müssten also die Netzbetreiber steuernd eingreifen um die Spitzen in beiden Richtungen zu glätten. Aber das will der "Mein Strom gehört mir!"-Heimspeicherbesitzer ebensowenig, wie bei seiner Wallbox. Und auch bei Vehicle To Grid werden sich da Widerstände auftun. so lange kein Umdenken stattfindet.
Daher wird die Zukunft bei im Netz verteilten großen Speichern liegen. Die sind dann auch wirtschaftlich und netzdienlich zu betreiben, und man ist darüberhinaus auch nicht auf ausschließlich Batteriespeicher festgelegt. Ein paar interessante Ausführungen dazu gibt es in der sehr lesenswerten Graslutscher Artikelserie "Howto Energiewende in 10 Jahren": https://graslutscher.de/how-to-energiew ... herkommen/

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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Da sind wir ja vollkommen einer Meinung.
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Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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Super-E hat geschrieben: Einen Smart Akku mit anderer Zellchemie wird mit LFP verglichen

Typische Solarteur Arroganz bei völliger Ahnungslosigkeit. Wenn ich dir sage dass LiTec HEA50 Zellen sowohl im SMART als auch in Speichern Anwendung fanden, dann kannst du das glauben, das ist ne kompetente Auskunft.

Die Zellen im SMART 451 sind zu 100% identisch mit dem Mercedes PV Speicher.
Kann jemand berichten ob noch einer läuft ? Wohl eher nicht....
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..... und tschüss.

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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Ich weiß ja nicht was ein solateur damit zu tun hat und wem du hier Ahnungslosigkeit unterstellst. Ich rede davon, dass du die Garantie der 3650 vollzyklen des byd Akkus mit LFP weggewischt hast mit einer Referenz zu Erfahrungen mit einem Smart Akku. Das Mercedes die in einem Heimspeicher verbaut habe ich nicht bezweifelt. Ich würde aber immer auf LFP gehen. Deren Langlebigkeit ist bekannt (auf Kosten der Energiedichte)
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Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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Die Vollzyklen....
wie verlängert man die Lebensdauer?
Indem man "richtig" Diemnsioniert.
Was eben die 20/80- Formel ist.
Nicht unter 20, und nicht über 80% laden/entladen.
Dann sind´s theoretisch, fast 7.000 "Vollzyklen".
Die Dimensinierung ist´s.
Hat man einen Tagesbedarf von den, heute üblichen, ca 2-5 kWp sind auch 10 Jahre, mit einem 10 kW Speicher kein Problem.
Hat man ein E-Auto wird´s kritisch.
Dies, da man die 20/80-Regel beim Heimspeicher eher beachten muss wie beim auto, weil, das fährt Otto Normalverbraucher seltener 10 Jahre.
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Wattamal
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Die Haltbarkeit ist halt eine der noch Unbekannten im Heimspeichergeschäft, da die Langzeiterfahrungen fehlen. Ich habe ja auch hier schon auf die zweite Komponente, die Leistungselektronik, hingewiesen. Beim PV-Wechselrichter ist es Konsens, nach 10 Jahren einen neuen zumindest einzuplanen. Ist auch kein Problem den zu wechseln, man ist nicht mal herstellergebunden. Aber was ist, wenn nach 10 oder 12 Jahren im BMS des Speichers was kaputt geht? Kann man das dann noch reparieren oder austauschen, oder ist der Speicher dann ein wirtschaftlicher Totalschaden? Wie lange halten elektronische Geräte im Consumer-Bereich? Und im Speicher steckt Leistungselektronik! Deswegen ist es ein "Zocken" auf die Lebensdauer - oder halt ein Hobby.

Und bzgl. Wirtschaftlichkeit: Klar kann man mit der 80/20-Regel die Zellenbelastung vermindern und so potentiell die Lebensdauer erhöhen. Aber es macht natürlich die kWh aus dem Speicher nochmal teurer. Ich komme da rechnerisch bei einem 11kWh-Speicher und 15 Jahren Lebensdauer mit durchschn. SoH 90% und jährlich 180 Stck. 80/20-Zyklen auf 70Ct./kWh. D.h., wenn in 15 Jahren der Netzbezugspreis bei 110Ct./kWh läge, dann wäre es wirtschaftlich mit dem Speicher gerade Null auf Null rausgegangen. Deswegen ist es "Zocken" auf stark steigende Strompreise - oder halt ein Hobby.

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Meinereiner
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Weil hier immer Auto mit Hausspeicher verglichen werden: Das sind zwei komplett unterschiedliche paar Stiefel!

Die Anforderungen sind komplett andere als bei einem Traktionsakku:
1. Hausspeicher werden im Normalfall nur langsam geladen, meistens <1C
2. Die Entladeleistung ist klein, immer <1C
3. Es gibt keine Einschränkungen beim Gewicht und der Baugröße
4. Ist der Temperaturbereich ist unkritisch, weil der Speicher im Haus steht.

Das alles führt dazu, dass man LiFePO4-Zellen mit kleiner Leistungs- und Energiedichte verwenden kann, die noch dazu thermisch nicht belastet werden. Dass es kaum Einschränkungen beim Bauraum oder dem Gewicht gibt führt dazu, dass eine Nutzung nur im Bereich 80->20% (im Gegensatz zum Auto) leicht möglich ist.
Die kleine Lade- und Entladeleistung machen Zellen mit hoher Leistung und Kühlung überflüssig.

Und darum sind die 10k Ladezyklen beim Hausspeicher durchaus machbar, beim Auto nicht.

Bevor wieder jemand meckert: Das alles sagt nichts zur Rentabilität aus.

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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"Verglichen" werden Autoakkus mit Hausspeichern nicht. Ich hatte lediglich erwähnt dass die LiTec Zellen in MB Hausspeichern verbaut waren.
Natürlich haben sie dort seitens des BMS eine andere Lade-/Entladekurve gehabt.

Daher ist der Hinweis auf Laden/Entladen im EV komplett am Thema vorbei...

Und, sind noch MB Speicher am Leben nach ~ 8 Jahren ?
..... und tschüss.
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