Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Solarenergie - Photovoltaik
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Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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Wattamal hat geschrieben: Meine WSW/ONO-Anlage liefert heute, Mitte Februar, seit 7:26 Uhr Leistung. Der Morgenkaffee ging also schon mal aufs Sonnenkonto. Und Abends geht das derzeit bis 17 Uhr. Im Mai/Juni wird das "Lieferfenster" von 5:30 Uhr bis nach 20 Uhr offen sein.
So eine Anlage ohne Speicher wäre aus meiner Sicht am wirtschaftlichsten.
..... und tschüss.
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Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Odanez
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@tommywp wie gesagt, noch wählen wir in erster Linie die Dachform so wie sie uns am besten gefällt. Das ist für uns wichtiger. Aber noch haben wir nichts wo wir drauf bauen könnten, bleibt also alles nur bei Überlegungen und konkret wird das alles erst wenn wir was haben. Aber Diskussionen mitverfolgen ist immer gut, obwohl sich wie man hier ja sieht die Meinungen stark auseinandergehen.
#2307
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Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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Vielleicht sollte man in "das gefallen" einmal einen doppelten, oder noch höheren Energiepreis einfliessen lassen.
Wenn die Energie einmal auch das dreifache von heute kostet ist nicht nur die Amortisation anders zu rechnen, sondern die Ausrichtung eines Daches Betriebskosten senkend.
Auf einem unserer Gebäude kommt nun noch eine Ostausgerichtete Anlage dazu.
Die, da dann Hochsommers um 06.00 der Ertrag losgeht, über die SOO Anlage streift und Abends auf der Westanlage, so gegen 21.00 endet.
Das ganze mit einem Wechselrichter, da die Anlagen nie gleichzeitig Vollast bringen können.
Derart werden 2 E Autos ohne Speicher von ca Mai bis Oktober mit ca. 120 kWh geladen.

Nordausgerichtete Anlagen bringen in etwa 10 bis 20 % des Nennertrags. Macht das Sinn?
Bekommt man 2. Wahlmodule und hat eine günstige Montagesituation und keinen zusätzlichen Wechselrichterbedarf vermutlich ja, wenn das kWh mal 70 ct. und mehr kosten wird wie in Deutschland momentan absehbar, wenn es dort so weitergeht.
Die West-Anlage produziert, im Sinne einer Nordanlage auch ab morgens, ohne direkte Bescheinung mit.
Alles eine Investition.
Ist es mal gebaut Kostensenkend, und, in Deutschland ein Beitrag zur Energiewende, weg von der Kohle.
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Wattamal
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Sonnenfahrer hat geschrieben: So eine Anlage ohne Speicher wäre aus meiner Sicht am wirtschaftlichsten.
Deswegen habe ich sie auch ohne Speicher gebaut.

Bei den Preisen, die heute für die Hausspeicher aufgerufen werden, kostet die kWh aus dem Speicher schnell mal 50Ct. und mehr. Da speise ich sie lieber für 7 Ct. ins Netz und kaufe sie für 30Ct. zurück.

Speicher für PV-Anlagen lohnen sich i.A. nicht, sie machen Verlust bzw. verschlechtern das wirtschaftliche Ergebnis der PV. Kann man u.a. auch hier nachlesen https://www.verbraucherzentrale.nrw/wis ... agen-24589 und auch für sein eigenes Einsatzszenario selbst ausrechnen.

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

tommywp
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Wenn die Preise für Heimspeicher bei 200 bis 300 Euro pro kwh sind Fange ich an darüber nachzudenken.

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Alexgrosy
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Im Eigenbau derzeit ~ 100 Euro / kWh mit neuen LiFePO4 Zellen :)

VG!
Dr. Alex Lange
Leaf TE 30 von 03/16 - 08/19
Kona Premium seit 05.08.19
12 kWp PV mit 90 kWh Eigenbauspeicher aus 18650 Zellen + LFP Zellen
Eigenbau ~3 kW nano BHKW
https://www.alex-lange.org/emoncms/Chicken

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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Bei der Dachform bin ich mir selbst nicht ganz sicher. Als mein Vater vor über 25 Jahren die Planung für den Umbau des Hauses gestartet hat, habe ich auf ein Süddach gedrängt. Da waren PV Module noch ziemlich teuer und an Ost-West hat man absolut nicht gedacht (die wenigsten haben damals überhaupt nur einen Gedanken an PV verschwendet - da gab es nicht mal das EEG). Dann kommt aber auch noch die Umgebung dazu. Sowohl im Osten als auch im Westen gibt es bei uns Bäume, die die Anlage beschatten. Demnach war das gar nicht so verkehrt.

Des Weiteren musste die Dachneigung flach gehalten werden. Mein Vater wollte zudem unbedingt einen Krüppelwalm. Sieht nett aus, aber mich hat es genervt. So war das Dach dann eigentlich festgelegt.

Was ist denn nun optimal? Man muss sich halt entscheiden. Baue ich die Anlage, die beim eingesetzten Kapital die Meisten kWh bringt? Das wäre ohne ortsgegebene Verschattung ein Pultdach mit Südausrichtung und 30 Grad Neigung unbestreitbar das Beste. Das ist aber architektonisch eher schlecht umsetzbar - bei uns absolut gar nicht genehmigungsfähig. Solche Pultdächer werden ansonsten normalerweise auch eher flach in Nordrichtung gebaut. Bleiben also nur Satteldach oder Walmdachformen (für uns) übrig.

Wenn man aber eine möglichst hohe Eigenversorgung anstrebt muss man anders denken. Wie allgemein bekannt liefert die Sonne im Sommer mehr und im Winter weniger. Die Anlagen, die auf optimalen Ertrag ausgelegt sind sind auf den Sommer optimiert. Eine auf den Winter optimierte Anlage, würde deutlich weniger Ertrag bringen, aber dies ähnlich wie bei Ost-Westanlagen besser verteilen. Wenn man also in der Stadt ein Architektenhaus baut und eine schiefe 80 Grad geneigte Südfassade durchgängig mit mit PV-Glas vorsieht und dann noch ein Flachdach mit Ost-west Modulen verwendet sollte das vermutlich optimal sein (Abgesehen von der Hitze, die man im Sommer durch das Glas bekommt).

Das ist nicht überall machbar und auch nicht praktisch und die genannten Gläser auch noch sehr teuer. Die "Günstigvariante" davon wäre ein Ost/West Dach mit eine PV Südfassade. Abwandlungen wären eine Flachdach mit einer südlichen stark geneigten Mansarde.

Um den link der Dachform zum Threadtitel zurück zu machen. Nachdem sich aufgrund der sinkenden Anlagenpreise die Sicht auf die Dachform geändert hat, kann es sein, dass dies mit sinkenden Speicherpreisen wieder passiert. Wie gesagt. In meinem Fall ist durch die Verschattung Ost und West bei mir morgens und abends je nach Jahreszeit eine extrem steile Flanke in der Erzeugungskurve realität. Das ärgert, weil gerade ein Großteil des Jahres der Abendpeak nicht mehr mit PV abgedeckt ist - gut, ich bin kein Südländer, der seine Hauptmalzeit spät Abends zu sich nimmt, aber trotzdem. Ich habe gut 10kWh Verbrauch, die täglich jenseits der PV Zeit fallen und gerade im Winter ist es bei Sonne extrem. Von den rund 30kWh am 21.12. wurden die meisten in nur 5 Stunden erzeugt und 18h ist Netzbezug angesagt, obwohl ich selbst am kürzesten Tag des Jahres eigentlich genug Strom erzeugen würde. Das nervt mich. Oder, dass man sich getrieben fühlt die Waschamaschine in der Mittagspause zu beladen, anstatt nach draußen zu gehen, damit man die Sonne ausnutzt...

Die PV-geführte Ladung hat natürlich die Nutzung des Sonnenstroms und damit die Erhöhung des Eigenverbrauchs deutlich vereinfacht, aber da ist noch mehr drin. Und gerade wenn ich mit dem Norddach weiteren Überschuss erzeuge will ich die Nacht nun auch angehen.

Das mag nun heute eigentlich (noch) nicht "wirtschaftlich" sein, aber das waren Ost-West Dächer auch lange nicht. Durch Eigenleistung kann ich die Kosten reduzieren und wenn ich der Ersatzstromfunktion einen Wert zuweise kann ich das als lohnend betrachten. Und wie gesagt. Lohnen ist für mich nicht nur eine reine "monetäre" Wirtschaftlichkeitsrechnung. Ich kenne viele Speicherbesitzer die sagen: Lohnt sich nicht, aber das Gefühl auch am Abend den eigenen PV Strom zu nutzen ist einfach gut.
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Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

GregorLeaf
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Super-E hat geschrieben: Oder, dass man sich getrieben fühlt die Waschamaschine in der Mittagspause zu beladen, anstatt nach draußen zu gehen, damit man die Sonne ausnutzt...
Die Waschmaschine kann man morgens beladen und per Timer gegen Mittag starten. Nur das Umpacken in den Trockner, damit auch der die Sonne noch mitnimmt, erfordert dann wieder manuelles Eingreifen...

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Odanez
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@env20040 Naja Stand heute schafft man auf einem normal großen Haus mit Walmdach und eine Belegung auf den 3 Seiten außer Norden schon an die 10kWp. Da wird wohl auch noch etwas Luft nach oben geben, vielleicht auf bis zu 15kWp, und ich kann mir vorstellen, dass das mit einem E-Auto im Haus bei uns locker reichen sollte. Aber wie gesagt, ich stehe da noch am Anfang und habe noch keine wirkliche Ahnung. Es ist ja nicht mein Anspruch so autark wie möglich zu sein, Energie aus dem Netz wird man so oder so irgendwann brauchen. Bzw. ein hoher Autarkiegrad ist mir schon wichtig, es gibt aber Sachen beim Hausbau die für mich wichtiger wären, und dazu gehört nun mal die Ästhetik, denn das Haus was man vor hat zu bauen, da will man auch die nächsten 50 Jahre oder was auch immer drin wohnen.
#2307
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Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Wattamal
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Ich würde in der Planungsphase zunächst immer alle belegbaren Flächen miteinbeziehen. Dazu gehört ein Norddach genauso wie Garagen, Schuppen oder Carports. Die erwartbaren Erträge lassen sich mit ein paar Clicks bei PVGIS berechnen, und damit kann man anhand der Einspeisevergütung und des erwarteten ersparten Bezugs die Grenzbaukosten für jede einzelne Fläche ermitteln und entscheiden, ob es sich auch wirtschaftlich lohnt, das gleich mit zu bauen. Dabei sollte man versuchen, sein Verbrauchsprofil auf die nächsten 10-20 Jahre zu projizieren. Nachrüsten verschlechtert die Wirtschaftlichkeit. Wie oben schon geschrieben: der Bedarf an elektrischer Energie wird mit den Jahren steigen. Die Zeit der fossilen Brennstoffe geht definitiv zu Ende. BEVs werden einziehen, und wer heute bei Neubauten noch eine Gasbüchse reinschrauben lässt, der hat den Schuss noch nicht gehört.

Was ich daher nicht verstehe: auf eine 50 Jahre ausgelegte "optische Haltbarkeit" der Dachform Wert zu legen, aber im selben Atemzug von "ein hoher Autarkiegrad ist mir wichtig...15kWp würden für ein E-Auto locker ausreichen" zu reden. Das ist meiner Meinung nach zu kurz gesprungen. Auch wenn eine große Anlage jetzt "zu viel" erscheint: Überschusseinspeisung bringt nach wie vor Geld und hilft, die Anlage zu bezahlen. Und sie verdrängt dreckigen Strom.
Aber ich wiederhole mich... ;)
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