Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Solarenergie - Photovoltaik
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Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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Naja, Dach vollmachen rechnet sich aber derzeit nicht mehr. 7ct Einspeisung, 10ct Installationskosten - da muss schon ein gewaltig hoher Eigenverbrauchsanteil her, damit sich das rechnet. Da die EEG-Umlage nun auch noch komplett wegfällt wird es selbst mit hohem Eigenverbrauch knapp in der Kalkulation. Und das ohne Speicher! Mit Speicher ist Wirtschaftlichkeit so gut wie nie gegeben.
Balkonkraftwerk rechnet sich immer, weil damit nahezu ausschließlich Eigenverbrauch betrieben wird.
Die Speichervariante in meinem Beispiel ist nicht wirtschaftlich, ja. Aber ich habe echten Notstrom (den 90% der Speicherbesitzer nicht haben!), der über PV nachgeladen wird. Der Businesscase dahinter ist Sicherheit. Und Sicherheit kostet - das werden wir alle auf unserem Weg in die Energiewende noch ziemlich deutlich (hoffentlich nur finanziell) zu spüren bekommen.
Passat GTE MJ 2022 (seit 6/2022 - Kompromissauto)
e-Golf MJ 2020 (seit 3/2020, bleibt "für immer")
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Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Solarmobil Verein
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Noch ist nicht entschieden, ob und wann die EEG-Umlage fällt.
Daß damit auch die kWh-Preise fallen, daran glauben nichtmal alle Experten in der Regierung.
Der Grund ist simpel: Die meisten Leute haben wohl einen Vertrag mit einem definierten kWh-Preis. Sprich, man müßte kündigen und einen neuen Vertrag abschließen. Ob es dann aber wirklich billiger wird? Ich glaub's nicht.
Und: Selbst wenn die EEG-Umlage im Preis sofort berücksichtigt wird, nichts hindert die EVUs daran, eine andere Position bei der Zusammensetzung zu erhöhen, weil das eben teurer geworden ist (das ist die "gesetzliche Lücke", die derzeit durch die Medien geistert).

Ja, aber zu PV und Speicher und lohnen.
Speicher separat und für sich alleine betrachtet lohnt sich aktuell nicht. Das geht nur mit Querfinanzierung über die PV.
Aber der Vorteil dabei: Die "Stromqualität" ist besser. Solange ich Energie von der PV oder den Akkus beziehe, flackert nichts, Glühlampen halten beinahe ewig, der Sinus ist schöner. Glühlampen gingen bei mir in den letzte Jahren immer nur in der Winterzeit kaputt, wenn kein Strom von PV oder Akku kommt.

Den Eigenverbrauch vom PV-Strom erhöhen erhöht auch die Rentabilität. Je höher die Differenz zwischen Einspeisevergütung und Bezugsstrompreis ist, desto besser. Ich für meinen Teil (mit Akkus) gucke eher nach der monatlichen Grundgebühr anstatt nach dem kWh-Preis. GG niedrig, aber ein vllt. etwas höherer kWh-Preis ist bei mir ggf. besser in der Gesamtsumme als eine hohe Grundgebühr, aber ein günstiger kWh-Preis. Muß man sich halt für seinen Fall durchrechnen, wo der Break-even ist. Deswegen aber einen extra teuren Stromtarif abschließen, damit die Rentabilitätsrechnung besser aussieht, ist auch nicht zielführend.
Mein zertifizierter Öko-Stromtarif (beim Grundversorger) ist für mein Bezugsverhalten sogar deutlich günstiger als der normale Grundversorger-Tarif, und nur einen Euro teurer als der "Best-Preis-Tarif" (kein Öko) beim Grundversorger.
Mache ich Vergleichstest bei den einschlägigen Portalen, sind die Nicht-Lockvogel-Angebote (keine Boni und sowas einbezogen, keine Vorkasse) derzeit durch die Bank teurer (nur Öko-Tarife).

Akku-Haltbarkeit:
Ich habe 2 Akkus. Einer ist jetzt knapp über 5 Jahre alt, der andere Akku fast 4 Jahre.
Aus dem älteren Akku kann ich hübsch den SOH auslesen. Dafür, daß der einen C-Wert von maximal 0,55 abbekommt, finde ich den SOH schon recht schlecht. Das geht ziemlich linear runter. Wenn das so weitergeht, wird das mit dem Garantiefall nach insgesamt 10 Jahren eine Punktlandung. Mein doppelt so alter Akku vom E-Auto, der weitaus höhere C-Werte abbekommt, hat ungefähr die gleiche Zyklenanzahl (immer Vollzyklen) und ist da weitaus besser dran. So hatte ich mir das auch dem dem Solarakku erwartet, der ja durchaus eine neuere (und damit hoffentlich bessere) Zellchemie hat.
Beim neueren Akku (mit eigenem Wechselrichter und völlig unabhängig gesteuert von der PV-Steuerung) kann ich den SOH nicht so schön auslesen. Zumindest habe ich noch nichts gefunden. Ich kann das daher nur anhand von kWh-rein-raus eruieren. Das sieht bislang noch ganz gut aus, liegt im erwartbaren Rahmen.

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Wattamal
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KillerTV hat geschrieben: Naja, Dach vollmachen rechnet sich aber derzeit nicht mehr. 7ct Einspeisung, 10ct Installationskosten - da muss schon ein gewaltig hoher Eigenverbrauchsanteil her, damit sich das rechnet. ... Balkonkraftwerk rechnet sich immer, weil damit nahezu ausschließlich Eigenverbrauch betrieben wird.
Das klingt zunächst einsichtig, ist aber halt nur die halbe Wahrheit. Es würde nämlich am Ende des Liedes bedeuten: die kleinstmögliche Konfiguration, und diese in den Schatten gelegt, garantiert mir jeden Tag 100% Eigenverbrauch und rechnet sich somit am ehesten. :)
Andersrum wird ein Schuh draus: Photovoltaik rechnet sich dann umso mehr, je mehr meines (nicht vermeidbaren!) Stromverbrauchs durch die Photovoltaik gedeckt wird. Denn das erspart den Bezug. Und diese solare Deckung erhöhe ich durch möglichst viel Generatorleistung, was mit großer Generatorfläche einhergeht. Und diese wiederum -sinnvoll geplant und gebaut- senkt meine Gestehungskosten für die eigenerzeugte Energie.

Nehmen wir eine Anlage mit einem spezifischen Jahresertrag von 800kWh/kWp an. O/W-Anlagen und nicht zu steile (max 30°) N/S-Anlagen erreichen das.
10ct/kWh Gestehungskosten würden einen Baupreis von ca. 1.600€/kWp bedeuten. Diesen Preis zahlt man derzeit für "Kleinanlagen" von 5-8kWp.
7ct/kWh Gestehungskosten erreicht man mit einem Baupreis von etwa 1.100€/kWp. 20kWp kann ich heute für diesen Preis durchaus noch bauen.
Wie man sieht, trägt sich die 20kWp-Anlage damit rechnerisch sogar ohne Eigenverbrauch. Die Einspeisevergütung bezahlt die Anlage.
Die 5-7kWp-Anlage zu 10Ct./kWh Gestehungskosten hingegen benötigt zur Amortisation in der Tat einen hohen solaren Deckungsanteil. Aber der ist mit der kleinen Anlage viel schwerer zu erreichen, als mit der großen, die auch bei bedeckten Himmel noch was Verwertbares liefert.Und ein oder zwei Balkonkraftwerke können gut zur Deckung beitragen - aber nur, wenn die Sonne brennt!

Schau Dir die beiden dauertrüben letzten Monate an.Da gab es etliche Tage, an denen meine 22,2kWp-Anlage gerade mal 2-3 kWh vom Dach gezogen hat. Hat für meine HomeOffice-Grundlast -ohne Kochen oder Waschmaschine/Trockner oder gar Kaffeemaschine- während der ca. 6 Stunden, in denen überhaupt Leistung kam, noch gereicht, weil ich immer 400-500W Leistung anliegen hatte -> solare Deckung der Grundlast 100%, Bezug 0.
Bei einer gerade mal 1/4 so großen Anlage wären es halt nur um die 100-125W Leistung gewesen -> solare Deckung der Grundlast: 30%, 70% Bezug.
Und ein 600W-Balkonkraftwerk liefert dann vielleicht 15 Watt über 6 Stunden. Damit deckt man damit 5% seiner Grundlast und kauft 95% zu.

Konkret: Was kostet also der Tagesverbrauch in den 6 Stunden (2,5kWh)?
Fall 1) 20kWp mit 7Ct. Gestehungskosten: 2,5kWh * 7Ct./kWh = 17,5Ct.
Fall 2) 6kWp mit 10Ct. Gestehungskosten: 0,8kWh * 10Ct./kWh + 1,7kWh * 30Ct./kWh = 59Ct.
Fall 3) 600W Balkon mit 5Ct. Gestehungskosten: 0,125kWh * 5Ct./kWh + 2,375kWh * 30Ct./kWh = 72Ct.

100% "Eigenverbrauchsquote" ist es in allen drei Fällen. Aber das sagt halt nichts über die Wirtschaftlichkeit ;)

Die Wirtschafltlichkeit steigt mit den vier Parametern:
1. Energieverbrauch senken (dazu gehört: Speicher weglassen, denn das ist ein Verbraucher, da er Verluste hat)
2. Soviel Generatorfläche bauen, dass auch am lichtschwächsten Tag mein Verbrauch maximal gedeckt wird. Die Dachfläche begrenzt das aber leider.
3. Groß und in einem Zug bauen, das senkt die Gestehungskosten.
4. Verschiebbare Verbräuche in die Tagzeiten legen.

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Solarmobil Verein
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Ad 3: Wenn du ein gerades Dach hast, ja.
Wenn das Dach völlig zerklüftet ist wie bei mir, ist es schon fast egal. Ob das Gerüst 3x am Stück oder 3x verteilt aufgestellt werden muß, gibt sich nichts. Ob 1 großer Wechselrichter (günstiger) oder 2-3 (in Summe wohl teurer) kleinere sinnvoll ist, muß jeder für sich entscheiden. Mir ist im November 2021 ein WR ausgefallen (einfach so, ohne äußeren Einfluß, weil sonst hätte die PV-Ausfallversicherung gegriffen), die anderen 3 haben noch produziert. Bei nur einem WR wäre nichts mehr gekommen. Das wäre gerade im Sommer sehr ärgerlich gewesen.

Ad 4: Im Sommer auf jeden Fall.
Im Winter kommt es darauf an. Mit meinem Doppeltarif lege ich an lichtarmen Tagen den Verbrauch möglichst in die NT-Zeit.

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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Wattamal hat geschrieben: Und ein 600W-Balkonkraftwerk liefert dann vielleicht 15 Watt über 6 Stunden. Damit deckt man damit 5% seiner Grundlast und kauft 95% zu.
Bei deinen Ausführungen hast du aber in keiner Weise etwas zu Amortisationszeiten erwähnt.
Und da liegen die 600 Watt Balkonkraftwerke deutlich vorn. Da kannst nämlich mit ~33-45 cent/kwh rechnen und nicht mit ärmlichen 6,5 cent (Ab 2022)
Anschaffung ~550 Euro ( 600er WR und ~750Watt Module)
Amortisation in ~3-4 Jahren - je nach "logischer " (Timer) Ausnutzung der Peaks und Nutzung von Wama, Trockner, Spülmaschine, etc.
Natürlich je nach Stromtarif und Grundlast im Haushalt.
Natürlich (leider muss man ein "natürlich" zu oft erwähnen :roll: ) muss man die Peaks abschöpfen, mit denken und nicht ins "Leere" laufen lassen.

Natürlich ist ein BK nicht an zuraten wenn man ein EV per PV laden will.
Natürlich ist es ein Anfang für Einsteiger die damit Hirn und Verantwortung zeigen und keine xxxx Euro in die Hand nehmen wollen oder können.

Kurve bekommen zum Speicher und Amortisation: Es nützt keinem wenn man sich die Amortisation ab/oberhalb 10 Jahre schön rechnet und naiv davon ausgeht, dass der Speicher ~15 Jahre hält.
..... und tschüss.

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Wattamal
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Bei deinen Ausführungen hast du aber in keiner Weise etwas zu Amortisationszeiten erwähnt.
Und da liegen die 600 Watt Balkonkraftwerke deutlich vorn. Da kannst nämlich mit ~33-45 cent/kwh rechnen und nicht mit ärmlichen 6,5 cent (Ab 2022)
Ähm... welche zwei Beträge vergleichst Du da?
Ich nehme an: 33-45 Ct. kWh ist der ersparte Bezug, und 6,5,Ct./kWh die Einspeisevergütung, richtig?
Ersparten Bezug habe ich mit einer Dachanlage doch auch - keiner baut sich heute Volleinspeiser auf sein Hausdach. Insofern hinkt der Vergleich ziemlich stark.
Dass sich BK bei optimaler Ausnützung der erzeugten Energie früher rechnen, liegt an den vergleichsweise günstigen Gestehungskosten (€/kWh) und dem eben vergleichsweise leicht erreichbaren 100% Direktverbrauch.

Ich argumentiere ja nicht gegen BK an sich. Ist -genau wie Du sagst- ein toller Einstieg oder auch eine tolle Möglichkeit bei begrenzten Ressourcen (Geld, Dachfläche).

Aber die Aussage "Dach vollmachen rechnet sich derzeit nicht mehr - Balkonkraftwerke aber rechnen sich immer" führt auf die falsche Fährte.
Balkonkraftwerke rechnen sich leicht, ja. Aber auch Dach vollmachen rechnet sich nach wie vor, und zwar umso leichter, je größer man baut (=niedrigere Gestehungskosten und höherer möglicher Direktverbrauch). Man darf sich halt nicht über den Tisch ziehen lassen, wenn der Verkäufer eine kleine ("am Verbrauch orientierte") Anlage ("weil für's Einspeisen bekommen Sie ja nichts mehr") am besten noch mit mit großem Speicher ("warum wollen Sie Ihren eigenen Strom verschenken und dann teuer zurückkaufen?") empfiehlt. Das rechnet es sich in 20 Jahren nicht.

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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Das "übern Tisch ziehen" mit Speicher, das hört mal leider immer öfter. Für viele Solarteure scheint "Speicher" die Lizenz zum Geld drucken zu sein.

Für Haushalte ohne E-Auto und ~4000kwh/Anno muss man schon genau rechnen welche Investitionssumme man in die Hand nimmt.

Aus meiner Sicht, wenn man mehr investieren will als für ein BK, dann würde ich preislich überschaubare 3-4Kw empfehlen.
Im Sommerhalbjahr steht dann Mittags genug Power zur Verfügung um Wama, Trockner oder Spülmaschine laufen zu lassen.
Winter-HJ blende ich mal aus, mit der Leistung rechne ich schon lange nicht mehr. Im Winter-HJ lade ich daher meinen Wagen ALAP mit Ladestart nachts um 2:00 Uhr um keine langen Standzeiten auf 100% SOC zu haben,



Eine 20Kw Anlage ist schön und gut wenn man den Strom in einem oder besser zwei EV schön verknattern kann.
Bringt aber auch nicht viel wenn beide Wagen von 7:00 Uhr bis 18:30 unterwegs sind....

Wie gesagt, rechnen und zwar selber, nicht vom Solarteur.
..... und tschüss.

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Odanez
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Freunde von uns haben eine 8,x kWp Anlage auf einer DHH mit N/S Ausrichtung des Satteldaches, recht flacher Winkel, aber jetzt im Winter kommt auf die PV Modulen der Nordseite so gut wie nichts an. Die hatten diesen Winter schon mehrere Tage, wo sie uns gebeten haben wenn wir sie besuchen kommen unser Auto bei denen zu laden, weil der 10kWh Akku voll war und sie nur noch dabei waren etwa 4kW ins Netz einzuspeisen. Das war mittags, da kam wohl an die Nordseite des Daches etwas Sonne an. Und das für Januar / Februar.
Das fand ich schon bemerkenswert, dass an sonnigen Wintertagen dort auch schon einiges an Überschüssen vorhanden sind.
#2307
2017-2020: 2013 Nissan Leaf Acenta 24kWh
Seit 2021: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

Solarmobil Verein
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Ich habe 42° Dachneigung.
Meine Nordmodule haben in diesem Jahr im Vergleich zu den Südmodulen bisher rund 30% erzeugt.
Also jedes Südmodul um die 14kWh, jedes Nordmodul um die 4,5kWh.

Im Jahr 2021 waren es ca. 45%, die jedes Nordmodul im Vergleich zu den Südmodulen erzeugt hat.
Ist nicht so glatt zu rechnen, da ich sowohl nach nach Norden wie nach Süden unterschiedliche Module habe (327W und 360W) und bei einigen Südmodulen wegen einer Schleppgaube immer mal wieder etwas Verschattung vorhanden ist.
Aber so ganz grob paßt das.

Re: Frage Wirtschaftlichkeit PV + Speicher

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Ich reibe mir aber schon die Augen, wenn ich lese dass eine 22kWp Anlage an trüben Tagen nur 2-3kWh liefert. Also nur für eine Nordanlage im Vollschatten würde ich das ggf erwarten ;-). Der Standort scheint aber wohl sehr viel auszumachen. Klar im süden Bayerns wohne ich für PV sehr priviligiert. Ich hatte im Dezember und Januar im Schnitt 8,8 bzw. 8,7kWh/d und im Februar bereits 16,75kWh/d und dass trotz einigen Tagen mit 0 Ertrag, da 3-10cm Schnee auf dem Dach lag. Wenn ich nur den Februar betrachte und die zwei Tage mit Schnee abziehe hat der schlechteste Tag im Februar 6,1kWh gebracht. Ich verbrauche im Schnitt so rund 20kWh am Tag. Im Februar hatte ich bisher an 10 von 16 Tagen mehr als 20kWh Ertrag - davon schon 6 Tage mit über 40kWh - und ich habe eine 10 Jahre alte 12,8kWp Anlage aus Chinamodulen ohne jegliche Pflege und Reinigung. (Im Tal mag dass schon anders aussehen, denn da gibts öfters dichten Nebel über den wir drüber schauen. Selbst wenn wir aber mal Nebel haben ist er meist nicht "dick" und es gibt immer noch gute Erträge - dafür haben die weniger Schnee).

Ich werde jedenfalls noch in Eigenleistung eine Nordanlage auf unser Haus bauen und einem richtig fetten Speicher und 3ph Ersatzstrom dazu. Lohnt sich dass? Klar, wenn ich nicht zu Hause bin und mal wieder ein Baum auf der Leitung liegt, muss meine Frau/Mama den Dieselgenerator nicht anschmeißen (schaffen sie eh nicht). Frau ohne Strom zu Hause -> nicht gut. Wenn ich aufs Dach schaue und die PV Module einfach nur sehe -> geil. Wenn ich die Energiebilanz meines Hauses anschaue und meinem Sohn demnächst erklären darf was ich dafür tue das der Planet lebenswert bleibt -> geil. Wenn ich weiß, dass die 10kWh pro Nacht aus dem Akku kommen (bei uns in Bayern gibts ja kaum Windstrom und die Trassen sind vermutlich später fertig als die französischen AKWs oder EM auf dem Mars) - Freude. Wenn meine NordPV dafür sorgt, dass auch an trüben Tagen genug Eigenstrom produziert wird -> Hammer. Was will ich eigentlich mehr? Manche gehen auf Kreuzfahrt für 30k€ oder kaufen sich einen Taycan und reden dann "die PV muss sich rechnen". Ich bleibe da lieber bescheiden und freue mich über jede kWh die ich selbst produziere und meine nahezu Unabhängigkeit.

Was mir noch aufgefallen ist. Die Tage mit schlechtem PV Ertrage haben oft mit hohem Wind korreliert und teilweise sehr günstigen Strompreisen in der Nacht. Ich vermute dieser Effekt wird sich zukünftig sicher noch verstärken und sofern es dann bessere Möglichkeiten/Tarife gibt kann ich mir auch vorstellen an solchen Tagen dann billigen Windüberschussstrom einzuspeichern um auch die Schneetage zu überbrücken.
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