Kleiner Batteriespeicher für Balkonkraftwerk

Solarenergie - Photovoltaik

Re: Kleiner Batteriespeicher für Balkonkraftwerk

umali
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Das sehe ich etwas entspannter.
Es gibt Mieter in MFH oder auch in neueren EFH, die nur eine sehr niedrige Grundlast haben (ca. 100W). Das sind bei 10h @work - also nicht zu Hause - max. 1 kWh. Nimmt man 2 gescheite monokrist. Module und effiziente Micro-WR, bleibt da von Frühjahr bis Herbst schon einiges für den Speicher übrig (wenn nicht gerade Nordausrichtung). Man muss halt die 600W-Grenze voll ausreizen. Auch 3...4 Module und den WR auf 600W begrenzen, macht Sinn.

Die Speicherkapazität zu erhöhen, ist sicher nicht schwierig, aber das EET-System zeigt hervorragend, wie einfach das mit etwas Ing..-verstand nutzbar ist. Das, was hier punktet, ist das PRINZIP.

Ich bin noch am Überlegen, wie die Regelung genau funktioniert - speziell die Vermeidung von Einspeisung am EVU-Punkt.
Solche Geräte in Massen würden die Energiewende ordentlich vorantreiben.

Kosten: Ja die Akkukosten werden irgendwann mal sinken, aber wegen des E-Mobilitätsbooms vorerst nicht. Second life Zellen wären top für den Speicher.

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Re: Kleiner Batteriespeicher für Balkonkraftwerk

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Freut mich, dass hier etwas Schwung in die Diskussion gekommen ist!

EET finde ich aus technischer Sicht bisher am interessantesten. Die Speicherpreise sind natürlich irre: 2.000 EUR für 1kWh - und dann auch noch LiFePO. Solche Preise wurden im Automobilbereich zuletzt wohl in den 90er gezahlt. Üblich sind heute Preise unter 250 EUR je kWh, allerdings mit Li-Ion-NMC-Akkus.
LiFePO ist natürlich als Stationärspeicher ideal, aber auch billiger als die NMC-Akkus.

Bei den Heimspeichern ist also noch ein riesiger Hebel, sollten es die Automotive-Preise in den Heimspeicher-Bereich schaffen. Dann wären 1kWh-Batterien für deutlich unter 400 EUR möglich. Aber ich denke hier stehen wir noch am Anfang einer massentauglichen Entwicklung.
Viele Grüße
Marcus

Generation Strom

Re: Kleiner Batteriespeicher für Balkonkraftwerk

harlem24
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Kommt drauf an, wo Du die Lithium Akkus kaufst.
Hier gibt es LiFePo schon für rund 470€/kWh.
https://greenakku.de/Batterien/Lithium- ... :7_56.html
Die Leistungsdaten lesen sich für eine Hausbatterie als mehr als ausreichend...
Frage ist halt, ob man 2,4kWh wirklich benötigt...
Gruß

CHris, ab sofort mit i3

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Re: Kleiner Batteriespeicher für Balkonkraftwerk

umali
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Die 2k sind nicht so heftig, wie es aussieht, denn schließlich ist dort die "Grundausrüstung" komplett dabei.

Also alle Sicherheitselemente, bidir. WR, Regler, Gehäuse, usw..
Bei mehr kWh würde der kWh-Preis deutlich sinken. Bei 600W max. macht es aber keinen Sinn, 10kWh einzubauen.

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Re: Kleiner Batteriespeicher für Balkonkraftwerk

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umali hat geschrieben: Die 2k sind nicht so heftig, wie es aussieht, denn schließlich ist dort die "Grundausrüstung" komplett dabei.

Also alle Sicherheitselemente, bidir. WR, Regler, Gehäuse, usw..
Bei mehr kWh würde der kWh-Preis deutlich sinken. Bei 600W max. macht es aber keinen Sinn, 10kWh einzubauen.

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Ja, das stimmt natürlich. Man muss sich natürlich das Gesamtpaket anschauen. Es zeichnet sich aber ab, dass sich bei der maximal erlaubten Balkonkraftwerksleistung ein Speicher praktisch nie rechnen wird. Ist dann wirklich aus Spaß an der Freude und weil es eben technisch geht.
Viele Grüße
Marcus

Generation Strom

Re: Kleiner Batteriespeicher für Balkonkraftwerk

umali
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Das Problem sind Einzelkomponenten von guter Qualität, Wirkungsgrad, Preis und Zertifizierung, um es als DIY-Projekt bezahlbar und wirtschaftlich zu realisieren. Gerade Zertifizierung ist sehr teuer, so dass aktuell meist nur an Einzelprojekten DIY experimentiert wird.

Was sich herauskristallisiert, sieht man im PV-Forum im Projekt "Forumsspeicher".
für AC-LiIon-Speicher:

* WR => kleiner Modul-WR für Grundlast (wenn möglich in der Abgabeleistung steuerbar)
* Lader => Meanwell-NT (wenn möglich auch steuerbar und nicht nur ON/OFF)
* BMS => einerseits für die Schutzfunktionen (Über-/Unterspann.) nötig, andererseits für Cell-balancing (Hier eignen sich übrigens aktive Balancer besser, da sie permanent ausgleichen.)
* smartmeter => Am saubersten ist es, am EVU-Punkt Bezug/Einspeisung zu messen. Das sehe ich mittlerweile auch ohne Speicher und ohne PV als sehr sinnvoll an, da die Verbräuche sauber detektiert werden können und jegliche "Verschwendung" erkannt werden kann. Am besten ein RS485 oder LAN-smartmeter hinter dem EVU-Zähler installieren lassen. Das liefert die "BASIS"-Infos.
* Regler => Hardware ist kein Thema (dicker Arduino, STMxx oder RPi), ABER wo ist eine open source Software?

M.E. muss zunächst eine gute Hardware-Zusammenstellung gefunden werden (da fehlen noch passende Komponenten), welche dann mit einem open source-Software-Projekt verheiratet wird. Allerdings sind damit versicherungstechnische Aspekte etc.pp. immer noch nicht abgedeckt => Nutzung auf eigenes Risiko.

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Re: Kleiner Batteriespeicher für Balkonkraftwerk

Rangarid
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Eine DIY Lösung würde mich auch interessieren, da ich demnächst (um genau zu sein Anfang 2020) auch eine PV-Anlage errichten werde. Das Programmieren eines Arduino um Gesamtspannung zu messen usw. ist kein Problem, bin Programmierer. Was mich aber am meisten abschreckt, ist das Risiko nachher auf einem Schaden sitzen zu bleiben, wenn man die Batterie selber baut. Die Ersparnis von 3000€ bringt mir auch nichts, wenn ich nachher den Keller entrußen lassen muss und im schlimmsten Fall das Haus teilweise neu aufbauen muss wenn es abgebrannt ist.

Daher finde ich so Batteriemodule wie von greenakku ziemlich interessant. Die kosten schonmal nur halb soviel wie die Batterien von LG z.B., von daher geht es schon eher in die Richtung, dass es sich lohnt.

Mit der LG Batterie hab ich mir z.B. ausgerechnet, dass die sich nach 16-18 Jahren rentiert. Bei dem Pyolntech könnte das schon deutlich schneller gehen. Wenn man jetzt so ein Modul findet um die 200-300€/kwh würd ich mir sowas sofort hinstellen. Über 400-500€/kwh dauert es halt einfach zu lange um sich zu rechnen, da ist die Batterie sicherlich lange vorher tot.

Re: Kleiner Batteriespeicher für Balkonkraftwerk

umali
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Wie schon gesagt, das Akkumodul ist m.E. überhaupt nicht das Problem. Gute EV-Akkus als second life-Anwendung sind doch günstige und sichere Speicher.

Aber wenn Du + und - , egal ob second life EV-Modul oder Pylontech, selbst verkabelst, bist Du bereits im Risikomodus.

Schützen kann nur Qualität bei Komponenten und Aufbau. Wer das DIY beherzigt, fährt meist sicherer als bei mancher teurer Komplettkauflösung.

Das BMS mit seinen Sicherheitsfeatures zur Abschaltung ist sehr wichtig. Ein Stromausfall muss z.B. sofortige Komplettabschaltung nach sich ziehen. Dies alles allein zu entwickeln, ist zu aufwendig. Die o.g. Grundkomponenten müssen für "rentabler Speicher" zukaufbar sein.

Alternativ Komplettsysteme a la EET, nur dass dort die Entwicklung/Zertifizierung mitbezahlt werden muss. Irgendwas ist immer ;-).

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Re: Kleiner Batteriespeicher für Balkonkraftwerk

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Hallo ...ich lese hier immer wieder EET ....wann und wo hat EET schon einen seiner "sagenhaften" Speicher montiert ...ich sehe nur Ankündigung und Werbung da ist EET gut !
Citroen Saxo Electric seit Juli 2011 , I Bike seit April 2012.
Ab 06 06 2014 ohne eigenen Verbrenner ! Ab 07 10 2015 Peugeot iOn, 100% electric auf der Strasse !
Juli 2018 Rasenmäher "electric" mit Kabel ,der Verbrenner geht in Rente !

Re: Kleiner Batteriespeicher für Balkonkraftwerk

Afrolicious
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Bei Greenakku gibt es gerade ein Sonderangebot für ein 280Wp Panel mit Wechselrichter:
http://greenakku.de/PV-Komplettpakete/s ... :2035.html
Bei Alpha Solar gibt es wohl gute Preise für Selbstabholer:
https://www.alpha-solar.info/photovolta ... ung/basic/
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