Erfahrungen Sonnen-Batterie und -Community

Solarenergie - Photovoltaik
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Re: Erfahrungen Sonnen-Batterie und -Community

Daniel_pir
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Hallo, mich würde interessieren ob hier Mitglieder sind die die Sonnenflat schon länger als 1 Jahr haben -> Abschlussrechnung.

Ich habe seit März 2018 eine Sonnenbatterie und bin in engen Kontakt mit Sonnen.

Zum Post: Eigenverbrauch ist Netzbezug -> Dies war ein Fehler in den AGB dies wurde schon wieder korrigiert.

Derzeit werden flexible Stromverträge bei Sonnen ausgearbeitet um die Netzregelung komplett vom Hausverbrauchs des Kunden bilanzieren zu können.

Wie ist das bei euch? Wie viel kWh wurden aus eurer Batterie schon zur Netzregelung verwendet?

Wenn ihr eine Abschlussrechnung habt -> Wie wird das billanziert.

Wenn die Daten Sensibel sind bitte ich um eine private Nachricht.

Gerne stelle ich hier aber meine Erfahrungen mit Sonnen und den Problemen hier dar.

Da ich hier bei Sonnen nicht locker lassen werde.

Versprochen wurde: Sie haben keinen Nachteil / Sie haben keine Mehrausgaben / Sie haben keinen finanziellen nachteil. Wurde mir mündlich wie schriftlich bestätigt.

Aber da die Netzregelung in den AGB und im Vertrag absolut 0% geregelt ist gibt es hier erhebliche Nachteile für den Kunden.

Ich gehe einfach mal vom aktuellen Stand bei mir aus:

Bis jetzt wurden 30kWh zum Regeln aus der Batterie entnommen.

Wirkungsgrad 80% -> Zum ausgleich musste meine Batterie wieder mti ca 40kWh beladen werden.

Diese 40kWh kamen von meiner PV -> Sprich Steuerrechtlich ist dies EIGENVERBRAUCH und muss als geldwerter Vorteil versteuert werden.

Es hieß auch das die Netzregelung zur Flat dazugezählt wird damit ich nicht Weniger Kontingent habe.

Flat 5500kWh + 30kWh Netzregelung = 5530kWh

ABER eigentlich müssten es ja +40 Sein.


Wer hatte diesen Gedankengang auch schon mal?
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Re: Erfahrungen Sonnen-Batterie und -Community

Silentioso
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Hallo Daniel_pir, hallo miteinander,

ja, den Gedankengang hatte ich auch schon.

Allerdings läuft meine Anlage erst seit Anfang Januar und ich habe außer der Abbuchung der 19,90 von Sonnen noch gar nichts bekommen: Keine Abrechnung von Sonnen, keine Gutschrift für die Einspeisung...

Mein Solarteur meint, das sei normal - na schaun mer mal.
Herzliche Grüße
Tom

Re: Erfahrungen Sonnen-Batterie und -Community

RudiRatlos
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Hallo Daniel_pir,

meine Anlage läuft seit gut einem Jahr (März 18) und ich habe gerade meine erste Abrechnung erhalten. Die Abrechnung erfolgte zwar nicht kalenderjährlich (also zum 31.12.18, wie in den AGB angegeben) sondern nach einem Jahr Laufzeit (wie von der Hotline auch angekündigt), aber sie ist eher unspektakulär. Da die beiden Sonnen-Meter erst seit Ende Januar eingebaut wurden, wurde nur die aus dem Netz bezogene Menge in der Rechnung berücksichtigt (auch wie von der Hotline angekündigt). Das waren bei mir rund 3500 kWh, was natürlich deutlich unter meiner Flat (6750 kWh) liegt. Die Abschläge, die ich in den ersten paar Monaten gezahlt hatte, werden daher auch erstattet. In der Rechnung wird zum einen eine Rechnung für die Strombelieferung innerhalb der Freimenge ausgewiesen (ca. 800 €, mit der USt. für das Finanzamt) zum anderen eine Gutschrift für die Nutzung der Batterie in der gleichen Höhe. Also alles mehr oder weniger wie erwartet.

Mit der Ausweisung der Leistung zur Netzstabilisierung habe ich mich noch nicht beschäftigt, da ich gar nicht weiss, wie ich die sehen kann. Wie hast Du den die genannte Menge ermittelt/gesehen? Aber interessant wird das Thema allemal, vor allem wegen der systembedingten Verluste bei der Zwischenspeicherung in der Batterie. Halt mich da doch mal auf dem laufenden (gern auch per PN).

Aber ich habe auch einen regen Schriftverkehr mit Sonnen. Da ich jetzt die beiden Sonnen-Meter habe, habe ich mir mal die Schaubilder der Installation angesehen und festgestellt, dass (nach meiner Meinung) die Verluste der Zwischenspeicherung gar nicht mit diesen Zählern erfasst werden. So wie ich das verstanden habe, wird in Zukunft der durch den Consumption-Zähler erfasst Wert zur Abrechnung herangezogen (habe noch keine konkrete Antwort hierzu von Sonnen). Der Consumption Zähler zählt meiner Meinung nach den aus dem Netz bezogenen Strom und die gesamte produzierte Strommenge der PV-Anlage, abzüglich des ins Netz eingespeisten Stroms. Doch das ist nicht die von mir verbrauchte Strommenge, da mir hier die Verluste bei der Zwischenspeicherung in der Batterie als Verbrauch berechnet würden. .

Ich habe die Daten der internen Zähler (Erzeugung, Netz-Einspeisung, Ladung, Entladung, Netz-Bezug und Gesamtverbrauch) ausgewertet und da wird deutlich, dass sich der (für die Abrechnung ja wohl relevante) Gesamtverbrauch zusammensetzt aus Netzbezug, direktem Stromverbrauch (= Erzeugung - Netz-Einspeisung - Batterie-Ladung) und Stromverbrauch nach der Zwischenspeicherung in der Batterie (= Batterie-Entladung). Da aber nach meinem Verständnis die Stromengen, die in die Batterie gesteckt und dann wieder aus ihr für den Verbrauch entnommen werden vom Consumption-Zähler gar nicht erfasst werde, ist hier aus meiner Sicht noch erheblicher Klärungsbedarf mit Sonnen.

Der Verlust beim Zwischenspeichern in der Batterie ist in mehrfacher Hinsicht aber wichtig und auch nicht zu vernachlässigen. Sonnen eService hat mir bestätigt, dass hier Verluste in der Größenordnung von 20% ganz normal sind. Dies kann ich anhand der internen Zähler bei meiner Anlage bestätigen. Und das sind ca. 350 kWh, die mehr in die Batterie gesteckt als rausgeholt wurden.

Wenn diese Verlust-Strommenge als mein Verbrauch gewertet wird, dann heißt das im Umkehrschluss, dass meine Flatrate eigentlich nicht mehr 6750 kWh beträgt sondern ca. 6400 kWh. D.h., dass ich 350kWh mit 25 ct/kWh bezahlen müsste (wenn ich einen realen Vebrauch von 6750 kWh (oder mehr) habe). Wie in Deinem Beitrag schon angesprochen hat dies ja auch steuerliche Bedeutung, da ich diese Verlust-Menge ja eigentlich gar nicht zu versteuern habe (weder Ertrags- noch Umsatzsteuer), da ich diese Menge gar nicht an mich als Endverbraucher geliefert habe (keine unentgeltliche Sachentnahme). Bin mal gespannt auf die Antwort von Sonnen.

Aber die Messung und Bewertung/Berechnung der zur Netzstabilisierung zwischengespeicherten Strommengen sind für mich auch noch ein ungeklärter Punkt. Zum einen ist schon mal die Mengenbilanzierung interessant. Wie wird die zu diesem Zweck eingespeiste und wieder zurückgespeiste Strommenge erfasst? Wie wirkt sich das auf die Werte der beiden Grid-Zähler aus (Bezug/Einspeisung)? Und wenn 10 kWh in die Batterie eingespeist werden, aber aufgrund der systembedingten Verluste nur 8 kWh wieder herausgeholt werden können, was passiert mit den fehlenden 2 kWh? Muss ich die mit meinem selbst produzierten Strom "auffüllen"? Und wie wirkt sich das auf meinen Gesamtverbrauch aus (Bezug) und wie auf meine Einspeisevergütung (Einspeisung)? Wenn ich 25 ct/kWh für die 10 bezogenen kWh bezahlen muss und ich aber nur 12,2 ct/kWh für die 8 wieder eingespeisten kWh als Einspeisevergütung erhalte, kann ich das nicht gutes Geschäft bezeichnen.

Es gibt noch viel zu fragen bei Sonnen.
Ioniq Premium Marina Blue (seit 10/17). 70.000 km (8/20)
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9,9 kWp mit 10 kWh Sonnen-Batterie + -Community mit 6750 kWh Flat (seit 3/18)

Re: Erfahrungen Sonnen-Batterie und -Community

hr1
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Danke für eure Beiträge, ein bisschen Skepsis gegenüber den Werbeversprechen der Anbieter scheint als angebracht. :?: :idea:

Re: Erfahrungen Sonnen-Batterie und -Community

dtousc
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hr1 hat geschrieben: Danke für eure Beiträge, ein bisschen Skepsis gegenüber den Werbeversprechen der Anbieter scheint als angebracht. :?: :idea:
Was grundsätzlich ja immer so ist ;)

Speziell hier, wenn man berücksichtigt, dass man ökologisch erzeugten Strom aus einer PV-Anlage in ein System einer aktiven Umweltschänderfirma einspeist... einfach mal nach Shell+Nigeria suchen... :evil:

Re: Erfahrungen Sonnen-Batterie und -Community

Gerhard, OA
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Ich bin seit einigen Monate in der Direktvermarktung und bekomme mittlerweile monatliche Einspeise-Abrechnungen. Der Verbrauch wird erst nach einem Jahr abgerechnet.

Unterschiede zur vorherigen Abrechnung vom Netzbetreiber
[*] es wird die tatsächliche Einspeisung abgerechnet, es gibt also nicht mehr eine jeden Monat gleiche Vorauszahlung.
[*]der Netto-Preis ist 0,25 Cent höher als die "normale" Einspeisevergütung (trotz Abzug einer Bearbeitungsgebühr)
[*]die Einspeisevergütung setzt sich zusammen aus dem Marktwert und der Marktprämie
[*]Umsatzsteuer wird nur für den Marktwert, nicht für die Marktprämie ausgewiesen ("Die Marktprämie ist von Gesetzes wegen ein nicht steuerbarer Zuschuss, auf den Sie keine Umsatzsteuer gutgeschrieben bekommen.")

Verbrauch wird nicht abgezogen (es wird gar keiner ausgewiesen), die Einspeisung wird komplett vergütet.
Zoe 01.2015

Re: Erfahrungen Sonnen-Batterie und -Community

Gerhard, OA
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RudiRatlos hat geschrieben: Da aber nach meinem Verständnis die Stromengen, die in die Batterie gesteckt und dann wieder aus ihr für den Verbrauch entnommen werden vom Consumption-Zähler gar nicht erfasst werde,
Ich habe die Daten bisher nicht im einzelnen ausgewertet, aber meine Meinung nach läuft die Ladung der Batterie über den Consumption-Zähler. Merkt man daran, dass in der Nacht, wenn die Wärmepumpe läuft, fast kein Verbrauch gezählt wird. Dafür ist tagsüber der Verbrauch laut Consumption-Zähler sehr viel höher als der tatsächliche Verbrauch. Ich kann es nicht ganz genau auseinandernehmen, weil ich nicht soviele Zähler habe um alles getrennt zu erfassen, aber überschlägig kommt es schon hin: Consumption-Verbrauch tagsüber = Verbrauch tagsüber + Ladung der Batterie. Das ließ sich in den letzten Tagen gut beobachten, als es tagsüber schon so warm war dass die Wärmepumpe abgeschaltet hat, und in der Nacht dann wieder anlief. Tatsächlicher Verbrauch tagsüber nahe 0, Comsumption Zähler in der Nacht auch nahe 0, jedoch Entladung der Batterie 60-80%, aber tagsüber Consumption-Zähler = Aufladung Batterie (+ kleines Delta). Diese Aufladung der Batterie ist 20-30% höher als was die Wärmepumpe in der Nacht verbraten hat.
Zoe 01.2015

Re: Erfahrungen Sonnen-Batterie und -Community

Gerhard, OA
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Daniel_pir hat geschrieben:
Bis jetzt wurden 30kWh zum Regeln aus der Batterie entnommen.

Wirkungsgrad 80% -> Zum ausgleich musste meine Batterie wieder mti ca 40kWh beladen werden.

Diese 40kWh kamen von meiner PV -> Sprich Steuerrechtlich ist dies EIGENVERBRAUCH und muss als geldwerter Vorteil versteuert werden.

Es hieß auch das die Netzregelung zur Flat dazugezählt wird damit ich nicht Weniger Kontingent habe.

Flat 5500kWh + 30kWh Netzregelung = 5530kWh

ABER eigentlich müssten es ja +40 Sein.
Ich hatte im Februar drei Mal (am selben Tag) und im März zwei Mal (an zwei Tagen) Entladung mit 3,3 kW ohne Verbrauch. Das waren kurze Spitzen zwischen 2 und 10 Minuten. Insgesamt also höchstens 2 kWh. Alles tagsüber, 4 Mal war die Erzeugung höher als die Entladung. Im Februar wurde seltsamerweise danach die Batterie nicht mehr aufgeladen (schon nach der ersten Entladung nicht mehr), fällt mir gerade auf. Muss mir das noch in den Tabellen ansehen, habe gerade nur die Grafik im Browser aufgerufen. Wenn das so eine Regelung war, hatte ich wohl keinen Nachteil.
Zoe 01.2015

Re: Erfahrungen Sonnen-Batterie und -Community

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dtousc hat geschrieben: Nun damit ist für mich die Sonnencommunity in die Finsternis gestoßen worden : https://ecomento.de/2019/02/15/shell-ue ... en-gruppe/
Erleichtert aber die Investitionsentscheidung ;)
Würdest Du NewMotion seit Ende 2017 auch nicht mehr nutzen?
Shell ist ein Energiekonzern, der die Zeichen der Zeit erkennt und sich andere Geschäftsfelder erschließen will als nur vom Öl abhängig zu sein, BP ist auch nicht dümmer.
Kann man jetzt Scheiße finden, weil die so viel "Dreck am Stecken kleben" haben, andererseits kann man sich auch über den Wandel freuen. Dem das Geld potenter Investoren sicher nicht schadet ...
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: Erfahrungen Sonnen-Batterie und -Community

RudiRatlos
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Ich habe jetzt Antwort von Sonnen erhalten in Bezug auf die gemessene Menge des Verbrauchs im Consumption Zähler. Für Sonnen ist die Batterie ein Letztverbraucher und zählt dabei zum Verbrauch des Hauses so wie der Herd, Kühlschrank, etc. Der hier gemessene Gesamtverbrauch setzt sich demnach aus dem Netzbezug und dem selbsterzeugten Strom zusammen, der nicht eingespeist wurde. Da meine Batterie im letzten Jahr einen "Verbrauch" von ca. 350 kWh hatte, blieben also von meiner 6750-er Freimenge nur real 6400 kWh für meine Verbraucher im Haus übrig. Wenn meine Verbraucher im letzten Jahr 6750 kWh verbraucht hätten (und damit nach meinen vorherigen Infos/Annahmen von der Flat abgedeckt wären und mir damit keine Stromkosten entstanden wären), dann hätte ich also nach der Sonnen-Rechnung einen Gesamt-Verbrauch von 7100 kWh gehabt und hätte damit die 350 kWh Speicherverlust als über die Freimenge bezogenen Strom bezahlen müssen.

Sonnen bestätigte mir auch, dass sie mir mit ihrem Meßkonzept nicht ausweisen/bestätigen können, wieviel meine Batterie verbraucht hat und ich gegenüber dem Finazamt Schätzwerte angeben sollte. Na klasse, mal sehen wie sich hier das FA verhält.

Ich hätte auch nicht gedacht, dass das FA mal fortschrittlicher und aktueller ist als so ein innovatives Unternehmen wie Sonnen. Es gibt eine Info-Broschüre vom Bayerischen FA speziell in Bezug auf die steuerliche Behandlung von PV-Anlagen und Batterien. In der Ausgabe von 2015 vertrat das FA genau die gleiche Meinung wie Sonnen: Der gesamte Strom, der nicht eingespeist wird muss als Verbrauch versteuert werden. Aber die Zeiten ändern sich und darauf haben die FÄ reagiert - nicht jedoch die Firma Sonnen.

In der Ausgabe von 2018 gibt es eine Unterscheidung zwischen nachträglich gekaufter Batterie und gleichzeitig mit der PV-Anlage gekaufter Batterie. Wenn die Batterie nachträglich gekauft wird (was "früher" wohl der übliche Fall war), dann ist die Batterie ein eigener Gegenstand und nicht Teil der PV-Anlage. Damit kann zum einen die Umsatzsteuer auf die Batterie vom FA nicht erstattet werden und versteuert werden muss der gesamte erzeugte und nicht eingespeiste Strom. Dies ist auch das Konzept von Sonnen, das es auch aktuell immer noch vertritt.

Wenn man die Batterie aber gleichzeitig mit der PV-Anlage kauft (was heutzutage wohl der Regelfall sein dürfte), dann ist sie integrierter Teil der Gesamtanlage und damit Teil des Unternehmens und nicht Teil des Privat-Haushalts. Daraus folgt, dass man sich zum einen ggf. die Umsatzsteuer, die auf die Batterie entfällt, erstatten lassen kann. Ferner gilt in diesem Fall nur als zu versteuernder Verbrauch, was zum einen erzeugt und direkt verbraucht wird und was zum anderen aus der Batterie entnommen wird. Der Speicherverlust der Batterie sind innerbetrieblich verbrauchte Strommengen, die nicht an den Verbraucher abgegeben werden und daher auch nicht als unentgeltliche Wertabgabe eingestuft werden.

Wenn Sonnen auch weiterhin als innovatives und kreatives Unternehmen gelten will, dann sollte es das veraltete Konzept (Verbrauch ist neben dem Netzbezug alles, was erzeugt und nicht eingespeist wird) überarbeiten und sich der Sichtweise des FA anschließen (Verbrauch ist neben dem Netzbezug alles, was erzeugt und direkt verbraucht wird und das was aus der Batterie entnommen wird) und auch das Zählerkonzept entsprechend überarbeiten.

Auf Dauer kann es aus meiner Sicht für das Unternehmen nicht gut sein, wenn immer mehr Nutzer damit unzufrieden sind, dass die Freimenge sich nicht nur auf den Verbrauch der Verbraucher im Haus bezieht sondern auch den (ca. 20%-igen) Verlust beim Speichern des Stroms mit einschliesst. Außerdem ist abzuwarten, wie sich die FÄ verhalten, wenn man als Besteuerungsgrundlage mit Schätzwerten statt mit Zählerständen arbeiten muss (aufgrund eines unzureichenden Zählerkonzeptes des Herstellers).
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