Effizienz verfeinern

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Re: Effizienz verfeinern

zebu55
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Meines Wissens gibt es keine 205er mit gleichem Abrollumfang in 19“ zu kaufen
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Re: Effizienz verfeinern

Udomann
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Tenovice hat geschrieben: Servus beisammen...

der Ioniq ist bestellt und man hat in der stürmischen Wintertristesse Zeit die Gedanken kreisen zu lassen.

Bei meinen bisherigen (Verbrenner-) Fahrzeugen habe ich durch kleine Eingriffe die Effizienz im Schnitt um 10- 15% steigern können. Das sollte beim Ioniq 5 auch gehen und sich durch eine Reichweitensteigerung bemerkbar machen...

1,. Tieferlegung... Eibach bietet mittlerweile die -30mm Federn an. Dadurch sollte sich der Verbrauch bereits merklich verringern. Das tiefergelegte Fahreug ist für mein Fahrprofil kein Poblem - die Straßen sind gut und der Ioniq 5 hat ab Werk 16cm Bodenfreiheit - also auch genug Puffer.

2. Bereifung... Der Ioniq kommt wohl auf 235ern daher. Viel zu breit für meinen Geschmack und zuviel Rollwiderstand. Habe beim Tüv nachgefragt, eine geringere Reifenbreite würden die mir problemlos eintragen, solange der Abrollumfang innerhalb der Toleranz bliebe und der Traglastindex stimmt. Ich liebäugel mit 195-205ern - Favorit derzeit Goodyear 205/55 R19 97V EfficientGrip Performance 2 XL . (mir ist der Traglastindex vom Ioniq 5 leider nicht bekannt)

Gibt es Erfahrungen dazu oder weitere Optimierungsmöglichkeiten?

MfG
Teno
Du musst beim E-Auto grundsätzlich umdenken, alte, bewährte und lieb gewordene Effizienzsteigerungsmassnahmen, die sich bei den Verbrennern bewährt haben, sind beim E-Auto entweder nicht möglich, nicht empfehlenswert oder bringen so wenig, dass es vernachlässigbar ist, schmalere Reifen sind sogar brandgefährlich, falls ein verantwortungsloser TÜV-Mensch sowas überhaupt genehmigt.

Das liegt ganz einfach an der ungeheuren Effizienz, die jedes E-Auto sowieso hat, die im Akku vorhandene Energie wird da so perfekt in Vortrieb umgesetzt, dass man mit einem ca. 72 kw/h-großen Akku im Sommer ungefähr 350 bis 480 Kilometer schafft, wobei hier schon die Einschränkung "im Sommer" auf das Problem hindeutet.
Im Winter leidet nämlich die Effizienz des Systems ganz erheblich, plötzlich hat man nur noch 280 bis 330 Kilometer Reichweite bei unveränderter Fahrleistung zur Verfügung.

Und dagegen kann man gar nichts tun, eine Tieferlegung der Karosse wird nur so marginalen Einfluss haben, dass man den Sparvorteil im Alltag gar nicht merken wird, jedoch handelt man sich ganz andere Probleme ein, immerhin besitzt der Ioniq 5 einen Radstand von 3 Metern, der beim Überfahren von Bodenwellen und anderen Unebenheiten dann zum Problem werden kann, wenn man die Karosse auch noch tieferlegt, nicht vergessen, dass im Unterboden der Akku verbaut ist, einmal heftig Aufsetzen könnte das was beschädigen, so dass im Extremfall der Akku ausgetauscht werden müsste, was garantiert nicht von der Garantie gedeckt ist.

Das gleiche gilt für die Verwendung schmalerer Reifen, der Hersteller hat sich mit Sicherheit bei der Auswahl der Reifen irgendetwas dabei gedacht, was nützt eine Verbrauchsminderung, die man im Alltag nicht spürt, wenn man sich dadurch einen längeren Bremsweg erkauft?

Da kann ein halber Meter mehr oder weniger den Unterschied zwischen Unfall und Nichtunfall, zwischen leichten Verletzungen und schweren Verletzungen oder gar zwischen Leben und Tod ausmachen, das schreibe ich nicht, um dir deine gewiss guten Absichten madig zu machen, sondern weil das einfach Fakt ist.


Beispiel:

Heute fuhr ich auf der Autobahn einmal gegen den Sturm und hatte einen sensationell hohen Verbrauch, wie genau, weiß ich nicht, der Strich bewegte sich aber fast immer bei oder um die 30 Kw/h, obwohl ich nur mit mäßigem Tempo (110 Km/h) unterwegs war, auf der Rückfahrt einige Stunden später hatte ich dann Rückenwind und die Anzeige bewegte sich so zwischen 15 und 25 Kw/h, obwohl ich da sehr viel flotter unterwegs war, um die 130 km/h.

Diese äußeren Umstände haben einen vielfach höheren Einfluss auf die Reichweite, als alles andere, das Gewicht spielt kaum eine Rolle oder ob die energiesparende Heizung per Wärmepumpe mit um die 1 kw/h pro Stunde läuft oder ob man die Allradversion oder die RWD-Version fährt oder ob man die 19 oder die 20 Zöller drauf hat, das ist vollkommen wurscht, anders eben als bei den Verbrenner das der Fall war, der Fahrstil und das Wetter spielen da eine überproportionale Rolle.

Das müssen wir erst noch lernen, du bist noch nicht so weit.

Re: Effizienz verfeinern

uk73
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Reichweite ist wichtig, wenn man oft weite Strecken zurücklegen muss. Im heimischen Kurzstreckenverkehr ist die Reichweite, eine Wallbox zuhause vorausgesetzt, ehrlich gesagt völlig egal. Der Verbrauch kann dann auch ruhig etwas, bzw. deutlich höher sein und man wird immer noch günstiger unterwegs sein, als mit einem Verbrenner, von daher, versuche ich mich derzeit etwas vom zu sparsamen Fahren zu lösen und nicht auf jedem km zu versuchen, möglichst sparsam unterwegs zu sein. Man muss sich immer vor Augen führen, wie teuer man derzeit mit einem Verbrenner unterwegs sein würde. Ist schwer, wenn man ständig den Verbrauch auf dem Display vorgesetzt bekommt, aber der Fahrspass soll ja auch nicht leiden, besonders wenn man einen AWD mit über 300PS fährt. Damit meine ich nicht rasen, aber ab und zu auch mal beschleunigen, just for fun, sollte da auch mal drin sein.
Und ob man jetzt durch dies und das mal den einen, oder auch zwei Kw/100km spart, ist doch völlig egal.
Ach ja und noch was zum Thema Reifen. Ich habe bei meinem ja die 235er Allwetterreifen von Pirelli aufgezogen und bin bisher durch völlig vereiste Strassen genauso problemlos gefahren und auch sehr steile, schneebedeckte Wege hochgekommen, ohne jegliche Probleme. OK, vielleicht hat der AWD hier in Verbindung mit dem hohen Gewicht auch noch gewisse Vorteile....logisch. Aber auch hier ist die Reifenbreite eigentlich völlig wurscht, solange man halt auch geschwindigkeitstechnisch angepasst unterwegs ist.
Ionic 5 AWD 72 19", Uniq Paket, Gravity Gold

Re: Effizienz verfeinern

Tenovice
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Andrei hat geschrieben: Die Transporter haben aber auch locker einen 10 m längeren Bremsweg als ein moderner PKW. Einen grossen Anteil daran haben auch die breiteren Reifen bei den PKW's.
Ein T6.1 steht nach 36m aus 100km/h. Ein Ioniq5 nach 34,8m. Ein Unterschied, aber der T6 ist auch schwerer und hat die schmaleren Reifen. Den Meter würde ich durchaus tolerieren (wenn es dieser überhaupt wäre).

Udomann hat geschrieben:
Du musst beim E-Auto grundsätzlich umdenken, alte, bewährte und lieb gewordene Effizienzsteigerungsmassnahmen, die sich bei den Verbrennern bewährt haben, sind beim E-Auto entweder nicht möglich, nicht empfehlenswert oder bringen so wenig, dass es vernachlässigbar ist, schmalere Reifen sind sogar brandgefährlich, falls ein verantwortungsloser TÜV-Mensch sowas überhaupt genehmigt.

Das liegt ganz einfach an der ungeheuren Effizienz, die jedes E-Auto sowieso hat, die im Akku vorhandene Energie wird da so perfekt in Vortrieb umgesetzt, dass man mit einem ca. 72 kw/h-großen Akku im Sommer ungefähr 350 bis 480 Kilometer schafft, wobei hier schon die Einschränkung "im Sommer" auf das Problem hindeutet.
Im Winter leidet nämlich die Effizienz des Systems ganz erheblich, plötzlich hat man nur noch 280 bis 330 Kilometer Reichweite bei unveränderter Fahrleistung zur Verfügung.

Und dagegen kann man gar nichts tun, eine Tieferlegung der Karosse wird nur so marginalen Einfluss haben, dass man den Sparvorteil im Alltag gar nicht merken wird, jedoch handelt man sich ganz andere Probleme ein, immerhin besitzt der Ioniq 5 einen Radstand von 3 Metern, der beim Überfahren von Bodenwellen und anderen Unebenheiten dann zum Problem werden kann, wenn man die Karosse auch noch tieferlegt, nicht vergessen, dass im Unterboden der Akku verbaut ist, einmal heftig Aufsetzen könnte das was beschädigen, so dass im Extremfall der Akku ausgetauscht werden müsste, was garantiert nicht von der Garantie gedeckt ist.

Das gleiche gilt für die Verwendung schmalerer Reifen, der Hersteller hat sich mit Sicherheit bei der Auswahl der Reifen irgendetwas dabei gedacht, was nützt eine Verbrauchsminderung, die man im Alltag nicht spürt, wenn man sich dadurch einen längeren Bremsweg erkauft?

Da kann ein halber Meter mehr oder weniger den Unterschied zwischen Unfall und Nichtunfall, zwischen leichten Verletzungen und schweren Verletzungen oder gar zwischen Leben und Tod ausmachen, das schreibe ich nicht, um dir deine gewiss guten Absichten madig zu machen, sondern weil das einfach Fakt ist.


Beispiel:

Heute fuhr ich auf der Autobahn einmal gegen den Sturm und hatte einen sensationell hohen Verbrauch, wie genau, weiß ich nicht, der Strich bewegte sich aber fast immer bei oder um die 30 Kw/h, obwohl ich nur mit mäßigem Tempo (110 Km/h) unterwegs war, auf der Rückfahrt einige Stunden später hatte ich dann Rückenwind und die Anzeige bewegte sich so zwischen 15 und 25 Kw/h, obwohl ich da sehr viel flotter unterwegs war, um die 130 km/h.

Diese äußeren Umstände haben einen vielfach höheren Einfluss auf die Reichweite, als alles andere, das Gewicht spielt kaum eine Rolle oder ob die energiesparende Heizung per Wärmepumpe mit um die 1 kw/h pro Stunde läuft oder ob man die Allradversion oder die RWD-Version fährt oder ob man die 19 oder die 20 Zöller drauf hat, das ist vollkommen wurscht, anders eben als bei den Verbrenner das der Fall war, der Fahrstil und das Wetter spielen da eine überproportionale Rolle.

Das müssen wir erst noch lernen, du bist noch nicht so weit.
Danke für deine ausführliche Antwort.

Aber ich denke, du liegst mit mehreren deiner Aussagen daneben.

Die effizienzsteigernden Konzepte halte ich gerade bei einem Elektrofahrzeug eigentlich für viel sinnvoller als bei einem Verbrenner, Mercedes hat das gerade eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Das Beispiel dafür lieferst du selbst: Wenn du z.B. keine 30kw gegen den Wind verbraucht hättest, sondern ggf. nur 27 (10% Ersparnis). Und auf dem Rückweg wärst du bei gleichem Verbrauch vielleicht 140km/h gefahren. Das wäre ja nicht falsch.

Deine Ausführungen zur Tieferlegung kann ich insofern nachvollziehen, da es natürlich ein höheres Maß an Vorsicht erfordert. Aber wir reden hier von 3cm also 13 statt 16cm Bodenfreiheit.

Natürlich können die 3cm den Unterschied ausmachen zwischen Bodenkontakt und keinem Bodenkontakt. Es kann auch der Unterschied zwischen 45km/h und 50km/h wesentlich sein, ob ich im Heck des Vordermannes lande oder nicht. Diese Argumentation lässt sich beliebig fortführen und führt im Ergebnis dazu, dass man besser nicht mehr das Haus verlässt. Wie verhält sich das mit der Akkugarantie eigentlich, wenn ein nicht-tiefergelegtes Fahrzeug aufsetzt? Glaubst du, dass dann die Garantie greift?

Wie gesagt, es ist in jedem Fall zu verhindern, dass es die Sicherheit gefährdet - das steht auch nicht zur Diskussion. Kein Tüv-Prüfer würde das unverantwortlich abnicken, dafür sorgen technische Daten i.V.m. physikalischen Gesetzen.

Es geht mir in erster Linie darum, dass Hyundai eine Reifenbreite montiert, die m.M.n. keinen Vorteil bietet.

Die 255er auf den 20" Reifen haben keinen kürzeren Bremsweg als die 235er (bzw. ich konnte keine Seite finden, die das aufschlüsselt).

Niemand kommt auf die Idee, diejenigen zu "verteufeln" die die unsicheren 19" Reifen fahren?! Das liegt vermutlich daran, dass die Differenz beim Bremsen kaum messbar ist.

Und - mit Verlaub - deinen letzten Absatz halte ich für nicht so gelungen...

Natürlich macht es einen gewaltigen Unterschied, ob ich ein Auto "vollbeladen" oder "leer" fahre. Auch der Unterschied zwischen AWD und RWD und der Reifenkombinationen ist immens - beides auch in den technischen Daten von Hyundai nachvollziehbar. Was nicht nachvollziehbar ist, ist ein unterschiedlicher Bremsweg, trotz schmalerer Reifen (bei 19"). Der Fahrstil - sprich Gasfuß- war schon immer und bei jedem Fahrzeug das entscheidende Moment. Aber man kann ja dennoch dem Gasfuß flankierende Maßnahmen zur Seite stellen.

Das hat dann am Ende des Tages auch nichts mit lernen zu tun, sondern erstmal was mit Physik.
Und schlussendlich - weil es mich stört- möchte ich klarstellen, dass ein belehrender Spruch darüber, wie weit jemand ist oder nicht, meiner Meinung nach etwas deplaziert wirkt.

Für deine Mühe und ausführlich Antwort danke ich dir dennoch, auch wenn wir inhaltlich wohl nicht übereinkommen werden.

MfG
Teno
Ioniq Basis LR +Effizienz - Bestellt 01/22 - Voraussichtlich 06/22

Re: Effizienz verfeinern

Andrei
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@Tenovice
Was die Reifenbreite und Bremswege angeht, müsstest du zum Anfang der Diskussion gehen. Da wurde vorgeschlagen, 185er Reifen zu nehmen, weil das eine gängige Größe bei den Transportern ist.
Und der Sprung von 235/255 auf 185 mm wird mit Sicherheit zu längeren Bremswegen führen.
Wenn man von 255 auf 235 mm wechselt, wird es im Bremsweg kaum messbar sein.

Btw. Transporter im Allgemeinen haben schon längere Bremswege als PKW.
Hier ist was vom ADAC: https://www.autosieger.de/bremswege-ver ... 32581.html

Das ein VW T6.1 besser als viele anderen Transporter bremst, mag sein. Aber es gibt auch den Jumper mit 47 m Bremsweg.

Re: Effizienz verfeinern

ToxicOxygen
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Udomann hat geschrieben:
Und dagegen kann man gar nichts tun, eine Tieferlegung der Karosse wird nur so marginalen Einfluss haben, dass man den Sparvorteil im Alltag gar nicht merken wird, jedoch handelt man sich ganz andere Probleme ein, immerhin besitzt der Ioniq 5 einen Radstand von 3 Metern, der beim Überfahren von Bodenwellen und anderen Unebenheiten dann zum Problem werden kann, wenn man die Karosse auch noch tieferlegt, nicht vergessen, dass im Unterboden der Akku verbaut ist, einmal heftig Aufsetzen könnte das was beschädigen, so dass im Extremfall der Akku ausgetauscht werden müsste, was garantiert nicht von der Garantie gedeckt ist.
Nur mal so aus Interesse, sprichst Du hier aus Erfahrung oder verbreitest Du jetzt nur Vermutungen und Thesen die Du mal irgendwo gehört hast?

Ich fahre seit 25 Jahren tiefergelegte Autos, auch Autos mit einem langen Radstand. Und das teilweise nicht nur die läppischen 35-40mm von denen wir hier reden. Und ich habe noch nie auch nur im geringsten Probleme mit dem Unterboden gehabt. Wenn überhaupt dann hat es mal etwas an der vorderen Stoßstange geschliffen wenn man nicht aufgepasst hat und ich wiederhole noch mal da waren es nicht nur 35-40mm Tieferlegung.

Der Ioniq5 hat selbst nach der tieferlegung noch mehr Bodenfreiheit als viele normale PKW.

Bitte hört doch auf den Leuten Angst zu machen und Schauermärchen zu erzählen.

Und wir sollten uns wohl einig sein das man sein Auto natürlich nicht tiefer legt wenn man täglich über Feldwege ballert oder nicht in der Lage ist vor diesen "Pollern" auf der Straße die Geschwindigkeit zu reduzieren.
Auf normalen Straßen und bei normaler Rücksichtsvoller Fahrweise ist das überhaupt kein Problem.

Re: Effizienz verfeinern

Danimal
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Es geht ja hier vorrangig um den Reichweitengewinn und nicht um Komfort, Bodenfreiheit oder Bremsweg. Sicherlich gewinnt man an Reichweite, wenn man schmalere, härter aufgepumpte Reifen mit niedrigem Rollwiderstand verbaut, das Auto tieferlegt und verspoilert. Die Frage ist, wieviel dabei am Ende rumkommt und ob einem das die Einbußen bei Sicherheit und Komfort wert ist. Wenn auf der Autobahn damit 15-20% mehr Reichweite drin sind, wäre das sicher für viele interessant. Schön wäre es, wenn man das vorher mal in der Simulation durchspielen könnte, statt zu experimentieren. Mein voriges Fahrzeug (mit Luftfahrwerk) hat den Bodenabstand mit steigender Geschwindigkeit verringert. Das fand ich schlau, sowohl für den Luftwiderstand als auch für die Straßenlage. Ein solches adaptives Fahrwerk hätte ich gerne in jedem Auto, aber das ist glaube ich nicht nachzurüsten.
Ioniq 5 72kWh RWD uniq gravity gold

Re: Effizienz verfeinern

Udomann
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ToxicOxygen hat geschrieben:

Nur mal so aus Interesse, sprichst Du hier aus Erfahrung oder verbreitest Du jetzt nur Vermutungen und Thesen die Du mal irgendwo gehört hast?

Ich fahre seit 25 Jahren tiefergelegte Autos, auch Autos mit einem langen Radstand. Und das teilweise nicht nur die läppischen 35-40mm von denen wir hier reden. Und ich habe noch nie auch nur im geringsten Probleme mit dem Unterboden gehabt. Wenn überhaupt dann hat es mal etwas an der vorderen Stoßstange geschliffen wenn man nicht aufgepasst hat und ich wiederhole noch mal da waren es nicht nur 35-40mm Tieferlegung.

Der Ioniq5 hat selbst nach der tieferlegung noch mehr Bodenfreiheit als viele normale PKW.

Bitte hört doch auf den Leuten Angst zu machen und Schauermärchen zu erzählen.

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Auf normalen Straßen und bei normaler Rücksichtsvoller Fahrweise ist das überhaupt kein Problem.
Ich muss nicht meine Hand auf die heiße Herdplatte legen, um zu wissen, dass das schmerzhaft werden könnte, was sollen diese Anspielungen auf eigene Erfahrungen?

Dass du ganz persönlich niemals negative Erfahrungen mit tiefer gelegten Autos hattest, muss ja nicht heißen, dass es anderen auch so erging, mein Bruder fuhr mal einen Dreier-BMW mit dezenter Tieferlegung, damit beschädigte er sich seinen Auspuff, als er vor meiner Tiefgarage die Rampe hinunterfahren wollte und das bei nur dezenter Tieferlegung und einem eher kurzen Radstand.

Der Ioniq 5 hat jedoch demgegenüber einen gigantisch großen Radstand, was ihn eben anfälliger für solche Situationen macht, das ist doch ganz einfach so.

Klar, auf normaler Straße und bei sehr vorsichtiger Fahrweise über die allseits heutzutage anzutreffenden Stolperschwellen wird da nichts passieren, dem stimme ich zu, allerdings muss man ja auch mal andere Wege fahren, aber das muss ja jeder selber wissen, was er macht, ich wollte nur auf Gefahren, die auftauchen KÖNNTEN, hinweisen. Mit Schauermärchen hat das nichts zu tun.


Aber der größte Knackpunkt ist doch, dass solche Tuningmassnahmen in Hinsicht auf Reichweitenerhöhung absolut nichts bringen, fahr 5 km/h langsamer und du hast deine Reichweitenoptimierung ganz ohne zweifelhafte Tuningmassnahmen, die auch noch teuer sind und den Wiederverkauf behindern, niemand kauft eine getunte Kiste, war schon damals bei den Verbrennern so.

Re: Effizienz verfeinern

Udomann
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Tenovice hat geschrieben:
Deine Ausführungen zur Tieferlegung kann ich insofern nachvollziehen, da es natürlich ein höheres Maß an Vorsicht erfordert. Aber wir reden hier von 3cm also 13 statt 16cm Bodenfreiheit.

Natürlich können die 3cm den Unterschied ausmachen zwischen Bodenkontakt und keinem Bodenkontakt. Es kann auch der Unterschied zwischen 45km/h und 50km/h wesentlich sein, ob ich im Heck des Vordermannes lande oder nicht. Diese Argumentation lässt sich beliebig fortführen und führt im Ergebnis dazu, dass man besser nicht mehr das Haus verlässt. Wie verhält sich das mit der Akkugarantie eigentlich, wenn ein nicht-tiefergelegtes Fahrzeug aufsetzt? Glaubst du, dass dann die Garantie greift?

Wie gesagt, es ist in jedem Fall zu verhindern, dass es die Sicherheit gefährdet - das steht auch nicht zur Diskussion. Kein Tüv-Prüfer würde das unverantwortlich abnicken, dafür sorgen technische Daten i.V.m. physikalischen Gesetzen.

Es geht mir in erster Linie darum, dass Hyundai eine Reifenbreite montiert, die m.M.n. keinen Vorteil bietet.

Die 255er auf den 20" Reifen haben keinen kürzeren Bremsweg als die 235er (bzw. ich konnte keine Seite finden, die das aufschlüsselt).

Niemand kommt auf die Idee, diejenigen zu "verteufeln" die die unsicheren 19" Reifen fahren?! Das liegt vermutlich daran, dass die Differenz beim Bremsen kaum messbar ist.

Und - mit Verlaub - deinen letzten Absatz halte ich für nicht so gelungen...

Natürlich macht es einen gewaltigen Unterschied, ob ich ein Auto "vollbeladen" oder "leer" fahre. Auch der Unterschied zwischen AWD und RWD und der Reifenkombinationen ist immens - beides auch in den technischen Daten von Hyundai nachvollziehbar. Was nicht nachvollziehbar ist, ist ein unterschiedlicher Bremsweg, trotz schmalerer Reifen (bei 19"). Der Fahrstil - sprich Gasfuß- war schon immer und bei jedem Fahrzeug das entscheidende Moment. Aber man kann ja dennoch dem Gasfuß flankierende Maßnahmen zur Seite stellen.

Das hat dann am Ende des Tages auch nichts mit lernen zu tun, sondern erstmal was mit Physik.
Und schlussendlich - weil es mich stört- möchte ich klarstellen, dass ein belehrender Spruch darüber, wie weit jemand ist oder nicht, meiner Meinung nach etwas deplaziert wirkt.

Für deine Mühe und ausführlich Antwort danke ich dir dennoch, auch wenn wir inhaltlich wohl nicht übereinkommen werden.

MfG
Teno
Das mit dem Bodenkontakt bei Tieferlegung ist eine durchaus sehr reale Möglichkeit, du darfst, wie alle anderen hier anscheinend auch, den enorm großen Radstand des Ioniq 5 nicht vergessen, da wirkt sich bereits 1 cm doch schon sehr viel mehr aus, als bei einem Auto mit nur 2, 60 Metern Radstand, das ist einfache Physik und sollte jedem einleuchten.

Das mit dem Vollbeladen oder leer kannst due ja bei einem Youtube-Beitrag von "Carwow" (leider in englischer Sprache) nachschauen, in einem seiner Beiträge testet er auf einer abgesperrten Rundstrecke (immer gleiche Voraussetzungen) den Verbrauch und damit die Reichweite eines Skoda Eniaq 80 mit diversen Zuständen: Einmal leer ohne Klima und Heizung, dann alles an, was nur anzumachen geht, leer und mit 5 Personen voll beladen und mit Wohnwagen.
Auch mit Dachträgern wurde getestet.

Da kam heraus, dass es kaum einen nennenswerten Unterschied macht, ob die Kiste leer oder mit 5 Personen voll beladen fährt, der Unterschied war marginal.

Ganz anders jedoch bei den anderen Zuständen, da wurde die Reichweite teilweise ganz erheblich beschnitten, sehr ernüchternd, dieser Vergleich.

Dass die Beladung so gut wie keinen Unterschied ausmacht, ist ja eigentlich leicht zu erklären, die E-Autos haben von Haus aus bereits sehr hohe Gewichte, der Ioniq 5 so um die 2,1 Tonnen, wenn daraus jetzt 2,5 Tonnen werden, ist das nicht sooo dramatisch, anders ist es bei kleinen Verbrennerautos, die um eine Tonnen wiegen, wenn da 5 Personen zusteigen, wiegt das Teil plötzlich fast 50% mehr.

Klar kann man die Reichweite durch aerodynamische Massnahmen erhöhen, Tesla und Mercedes mit dem EQS machen es doch vor. Allerdings helfen nachträgliche Änderungen da nur wenig, man muss am Grundkörper ansetzen, was sehr aufwändig ist und einen Windkanal plus einen Supercomputer erfordert und viel Sachverstand. Alles zusammen würde so ein Auto am Ende sehr viel teurer machen.

Aber auch für nachträgliche Veränderungen müsste man eigentlich damit in den Windkanal, um das Ergebnis zu verifizieren.

Letztlich dürften nachträgliche Änderungen gleich welcher Art (schmalere Reifen, Tieferlegung, aerodynamische Anbauteile usw.) nur marginale, kaum in der Praxis erfahrbare Reichweitenvorteile haben, da ist es viel einflussreicher, woher der Wind kommt und wie stark der ist oder wie schnell man fährt.

Du kannst sehr viel mehr Reichweite herausholen, wenn du anstatt 120 nur 110 km/h fährst, andererseits machst du dir jede Art des aerodynamischen Feintunings zunichte, wenn du anstatt wie gewohnt 120 km/h dann 130 km/h fährst, als Beispiel.

Auch sind Bergstrecken reichweitenmindernd und jede Form von Anhängerziehen.

Re: Effizienz verfeinern

ToxicOxygen
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Udomann hat geschrieben:
ToxicOxygen hat geschrieben:

Nur mal so aus Interesse, sprichst Du hier aus Erfahrung oder verbreitest Du jetzt nur Vermutungen und Thesen die Du mal irgendwo gehört hast?

Ich fahre seit 25 Jahren tiefergelegte Autos, auch Autos mit einem langen Radstand. Und das teilweise nicht nur die läppischen 35-40mm von denen wir hier reden. Und ich habe noch nie auch nur im geringsten Probleme mit dem Unterboden gehabt. Wenn überhaupt dann hat es mal etwas an der vorderen Stoßstange geschliffen wenn man nicht aufgepasst hat und ich wiederhole noch mal da waren es nicht nur 35-40mm Tieferlegung.

Der Ioniq5 hat selbst nach der tieferlegung noch mehr Bodenfreiheit als viele normale PKW.

Bitte hört doch auf den Leuten Angst zu machen und Schauermärchen zu erzählen.

Und wir sollten uns wohl einig sein das man sein Auto natürlich nicht tiefer legt wenn man täglich über Feldwege ballert oder nicht in der Lage ist vor diesen "Pollern" auf der Straße die Geschwindigkeit zu reduzieren.
Auf normalen Straßen und bei normaler Rücksichtsvoller Fahrweise ist das überhaupt kein Problem.
Ich muss nicht meine Hand auf die heiße Herdplatte legen, um zu wissen, dass das schmerzhaft werden könnte, was sollen diese Anspielungen auf eigene Erfahrungen?

Dass du ganz persönlich niemals negative Erfahrungen mit tiefer gelegten Autos hattest, muss ja nicht heißen, dass es anderen auch so erging, mein Bruder fuhr mal einen Dreier-BMW mit dezenter Tieferlegung, damit beschädigte er sich seinen Auspuff, als er vor meiner Tiefgarage die Rampe hinunterfahren wollte und das bei nur dezenter Tieferlegung und einem eher kurzen Radstand.

Der Ioniq 5 hat jedoch demgegenüber einen gigantisch großen Radstand, was ihn eben anfälliger für solche Situationen macht, das ist doch ganz einfach so.

Klar, auf normaler Straße und bei sehr vorsichtiger Fahrweise über die allseits heutzutage anzutreffenden Stolperschwellen wird da nichts passieren, dem stimme ich zu, allerdings muss man ja auch mal andere Wege fahren, aber das muss ja jeder selber wissen, was er macht, ich wollte nur auf Gefahren, die auftauchen KÖNNTEN, hinweisen. Mit Schauermärchen hat das nichts zu tun.


Aber der größte Knackpunkt ist doch, dass solche Tuningmassnahmen in Hinsicht auf Reichweitenerhöhung absolut nichts bringen, fahr 5 km/h langsamer und du hast deine Reichweitenoptimierung ganz ohne zweifelhafte Tuningmassnahmen, die auch noch teuer sind und den Wiederverkauf behindern, niemand kauft eine getunte Kiste, war schon damals bei den Verbrennern so.
Ein BMW e36 (3er) hat einen Radstand von 2700mm und eine Bodenfreiheit von 110mm ab Werk.
Also ist der Radstand nicht so viel kürzer und der ist ab Werk schon tiefer als der Ioniq5 mit der Tieferlegung. Mit dem Nachfolger sieht es nicht viel anders aus.
War also ein schönes Beispiel.
Tieferlegungsfedern mit Gutachten Zweifelhaftes Tuning zu nennen ist auch etwas schräg.
Zu allem anderen sag ich nichts mehr...soll sich jeder selbst ne Meinung bilden.
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