Hyundai 45

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Re: Hyundai 45

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elChris hat geschrieben: Ziemlich viel Ungereimtes, dem Inschinör grauts....
[...]
Etc etc....
Na, wo grauts dem Ingenieur denn genau (so unter Kollegen)?

Auch wenn E_kin am Ende gleich ist (sagen wir bei 100km/h), dann macht es einen Unterschied, ob ich innerhalb von 3s beschleunige oder in 10s. Leistung ist Arbeit durch Zeit, habe ich mehr Zeit, muss ich weniger "arbeiten", was wiederum weniger Strom braucht und damit die Widerstände reduziert. Wie es auch @petzstef beschrieb.

Alles in der Technik hat sein Optimum, so gibt es auch entweder einen optimal-effizienten Leistungsbereich für eMaschinen oder aber Motoren, die Höchstleistungen fahren können aber zulasten der Effizienz. Daher ist es nicht so, dass eine größtmögliche E-Maschine immer am besten ist.

Schaubild:
Bild
Quelle: https://www.servax.com/de/14/technologi ... zienz.html

Und auch die Reku wird deutlich überschätzt, denn wenn ich wenig kin. Energie (E_kin=1/2*m*v²) habe, also auch für die Rückgewinnung, habe ich immer die Verluste durch die Wandlung, plus die Verluste, die durch den Abfall der Wirkungsgradkurve (im groben Mittel unterhalb von 30% Last) bestehen.
Für ein PKW mit 1,5t Masse, bei 50km/h, kommen 145kJ oder 40Wh heraus, bei 130km/h wären dies entsprechend 271Wh (das 6,8-Fache). Und da die Energie quatratisch sich auf, bzw. auch abbaut, wird die Rückgewinnung zunehmend "unwirtschaftlich" je langsamer ich werde.
Es wäre "schlauer", nicht auf 50km/h im Stadtverkehr zu beschleunigen, wenn ich das Stauende, die rote Ampel, Kreisverkehr, Kreuzung etc. sehe, sondern das Fahrzeug rollen/gleiten zu lassen, bis die passende Geschwindigkeit an der richtigen Stelle erreicht ist. Aber alle Theorie ist grau: im Versuch kann/muss man es bestätigten (... probiert es aus, es funktioniert).

Darum kuppelt Hyundai auch die ansonsten leer mitlaufende Front-Maschine aus, um hier Verluste durch die aufzubringende Rotationsenergie und auch Lagerungen zu minimieren. Alles summiert sich am Ende und entscheidet über die Gesamteffizienz.
Der Widerwille jemanden zuzuhören, berut auf der Angst, die eigene Meinung zu ändern.
(c) Carl Rogers
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Re: Hyundai 45

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Der Frontmotor ist schon wichtig. Die ganzen reinen heckgetriebenen BEVs haben schlechtere Durchschnittsverbräuche als rein frontgetriebene, da bei starken Bremsungen mit Heckantrieb mehr Energie in Wärme (Energieverlust) umgewandelt werden muss an den vorderen Bremsscheiben, als bei einem Frontmotor. Man darf nicht vergessen, dass jede Bremsung im Verhältnis 70/30 bis zu 80/20 an der Vorderachse passiert. Und da ist ein kräftiger Frontmotor und somit eine entsprechend große Traktionsbatterie, die die Energie auch aufnehmen können muss, von Nöten. Als Beispiel der Kona mit seinem 150kW Frontmotor verzögert bis zu 0,3G.

Ich bin ja mal gespannt, wie die Frontachsenkupplung und Trennung im IONIQ 5 Allrad funktioniert. Wenn Hyundai das gut gemacht hat, wird die Effizienz durch Allradbeschleunigung, Heck-Geschwindigkeitserhaltung (vorne ausgekuppelt) und Frontverzögerung nochmals verbessert. Ich kann mir vorstellen, dass der IONIQ 5 Allrad im Mittel sogar sparsamer ist, als der rein heckgetriebene IONIQ 5.

LG
Gearsen
07.2018: Ninebot One E+ 320Wh
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Re: Hyundai 45

Fu Kin Fast
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Die ganzen reinen heckgetriebenen BEVs haben schlechtere Durchschnittsverbräuche als rein frontgetriebene, da bei starken Bremsungen mit Heckantrieb mehr Energie in Wärme (Energieverlust) umgewandelt werden muss an den vorderen Bremsscheiben, als bei einem Frontmotor.
Welche denn genau? Warum glaubst du, dass das am Antrieb liegt und nicht z.B. an cw*A?
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Re: Hyundai 45

wolle
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Ich bin schon sehr gespannt bezüglich der Reku, ob One Pedal, ob Paddles am Lenkrad oder einfach nur einen traurig simplen B-Modus. Wie auch immer, es scheint nach den vorigen Ausführungen eine variabel Einstellbare, die vom vorausschaufähigen menschlichen Gehirn individuell dosierbar ist, am sinnvollsten zu sein.

Aber die werden sich schon im Gesamtpaket etwas vernünftiges haben einfallen lassen. Der Tabelle nach kommt der Ioniq5 bei identischer Akkukapazität durchschnittlich etwa 50 km weiter als die neuzeitliche Konkurrenz. Der Verlust mit stärkerer Motorisierung bewegt sich per Dreisatz grob überschlagen bei nur etwa 2,5% Mehrverbrauch, womit ich gerne leben könnte.
Wenn finanziell irgend möglich, dann gönne ich mir jetzt erstmals im Leben einen AWD mit Pmax. Wenn nicht jetzt, wann dann?
https://jesmb.de/5200/

Das in grau gerenderte Bild von carscoops.com fand ich übrigens wunderschön. Auch freue ich mich schon riesig auf meine erste Sitzbelüftung. Danke für Bild und Infos @sloth . Im Artikel waren für mich bisher noch unbekannte Infos enthalten, obwohl schon von 6/2020.

Re: Hyundai 45

wolle
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Ich habe gerade mal ausgerechnet, welche Dimensionen das angekündigte 44 Zoll HUD haben wird.
Das ist dann umgerechnet 97,4cm breit und 54,8cm hoch. Bewegt sich also mehr oder weniger über die gesamte Windschutzscheibe. Krass, gell?

Re: Hyundai 45

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Fu Kin Fast hat geschrieben:
Die ganzen reinen heckgetriebenen BEVs haben schlechtere Durchschnittsverbräuche als rein frontgetriebene, da bei starken Bremsungen mit Heckantrieb mehr Energie in Wärme (Energieverlust) umgewandelt werden muss an den vorderen Bremsscheiben, als bei einem Frontmotor.
Welche denn genau? Warum glaubst du, dass das am Antrieb liegt und nicht z.B. an cw*A?
Du willst ein Beispiel? Na gut, vergleichen wir ID3 mit Kona:

ID3 - 150kW (204PS)
Kona - 150kW (204PS)

ID3 - Heckantrieb
Kona - Frontantrieb

ID3 - cw-Wert 0,267
Kona - cw-Wert 0,29

Trotz schlechterem cw-Wert hat der Kona besserer Verbrauchswerte. Meiner Meinung nach liegt das an den Rekuperationswerten, da die Frontachse mehr Energie in die Traktionsbatterie zurückspeichern kann. Ein Fronttriebler hat somit eine höhere Effizienz. Geschmeidiger "Gasfuß" ohne durchdrehende Reifen bei jedem (Kavalier)start vorausgesetzt!

Verbrauchsvergleichsquelle: Nextmove Tests
https://www.elektroauto-news.net/2020/n ... auto-check


LG
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Re: Hyundai 45

Nozuka
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Dieser Test ist kein gutes Beispiel. Man ist ja möglichst konstant und verbrauchsarm gefahren -> so selten gebremst wie möglich.
Rekuperation hatte also fast keinen Einfluss.
Der Kona ist wohl aus anderen Gründen effizienter.

Hyundai hat überall an der Effizienz geschraubt. Wenn Heckantrieb deutlich ineffizienter wäre, hätten sie bei der neuen Plattform sicher auch Frontantrieb gewählt.
M3 LR 2022

Re: Hyundai 45

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Nozuka hat geschrieben: Dieser Test ist kein gutes Beispiel. Man ist ja möglichst konstant und verbrauchsarm gefahren -> so selten gebremst wie möglich.
Rekuperation hatte also fast keinen Einfluss.
Der Kona ist wohl aus anderen Gründen effizienter.

Hyundai hat überall an der Effizienz geschraubt. Wenn Heckantrieb deutlich ineffizienter wäre, hätten sie bei der neuen Plattform sicher auch Frontantrieb gewählt.
Nein, VW hat eine Allradplattform gewählt, somit ist bei Single-Motor der Heckmotor verbaut. Welches allradmögliche BEV hat einen Frontmotor als Option? Entweder Heck, oder Allrad. Nicht Front, weil konzeptionell der Heckmotor der stärkere von beiden Motoren ist. 30/70 bei Beschleunigung, 70/30 bei Verzögerung. Hier sehe ich mit Frontmotor-Auskupplung einen Vorteil beim IONIQ5 auf E-GMP basierend.

Der ID3 ist auf einer neuen reinen E-Plattform gebaut, die auf Effizienz getrimmt ist, daher auch der bessere cw-Wert. Dennoch ist der ID3 bei gleich starkem Motor ineffizienter.

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Re: Hyundai 45

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Der cW-Wert allein ist nicht aussagekräftig.

Die Stirnfläche ist mit dem Wert gekoppelt und nur dann aussagekräftig, wenn man den cWA-Wert heranzieht. Der Kona hat wohl 2,37m² und der ID.3 2,36m². Entsprechend hat der Kona einen cWA von 0,687 und der ID.3 von 0,637 oder im Unterschied etwa 7% geringer.

Ebenso wird die Rekuperation auf der Geraden zu sehr überschätzt. Es hat andere Gründe, warum die Fahrzeuge unterschiedliche Effizienzen haben und Hyundai ist mit dem Ioniq und Kona wohl eine ausgesprochen gute Kombination aus Akku und Antrieb gelungen, im Hinblick auf den Verbrauch sogar etwas besser, als was Tesla bietet. Der "normale" Ioniq wurde leider mit dem Facelift verschlimmbessert, mit den 38kWh und 70kW Ladeleistung wäre dies ein unheimlich effizientes und reisetauglicheres Auto geworden.

Drum wird es nun spannend werden, was sich mit dem Ioniq 5 umsetzen lässt, ob der Aufwand sich lohnen wird, mit dem 800V-System im Akku und wie er preislich einzuordnen ist.

Quellen:
https://hyundai-auerbach.de/hyundai-kon ... che-daten/ (Stirnfläche identisch zu Kona/Hybrid)
https://www.adac.de/_ext/itr/tests/auto ... remium.pdf
https://www.adac.de/_ext/itr/tests/Auto ... st_Max.pdf
Der Widerwille jemanden zuzuhören, berut auf der Angst, die eigene Meinung zu ändern.
(c) Carl Rogers

Re: Hyundai 45

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Der Ioniq 5 soll wohl einen cWA von 0.6 haben
Gekauft! Ab 08/2017 unterwegs mit einem e-Golf (190)
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