85,5 kWh anstatt 90 kWh netto Batterieleistung

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Wir haben nun die 3. Messreihe durch.
Gemessen wurde mit einem kalibriertem, geeichtem Netzanalysegerät, mal rein aus Interesse, jedoch aus gegebenem Anlass.

Nimmt man an, dass 0% auch 0,999%, also z.b.0,9 kWh sein können, und 100% 90 kW ergibt sich eine Ladeenergiemenge von mind. 89,1 kWh.

Es wurden von 0% ( Entladen mit Onboard-Kleinverbrauchern) bis 100% durchgehend mit einer Energiemenge von jeweils 90,75 -91,2 kWh geladen.

Nimmt man beim Ladevorgang nur 5% Verlust, inkl. BMS-Verlust, Ladeverlust etc. an,
wären also in etwa 84,6 bis 85,5 kWh in die Batterie geladen worden.

Habt Ihr 90 kWh, brutto, bzw. 100 kWh gekauft, oder wurde euch weniger gesagt ?

Dahintergekommen bin ich da ich weite Strecken mit 20 kWh lt. Anzeige fuhr und das Auto bei 375 km angefangen hat den "Nur noch 50 km Reichweitenalarm" auszugeben.
Dieser hätte aber doch später, bei bis zu 400 km kommen müssen.

Interessant ist es ja nicht, ob es ca. 85 oder 90 kWh sind, sondern ob die Bruttokapazität dann ebenso nicht 100 kWh, sondern im besten Falle 95 kWhbrut sind.

Es gibt noch ein paar Feinheiten welche herauszumessen wären, nur, da muss man and die DC-Seite ran.

Einerseits ist der Autobahnbetrieb die "hohe Schule des Speichers", weil keine Wiederaufladung, bei ständiger Entladung erfolgt, warum ich dann die geeichte Messung auf AC-Ebene aufbaute.
Dies Ergebnis war dann jedoch doch etwas verblüffend.

Jedenfalls verblüffend, da es kein Ladeverhalten gibt, welches 90 kWh bei vielleicht 1 kWh Verluste schafft.

Ich zumindest wüsste insbesonders gerne, wenn ich 100% Ladung einstelle, ob dies dann 90, oder 85 kWh sind.

Dann jedoch auch weiters, ob 0% Ladezustand 0% oder 5% sind....
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Re: 85,5 kWh anstatt 90 kWh netto Batterieleistung

Jupp78
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Erstens erzählst du hier von dem e-Vito nicht erst seit gestern und zweitens berichtest du von hohen Kilometerleistungen.

Könnte es sein, dass der Akku inzwischen nicht mehr ganz frisch ist?

Re: 85,5 kWh anstatt 90 kWh netto Batterieleistung

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  • env20040
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Ja, könnte er.
Nur, sind auf diesem Accu bei diesem Auto 40.000 km "viel"?

Die Überkapazität beträgt mal 10 kWh, dann noch die 5 kWh dazu ?
Was denn 15% Kapazitätsverlust sein müssten ?

Nein, wird nicht so sein, sonst hält das Ding keine 160.000 km der Garantie, wo ich auch den Hund begraben sehe.

Ich vermute da den gleichen Ansatz wie bei VW, die lassen gerade ein Update für gewisse Modelle raus, wo die Spannungen neu definiert sind und demnach die Kapazitäten steigt.
Was heisst neu definiert?
Man kann unten die, ich vermute mal 3.2 V auf 3,1, oder/ und oben die, ich vermute mal 3,7/3,9V jeweils etwas verändern.
So erhält man "mehr Kapazität", da der Arbeitsbereich ausgeweitet wird, was bei VW passieren wird.
Dort sind es irgendwelche 70, oder 7 kWh Batterien.

Mal sehen, ob ich irgendwo an die HV-Batteriespannung zum Mitschreiben rankomme...
Ich vertraue da nämlich auch nicht unbedingt dem OBD zu 100%.
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Re: 85,5 kWh anstatt 90 kWh netto Batterieleistung

Jupp78
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Naja, typisch beim Li-Io Akku ist, dass er am Anfang recht schnell einige Prozent an Kapazität einbüßt und sich dann stabilisiert bzw. sehr viel langsamer an Kapazität verliert.
Und ja, mit den 40.000km ist der Anfang klar durch.

Im Endeffekt geht es hier höchstens um wenige Prozent. Da aber sowohl die Ladeverluste unbekannt sind, genauso wie die Messgenauigkeit (auch geeichte Messinstrumente haben Fehlertoleranzen), ist dieses "Experiment" einfach nicht dazu geeignet exakt zu bestimmen, wie viele kWh der Akku nun enthält.

Re: 85,5 kWh anstatt 90 kWh netto Batterieleistung

Misterdublex
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Ich denke auch, du bist da im normalen Bereich. Selbst der noch sehr robust konstruierte Akku des VW e-Golf (hoher Anteil an Schwermetallen/seltenen Erden) macht in Schnitt im Jahr „1“ 7% Kapazitätsverlust. Hinzu kommt dann noch eine hohe Laufleistung.
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Re: 85,5 kWh anstatt 90 kWh netto Batterieleistung

mr.byrns
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Die HV Spannung mit 2V Auflösung, und der Strom mit 5A Auflösung lassen sich auch über die Fahrzeugdaten im Kombiinstrument anzeigen.

Mit welchem Adapter und welcher Software lassen sich Daten über die OBD abrufen?

Um die Unsicherheit durch die Verluste im Ladegerät zu vermeiden, wäre eine Ladung über eine (geeichte) CCS-Ladung möglicht niedriger Leistung, mit direkt folgender Restladung über AC, geeignet.
Aber, aller Forschertrieb in Ehren. Tests bei 0% und 100% sind der Langlebigkeit auch nicht förderlich. Eine geeignete Lade- und Entladestrategie stellt, unabhängig der jeweiligen Ausgangsbedingungen, einen höchstmöglichen Nutzen sicher.
Bei Unstimmigkeiten im Garantiefall stellen ohnehin später die Festlegung auf die Kapazität, und nicht die Energiemenge, und die nicht festgelegten Testbedingungen ein Problem dar.

Re: 85,5 kWh anstatt 90 kWh netto Batterieleistung

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0/100% bei einer freigegebenen Kapazität von 90 ( 85?) kWH und einer Bruttobatterieleistung verkauft, von 100%( technisch angeblich irgendwo bei >100 kWh )
sind ein 100% Hub von gerade mal 90% der Nennkapazität. Das verkraftet der Accu schon manchmal.

Wir sind dran über das OBD zu versuchen mehr herauszubekommen.

Es scheint, dass das auch schon nach ca. statistischen, ca 30 Vollhüben so war, bei ca. 12.000 km...
Da nimmt aber die Kapazität eher erst noch zu, anstatt ab.
Der Abwärtstrend durch Dendrite etc, oder sogar Metallisierung gegen Kapazitätsende tritt erst später auf.
Bis ca 100 Ladehübe steigt die Kapazität typisch bei Lithium eher noch gering an.
Daher bleibt´s Sonderbar.
Selbst die geeichte CCS-Ladung ist kein 100% zulässiger Indikator, da der Innenwiderstand, also die Ladeverluste, wie auch das BMS, welches, je nach Arbeitsweise auch Energie "verbraucht", genauso eine >90 kWh Energieaufnahme produzieren müsste.

Wir sind aber bei 90,7-91,2 kWh Energieaufnahme, schon mit diesen zusätzlichen Lasten bei einer verkauften 90 kWh Batterie

Geht man über CCS wird es eher noch weniger Energie, welche man dem System zuführt bis die Ladung abgeschaltet wird, wenn die Erfassung vielelicht auch etwas genauer ist.
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Re: 85,5 kWh anstatt 90 kWh netto Batterieleistung

mr.byrns
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Ist jetzt schon eine Weile her, aber ich möchte meine Erlebnisse mit der Entladegrenze teilen. Letztens bin ich mit 0% SOC, Schildkröte und unter 10km Restreichweite, so dass diese nicht mehr angezeigt wird, daheim angekommen. Nach 4 Stunden Standzeit ist der SOC auf 3% gestiegen. Das sind fast 3kWh, die plötzlich wieder nutzbar wurden. Zuvor gab es dieses Phänomen schon von 2 auf 4%. Um die untere Entladegrenze zu erreichen muss man wohl bis zur Abschaltung entladen.

Den Wirkungsgrad des Ladegerätes könnte man in bestimmten Arbeitspunkten auch mittels einer Strommessung Ausgangsseitig und der Spannung aus dem Menü ermitteln, wenn Eingangsseitig ein Messgerät vorhanden ist. Welche Ausrüstung wurde hierfür verwendet? Netzanalyse klingt etwas nach Spannungsqualität.
Sobald mir eine CEE Dose zum testen zur Verfügung steht werde ich auch mal eine Messreihe zum Wirkungsgrad durchführen.

Gibt es inzwischen eine Möglichkeit über OBD an BMS-Daten zu kommen?

Re: 85,5 kWh anstatt 90 kWh netto Batterieleistung

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mr.byrns hat geschrieben: Gibt es inzwischen eine Möglichkeit über OBD an BMS-Daten zu kommen?
Wäre mir nicht bekannt, aber wenn jemand was findet bitte mir auch Bescheid sagen, dann kann ich es in ABRP integrieren.

Re: 85,5 kWh anstatt 90 kWh netto Batterieleistung

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Wir nutzen Chauvin Arnoux 833(X) Geräte und, nach dieser Erfahrung nun Aviloo im Profimode.
Da es mich nur interessiert wieviel kWh in Summe "unterwegs" waren, da alles andere "Woodoo" ist, da man nicht sieht, wieviel Energie z.b.- in der Kühlung, oder im BMS aufgeht, diese Werte.
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