12 Volt Batterie tiefentladen

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Re: 12 Volt Batterie tiefentladen

Jack-Lee
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Die hohe Spannung wird eigentlich nur gebraucht bei Glühobst. Das ist auf die Ladeschlusspannung der 12V Anker ausgelegt. Bei 13,3V ist das schon deutlich dunkler. Nicht das da ein weiteres Überbleibsel des Verbrennerbruders über geblieben ist im Pflichtenheft? Auch wenn das schon sehr merkwürdig wäre.
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Re: 12 Volt Batterie tiefentladen

Mayday
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Meines Wissens wird ein Blei-Akku bei einer Ladespannung <14,4Volt grundsätzlich nicht voll geladen, was auf Dauer auch zu Sulfatierung führt usw.
Die 13,3 Volt taugen nur als Erhaltungsladung, dürfen dafür aber auch dauerhaft anliegen.

Die Strategie ist also analog zum Verbrenner, dass nur im Fahrbetrieb mit 14,7V geladen wird. Sinnloserweise wird während der aktiven HV Ladung nur die Erhaltungsladespannung (13,3V) angelegt, obwohl der Blei-Akku nur teilgeladen ist. In allen anderen Situationen wird gar nicht geladen. Warum??
Normalerweise sollte das auch so natürlich genauso wie beim ICE funktionieren, scheitert aber, wenn der Standby-Strombedarf aus irgendwelchen Gründen deutlich höher ist.

Evtl trägt ja auch die vollständige Energieübertragung aus der Fahrbatterie in den Bleiakku ausschließlich während der Fahrt (!) zu den erhöhten Verbrauchswerten bei?

Wo siehst Du eine Abhängigkeit/Zusammenhang der Ladestrategie mit den Verbrauchern ("Glühobst")? Es geht doch erstmal nur um den optimalen Ladezustand der Batterie, ganz unabhängig vom Strom-/Spannungsbedarf der Verbraucher. Das Argument "höhere Spannung brauchen die Verbraucher nicht" finde ich hier nicht schlüssig. Die Batterie selbst braucht die höhere Spannung!

Re: 12 Volt Batterie tiefentladen

Mayday
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Nee, meine "Verbrauchsüberlegung" ist Quatsch.
Selbst wenn man davon ausgeht, dass z.B. 20Ah im Bleiakku fehlen und während der Fahrt aufgeladen werden. dann wären das nur 0,24 kwh.
Klar, bei einer kurzen Strecke mit sehr niedriger Schnittgeschwindgkeit kann das auf einer Fahrt etwas ausmachen, aber nicht dramatisch.

Re: 12 Volt Batterie tiefentladen

Jack-Lee
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@Mayday : https://www.elektroniknet.de/power/ener ... 341.2.html
Da wird mit 2,275V/Zelle gearbeitet im Bereitschaftsparallelbetrieb ("zyklisch" mögen Bleiakkus überhaupt nicht und wird im PKW nur gemacht, weil es sehr viel Energie braucht den Motor zu starten und der Akku schnell wieder auf 100% kommen muss), was bei einer "12V Batterie" 13,65V bedeutet. 14,7V ist die absolute Obergrenze und nicht gerade förderlich für den Akku, schon gar nicht bei hohen Ladeströmen. Und nein, der Akku muss NICHT bis 14,7V geladen werden um voll zu werden, er wird auch bei 13,65V zu 100% voll. Nur langsamer, dafür deutlich deutlich schonender. Macht schon Sinn bei einem E-Fahrzeug, dass den Akku kaum belastet und nur wenig Energie nachgeladen werden muss.
Das aber nur während der Fahrt geladen wird, ist echt merkwürdig...

Re: 12 Volt Batterie tiefentladen

Mayday
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Der verlinkte Artikel fasst das Thema gut zusammen, Danke!

Aber der dort für völlig andere Anwendungsbereiche beschriebene "Bereitschaftsbetrieb" eines Bleiakku trifft in unserem EV eindeutig nicht zu, da er sich ja nachweislich regelmäßig in teilentladenem Zustand befindet. Entsprechend ist das genannte Drei-Phase-Ladeverfahren der richtige Weg. So wird es ja grundsätzlich auch gemacht, nur eben nicht konsequent und richtig.

Friedlich an der wallbox nuckelnd, wäre ja die optimale Zeit, die Batterie voll zu pumpen...
Ich bin wirklich gespannt, welche Stromstärke in dieser Situation bei den anliegenden 13,3V fließt. Wenn es nur ein paar mA "Erhaltungsladung" sind, obwohl die Batterie nicht voll ist, dann haben sie es echt verbockt.

Re: 12 Volt Batterie tiefentladen

Jack-Lee
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Im EV nutzen wir den Akku im Parallelbetrieb, nicht im Zyklusbetrieb. Es braucht keine hohe Startleistung und Auch sonst wird der Akku nahezu nicht entladen. Ist irgendwie ne Mischung aus beidem. Dennoch reicht in aller Regel das vollladen mit etwa 13,6v, das schont den Akku. 13,3 sind aber dann echt langsam zu wenig. Bin auf die Messergebnisse gespannt.

Re: 12 Volt Batterie tiefentladen

Mayday
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Ein paar Messwerte mit der neuen Batterie:

Erste Messung nach längerer Fahrt und sechs Stunden Ruhezeit. Auto verriegelt, Motorhaube offen.

Tag 0 12,85 Volt
Tag 1 12,74 V
Tag 2 12,64 V
Tag 3 12,61 V
Tag 4 12,59 V
Tag 5 12,57 V
Tag 6 12,56 V
Tag 7 12,54 V

Es gibt noch zahlreiche Messungen dazwischen, der Verlauf war aber völlig linear.
Bis Tag 2 ist der Verlust aus meiner Sicht immer noch viel zu hoch. Normalerweise sollte er sich schon nach wenigen Stunden auf das Verbrauchsniveau runter fahren, was er dann erst ab Tag 3 hat. Aber evtl hängt das ja wirklich irgendwie mit der Online-Erreichbarkeit zusammen? Ich hatte ihn jetzt ganz bewusst auch nicht mehr per App "aufgeweckt". An Ende der Messreihe war er dann -wie nicht anders erwartet- nicht mehr zu erreichen.


Mit der Strom-Messzange komme ich leider nicht an das Massekabel, an dem man wohl eigentlich messen sollte. Am Plus-Kabel sind die Messwerte ganz offensichtlich Quatsch. Da scheint in der Grgend für die minimalen Ströme zu viel Elektrosmog vorhanden zu sein, trotz 0-Justierung direkt daneben.
Gemessen habe ich am Tag 7:

vor dem Aufwecken 0,23A 12,54V
Auto auf, Licht an 5,02A 12,13V
Griffe rein, Licht aus 1,15A 12,33V
fallend innerhalb 5 Minuten auf 0,75A

Ladekabel Wallbox angeschlossen,
Ladung aktiv -1,4A 13,3V
WB getrennt, Fahrzeug bzw Stromversorgung eingeschaltet -6,13A 14,62V


Schade, dass die Ruhestrom-Messung so offensichtlich falsch ist. An der eher günstigen Messzange liegt es wohl nicht. In anderer Situation kann ich damit 50mA Gleichstrom mit Schwankungen +-10mA erstaunlich präzise messen.
230mA Ruhestrom passt aber eindeutig nicht zum Spannungsverlauf und kann daher nicht stimmen. Rechnerisch können es bei einem Verlust von 0,02 Volt in 24 Stunden nicht mehr als ~40mA sein.

Falls jemand Ideen für aussagekräftige und praktikable Messungen hat, immer her damit.

Re: 12 Volt Batterie tiefentladen

HausO
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So, Ich habe auch noch ein wenig zum Thema der 12V Ladung getestet und das Verhalten wird für mich immer weniger logisch.

Externe Ladung via 230V aktiv
=> Akkuheizung geht aufgrund einer programmierten Vorklimatisierung an => 12V Ladespannung 13,3V
=> Vorklimatisierung wird aktiv 12V Ladespannung 13,3V-13,6V

Erste Fahrt mit fast 100% SoC kurzfristig 14,6V Ladespannung, dann Rest der Fahrt keine Ladespannung an der 12V Batterie. (Das war so auch von mir erwartet worden. Bekannter Fehler)

Wagen ohne externe Ladung
=> Akkuheizung geht aufgrund einer programmierten Vorklimatisierung an => 12V Ladespannung nicht vorhanden. WTF?
=> Vorklimatisierung wird aktiv 12V Ladespannung 13,3V-13,6V

Fahrtbeginn HV SoC <90% 12V Ladespannung dauerhaft 14,6V. (bekanntes Verhalten)

Wagen ohne externe Ladung
=> Akkuheizung geht aufgrund einer programmierten Vorklimatisierung an => 12V Ladespannung nicht vorhanden. Verhalten also reproduzierbar.
=> Vorklimatisierung wird aktiv 12V Ladespannung 13,3V-13,6V

https://photos.app.goo.gl/G8EwToxkd2FsYk2y8

Zeitachse Start Abends 18Uhr und dann Skalierung in Minuten

Re: 12 Volt Batterie tiefentladen

HausO
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@Mayday: Ich habe über 108h den Spannungsverlauf unseres e's. Dabei ist er von voll auf 12,38V also ca. 70% runter. Rechnet man das hoch, ganz grobe Rechnung, dann ist nach 2 Wochen Stillstand die 12V Batterie tot. Bei 45Ah entspricht das so um die 130mA pro h.

Was läßt dich an deiner Ruhestrommessung zweifeln? Sind die Tage 1-7 alle ohne Fahrten (somit auch keine Ladung)? Dann stimme ich dir zu, dass 230mA zu viel sind für die noch vorhandene Batteriespannung.

Re: 12 Volt Batterie tiefentladen

Mayday
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Ja, Tag 0 bis Tag 7 war das Auto komplett unberührt, keine Ladung, keine Türöffnung, auch kein Schlüssel in der Nähe o.ä

230mA passen nicht zu dem Spannungsverlust von dann nur noch 0,02 Volt in 24 Stunden, daher halte ich meinen Tiefschlaf-Strom-Messwert für falsch.

Deine Beobachtung eines Spannungsabfalles in vier Tagen auf 12,38V entspricht etwa meinen Messungen vor dem Batteriewechsel. Ist auf jeden Fall deutlich zu schnell! Unter 12,4 V sollte die Batterie möglichst bald nachgeladen werden, da das ansonsten auf die Lebenserwartung geht. 4 Tage Standzeit sind dafür erheblich zu kurz.

Leider konnte ich bisher nicht glaubhaft rausfinden, ob bei mir auch das "GPS-Update" eingespielt wurde. Daher ist unklar, ob das jetzt langsamere Absinken ab Tag 3 an der neuen Batterie oder evtl doch auch am Update liegt.
Das Update wäre allerdings Pfusch, wenn dennoch der Verbrauch in den ersten beiden Tagen so hoch bleibt.
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