Preiswucher an Ladesäulen Petition

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Preiswucher an Ladesäulen Petition

PeBo69
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Hallo zusammen,

vielleicht mag der eine oder andere sich an dieser Petition beteiligen.
Ich bin schon der Meinung, dass der Markt leider nicht alles regelt.
Daher sollte sich die Politik mit diesem Thema beschäftigen müssen.

https://chng.it/PKVQJBcVtt

Danke
2020-23 Kona 64 premium
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Re: Preiswucher an Ladesäulen Petition

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  • Athlon
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Manchmal muss man etwas über den Tellerrand des eigenen Autos hinausschauen und Sachen im Allgemeinen posten. Ich habs daher verschoben.
Dieser Post kann Sarkasmus und nicht ganz ernst gemeinte Bemerkungen enthalten :!:

Model 3 12/21 3D1/60kWh
Mii plus 03/20
8kWp PV

Re: Preiswucher an Ladesäulen Petition

oliver996
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Ich mache schon aufgrund der dümmlichen Grimassen des Typs nicht mit. Absolut unseriöser Auftritt.

Re: Preiswucher an Ladesäulen Petition

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Schon im ersten Absatz:

- Verpflichtung für alle Anbieter von Ladeinfrastruktur einen Tarif für das Laden mit Kreditkarte/Girokarte anzubieten, der sich am durchschnittlichen Strompreis in Deutschland orientiert.

Bin aus Österreich und ich will nicht die Strompreise von Deutschland haben ;) Kennt er nur Deutschland?
Schließe mich auch @oliver996 an ;)
Hyundai IONIQ 38kWh seit 18.08.2022
&charge: https://and-charge.com/#/invite-friends?code=ZFCTTS (20km! für beide wenn aktiv genutzt)
Amazon Ref Link: https://www.amazon.de/?tag=thomakruegpho-21 (wenn du so oder so bei Amazon einkaufst)

Re: Preiswucher an Ladesäulen Petition

tm7
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Naja, wenn er schon schreibt, dass die Preisspanne bei EnBW bei 39 Cent beginnt, betreibt er Augenwischerei: die 39 Cent sind in der Praxis 39 Cent plus etwa 19 € pro Monat. Dann könnte er auch schreiben, dass man den Strom bei EnBW kostenlos laden kann, z.B. weil man einen Individualvertrag mit ihnen abgeschlossen hat für 2.000 € im Monat o.ä..

Auch die Behauptung, dass die sehr variablen Preisstrukturen beim Ladestrom irgendeinen spürbaren Einfluss auf das Kaufverhalten haben, halte ich für sehr gewagt. Das dürfte eher einer der allerletzten Punkte beim E-Autokauf sein, wenn es denn überhaupt jemals VOR einem Kauf zum Thema wird.

Zudem sind die Akkus heutzutage in der Regel groß genug, um damit deutlich über 90% aller Fahrten heimisch zu laden, vorausgesetzt natürlich, dass es eine heimische Lademöglichkeit gibt.

Und da liegt eher der kritische Punkt: es gibt einfach viel zu viele Autos, die halt an der Straße übernachten, dort aber keine private Lademöglichkeit zur Verfügung haben. DORT könnten Petitionen ansetzen, dass weit mehr Menschen privat laden können sollen als bisher denkbar.

Wie auch immer das gehen könnte. In Holland werden Ladesäulen wohl mehr oder weniger per einfachem Antrag am Wohnort aufgebaut, vereinfacht gesagt. Man könnte eine solche Ladesäule für jeweils ein oder zwei Fahrzeuge dann mit dem Hausstromvertrag koppeln. Nur mal so als Gedankenkonzept.
28er Ioniq Bj. 5/2017, seit 31.1.2019
https://www.spritmonitor.de/de/detailan ... 09227.html

Re: Preiswucher an Ladesäulen Petition

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Diese Petition ist völlig unausgegoren und unsinnig.

Wie kommt der Ersteller zu der Aussage, dass die Ladepreise "Wucher" wären?
Die Begründung mit einer angeblich so großen Spanne ist völlig ungeeignet, das zu belegen. Zum einen sind die angeblichen 1,23 €/kWh fern von der praktischen Realität (gibt es vielleicht irgendwo, aber trifft so gut wie niemanden), zum anderen ist eine starke Preisdifferenzierung kein Merkmal von Wucher. Dieser liegt nur vor "unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen", und nichts davon ist hier erkennbar. Es steht jedem frei, sich den 39-ct-Tarif zu buchen.

Preisdifferenzierung gehört zum Geschäft - vor allem dort, wo die Bereitstellung von Infrastruktur einen großen Teil der Kosten ausmacht und die Einzelkosten gering sind. Vor allem Rabatte für Vielnutzer gegen Grundgebühr sind weit verbreitet. Bei McDonald's kann ich auch mit Coupon zwei Burger zum Preis von einem bekommen, in der Cocktail Bar gibt es die Happy Hour, Firmen bekommen bei großen Nutzerzahlen gigantische Rabatte bei Softwarelizenzen usw. Überall Wucher?

Bislang ist auch nicht erkennbar, dass die Anbieter der Ladesäulen irgendwo den dicken Reibach machen würden. Wo Geschäftszahlen veröffentlicht werden (zum Beispiel FastNed), sieht man, dass das ganze bis auf weiteres ein Zuschussgeschäft ist.

Die Anbieter müssen hier zunächst einmal viele Millionen investieren. Sie tun das in der Aussicht auf spätere Gewinne. Wenn der Staat hier Obergrenzen vorschreibt, wird das dem Ausbau der Ladeinfrastruktur umgehend einen dicken Dämpfer verpassen. Das ganze wird noch verschärft, wenn auch noch gefordert wird, aktuelle Ladepreise (sogar bei AC!) per Display anzuzeigen und sie an den Börsenstrompreis anzupassen.

Es gibt auch keinen Grund, Marktversagen anzunehmen. Es gibt zahlreiche Anbieter von Ladestrom, die gegenseitig im Wettbewerb stehen.

Alles in allem ist diese Petition daher eine rein emotional begründete, unsinnige Aktion, deren Umsetzung die E-Mobilität viel mehr gefährden als beschleunigen würde.
„Gasoline? It's a liquid fuel that was used centuries ago on Earth. They burned it to drive internal combustion engines.“ (Raumschiff Voyager, Staffel 2, Folge 1, 1995)

Re: Preiswucher an Ladesäulen Petition

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Das einzige an dieser Petition, das ich mittragen würde, wäre eine Preistransparenzstelle für Adhoc-Preise. So wie bei den Tanken schon gang und gäbe ist. Gerade jetzt wo mit den Aral-Pulse, neuen Ionity-Passport, ADAC-Karte demnächst, etc. sich die Preise konsolidieren und wieder leicht nach unten bewegen, ist ein derartig heftiger Eingriff in den Markt kontraproduktiv.

Der erste Satz in der Begründung, daß "ein Tarif- und Ladekarten-Dschungel in Deutschland" herrsche, ist doch auch nur eine populistische Behauptung. Dabei gilt das eigentlich nur noch für diejenigen, die möglichst billig öffentlich laden wollen. Ja, dann brauche ich ziemlich viele Karten von verschiedenen Anbietern.

Bei Handy-Tarifen gibt's auch unendlich viele Tarife, weil es viele verschiedene Nutzungsarten gibt, von Prepaid über Flatrate mit Datenvolumen bis zur richtigen Flatrate. Bei den eAutofahrern gibt es genauso viele verschiedene Nutzungs- und Ladeszenarien. Vom Heimlader der nur dreimal im Jahr auswärts lädt bis zum Vertreter, der zwei- bis dreimal täglich am Schnelllader vollmacht.

Mit dem Hochlaufen der eMobilität kommen mittlerweile auch unterschiedliche Anbieter - nicht nur das örtliche Stadtwerk - zum Zug so daß allmählich auch innerhalb der Städte Konkurrenz bei den Ladestationen entsteht. Gibt sicher noch unrühmliche Ausnahmen, aber das ist etwas, was im Stadtparlament besprochen werden muß.

Bei den Schnellladeparks merken wir doch auch immer mehr, daß neben dem EnBW-Park noch Tesla und Ionity o.ä. bauen. Da gibt's also schon Konkurrenz - mit den ersten Auswirkungen auf die Preise. Das muß jetzt noch auf die innerstädtischen AC-Lader übergreifen und schon ist das vermeintliche Problem keines mehr.

Macht die Petition überhaupt einen Unterschied zwischen AC- und DC-Ladern? Ich glaube nicht. Ja - ich werde dort auch nicht unterschreiben.

Grüazi, MaXx
#2307 - Mit koordiniertem, gemeinsamen Laden die Strompreise reduzieren und die Welt retten ;-)

Re: Preiswucher an Ladesäulen Petition

Leto89
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Ich bin bei jeder öffentlichen Ladung unsicher, was es gerade kostet. Das sollte so nicht sein. Jeder Idiot mit Verbrenner fährt an die Tanke und sieht den Preis in großen Zahlen und ich brauche Handy, Internetempfang und Glück, dass die App nicht gerade wieder einen komischen Zustand hat.

Ich finde die Petition gut. Nicht professionell, aber das muss sie auch nicht sein.

Und eine Bitte: Können wir den Vergleich zum Handyvertrag mal sein lassen? Denn da kann man mittlerweile europaweit mit einem konstanten Preis pro Minute telefonieren. Bei dem Ladekomplex ist der Preis bei Ladesäulen, die 100m auseinander stehen, unterschiedlich.
eSoul SK3

Re: Preiswucher an Ladesäulen Petition

Melbar
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oliver996 hat geschrieben: Ich mache schon aufgrund der dümmlichen Grimassen des Typs nicht mit. Absolut unseriöser Auftritt.
Wunderbar - endlich mal ein intelligente, faktenbasierde Bewertung - chapeau.

Re: Preiswucher an Ladesäulen Petition

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Die bessere Lösung wäre, dass im B2B-Bereich der CPO nicht mehr als im günstigen Tarife ohne Grundgebühr abrechnen darf.

Dann kristallisiert sich heraus, welcher MSP die kosteneffizienteste Abrechnung beherrscht.

Mit der Petition zeigt der B.E.N., dass ihm die Abläufe der Abrechnungen nicht geläufig sind. - Ich hätte mehr erwartet.
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. inzwischen auch ein i3s in der Familie; 115 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Ladesäule vor der Haustür
#2307 Ladestart um 23:07
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