Leben mit e-Auto

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Leben mit e-Auto

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Hallo zusammen :)

ich bin neugierig auf eure Erfahrungen und Meinungen zum Thema Elektroautos im Alltag, abseits von der Anschaffung. Mich interessiert, wie sich euer Alltag mit einem Elektroauto verändert hat. Habt ihr bemerkt, dass sich eure Fahrgewohnheiten geändert haben oder dass ihr bewusster mit Energie umgeht? Vielleicht habt ihr auch Tipps oder Tricks, wie man die Reichweite optimieren oder die Ladezeiten besser in den Alltag integrieren kann? Bin gespannt auf eure Geschichten und Anregungen!

Liebe Grüße
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Re: Leben mit e-Auto

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  • env20040
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Willkommen Elektrofreak.
Ta, wie veränderte sich mein Verhalten?
Ich fahre keine Zapfsäule mehr an.
Mich stören, da man nicht mehr selber ständig "herumstinkt" so manche Gerüche im Verkehr mehr.
Die km Leistung blieb gleich, wie auch die Strecken, da Beruflich nicht die Kunden umziehen wenn man die Mobilitätsform ändert.

Die gefahrene Geschwindigkeit sank auf 120 auf der Autobahn, ein gutes, angenehmes Mittel.
Man nagelt nun nicht mehr mit 200 durch Deutschland, 140 durch andere Länder, immer L Limit der Radar Geräte sondern kommt erheblich entspannter am Ziel an.
Das Ziel, so >der Batterie Kapazität entfernt wird mit einem entspannten Kaffee ab Starklader, so der mal Notwendig ist, angefahren.
Das WMF braune Wasser, welches sich an Tankstellen Kaffee schimpft bleibt dort, man findet bessere, Qualitative Alternativen.
Irgendwann hat man seine lieblings-Starklader wo es guten Kaffee gibt :-)
Man ist einfach entspannter unterwegs.
Ach ja, es hilft sich mal damit zu beschäftigen wie weit man mit einer Restreichweite von.. XY km kommt.
Meist ist die tägliche Fahrstrecke schon in diesem Radius, dies begrenzt die Lade Ängste.
Meine Kollegenschaft meint öfter mal "Du hast nur noch 6 km Reichweite" .
Die Antwort?
Es sind nur noch 3 km an das Ziel, reicht doch...
Und dort, dort lädt man meist am günstigsten.
Reicheeitenängste sind unbegründet nur jeder hat halt einen anderen Zugang.
Ein Kollege wird schon unchillig wenn "nur 100 km" drin sind.
Obwohl er am Tag nur 30 km fährt.
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.

Re: Leben mit e-Auto

Misterdublex
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Alltagveränderung: Nicht vorhanden, außer das normale Leben halt.

Fahrgewohnheiten: Ich persönlich erwische mich viel mehr als früher, beim starken beschleunigen, als vorher mit den Verbrennern. Egal, ob es 2015/2016 Renault ZOE, Nissan Leaf war, unser Smart Ed 451, VW e-Golf, VW e-Up und Skoda Enyaq. Obwohl die meisten weniger PS hatten als die Verbrenner, ist der Fahrspaß enorm gestiegen.

Genial war unser 2013er Smart Ed 451: Von 0 auf 50 in ca. 3 Sekunden. Das war wirklich lustig, die Gesichter an den Ampeln zu sehen.

Bewussterer Energieumgang: Nein. Die Effizienz ist gegenüber den Verbrennern so viel besser geworden. Mit den Verbrennern bin ich erheblich kostenbewusster gefahren. Brauche ich jetzt nicht mehr. Der Wirkungsgrad ist soviel besser beim E-Auto, dass selbst das Energieverschwenderischste fahren mit dem erheblich besser ist, als eine kostenbewusste Fahrweise beim Verbrenner.

Auch decken wir 50% unseres Haushaltsstromverbrauchs (inkl. Wärmepumpe und 2 E-Autos) über unsere eigene PV-Anlage.

Reichweite: Die meisten Fahrzeuge haben ihr Verbrauchsoptimum zwischen 100 und 120 Km/h. Ich meine lediglich bei Renault war das z.B. bei der ZOE eher bei 80 km/h. (Zumindest bei der damals 2015 von uns genutzten)

Laden: Bevor wir ins Eigenheim gezogen sind und die Autostrom-Flatrate für die öffentlichen Ladesäulen gekündigt hatten, haben wir seit 2015 eigentlich immer dann aufgeladen, wenn es sich anbot. Zumeist über Nacht. (Auf Tarife mit Blockiergebühren achten, die dann nicht nutzen)

Ansonsten laden wir seit Jahren immer bei Aldi, Lidl, Kaufland, Edeka, Rewe etc. während des Einkaufs. Die haben zumeist auch wirklich attraktive Preise.

Schnellladesäulen außerhalb dieser Läden haben wir kaum genutzt, wenn dann nur auf 1-2 Urlaubsreisen pro Jahr.
11/2017 bis 10/2023: VW E-Golf300 als Zweitfahrzeug, mit AHK (Heckträger) von Bosstow nachgerüstet,
08/2018 bis 09/2021: Smart Ed 451,
11/2021 bis heute: VW e-Up Aktiv als Erstfahrzeug,
11/2023 bis heute: Skoda Enyaq iV50 als Zweitfahrzeug.

Re: Leben mit e-Auto

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Wenn ich nicht gerade in den Urlaub fahre oder ein Football Spiel besuche, fahre ich hauptsächlich mit dem Auto durch die Stadt Wien. Als ich noch junge war, habe ich es geliebt mit dem Auto spazieren zu fahren. Der Verkehr wurde jedes Jahr mehr und mehr und es hat dann keinen Spaß mehr gemacht.

Klar, man kann die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen, aber nein danke, da gehe ich lieber zu Fuß :D

Seit ich meinen Ioniq habe, finde ich jede Minute, in der ich nicht fahre, schade! Ich könnte den ganzen Tag herumfahren. Ich habe sogar ein schlechtes Gewissen, wenn das Auto 2 Tage hintereinander herum steht weil ich im Homeoffice bin.

Nennt mich verrückt, aber so ist es nun mal.

Ich war auch generell ein +10km/h Fahrer. Also in der Stadt 60 anstatt 50, Freilandstraße 110-120 anstatt 100 und Autobahn immer 140-150 anstatt 130

Das hat sich komplett gelegt. Fahre in der Stadt und auf der Freilandstraße 50 bzw. 100 und auf der Autobahn 120km/h.
Bin auch mal 130km/h gefahren, eh klar, aber entspannter ist auf alle Fälle 120km/h. Klingt blöd, aber 130km/h war mir zu "stressig"

Ich habe keine Möglichkeit daheim oder in der Arbeit zu laden und lade ausschließlich öffentlich.
Mein Ioniq hat einen kleinen Akku und kann nur sehr langsam laden.

Habe ich damit ein Problem? NEIN überhaupt nicht!

Entweder stelle ich mich daheim an die 250m entfernte öffentliche Säule, oder bei der Arbeit in einer öffentlichen kostenpflichtigen Garage.
Also ist das quasi so, also könnte ich daheim und bei der Arbeit laden :)

Ich nutze auch jede Gelegenheit aus mich irgendwo an AC oder DC zu stellen, je nach Zeit Lust und Laune.

Und nennt mich nochmals verrückt, aber ich lade extrem gerne, wäre der Akku nicht immer so voll :D

Noch was zur Reichweitenangst: Nein, noch nie gehabt obwohl ich einen kleinen Akku habe.
Fahre zu 99% alleine im Auto, außer bei den Football Spielen fährt meine Schwester mit.

Da fallen dann auch die "weiteren" Strecken an wie Wien-Salzburg-Wien oder Wien-Innsbruck-Wien.
Nie Angst gehabt hier nicht ans Ziel zu kommen. Im Gegenteil! Meine Schwester ist Raucherin und im Auto wird logischerweise nicht geraucht. Also bleiben wir so ca. jede Stunde kurz für eine Zigarette stehen.
Da ist der Akku lange noch nicht leer oder bei einem Akkustand wo man laden müsste, aber ich lade dann trotzdem für 10-20min und meist ist dann auch mein kleiner Akku voll.

Also mein Ioniq hat mein Leben schon verändert, ins Positive!

Würde ich mir nochmals ein Elektroauto kaufen wenn der Ioniq "tot" ist, definitiv JA!
Hyundai IONIQ 38kWh seit 18.08.2022
&charge: https://and-charge.com/#/invite-friends?code=ZFCTTS (20km! für beide wenn aktiv genutzt)
Amazon Ref Link: https://www.amazon.de/?tag=thomakruegpho-21 (wenn du so oder so bei Amazon einkaufst)

Re: Leben mit e-Auto

TomElectric
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Ich liebe das Fahren mit dem E-Auto. Es ist ruhiger, die Beschleunigung ist gleichmäßiger und die Standheizung ist im Winter ein Vorteil.

Längere Fahrten mit dem E-Auto erfordern ggf. etwas mehr Planung. Ich schaue im Vorfeld nach Lademöglichkeiten unterwegs, sei es an der Autobahn oder am Zielort. Auch das Laden im Alltag benötigt ggf. etwas mehr Planung, aber das stört mich nicht, weil das Fahren einfach so viel spaß macht.

Früher bin ich auch mit 180+ über die Autobahn gefahren, das hat sich jetzt auf 130-160 reduziert. Diese Umstellung ist mir erstaunlich leicht gefallen.

Re: Leben mit e-Auto

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Das E-Auto ist mein modernstes Auto. Unabhängig vom Antrieb feier ich den Abstandsregeltempomat bei viel Verkehr auf der Autobahn oder Landstraße.

E-Auto spezifisch:
Auf der Landstraße bin ich im Schnitt 10 kmh schneller als mit dem Verbrenner unterwegs. Das E-Auto ist einfach Dynamischer und überholen von Traktoren und LKW geht um einiges leichter und sicherer.
Geschwindigkeit auf der Autobahn ist unterschiedlich. Für weite Strecken wähle ich 120 kmh als Reisegeschwindigkeit. So komme ich, Ladestopps eingerechnet, am schnellsten voran. Wenn ich nur kurze Strecken fahre dann, bei freien Bahn, auch gerne mal 180 kmh.
Ansonsten lade ich auch meist Zuhause und feier im Winter die Vorheizfunktion und die gewichtsverteilung von 50 % / 50 % auf die Achsen.
Öffentliches Laden nervt manchmal etwas. z.B. Messebesuche:
Entweder am AC Lader und dann nach 4 h aus der Messe raus und umparken oder DC Lader und noch 45 min warten bis er geladen ist und das Gemecker von der besseren Hälfte anhören. Hier fahre ich dann doch eher Diesel.

Ansonsten integriere ich meine Ladestopps in die Unternehmungen. beim Einkaufen, essen gehen, Besuche... funktioniert das zu allermeist auch recht gut. Außer die Ladesäule ist mal wieder zugeparkt oder ein Tor davor oder... .

Von der Versicherungsprämie war ich geschockt. Speziell die TK und VK ist einiges teurer als bei den ICEs. Begründung meines Agenten: Die Reparaturkosten bei BEVs im falle eines Unfalls sind deutlich höher als bei den ICEs.

Ansonsten ist das ruhige elektrische fahren und die zugkraftfreie Beschleunigung traumhaft. Der Reifenhändler ist auch begeistert weil ich ihn jetzt, wegen des höherem Reifenverschleiß, öfters besuche.
MG5 Luxury Standard Range und Trinity Uranus R 2020

Re: Leben mit e-Auto

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Meine Kleine Französin (ZOE) ist nun fast 11Jahre alt und genauso lange in meinem Besitz. Seit Dezember 2013 habe ich keinen Verbrenner mehr zu Hause, um nicht Rückfällig zu werden, habe ich diesen am Dach neben der Straße abgestellt.
Abschied
Die erste Reise mit drei Kindern, Ski am Dach und Gepäck für 10 tage war natürlich grenzwertig, aber weil der Diesel nun mal abgelegt war hat sich das eben so ergeben. 2013 war das noch ein Abenteuer, genau 3 22kW Ladestellen waren auf der Österreichischen Westautobahn, einer bei einem Elektriker in Melk, einer am Betriebsgelände von Siemens in Linz und einer bei einem Hotel am Fuschlsee. Wir sind 10 Stunden gefahren und haben an nur einem Tag extrem viel gelernt. (Auch über Öffnungszeiten von Firmenparkplätzen am 27.12 wenn dies ein Brückentag ist..)
reisebericht

Damals waren wir uns nicht sicher, ob es so nun jeden Urlaub weiter gehen kann. Aber jedes Jahr ist es mit der Ladeinfrastruktur besser geworden, waren dann später in Amsterdam, Genf, Amsterdam, Hamburg, Athen, Dubrovnik.. anfangs mit 22kW Ladestationen später mit 43kW, und mit der großen Batterie (40kWh) ist das Fahrzeug nun in der Jetzigen Zeit angekommen. Klar ist die Langstrecke mit 43kW AC noch langsamer als mit modernen 800V BEV, aber wenn man sich jedes Jahr um ein paar neuen Ladesäulen freut und es jedes Jahr besser wird, fällt der Unterschied nicht ins Gewicht. Auch ist AC43 laden so viel billiger, sodass ich das so lange wie möglich machen werde.
Kitzbühl fahren wir inzwischen meist mit einer ein Stopp Strategie (6.6.2024 war es zu kalt mit zu viel Wind..) und in 5 Stunden.

ABER wichtig: Schleichen war 2013. Natürlich ist 200km/h nicht die richtige Geschwindigkeit, aber wenn man mit 200kW nachladen kann, macht langsam fahren keinen Sinn, da ist öfters Laden besser als zu viel Zeit auf der Bahn zu verlieren. Aber schon bei 43kW ist 120-130km/h die schnellste Möglichkeit vorwärts zu kommen. All die Gerüchte über das Schleichen sind aus den Beginnzeiten, wo man noch mit 11kW an den "Drehstromkisten" geladen hat. Heute ist aber weder die Reichweite noch die Ladezeit ein Problem, es gibt hunderte schnelle Ladestellen mit x Steckern an den Autobahnen in ganz Europa. Fahren und wenn leer Laden, genauso wie beim Verbrenner.

Daher: Heute mit einem modernen 800V BEV ändert sich auf der Langstrecke gar nix. Wer eine eigenen Ladebox zu Hause hat, hat unter dem Jahr nur Vorteile.

Die Probleme aber der Laternenparker sollte man auch 2024 nicht unterschätzen. Auch von den Kosten her.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 149.000 km

Niemand ist bei mir auf der Ignor-Liste!

Re: Leben mit e-Auto

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  • LePhi
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Ich fahre seit 2018 elektrisch.

Nach dem Durchrechnen war das von den Kosten vergleichbar mit meinem damaligen Toyota Aygo, der natürlich eine wesentlich höhere Reichweite hatte.
Dafür kein Verbrauch von fossilen Energieträgern und Schmierstoffen, weniger Verschleiss und was ich überhaupt nicht bedacht hatte, ein wesentlich entspannteres und vibrationsfreies leises Fahren.
Das Experiment nur elektrisch täglich 60km zu pendeln habe ich also gewagt und bin dabei geblieben.

Zum Laden hatte ich eine 32A CEE-Steckdose von der Vermieterin unseres Hauses bekommen, Wallbox, PV und Smartmeter lehnt sie nach wie vor leider ab.
Geladen wurde und wird mit einer Go-E Mobilbox, die immer mit Adaptern für alle gängigen Steckdosen im Kofferraum dabei ist.
In den letzten 5 Jahren habe ich diese Möglichkeit unterwegs aber nur ein paar Male genutzt.

Ein grosses Plus ist auch die programmierbare Vorklimatisierung, Eiskratzen war seitdem bis auf ganz seltene Ausnahmen nicht mehr nötig.

Bedingt durch die eingeschränkte Reichweite, besonders bei kalten Temperaturen, wurde die Zoe überwiegend im Nahbereich von knapp 100km bewegt.
Für längere Strecken nutzten wir den Prius+ meiner Frau, der im Schnitt auch nur 4,5l/100km verbraucht.

Trotzdem hat mich die Erfahrung mit der Zoe so sehr überzeugt, dass letztes Jahr der Nachfolger ein BMW i3 120Ah wurde.
Dieser lädt langsamer an AC (mit 11kW statt 22kW), aber hat dafür selbst bei kältesten Temperaturen die doppelte Reichweite der Zoe.
Damit hat sich der Aktionsradius deutlich vergrössert, zumal der i3 auch schnellladefähig ist und der Prius bleibt öfter stehen.
Zwar lädt der i3 nur mit bis zu 50kW, aber die werden auch zügig erreicht und gehalten, in 15 min hat man mind.100-150km "getankt" und weiter geht´s.

Es hängt wirklich vom persönlichen regelmässigen Fahrprofil und den Wohnbedingungen ab, ob sich ein BEV für einen lohnt.
Der Fahrspaß ist enorm, Lademöglichkeiten gibt es inzwischen mehr als genug und wenn man nicht gerade ein leidenschaftlicher "Raser" ist, sind auch längere Ausflüge kein Problem.

Für mich passt es und ich könnte mir nicht vorstellen, zu einem Verbrenner zurückzukehren.
C´est le Phi

Re: Leben mit e-Auto

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Ich für meinen Teil war erst einmal neugierig, wie sich das denn für mich umsetzen lässt. Ich bin ein kleiner Zahlen-Nerd und habe schon beim Verbrenner Statistiken geführt, wie viel ich getankt und verbraucht habe. Deswegen wusste ich schon vorher ziemlich genau, was so mein Fahrpensum ist. Mit dem Kona electric 64kWh habe ich dann für mich ein Fahrzeug gefunden, was meine Anforderungen satt abdeckte was die Reichweite angeht.

Die Lade-Kosten waren mir erst mal egal, weil der noch über ein "all inclusive" Firmenwagen-Paket lief.

Wir haben letztes Jahr dann auch eine Urlaubsreise vom Bodensee nach Krk, Kroatien gemacht, was herrlich entspannt von statten ging. Natürlich habe ich das mit abetterrouteplanner etwas "vor geplant". Aber im Wesentlichen auch nicht viel anders, wie ich das eh bei längeren Urlaubsfahrten mit dem Verbrenner gemacht habe. Ich war schon öfters in Kroatien - aber noch nie bin ich derart entspannt dort angekommen wie mit dem BEV. Die Ladepausen haben durchaus was Positives.

Nicht umsonst erzählen die diversen Automobilclubs schon seit Jahrzehnten was davon, dass man regelmäßig Pausen machen solle. Der gesteigerte Komfort der Fahrzeuge ist über die Jahre natürlich nicht von der Hand zu weisen. Nur ist das halt was deutlich Anderes, als wenn man tatsächlich anhält (anhalten muss) und die Füße vertreten kann.

Ja, ich fahre auch nicht mehr so schnell wie zu meinen "Sturm und Drang Zeiten", wo ich auch schon mal mit >200km/h über die Autobahnen hierzulands geflogen bin. Meistens nachts. Aber mit der Zunahme des Verkehrs ist das oft selbst in der Nacht nicht mehr möglich. So hat sich das Reisetempo mit meinem letzten Verbrenner auf ~140km/h eingependelt. Die letzte große Tour führte nach Schottland - und bei den Inselbewohnern ist das Limit eh 70mph auf den Motorways, entspricht 112km/h, was im Fahrzeug dann auf 120km/h gesetzt wurde. Und oh wunder - der Octavia III Kombi 1,9L TDI hat nur ~4,5L/100km gebraucht. Und das langsamere Fahren tat nicht mal weh.

Mit dem Kona hab ich das dann übernommen, der hat auch in dieser Region seinen "Sweetspot" der Effizienz und des Verbrauchs.

Nachdem der Kona nun ab zu geben war, habe ich einen Enyaq bestellt. Einfach, weil der Kona öfters mal die magischen 10-20cm zu klein war und für jeden Quack der Transport (was bei mir öfters mal vorkommt) schon anstrengend war. Ja, und man "gönnt sich mal was" war natürlich auch dabei.

Meine PV Anlage ist eine Volleinspeiseanlage aus 2009, weil sich der Eigenverbrauch nicht wirklich lohnt.

Allerdings habe ich angefangen, ein Smart-Home-System auf Homeassistant-Basis auf zu ziehen und vor allen Dingen den Stromverbrauch ordentlich zu tracken. Wenn die Anlage 2030 aus der Förderung läuft, will ich sie auf Eigenverbrauch umrüsten lassen. Um das optimal zu gestalten, will ich halt auch wissen, was ich so wie verbrauche. (Und das ist deutlich mehr als "Jahresverbrauch / 365").

Die Frage ist, ob ich beispielsweise dann einen Batteriespeicher will und wenn ja, wie groß der denn sein sollte (so klein als möglich - so groß wie nötig; nur: um das zu entscheiden braucht man halt Daten).

Da die PV auf einem eigenen Stromkreis läuft (wie gesagt: 100% Einspeiseanlage) habe ich jetzt auch ein Balkonkraftwerk angeschafft. Weil das natürlich auch überwacht und ausgewertet wird, kann ich geschickt steuern, wann beispielsweise die Waschmaschine oder Spühlmaschine angeht. Ich denke, dass sich da schon einiges optimieren lässt.

Bei mir hat also eher das Sichtbar-machen der Verbräuche dazu beigetragen, dass ich meinen Energieverbrauch optimieren und damit reduzieren kann.

Die Erfahrung mit dem BEV hat mich zum Schluss kommen lassen: Wenn es irgend möglich ist: nie wieder ein Verbrenner. Ich finde die laut,sie sind ineffizient, sie stinken. Ich spare mir das "zur Tanke fahren" (auch wenn es oft relativ wenig Umweg war - es ist unglaublich, wie man sich da so selbst konditioniert). Wenn sich der Akku dem unteren Ende zuneigt oder ich weiß, dass am Folgetag eine längere Tour ansteht, wird halt geladen. Das dauert keine fünf Minuten das Auto an zu stecken und am nächsten Tag ist geladen.

Trotz aller anders lautenden Gerüchte musste ich noch nie urplötzlich und überraschend in die Karpaten fahren und stand mit "leerem Akku" da.

Man lernt sehr schnell, wie weit man ein Fahrzeug ausreizen kann, wie man mit der SoC und Restreichweiten Anzeige umgehen muss.

Ich habe letztens sogar mit dem Enyaq eine >300km Tour (one way) gemacht, um mit einem Auto-Hänger für einen Kumpel ein Auto ab zu holen. Der Verbrauch ist zwar durch die Decke gegangen - aber die Fahrt selbst war total entspannt.

Insgesamt eine feine Sache.

SüdSchwabe.
--
Kona 64kWh Premium Facelift Acid Yellow GSD - bestellt am 09.September 2019 - abgeholt am 5.Juni '20 gefahren bis 27. Oktober '23
Škoda Enyaq iv80X Sportline - bestellt am 20.Dezember '21 - abgeholt am 27.Oktober '23

Re: Leben mit e-Auto

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Wir hatten neulich mal eine Unterhaltung mit noch nicht EV-Autofahrern,die waren echt noch der Meinung ,wenn man im Winter mit dem E-Auto in einem langen Stau auf der Autobahn stünde wäre man bescheiden dran. Ich sagte, das war vielleicht mal so bei noch geringen Akkukapazitäten und ohne Wärmepumpe. Heute ist es anders, man hat Vollklimatisierung mit Wärmepumpe für einige zehn Stunden zu überbrücken, das reicht zumindest über eine Nacht, in einigen EV ist die Ladefläche mit umgeklappten Rücksitzen auch lang genug zum ausgestreckten Schlafen legen... . Auf Autobahnen muss ich kaum mal schneller als 100 fahren, wozu ? Das ist ein entspanntes Reisen und die Reichweite und der Verbrauch stimmen dabei. Bespaßung habe ich mehr als genug auf Landstraßen. Geradeaus fahren mit hoher Geschwindigkeit ? Wers braucht...
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !
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