Stromverknappung und nun ?

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Re: Stromverknappung und nun ?

Meinereiner
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electic going hat geschrieben: Erdleitungen, der Freund jedes Baggers... "Nein die liegen 10 Meter weiter da drüben"
10m. Ich lach mich tot. Das ist eine 25m breite Schneise durch die Landschaft. Unübersehbar.

Mir scheint, da haben viele hier eine sehr kindlich-naiv romantisch verklärte Vorstellung einer 380kV Erdleitung. Bitte:
https://www.tennet.eu/fileadmin/user_up ... dkabel.pdf

Warum Erdkabel ungünstig sind, hat viele Gründe. Einer ist der exorbitante Landschaftsverbrauch, ein weiterer die höheren Verluste. Ein weiterer die Kosten.
Man wird das nur tun, wenn es anders nicht geht.
Land darüber kann man nur eingeschränkt nutzen, und Aufforsten geht gar nicht.
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Re: Stromverknappung und nun ?

Ecano
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Kann man denn den Unsinn mit den Erdkabeln irgendwie verhindern? Wer entscheidet, dass anstelle Freileitungen alles unterirdisch verlegt wird? Das ist wahrscheinlich eine rein politische Entscheidung ohne Zuarbeit der technischen Stellen.

Ich sehe irgendwie nicht ein, dass für ein paar Populisten dieser Aufwand mit dieser Zerstörung der Natur betrieben wird, und das nur, damit am Stammtisch Ruhe eingekehrt. Die Allgemeinheit muss das bezahlen.
e-up! "UNITED", bestellt am 27.8.2020, erhalten am 19.5.2021

Re: Stromverknappung und nun ?

Odanez
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Die Populisten sehen die Zerstörung der Natur nur durch die überirdische Leitungen, weil sie die ja sehen, die wissen es ja nicht besser. NIMBY Prinzip halt. Mir war persönlich auch nicht bewusst was die unterirdische Leitungen sonst noch für Nachteile hatten, aber ich sehe jetzt ein, dass man überirdisch bleiben muss wenn möglich.
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2017-2020: 2013 Nissan Leaf Acenta 24kWh
Seit 2021: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: Stromverknappung und nun ?

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Passt doch der Spruch der Populisten: "oben ohne"
Aber ob oben oder unten löst das Problem nicht.
Hier wird darüber immer noch diskutiert.
Ich bin kein Doktor oder Professor.
Außerhalb von D wirds ohne groß fragen einfach gemacht?
Das hat auch mit Schlaf der Gerechten zu tun?
Twike 676 seit 2001, EVT4000e seit 2005, Mia electric 12kWh seit 2013, Twizy life 2018 bis Mai 2019, Tesla Model S 85 zusammen mit Familie seit 2018, Mia electric 8kWh seit 2019

Re: Stromverknappung und nun ?

Meinereiner
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Weiß eigentlich jemand, warum man für Ferntrassen nicht HGÜ nutzt?
Meine Vermutung wäre hohe Kosten und schlechtere Flexibilität (HGÜ ist ja eine Punkt zu Punkt Verbindung). Aber viel findet man nicht zu solchen Überlegungen.

Das würde schon einiges leichter machen. Man kann mit HGÜ auch sehr lange Kabel verwenden. Ein Beispiel wäre NordLink mit über 500km Seekabel und 1400MW.
Außerdem entschärft es das Problem mit der Geräuschentwicklung und Abstrahlung bei Freileitungen, und die Verluste sind niedriger, zumindest bei sehr langen Leitungen (und von denen reden wir hier ja).

Re: Stromverknappung und nun ?

LeakMunde
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Nutzt man doch?! A-Nord, Ultranet, SuedLink und SuedOstLink sollen alles HGÜ-Leitungen werden.
Zuletzt geändert von LeakMunde am Mo 22. Aug 2022, 10:35, insgesamt 1-mal geändert.
Dich stören diese Signaturen? :-?
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Bitteschön ;)

Re: Stromverknappung und nun ?

Rama_31_439
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Meinereiner hat geschrieben: Weiß eigentlich jemand, warum man für Ferntrassen nicht HGÜ nutzt?
Meine Vermutung wäre hohe Kosten und schlechtere Flexibilität (HGÜ ist ja eine Punkt zu Punkt Verbindung). Aber viel findet man nicht zu solchen Überlegungen.
Macht man doch: https://data.netzausbau.de/2035-2021/NE ... tigung.pdf

Re: Stromverknappung und nun ?

Meinereiner
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LeakMunde hat geschrieben: Nutzt man doch?! A-Nord, Ultranet, SuedLink und SuedOstLink sollen alles HGÜ-Leitungen werden.
Uiuiui, da habe ich doch mal eine deutliche Bildungslücke gehabt. Ich dachte immer, es dreht sich da um 380kV-Drehstromleitungen.

Was ich mich dann schon frage: Über welchen "Elekrosmog" sich die Gegner dann da noch beschweren wollen. Man sieht ja immer die Plakate mit der bösen Strahlung. Von einer DC-Freileitung wird man in der Nähe nichs bemerken.

Re: Stromverknappung und nun ?

Rama_31_439
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Es geht rein um die Optik (und die Einbildung von nicht existenten Gefahren).

Irrerweise sind HGÜ Leitungen grade als Erd/Seekabel bezüglich Potentialen und Erd-/Wasserströmen kritischer als Wechselstromübertragung.

Re: Stromverknappung und nun ?

Ioniq1234
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Rama_31_439 hat geschrieben: Es geht rein um die Optik (und die Einbildung von nicht existenten Gefahren).
Naja ein Ex Kollege von mir hat eine 20KV Leitung abbekommen, als diese von einem Kran heruntergerissen wurde. Wäre da eine Erdleitung gewesen, wäre er jetzt nicht mein Ex Kollege.

Gut das ist ein extrem seltener Einzelfall, aber es gibt durchaus Unfälle durch heruntergerissene Leitungen. Durch was auch immer. Klar ein Erdkabel kann auch von einem Bagger erwischt werden, aber in der Regel kommt der Baggerfahrer mit dem Schrecken davon.


Aber mal von den ganzen teuren Leitungen, egal ob oben oder tiefergelegt, abgesehen. Viele davon wären überflüssig, wenn wir ausreichnd Speicher hätten und den Strom dann übertragen würden, wenn Netzkapazität verfügbar wäre.

Nur mal ein kleines Rechenbeispiel. Die Gasumlage soll 34MRD einbringen. Dafür könnte man Megapacks mit 100GWh finanzieren. Wenn die stategisch gut verteilt würden, würden wir nicht nur viel Gas für die Vertsromung einsparen, sondern könnten auch auf die eine oder andere Fernleitung verzichten.
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