Stromverknappung und nun ?

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Stromverknappung und nun ?

excited_machine
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Jeder denkt, sind die Ressoucen knapp, muß man regulieren.
Also die Leistungsabnahme -abgabe pro Tag und Verbraucher kappen.
Smarte Anschlußszenarien gab es - einen smarten Zähler sollte fast jeder haben - denkste.
Das Mischkonzept - Haushalts- und Wallbox-Strom mit automatischer Freigabe wäre ein Ideal. So was gibt es derzeit kaum - wer hat schon §14a als Wärmestrom-Energie-Tarifizierung mit Schaltbox an der eigenen Wallbox?
Was bleibt - die primitive Freigabe von individuellem Leistungsbezug durch das E-Werk mit tagtäglicher Zähler-Eigenkontrolle - Überschreitung folglich monatlich gestaffelter Preissprung.
Blüht uns das ?
2014:ZOE/I3/iX3
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Re: Stromverknappung und nun ?

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Ich kram schon mal die Alufolie 'raus.

SüdSchwabe.
--
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Re: Stromverknappung und nun ?

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excited_machine hat geschrieben: Also die Leistungsabnahme -abgabe pro Tag und Verbraucher kappen.
Wie soll das gehen? Ein Bekannter hat eine elektrische Fußbodenheizung. Es steht außer Frage, dass er im Winter einen erheblich größeren Strombedarf hat. Das lässt sich nicht mal eben ändern.

Beim Gas ähnlich: In einem ungedämmten freistehenden Haus habe ich einen komplett anderen Gasbedarf als in einem gedämmten Reihenmittelhaus oder einer Eigentumswohnung im MFH.

Wenn jeder genug Zeit hätte, an den Umständen etwas zu ändern, wäre das ja alles denkbar. Aber zum nächsten Winter wird das nix.
Wenn Strom wirklich knapp zu werden droht, muss man das über den Preis regeln. Bedürftigen muss man dann unter die Arme greifen.

Re: Stromverknappung und nun ?

electic going
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Manche Leute leben wirklich nur im hier und heute. Das gibt es doch alles schon und war früher weitaus üblicher als heute: unterschiedliche Zeittarife. Früher nur per HT und NT, aka Nachtstrom, Nachtspeicheröfenstrom. Mit modernen Zählern geht das viel feiner.

Sowas gibt es sogar seit Jahren schon von wenigen Stromanbietern, dass sie stündlich andere Preise haben und sich dabei 24 Stunden vorher festlegen. Das tun sie über Stromangebotsprognosen, usw.

Das große Schlagwort dazu ist "Smart Grid". Ist ja schonmal in dem einen oder anderen Thread hier im Forum aufgetaucht.

Da aber die letzte Bundesregierung da kräftig geschlafen hat, wird Strom dann eher für alle teurer. Vielleicht wird manch cleverer Stromversorger schnell Angebote mit Smart-Meter schnüren, die interessante Preise enthalten: dann könnten die u.a. günstigen Strom an der Börse kaufen, vielleicht sogar mit negativem Preis. Wenn sie ausreichend Kunden haben, die zu den Zeiten den Strom auch abnehmen. Vielleicht auch nette Angebote für PV-Akku-Eigentümer. Da fehlt es aber wohl an passende Hard- & Software.

Aber bevor Strom knapp wird, werden andere Energieträger eher "verknappt". Schon weil es technisch viel einfacher ist, Tankstellen eben mal einen Tag später zu beliefern als da irgendwo Stromverbraucher abzuschalten und so Netzprobleme zu befürchten (davon abgesehen, dass an solchen Netzabschnitten neben Wohnungen auch schonmal Firmen, Supermärkte oder gar Verkehrsinfrastruktur mit dran hängt).

Re: Stromverknappung und nun ?

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electic going hat geschrieben: Manche Leute leben wirklich nur im hier und heute. Das gibt es doch alles schon und war früher weitaus üblicher als heute: unterschiedliche Zeittarife. Früher nur per HT und NT, aka Nachtstrom, Nachtspeicheröfenstrom. Mit modernen Zählern geht das viel feiner.
Dass es das "gibt" ist schon klar. Habe ich sogar selbst zuhause. Aber dass es die Technik im Prinzip gibt, hilft nicht, um die Massenverbräuche damit zu begrenzen, weil sie nur in einem Bruchteil der Haushalte eingebaut ist. Und daran wird man bis zum Winter auch nichts ändern können.

Re: Stromverknappung und nun ?

LeakMunde
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Der Thread geht ja schon gut los :D
excited_machine hat geschrieben: Jeder denkt, sind die Ressoucen knapp, muß man regulieren.
Nein, das denkt nicht jeder. So gut wie alle Ressourcen sind knapp. Erst aus der Knappheit ergibt sich die Notwendigkeit zu Wirtschaften.
Dich stören diese Signaturen?
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Bitteschön ;)

Re: Stromverknappung und nun ?

electic going
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Eigentlich denk leider so keiner. Die Ressourcen sind generell knapp und endlich, aber es wird trotzdem weiter alles verprasst als wäre dem nicht so. Nur kommt jetzt allmählich der Punkt, wo die Knappheit Auswirkungen hat. Und damit mancher sein Leben wie bisher verprassend führen kann ruft er nach Regulierung oder Subvention - natürlich zu seinen Gunsten.

Re: Stromverknappung und nun ?

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Selbst unser Wirtschaftsminister kapiert nicht oder will es ideologisch nicht kapieren, dass wir nächsten Winter in eine massive Energieknappheit rein laufen.
Und wenn die Wohnung kalt wird, weil das Gas weg ist, dann drehe ich den Backofen auf 200°C und mach die Klappe auf. Und ich werde nicht allein sein und das kann keiner kontrollieren.

Und dann ist plötzlich, keiner konnte das ja ahnen, auch der Strom knapp. Aber wenn die Lichter ausgehen, ist ganz schnell Deutschland nicht ein reiches Land, sondern ein extremes armes Land. Danke Scholz und Habeck sage ich hier, weil wenn das passiert, sind das die Menschen, die das zu verantworten haben (inkl. JEDEM der sein Kreuz bei den Parteien gemacht hat)!

Und nein, das alles ist nicht alternativlos. Aber es ist auch kein Wünsch-Dir-Was. Man muss akzeptieren, dass Energie knapp wird, wenn man sich dafür entscheidet, für die Ukraine zu frieren. Dass dort die Demokratie längst abgeschafft ist, juckt komischer Weise niemand. Das Kind liegt im Brunnen, Danke Scholz und Habeck! Und den Winter wird es extrem bitter, auch weil man heute nicht über den ideologischen Schatten springen will.

Re: Stromverknappung und nun ?

Hannes1971
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Scholz, Merkel und Schröder meinst Du wohl. Was kann der Habeck zu der jetzigen Situation? Die Laufzeiten der letzten drei verbliebenen KKW wollen ja nicht einmal deren Betreiber verlängern.
Skoda Enyaq iV 80

Re: Stromverknappung und nun ?

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Jupp78 hat geschrieben: Selbst unser Wirtschaftsminister kapiert nicht oder will es ideologisch nicht kapieren, dass wir nächsten Winter in eine massive Energieknappheit rein laufen.
Aha, wie kommst du
  1. zu der Gewissheit, dass wir in eine extreme Energieknappheit rein laufen? Niemand außerhalb des Kreml weiß, ob Nord Stream 1 dicht bleibt oder wieder aufmacht. Die meisten Experten kommen zudem zu dem Schluss, dass es selbst ohne weitere Gaslieferungen aus Russland nur dann eine Knappheit droht, wenn der Winter ungewöhnlich kalt wird. Und selbst wenn es ungewöhnlich kalt wird, brauchst du deinen Ofen nicht bemühen, weil zunächst industrielle Großverbraucher abgedreht werden und nicht private Haushalte.
  2. auf die Idee, dass der Wirtschaftsminister die Lage nicht kapiert? Dieser Minister hat immer wieder sachlich auf die Risiken hingewiesen und sein Ministerium sogar Unternehmen, die darauf angewiesen sind, zur Anschaffung von Notstromaggregaten geraten. Was hätte denn ein von dir gewünschter Minister, der "es kapiert hat", tun sollen?
Und "will es ideologisch nicht kapieren" ist ja wohl wirklich lachhaft ... wenn einer in den letzten Monaten bewiesen hat, dass er bereit ist, seine Ideologien den Sachzwängen unterzuordnen, dann wohl Habeck. Wer hier ideologisch etwas nicht kapieren will, bist eher du. Weil dir offensichtlich die Regierungsparteien nicht passen, schaffst du dir deine eigenen abstrusen Horrorszenarien, und Schuld kann natürlich nur der sein, den du schon immer doof fandst. Oder wo hast du dein Kreuz gemacht?

Dabei sind es die Parteien, die zuvor 16 Jahre an der Macht waren, die die Situation verbockt haben.
Den Vogel hat vor ein paar Tagen Söder abgeschossen, der Habeck Untätigkeit vorwarf, weil er noch keinen Gasliefervertrag mit Katar gemacht habe. Dolle Sache, wie soll das Gas denn hierherkommen? Italien hat rechtzeitig LNG-Terminals für 15 Mrd. m² Gas gebaut, während die CDU/CSU-Regierung die Pläne für solche Terminals auf Eis legte und lieber neue Pipelines nach Russland bauen ließ.

Panikmache hilft nicht weiter - wir haben bei Klopapier und Speiseöl gesehen, wohin das führt. Und ich begrüße es, dass unser Wirtschaftsminister einen kühlen Kopf bewahrt, statt die Menschen unnötig zu verunsichern.
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