Straßenparker. Temperaturen in der Sonne - schädlich für den Akku?

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Re: Straßenparker. Temperaturen in der Sonne - schädlich für den Akku?

Misterdublex
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Also ich würde als Fazit sagen:
Dauerhaftes stehen bei Normalgebrauch in der Sonne ist unschädlich.

Nur die Extrema hinsichtlich C und SOC sollten vermieden werden.
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Re: Straßenparker. Temperaturen in der Sonne - schädlich für den Akku?

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Tesla kommt aus Kalifornien. Vergleiche einmal:

https://www.wetter.de/klima/nordamerika ... n-r22.html
https://www.wetter.de/klima/europa/deutschland-c49.html

Gegen das, was die Autos dort aushalten müssen, bei den meist riesigen völlig offenen Parkplätzen, ist das hier doch ein Klacks.

Re: Straßenparker. Temperaturen in der Sonne - schädlich für den Akku?

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Ich denke aber bei Tesla wird der Akku gekühlt wenn dieser länger steht, zumindest fällt mir die Kühlung bei dem Tesla in meiner Gasse immer wieder auf, wenn der unangesteckt in der Sonne bratet.

Bei uns in Mitteleuropa aber denke ich auch, dass es zu keinen Problemen kommen wird. Ein wenig bedenken hatte ich in Dubrovinik, als ich beim Campen die ZOE drei Tage lang bei 50 Grad im Schatten in der prallen Sonne stehen hatte. Nachdem ich mit dem CanZE eine Batterietemperatur von über 50 Grad ausgelesen hatte, habe ich mich entschlossen, das Fahrzeug an zu stecken, mehr als 13A/230V hatte ich dort aber nicht. Der Wagen hat dann 30 Minuten die volle 2.5kW benützt um auf 19 Grad (!) runter zu kühlen, und war für einen Campingplatz viel zu laut.

Ich denke aber, wenn man den Wagen täglich nutzt dann wird der Akku niemals so warm werden. Wenn man aber in einer Gegend ist, wo Tagelang jeden Tag über 50 Grad im Schatten auftreten, die Nacht nicht unter 30 Gard fällt, dann sollte man einen Tesla haben, der dann den Akku auch im Stillstand kühlt, oder eben wie ich den Wagen nach 3 Tagen an den Stecker hängen.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 130.000 km

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Re: Straßenparker. Temperaturen in der Sonne - schädlich für den Akku?

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Die kalendarische Alterung hängt von Temperatur und Ladestand (SoC) des Akkus ab. Je höher Temperatur und je höher der SoC (zumindest ab über vielleicht 20%), desto höher die kalendarische Alterung. Besonders schlecht ist, wenn beides zusammenkommt. Besonders für Autos, die wenig gefahren werden, ist die kalendarische Alterung durchaus relevant, da diese ansonsten ja prinzipiell auch 20 Jahre gefahren werden könnten.

Der Akku nimmt eher die Durchschnittstemperatur über 24 Stunden an, wenn das Auto steht. Am Abend ist er natürlich ein paar Grad wärmer und am Morgen wieder ein paar Grad kühler. Aber die Spitzentemperaturen werden nicht erreicht. Das ist einfach viel Masse, die auch nicht direkt durch die Sonne erhitzt werden. Ja, im Schatten parken wäre besser, aber wenn man das könnte, würde man es vermutlich schon aus Komfortgründen machen. Daher ist der Punkt der Temperatur einer, wogegen man in der Praxis wenig machen kann.

Bei den meisten neueren Elektroautos kann man den SoC begrenzen. Je nach Lademöglichkeiten, Akkugröße und benötigter Reichweite im Alltag ist es sinnvoll, diese auch zu nutzen und so niedrig wie möglich einzustellen. Wer jeden Tag zuhause lädt und im Alltag nur 20 km am Tag fährt, kann die Begrenzung auch auf 50% stellen. Ein anderer hat vielleicht nur einen kleinen Akku und braucht im Alltag schon 60% des Akkus pro Tag, dann geht eben nur eine Begrenzung auf 80 oder 90 Prozent.

Wegen des nicht linearen Zusammenhangs von SoC und Temperatur hinsichtlich der kalendarischen Alterung sowie des höheren Verbrauchs im Winter kann man die Begrenzung im Winter auch höher stellen als im Sommer. In jedem Fall kann man natürlich vor einer Langstrecke auf 100 Prozent laden.
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Re: Straßenparker. Temperaturen in der Sonne - schädlich für den Akku?

FFrankHB
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@Köln Bonner , das ist doch mal eine Erklärung. Klasse. Danke.

Re: Straßenparker. Temperaturen in der Sonne - schädlich für den Akku?

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Man sollte sich aber auch nicht zu viel Stress machen. Wenn das Auto einmal im Sommer eine Woche bei 100 Prozent steht, ist das auch kein Drama. Es geht eher um die regelmäßige Nutzung; manche Fahrprofile/Ladeverhalten führen dazu, dass das Auto zwei Drittel der Zeit mit 100% geladen steht, und ein Drittel mit 95% (kurzer Pendelweg, tägliche Ladung nach der Rückkehr am Feierabend). Dann schlägt die kalendarische Alterung voll zu.
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Re: Straßenparker. Temperaturen in der Sonne - schädlich für den Akku?

Guglhupf
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das ist wieder was, wo ich ein Solardach im Vorteil sehe. Ohne Reichweitenverlust kann so in sonnenreichen Gegenden der Akku temperiert werden und man verlängert damit auch die Lebensdauer der Traktionsbatterie und würde damit die vergleichsweise hohen Kosten, je nach Nutzungsszenario, wieder einspielen.
Ein weiterer Faktor wäre dann halt ein höherer SOC über längere Zeiten.

Re: Straßenparker. Temperaturen in der Sonne - schädlich für den Akku?

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Köln Bonner hat geschrieben: Man sollte sich aber auch nicht zu viel Stress machen. Wenn das Auto einmal im Sommer eine Woche bei 100 Prozent steht, ist das auch kein Drama.
Sehe ich ähnlich. Für mich ist das vergleichbar zu einem Verbrennungsmotor den man im Winter bei -5°C anreißt. Ist auch nicht gut im Hinblick auf den Verschleiß, aber wirklich wild ist es auch nicht. Zumindest nicht so, dass man es mit Gewalt verhindern muss.

Re: Straßenparker. Temperaturen in der Sonne - schädlich für den Akku?

electic going
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Schlimmer als dir Sonne von oben ist da für die Akkutemperatur eher die Hitze von unten: stellst du dich auf einen heißen Parkplatz heizt das eher den Akku auf als die Sonne von oben. Steht der Wagen aber über Tage dort, kühlt die Nacht da auch wieder ab.

Vielleicht auch nicht gleich zum Schnelllader fahren. Aber das Problem haben viele Fahrzeuge im Winter auch, da ist der Akku zu kalt. Da fragt nie jemand, dabei ist Coldgate selbst bei neusten Fahrzeugen von Tesla Björn oft festgestellt worden.

Re: Straßenparker. Temperaturen in der Sonne - schädlich für den Akku?

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Guglhupf hat geschrieben:das ist wieder was, wo ich ein Solardach im Vorteil sehe. Ohne Reichweitenverlust kann so in sonnenreichen Gegenden der Akku temperiert werden und man verlängert damit auch die Lebensdauer der Traktionsbatterie und würde damit die vergleichsweise hohen Kosten, je nach Nutzungsszenario, wieder einspielen.
Ein weiterer Faktor wäre dann halt ein höherer SOC über längere Zeiten.
... Und wegen des Solardachs stellt man das Auto dann in die Sonne...

Mein Leaf hatte hier im Urlaub auch bei 38 Grad Tagestemperaturen tagsüber in der Sonne stehend abends den Akku immer noch auf "mittlere Temperatur" im Display. Soll heißen, der Akku ist ja im Schatten und die Temperatur mittelt sich über die letzten Stunden.

Bei Windstille über die aufgeheizte Autobahn rasen wäre natürlich was anderes, wenn er bei der Fahrt nicht gekühlt wird. Früher musste man halt bei den Pferden aufpassen, nun halt auf den Akku. Bild
Leaf ZE1 Acenta EZ 10/2018, Lade per PV oder Naturstrom, wenn möglich. Super Lösung für mich. Habe 2 Android Apps geschrieben für das Laden an Wallboxen und für den Leaf (siehe https://android.chk.digital/).
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