One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

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Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

tommywp
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Solange das alles nur hypothetisch so ist braucht es halt zwei Pedale!
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Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

electic going
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Casamatteo hat geschrieben: Ein E-Auto braucht nur ein Pedal zum selberfahren, mit Autopilot gar keins mehr, und von mir aus noch ein Bremspedal für Notfälle wie die Notbremse im Zug.
Schöner Vergleich. Du weißt, wie moderne Züge gesteuert werden? Mit einem Hebel, nach vorne beschleunigt, nach hinten bremst, stark nach hinter Schnellbremsung. Mitte ist rollen lassen. Der Unterschied zum Auto liegt aber darin, dass das mit der Hand bedient wird und es eine über Monate ausgebildete Fachkraft bedient während ein Auto zu fahren in wenigen Stunden (am Abend) vermittelt wird. Hinzu kommt, dass die Hände für die motorisch anspruchsvolle Richtungswahl beim Auto schon benötigt werden. Alle Versuche mit Joystick als Lenkrad Ersatz und damit der Chance auf damit auch Beschleunigen und Verzögern sind erfolglos neben den Fahrbahnen gelandet.

Und das selbstfahrende Fahrzeug: das wird so nie kommen, es bleibt bei der Assistenz auf Autobahnen und Landstraßen.

Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

tommywp
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und man muss auch alle paar Minuten auf einen Knopf dürcken um den Zug zu zeigen das man noch lebt....

Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

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Casamatteo hat geschrieben: Das ganze Uralt-Gelumpe muss weg. Umparken im Kopf!
Ich gehöre immer zu den Ersten, die gerne alte Zöpfe abschneiden, wenn es neue bessere Frisuren gibt.
Aber die müssen dann auch besser sein. Das, was du forderst:
Ein E-Auto braucht nur ein Pedal zum selberfahren, mit Autopilot gar keins mehr, und von mir aus noch ein Bremspedal für Notfälle wie die Notbremse im Zug. Aber doch keine Migge mit Verschleiß, hohen Herstellungskosten, ungefederten Massen sowie Luftwiderstand für die Belüftung durch irrwitzige 21"-Fleischwolf-Felgendesigns und sonstigen Verlusten behaftete Reibungsbremse für den Alltag nur weil Hersteller oder Fahrer von vorgestern sind und Reku bzw. Rollenlassen nicht kapieren wollen oder nicht umsetzen können.
... ist doch heute bereits in den meisten E-Autos weitgehend Realität - zumindest wenn der Fahrer es will. Worüber also regst du dich auf?

Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

Ioniq1234
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electic going hat geschrieben: Alle Versuche mit Joystick als Lenkrad Ersatz und damit der Chance auf damit auch Beschleunigen und Verzögern sind erfolglos neben den Fahrbahnen gelandet.
Naja beim Automodellrennsport nutzen viele aber Knüppelfernsteuerungen und das sehr erfolgreich. Die Fensteuerungen mit "Lenkrad" nutzen zwar auch viele, aber lange nicht alle Profis.

Ist alles nur eine Frage der Gewöhnung.

Ich meine ein Bagger wird zum Beispiel auch mit Stick gesteuert. Gut blöder Vergleich.

Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

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Es ist meines Wissens nicht so, dass die Joysticksteuerung im Auto nicht funktioniert oder Autos sich nicht mehr steuern lassen. Es gibt ja zum Beispiel Joysticksteuerungen für Körperbehinderte, und die fahren damit auch nicht in den Graben.

Das Problem damit ist mehr die Ergonomie. Die Menschen finden es - auch auf Dauer, nicht nur wegen der Umgewöhnung - angenehmer, ein Lenkrad zu bedienen, das sie mal mit der einen, mal mit der anderen Hand halten und dabei auch häufig mal die Position der Hand wechseln können. Beim Joystick muss man immer die rechte Hand am Knüppel halten und das noch dazu in einer sehr exakten Position - das ist anstrengend. Man kann zudem mit dieser Hand keine Knöpfe bedienen usw.

Hinzu kommt: Die Steuerungen sind sehr empfindlich, und wenn irgendjemand oder irgendwas mal vor den Joystick stößt, reißt es gleich die Lenkung rum - und dann ist man wirklich im Straßengraben.
electic going hat geschrieben: Und das selbstfahrende Fahrzeug: das wird so nie kommen, es bleibt bei der Assistenz auf Autobahnen und Landstraßen.
Das schätze ich komplett anders ein. Ich erwarte vielmehr, dass es in ein paar Jahrzehnten verboten wird, Autos selbst zu lenken (außer vielleicht Oldtimer), weil es viel zu gefährlich ist.
Time will tell.

Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

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Casamatteo hat geschrieben: Ein E-Auto braucht nur ein Pedal zum selberfahren, mit Autopilot gar keins mehr
Wie stark solls denn bremsen wenn man vom Gas geht? So, dass man gleich durch die Scheibe fliegt?
Fände ich beschissen, eigentlich soll der Wagen ja möglichst rollen und erst mit Einsatz der Bremse rekuperieren. Mein Zoe hat ja nicht viel Reku ohne Bremse, aber selbst da schalte ich gelegentlich in N.

"Autopilot"? Das bisschen Fahrassistenz ersetzt doch keinen Fahrer, solange nicht Level 5 erreicht wird und selbst dann wöre es einfach nur dumm, keinen manuellen Modus als Backup nutzen zu können.
Level 5 ist aber noch unglaublich weit weg.
Möglich ist derzeit Level 3 auf bestimmten Autobahnen bis maximal 60km/h.
Also im Prinzip gar nicht.
A.Q. hat geschrieben: Ich gehöre immer zu den Ersten, die gerne alte Zöpfe abschneiden, wenn es neue bessere Frisuren gibt
Ja, wenns denn besser ist. Auf Krampf anders ist dann mehr die Frau in den mittleren Jahren, wo die rote Kurzhaarfrisur bei der Sinnkrise helfen soll.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

Ioniq1234
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electic going hat geschrieben: Und das selbstfahrende Fahrzeug: das wird so nie kommen, es bleibt bei der Assistenz auf Autobahnen und Landstraßen.
Ich sehe das auch so. Vielleicht in 100+ Jahren, aber nicht in absehbarer Zeit.

Autonome Fahrsysteme wird es schon geben. Zum Beispiel für den ÖPNV auf bestimmten Linien, wo eine entsprechende Infrastruktur vorhanden ist. Aber im Individualverkehr sehe ich das nicht.

Derzeit bekommt man ja nichtmal das autonome Fahren von Spurgeführten Fahrzeugen auf eigenen Trassen hin. Mal von Aufzügen abgesehen. ;)

Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

Casamatteo
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Schön, diese Abwehrreflexe, die sich getriggert fühlen ...

Wie sehr verreißt sich denn dein Lenkrad wenn du es loslässt? Ein althergebrachtes Auto fährt dann mehr oder weniger langsam aber unweigerlich in den Graben oder den Gegenverkehr. Mit Spurassistent sieht das schon besser aus.

Wenn man das (Verbrenner)Gaspedal loslässt, vor allem wenn man das ruckartig schnell tut, so machen sich moderne Autos schon für eine Notbremsung bereit und legen die Beläge an die Scheibe. Selbsttätig bremsen tut aber nur ein Notfallassistent.
Wenn man im Notfall erst vom rechten auf das linke Pedal wechseln muss, das sicher treffen und bis konsequent zum Bodenblech treten muss, dann verliert man (und vorallem diejenigen die man über den Haufen zu fahren im Begriff ist) unweigerlich wertvolle Zeit in der das Auto mit meist hoher Geschwindigkeit noch ungebremst weiter saust, bei 100 km/h 28 Meter in der Sekunde, obwohl der reine Bremsweg von 100 auf Null kaum länger ist, 30 bis 40 Meter je nach Umständen. Alleine deshalb hat der althergebrachte Wechsel von Fahrpedal zu Bremspedal keine Zukunft mehr.

Der reine Bremsweg ist technisch ausgereizt, die Reaktionszeit jedoch noch lange nicht, mal ganz abgesehen davon dass es immernoch geduldet wird dass Fahrer am Steuer auch in dichtem Verkehr ganz selbstverständlich mit dem Handy spielen, rauchen, oder sonstigen potentiell tödlichen unnützen Klimbim machen anstatt ihren Boliden aufmerksam zu steuern.
Ein weiteres Problem ist dass niemand, der nicht öfters Vollbremsungen übt, im Falle eines Falles wirklich voll bremst, also sofort ins ABS, um keinen Weg zu verschenken. Ich habe Motorsport betrieben, selbst Rennfahrer müssen nach der Winterpause erst wieder antrainieren die Karre sofort brutal zusammenzutreten weil man das im Alltag eben nicht annähernd macht. Bei Sicherheitstrainings bekommt fast niemand auf Anhieb eine ordentlich Notbremsung zu Stande, manche sind den ganzen Tag lang zu zaghaft, und wollen nicht einmal als Beifahrer eine echte Vollbremsung ertragen. Solche Leute sind eigentlich nicht zur Führung eines Kfz befähigt, erkennen den potentiell tödlichen Ernst der Physik nicht.

Wie also sieht das "bidirektionale" Universal-Fahrpedal der Zukunft aus, das Beschleunigung, sparsame Konstantfahrt und kräftige Verzögerung ermöglicht?
Nun, es hat zur Erleichterung des Gleitens/Rollens/Segelns in der Mittellage etwas Spiel, damit nicht ständig unnütz Leistung verbraten wird zum leichten beschleunigen, noch unbeabsichtigt verzögert und rekuperiert wird. Bei den meisten E-Autos gibt es eine Anzeige für die Momentanleistung, die meist ziemlich hin und her wackelt, selbst wenn man Segeln will.
Und es (Patentamt, aufgemerkt) verlegt den Drehpunkt von ganz unten, wie bei den meist stehenden Gaspedalen (oder von ganz oben bei hängenden Pedalen wie üblich bei Bremse und Kupplung) in die Mitte des Pedals, so dass eine Wippe vorliegt, die man auch mit der Hacke betätigen kann, um sehr stark zu rekuperieren bzw. um zu bremsen, also deutlich mehr Verzögerung abrufen als nur durch loslassen. Das wäre der zusätzliche Freiheitsgrad, die Neuerung die im normalen Betrieb den häufigen Wechsel zum Bremspedal unnötig macht. Hier ist natürlich nur sehr wenig Pedalweg möglich, aber auch nicht nötig, da die Bremswirkung auch über den Druck anstatt den Pedalweg reguliert werden kann (wie angeblich bei Citroen üblich, zumindest früher). Mit der Hacke kann jeder kräftig treten.

Und für eine Vollbremsung bzw. Notbremsung ein weiterer Freiheitsgrad: es wird das ganze Fahrpedal zum Bodenblech getreten, quasi Bremskickdown über einen vorgespannten Widerstand hinaus, wobei dann sofort das Auto maximal den Anker wirft.

Die Geschwindigkeit wird im Alltag sowieso weitgehend durch die Umstände vorgegeben, da gibt es wenig von der vielbeschworenen Freiheit. Tempolimits sowie Autos vor einem und hinter einem, man wird fremdbestimmt mitschwimmen müssen. Das kann auch das Auto mit adaptivem Tempomaten regeln, über Reku ohne nervös aufleuchtende Bremslichter.
Sollte im dichten Verkehr sogar Vorschrift werden, damit nicht die einen trödeln und die anderen drängeln, oder gar den Stau aus dem Nichts provozieren.
Smart ED3 EZ2013 56000km 2. 22-kW-Lader
6 Liter Diesel brauchen ca. 12 kWh Energie als Brennstoffverbrauch in der Raffinerie, keine 42 kWh als Strom wie Andreas Burkert behauptet. Er hat vermutlich zudem US-Gallonen und Liter verwechselt.

Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

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Ioniq1234 hat geschrieben: Ich sehe das auch so. Vielleicht in 100+ Jahren, aber nicht in absehbarer Zeit.
Wenn dir jemand 1995 ein Smartphone von 2015 mit seinen Möglichkeiten gezeigt hätte, verbunden mit der Aussage, dass in 20 Jahren praktisch jeder Mensch in den Industrie- und Schwellenländern so etwas hat und nutzt, hättest du ihn vermutlich auch für verrückt erklärt.
Derzeit bekommt man ja nichtmal das autonome Fahren von Spurgeführten Fahrzeugen auf eigenen Trassen hin.
Wie kommst du darauf? Das hat man schon vor über 30 Jahren hinbekommen:
https://www.businessinsider.de/gruender ... ahren-war/

Und es gibt Dutzende Beispiele aus aller Welt, wo das völlig problemlos funktioniert.

Aber wir sollten hier nicht zu sehr vom Thema abdriften.

@Casamatteo, da sind zweifellos einige innovative Ideen in deinem Vorschlag, aber der Vorteil gegenüber dem bestehenden System erschließt sich mir dennoch nicht. Ich stelle mir diese Bedienung anstrengender und ermüdender vor.

Dann schon eher ein umgekehrtes System nach dem Kaeppler-Prinzip: Treten führt zum Bremsen, Loslassen zum Beschleunigen: https://www.spiegel.de/politik/kaeppler ... 0041759504
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