One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

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Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

tommywp
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Ich setz mich mich ins Auto und sag.
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Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

Casamatteo
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Wenn man bedenkt, dass abgesehen von Tesla-Yoke-Kaspereien überall "One Wheel Steering" üblich ist, fragt man sich warum im Fußraum zwei oder gar drei Pedale vorhanden sind, wenn doch eines oder gar keines ausreichen weil eh der Tempomat regelt.

Und vor allem warum es in den zig Millionen "Two Pedal Drive"-Autos nicht auch konsequenterweise zwei Lenkräder vor dem Fahrer gibt, eines für rechts rum, eines für links, damit die Piloten schön sportlich hin- und herwechseln müssen, weil die Lenkräder nur in ihre Drehrichtung wirken und in der anderen freidrehend nutzlos sind. Weil, wie sollte man mit nur einem einzigen Lenkrad in zwei Richtungen und auch noch geradeaus steuern können? Irrwitzige Vorstellung sowas, quasi wie eine Kutsche ohne Pferde oder ein Porsche ohne Luftkühlung.

Außerdem braucht der Fahrer zwei Türen, eine mit Türgriff außen zum Einsteigen, eine mit Türgriff innen zum Aussteigen. Klaro, denn wie sollten diese zwei ganz unterschiedlichen Bewegungen mit nur einer Türe gehen? Also echt.
Smart ED3 EZ2013 56000km 2. 22-kW-Lader
6 Liter Diesel brauchen ca. 12 kWh Energie als Brennstoffverbrauch in der Raffinerie, keine 42 kWh als Strom wie Andreas Burkert behauptet. Er hat vermutlich zudem US-Gallonen und Liter verwechselt.

Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

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Es besteht durchaus ein funktionaler Unterschied zwischen Lenkrädern und Pedalen, und zudem ein ergonomischer Unterschied zwischen Hand- und Fußbedienung.

Anders als das Lenkrad kann man ein Pedal in der jetzigen Form nur in eine Richtung bewegen, die Rückbewegung erfolgt automatisch. Ohne Bremspedal müsste ein losgelassenes Pedal eine Vollbremsung mit aller Kraft bewirken. Wenn du dann mal mit dem Fuß vom Pedal rutscht, weißt du vermutlich, warum ein echtes "One-Pedal"-Konzept nicht so schlau ist.

Und andere Bedienkonzepte sind mit dem Fuß schwer zu bedienen. Jedenfalls fehlt mir die Phantasie. Eine Fußschlaufe, mit der man das Pedal auch ziehen kann (wie beim Rennrad)? Oder einen Schieber untern im Fußraum von links nach rechts? Ein "Lenkrad" im Fußraum?
Ich stelle mir das ganz schon lästig vor und bezweifle auch, dass das der Reaktionszeit beim Bremsen gut täte.

Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

panoptikum
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Es gibt zwei Pedale, weil man normalerweise auch zwei Füße hat. :lol:
Ich habe früher auch zeitweise das jeweilige Pedal mit dem jeweiligem Fuß bedient.

Das dritte Pedal habe ich schon lange aus meinem Gedächtnis verbannt.
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Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

electic going
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Ein Mofa lässt sich nur per Hand steuern. Und fährt wohl auch deshalb nicht so schnell. Wer außerdem schonmal mit dem Fahrrad gefahren ist - ich weiß, viele Autofahrer hier, die Fahrräder nur als störend empfinden - der weiß, dass die Kraft beim Treten/Drücken kommt und eher weniger beim Ziehen der Beine. Und wer mit Gocarts unterwegs ist, kennt vielleicht auch das 2-Füße-2-Pedale Fahren dort. Das kann man sicherlich auch beim Auto machen, aber vielleicht haben sich in den letzten 50 Jahren ein paar clevere Techniker schon was bei dem jetzigen Prinzip gedacht. Und die Berichte "Gas und Bremse verwechselt" stelle ich mir mit ein Fuß pro Pedal noch öfter vor.

Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

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electic going hat geschrieben:Und wer mit Gocarts unterwegs ist, kennt vielleicht auch das 2-Füße-2-Pedale Fahren dort. Das kann man sicherlich auch beim Auto machen, aber vielleicht haben sich in den letzten 50 Jahren ein paar clevere Techniker schon was bei dem jetzigen Prinzip gedacht.
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Haben sie: man brauchte

- Gaspedal und Bremspedal, Anforderung an den Anwender jeweils: feines Dosieren beim Treten => ein Fuß

- und Kupplungspedal, Anforderung an den Anwender: feines Dosieren beim loslassen des Pedals => anderer Fuß.

Und wer schon mal beim Wechsel von Schaltwagen auf Automatik oder Elektro reflexartig "kuppeln" wollte und voll auf die Bremse gelatscht ist, der weiß, wovon ich spreche :D
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Und die Berichte "Gas und Bremse verwechselt" stelle ich mir mit ein Fuß pro Pedal noch öfter vor.
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Wie das? Wenn Du gewohnt wärst, mit rechts zu beschleunigen und mit links zu bremsen, dann wäre IMO das Verwechslungsrisiko eher (deutlich) geringer.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

Ioniq1234
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iOnier hat geschrieben:
Wie das? Wenn Du gewohnt wärst, mit rechts zu beschleunigen und mit links zu bremsen, dann wäre IMO das Verwechslungsrisiko eher (deutlich) geringer.
Ist beim Kart so. Einfach und logisch. Ich verstehe nicht, warum man das beim normalen Auto nicht auch so macht. Ist doch blöd ein Fuß muss 2 Padale bedienen und der andere liegt einfach so in der Gegend rum und guckt zu wie der andere schuftet.

Ist alles nur eine Frage der Gewöhnung.

Könnte man ja ändern. Erst wird das Bremspedal immer breiter, so dass man es mit beiden Füßen bedienen kann, dann wandert es immer mehr nach links, bis es irgendwann in 20-30 Jahren nur noch mit dem linken Fuß bedient wird.

Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

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Cerebro hat geschrieben: Hier sind die Hersteller wohl noch in der Findungsphase.
Das ist auch Geschmackssache. Von daher wäre es toll wenn man es einfach so einstellen könnte wie man es gerne hat.
Halte das Thema aber für überbewertet.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

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Ioniq1234 hat geschrieben:Ist beim Kart so. Einfach und logisch. Ich verstehe nicht, warum man das beim normalen Auto nicht auch so macht. Ist doch blöd ein Fuß muss 2 Padale bedienen und der andere liegt einfach so in der Gegend rum und guckt zu wie der andere schuftet.

Ist alles nur eine Frage der Gewöhnung.
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Ja. Vom Verbrenner-Schaltwagen her kommend aber dann doch nicht so einfach.
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Könnte man ja ändern. Erst wird das Bremspedal immer breiter, so dass man es mit beiden Füßen bedienen kann, dann wandert es immer mehr nach links, bis es irgendwann in 20-30 Jahren nur noch mit dem linken Fuß bedient wird.
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Hört sich fast an wie ein Programm der politischen Umerziehung :D
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: One Pedal Drive - Hersteller Philosophien?

Casamatteo
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Also wenn es nach euch ginge hätte heute noch jedes Fahrzeug Hebel und Pedale für Zündzeitpunktverstellung, Gemischenanreicherung, und sogar Schmierung, denn Öl und Fett pumpen an allerlei Schaugläsern musste der Schmiermaxe früher selber machen, pfft-pfft. Wie wärs mit Steuerkette spannen und Ventilspiel ausgleichen alle 5000km? Vergaserdüse ändern wenn man in die Höhenlagen des Schwarzwaldes will?

Mein Oldie-Motorrad hat noch ein Extra-Hebelchen zur Kompressionsverringerung, und Kickstarter sowieso, der erst nach Kontrolle von beiden Zündschaltern, Einstellung von Choke/Warmstartknopf und Öffnen des Benzinhahnes gefühlvoll betätigt werden will denn zuerst muss der Bierkrug-große Kolben über den OT gehievt werden.
Und jawohl, Bremspedal und Bremshebel, für jedes Rad eine eigene Betätigung. Nach eurer Logik könnte man im Auto gleich zwei Bremspedale und zwei Bremshebel einbauen, dann kann jeder optimal in Kurven hineinbremsen wie weiland Walter Röhrl auf der Abfahrt vom Col de Turini.

Das ganze Uralt-Gelumpe muss weg. Umparken im Kopf!
Ein E-Auto braucht nur ein Pedal zum selberfahren, mit Autopilot gar keins mehr, und von mir aus noch ein Bremspedal für Notfälle wie die Notbremse im Zug. Aber doch keine Migge mit Verschleiß, hohen Herstellungskosten, ungefederten Massen sowie Luftwiderstand für die Belüftung durch irrwitzige 21"-Fleischwolf-Felgendesigns und sonstigen Verlusten behaftete Reibungsbremse für den Alltag nur weil Hersteller oder Fahrer von vorgestern sind und Reku bzw. Rollenlassen nicht kapieren wollen oder nicht umsetzen können.
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