Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

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Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

OK73
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Jupp78 hat geschrieben:
OK73 hat geschrieben: mein Favourit ist halt ein Mix aus BEV (Alltag, Arbeitsweg) und (Bio-)Verbrenner, letzterer für Langstrecken und für den Winter.
Das nennt sich übrigens Plug-In Hybrid (PHEV). Ich bin auch ein Freund dieser Lösung, sehe es im PKW-Bereich aber nur als Übergangslösung. Und richtig eingesetzt auch eine sehr gute Übergangslösung. [...]
Von PHEVs halte ich nicht viel. Sie schleppen alles doppelt mit sich rum. Wenn ich die täglichen Kurzstrecken rein elektrisch zurücklegen will (zumindest dann, wenn genügend echter Ökostrom zum Laden zur Verfügung steht), dann brauche ich ein möglichst leichtes Fahrzeug. Da will ich keinen Benzinmotor samt drumherum mit spazierenfahren. Aber wie gesagt, soll jeder machen, wie es für seine persönliche Situation am sinnvollsten ist.
Mich nervt es nur, wenn einige bei der Antriebswahl die alleinige Universalwahrheit für sich in Anspruch nehmen und alle anderen als Dumme darstellen, die "die einfachsten Dinge nicht verstehen".
Der Mensch, die Person, das Opfer. Die Katzen (inkl. Kater), die Kühe (inkl. Ochsen). Grammatikalisches ≠ biologisches Geschlecht! Das generische Maskulinum ist bereits neutral! "Verbrecherinnen und Verbrecher"? Ich werde zum Erbrechenden!
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Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

OK73
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VR46 hat geschrieben: Ich sag jetzt mal so. Es kann nicht sein das wir im 21. Jahrhundert etwas verbrennen, was auch immer, nur um uns fortzubewegen. [...]
Es geht doch in so vielen Fällen darum, Energie zu speichern und umzuwandeln. Die höchste Energiedichte schaffen dabei die chemischen Speicher:
https://de.wikipedia.org/wiki/Energiespeicher
Zu den chemischen Speichern zählen die Akkus UND auch alle Brennstoffe, also auch die synthetischen.
Fortbewegung ist nichts Minderwertiges, für das die Nutzung chemischer Energiespeicher auszuschließen wäre.
Es greift auch zu kurz, wenn hier die Vielzahl der synthetischen und Bio-Kraftstoffe nur auf die sog. "E-Fuels" reduziert wird:
https://de.wikipedia.org/wiki/E-Fuel
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Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

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Odanez hat geschrieben: Die von dir erwähnten Begriffe, die hört man leider auch so oft, aber die kommen von Leuten, die sich niemals überzeugen lassen werden.
Nein, das glaube ich nicht. In diesem Umwandlungsprozess werden nachher nur sehr wenige Menschen zurück bleiben. Die meisten werden früher öder später auf eMobilität wechseln. Diese angeblichen Umweltschutz-Argumente sind diesen Leute in Wirklichkeit vollkommenegal, sonst würden sie auch keinen Verbrenner fahren.
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Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

zoppotrump
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OK73 hat geschrieben:
Von PHEVs halte ich nicht viel. Sie schleppen alles doppelt mit sich rum. Wenn ich die täglichen Kurzstrecken rein elektrisch zurücklegen will (zumindest dann, wenn genügend echter Ökostrom zum Laden zur Verfügung steht), dann brauche ich ein möglichst leichtes Fahrzeug.
Mit diese Aussage würde ein BEV also raus fallen, denn die sind schwerer.
Zudem ist die Aussage an sich falsch. Man braucht kein möglichst leichtes Fahrzeug um Kurzstrecken zurück zu legen.

Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

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Singing-Bard hat geschrieben:Das E-Auto steht vor dem Haus, man sieht den Stecker in der Wall-Box, man kann sich denken das die Solaranlage irgendwie damit verbunden ist...

Diejenigen die das wahrnehmen werden sich schon irgendwie denken, das dies eine clevere Lösung ist, da muss man nicht noch viel zu sagen oder?
.
Kann ich für meinen Nachbarn bestätigen. Vor 6 Jahren, als ich meinen iOn kaufte, war der noch sehr skeptisch. 2-3 Jahre später fing er an, sich selber für einen elektrischen Nachfolger seines Verbrenners zu interessieren, nachdem er bei mir beobachten konnte, wie problemlos es läuft und auch immer wieder nachgefragt wäre, ob ich nach wie vor zufrieden sei - "ja! "- :) (ein PSA-Drilling wäre für ihn mit der realistischen Winterreichweite von 70-80 km allerdings zu knapp gewesen, was ich auch offen kommuniziert habe). Seit 2 Jahren fährt er jetzt einen Leaf 2, den er als Vorführer günstig erwerben könnte, und ist damit nach wie vor happy.

Mein Bruder, schon zuvor am elektrischen Fahren interessiert, hat das bei mir ebenfalls erstmal beobachtet und sich vor 3 Jahren eine ZOE geholt, mit der er auch zufrieden ist und: klarkommt, obwohl er nicht zuhause laden kann und die Lademöglichkeiten in seiner Kleinstadt sehr begrenzt sind.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

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So überzeugt man in erster Linie:
@ ionier:
"nachdem er bei mir beobachten konnte, wie problemlos es läuft und auch immer wieder nachgefragt wäre, ob ich nach wie vor zufrieden sei - "ja! "

Durch Taten,
und geduldigem Beantworten gestellter Fragen.--> Richtig

Augenblicklich gutes Argument:
"Sprit ist um 20 ct/ltr. teurer geworden. Strom um 2 ct.
das sind bei 100 km, je nachdem ca. 1,2€ oder 0,4€.
Beide Preise werden steigen, nur, welcher wohl schneller...
( Dass das im Jahr nur 120€ sind, bedenken die meisten leider sowieso nicht)

"Der Wagen kostet auf der Strecke ca. 1/3 von "dem" vorher.
Mit der PV am Dach noch weniger.

Stimmt nicht bei jedem, in jedem Land....

Skeptikern sage ich schlussendlich, bevor ich das Thema aktiv wechsle, dass ich erheblich weniger Co² beim Fahren produziere was meinen Kindern und Kindeskindern zugute kommt.

Jemandem, der auf einen ID3 umsteigt und an dessen Kapazitätsgrenze, ob der Battereitemperierung im Winter geht, muss man allerdings etwas andere Dinge erklären, dass er in der Folge nicht zum Feind der E-Mobilität wird..

Steckdose, Vortemperierung, etc.etc.

Das ist dann kein Überzeugen, sondern eher ein Vorbauen....
Diverse E Fahrzeuge von 27 bis 90 Kwh.

Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

Hunnenhorst
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In meinem Umfeld ist der schärfste Skeptiker bzw. der stärkste Widerstand dagegen dass ich mir ein e-Auto anschaffe meine Frau.
Das Kuriose daran ist, meine Frau fährt selbst elektrisch und ist total begeistert davon.
Sie fährt einen e-Up aus 2020.
Nun ist es aber so, dass sie so wie der e-Up lädt das als Maßstab an alle e-Autos anlegt. Ihr Argument ist dann dass sie ja auch mal ankommen will und nicht 2 Tage unterwegs sein will wenn wir mal in den Urlaub fahren.
Es war mir nicht möglich ihr zu erklären dass zB ein ID.3 an CCS doppelt so schnell lädt wie der e-Up an CCS.
Hinzu kommt, dass sie den e-Up bislang nur unter ungünstigen Bedingungen an CCS geladen hat, also relativ voller und kalter Akku.

Auch dass ABRP für eine Strecke wo für den e-Up etwa eine Stunde laden ist, besagter ID.3 nur 25 Minuten lädt kann sie nicht überzeugen.

Nunja, mal sehen, vielleicht leihe ich für den nächsten längern Ausflug mal ein e-Auto, dann sehen wir ja wie gut man damit zurecht kommt.

Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

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Komisch. Meine Frau war ursprünglich auch skeptisch, ist durch die Problemlosigkeit mit dem iOn aber vom Konzept überzeugt.

Dass neuere, größere Autos mit schnellerer Ladefähigkeit dann auch Langstrecke und breitere Anwendung ermöglichen war ihr aber ohne weiteres klar, so dass jetzt ihr in die Jahre gekommener Volvo Diesel einem ioniq 5 weichen durfte :-)
Gruß
Werner
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Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

Blueskin
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Nepumuk hat geschrieben:
Odanez hat geschrieben: Die von dir erwähnten Begriffe, die hört man leider auch so oft, aber die kommen von Leuten, die sich niemals überzeugen lassen werden.
Diese angeblichen Umweltschutz-Argumente sind diesen Leute in Wirklichkeit vollkommen egal, sonst würden sie auch keinen Verbrenner fahren.
Den Eindruck habe ich auch in vielen Fällen (obwohl ich mir selbst DERZEIT kein Elektroauto zulegen werde).
Oft sind es ganz persönliche bzw. individuelle Gründe, derzeit einen Bogen um ein BEV zu machen...aber es ist halt einfacher, nicht die persönlichen Dinge zur Diskussion stellen zu müssen, sondern mit "übergeordneten" bzw. allgemeinen Gründen das Thema schneller zu beenden.
Ich kenne das zur Genüge auch von anderen Themen. (Beispiel: "Ich fahre lieber öfter in Urlaub, als mehr Geld für Bio-Lebensmittel auszugeben" hört sich natürlich wesentlich egoistischer an als das allgemeine "Dieser Bio-Kram ist in Wirklichkeit oft gar kein Bio sondern nur Abzocke". Aus ähnlichen Gründen sind vegetarische Lebensmittel "nicht wirklich gesund"... Im Gegensatz zum 2,95-€-Fleisch ;) )

Im Übrigen : Ich bin der Meinung, dass die zunehmende Anzahl von "Wechslern" zum BEV fast überhaupt nicht durch das "Überzeugen durch Diskutieren" erfolgt ist und erfolgen wird , sondern fast ausschließlich durch bessere Ladeinfrastruktur und praktikablere, bezahlbare Autos.

Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

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OK73 hat geschrieben: Von PHEVs halte ich nicht viel. Sie schleppen alles doppelt mit sich rum. Wenn ich die täglichen Kurzstrecken rein elektrisch zurücklegen will (zumindest dann, wenn genügend echter Ökostrom zum Laden zur Verfügung steht), dann brauche ich ein möglichst leichtes Fahrzeug.
Alles nun mal ganz sicher nicht. Das allermeiste am Fahrzeug existiert so oder so. Nur ein kleiner Akku und ein kleiner E-Motor kommt hinzu, wobei das heutzutage sogar schon reine Verbrenner haben.

Zwei Autos statt einem sich vor die Tür zu stellen, davon halte ich noch weniger. Von der fast doppelten Produktion, bis hin zum Flächenverbrauch, ist eine noch schlechtere Idee. Am Ende muss aber jeder sicher ein Stück weit selbst hinsehen, was gut für die eigenen Ansprüche ist.
electrifylife hat geschrieben: "denken"

tun viele Skeptiker eher nicht. Die sagen Wallbox ... "extremes Brandrisiko, Sondermüll", Solaranlage "unwirtschaftlich, im Winter kein Strom, Sondermüll", Strom "viel zu teuer und alles aus Kohle"
Man sollte vor allem hinhören. Meiner Erfahrung nach sind zu 80% die genannten Argumente nur vorgeschoben. Meist deshalb, weil man sich einfach kein neues E-Auto leisten kann. Aber auch weil man keine Solaranlage hat, weil man keine Ladesäule in der Nähe hat, usw..
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