Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

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Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

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Misterdublex hat geschrieben:
solardaddy hat geschrieben: Ich habe solche Gespräche seit 1985 auf vielen Veranstaltungen ja immer wieder geführt. Hartgesottene Skeptiker versuche ich nicht zu überzeugen, dass ist Energieverschwendung.
100% Zustimmung.

Nur ich bin pessimistischer, was die Fähigkeit diverser Personen angeht, einfache Dinge, wie Energiebilanzen zu begreifen.
Insbesondere dann, wenn hier im Forum über den Sinn von Wärmepumpen zur Fahrzeugbeheizung diskutiert wird.

Nach dem Motto:

„Mein Akku ist eh groß genug, den Strom habe ich eh dabei.“

Dass man dann wieder 2/3 zu viel Primärenergie benötigt, die ja irgendwo herkommen muss, wird dann ignoriert. Argument ist dann:

„Den Mehrpreis für die Wärmepumpe hole ich doch über geringere Stromkosten nie rein“.

Dann endet meist die Diskussion, weil die Personen, unser Energieproblem auf der Erde anscheinend im Grundsatz schon nicht verstanden haben.

Das Grundproblem der Skeptiker ist, sie kommen gar nicht bis zur Wärmepumpendiskussion, sie verstehen die einfachsten Dinge zuvor schon nicht.


Weiteres Beispiel ist der massive Verlust von Kapital, hinaus aus der EU, in die OPEC-Staaten. Millionen von Verbrenner-PKW verbrauchen massig flüssige fossile Rohstoffe, diese kommen auch mit hohen Anteil aus Drittstaaten. Da wandern jährlich Milliardenbeträge nach außen. Würden die Millionen PKW elektrisch, über erneuerbare Energien angetrieben, würde dieses Kapitel nicht abfließen und bliebe in der EU.

Was insbesondere die Staaten auf der Arabischen Halbinsel mit diesen Devisen machen, ist hinlänglich bekannt.

Auch diese Diskussion wird oft gar nicht begriffen, manche Personen denken halt:

„Der Sprit kommt aus dem Zapfhahn“

Denen fehlt die Grundkenntnis für diese einfachsten Zusammenhänge.
Sehen wir mal von der Arabischen Halbinsel ab.
Wessen Einflussbereich in Sachen Erdöl ist am größten?
Bis auf den Iran und Venezuela haben sich alle Länder dem Preisdiktat eines Amerika First Staates nun unterworfen.
Es ist doch nur noch abzuwarten bis diese Interessensgemeinschaften beginnen mehr wie gegen die E Mobilität nur zu oportunieren.

Es gibt heute, mit Russland noch drei Länder welche den Ölpreis selber bestimmen können und grosse Ölkapazitäten haben.
Will man von allen anderen Abhängig sein oder nicht?
Die USA bauen gerade ihren Einflussbereich in den Gasemiraten aus.
Wohl auch gänzlich uneigennützig wie das Vorgehen gegen Nordstream?

Europa ist das erste Mal dabei sich gegen das Amerikanische Wirtschaftdiktat, für welches es betr. dem Marshalplan dankbar sein muss, welcher allerdings in erster Linie der Anschaffung Amerikanischer Produkte, und damit dem Aufbau der US Wirtschaft diente, dabei sich unabhängiger zu machen.
Was US Amerika eigentlich. Ich nie zuließ.
Nur um einmal eine sehr grosse Interessengruppen gegen die E Mobilität auf Staatsebene ins Spiel zu bringen.
Diverse E Fahrzeuge von 27 bis 90 Kwh.
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Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

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JoDa hat geschrieben:Das das E-Autos die Verbrenner ersetzt, sieht heute jeder an den Verkaufszahlen.
Ein paar Skeptiker sind auch notwendig, da ansonsten die E-Autohersteller mit der Produktion nicht nachkommen. (Osborn Effekt.)
Umweltschutz hat damit leider wenig zu tun. Statt Verbrenner in Übergröße mit überdimensionierten Motoren, werden jetzt E-Autos in Übergröße mit überdimensionierten Akkus verkauft. Kaufargument ist die Überlegenheit des Elektroantriebes vor allem im Luxussegment (Tesla), bzw. die staatlichen Förderungen vor allem bei den Firmenwagen.

Ich habe auch keine Lust zu versuchen Skeptiker zu überzeugen.
Das hat m.E. nichts mit rationalen Argumenten zu tun, da muss man schon Psychologe sein um die "kognitive Dissonanz" zu kurieren.
Die Skepsis von 2011-2019 war auch verständlich, wenn man bedenkt wie negativ die Berichterstattung in den deutschen Medien war.
Und selbst heute noch beschwören Forscher, die um EU-Fördergeld buhlen, die große Zukunft des Wasserstoffs H2 als Treibstoff für Brennstoffzellen-Autos FCEV. :wand:
Und Österreichs größter Autofahrerclub der ÖAMTC schwört immer noch auf die "Technologieoffenheit" und die große Zukunft von synthetischen Treibstoffen. Denn die vom ÖAMTC bezahlten "unabhängigen" Wissenschaftler habe ja in einer großen Studie nachgewiesen, dass synthetische Treibstoffe für PKWs die Zukunft sind. :wand:
Das ist wieder das nächste. Wenn dann Monster Akku damit er einmal im Jahr evtl die Strecke bis Gardasee packt. Die Leute haben es dann immer noch nicht verstanden wie es läuft. Abgesehen davon daß Autos mit Monster Akku oder 800 Volt Systemen auch relativ viel verbrauchen in der Regel weil es eben keine Sparwunder Alltagsautos sind, womit der Vorteil teilweise wieder aufgehoben wird.
Ioniq Premium Vfl mit allem. E Cannonball Vizesieger. Fiat 500E Icon

Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

Odanez
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JoDa hat geschrieben: Und Österreichs größter Autofahrerclub der ÖAMTC schwört immer noch auf die "Technologieoffenheit" und die große Zukunft von synthetischen Treibstoffen. Denn die vom ÖAMTC bezahlten "unabhängigen" Wissenschaftler habe ja in einer großen Studie nachgewiesen, dass synthetische Treibstoffe für PKWs die Zukunft sind. :wand:
So tickt doch unser Andi (Be)Scheuer(t) auch, zum Glück hat der jetzt nichts mehr zu sagen, denn mehr als Wutreden und Korruption kamen von ihm nicht.

Also die Skepsis die ich zur Zeit erlebe ist nicht die Skepsis gegenüber der Praxistauglichkeit, sondern die Skepsis, dass das in Deutschland in größeren Maße überhaupt nicht machbar ist und sowieso viel schlechter für die Umwelt und Menschenrechte ist als Verbrennerautos. Entweder das, oder man sieht Elektroautos als große Ressourcenverschwendung und man sollte eher in Richtung intelligente Mobilität statt individuelle Mobilität gehen. Diese Einstellung kann ich zwar teilweise verstehen, jedoch sollte diesen Skeptikern klar sein, dass wir noch jahrzehnte lang mit der individualmobilität weiter machen müssen, weil der Ersatz einfach noch nicht vorhanden ist.
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Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

Nixwisser
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Hui, vom eAuto über Nordstream zu staatstragenden Interessengruppen ...
Nein, ich will keinen Menschen zum batteriebetriebenen Auto überreden.
Warum auch?
M.M.n. werden in ein paar Jahren sich diejenigen, die es sich leisten können, ein eAuto zulegen -
leisten vom Kaufpreis und von der Lademöglichkeit (privater Stellplatz mit WB, eventuell noch Photovoltaikanlage) her.
Andere werden noch Verbrenner fahren, weil sie sich ein teures eAuto nicht leisten können - dafür müssen sie dann den immer teureren Kraftstoff bezahlen und sind wieder die Gelackmeierten.
Natürlich werden manche auch weiterhin Verbrenner fahren, weil sie damit bestimmte sentimentale Vorstellungeb erfahren möchten ...
Interessant wird es, wenn der Fiskus auch die Stromer an den Kosten der Infrastruktur teilhaben lässt ... aktuell sind eAutofahrerInnen da arg unbeteiligt und werden enorm subventioniert.
Und noch kurz zu Nordstream II: sich von einer Diktatur und Despoten abhängig machen ist besser als was?...
Tzzz
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Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

Odanez
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@Nixwisser zu Nordstream 2: Das nennt sich gesunde Außenpolitik betreiben. Besser ist es sich mit seinen Nachbarn zu vertragen, egal wie diese ihre eigene Innenpolitik betreiben. Wir sollten nicht aus Trotz versuchen anderen eine Reinzuhauen die anders denken als wir, das führt auf Dauer nur zu noch mehr Konflikten, Sanktionen, und da hat keiner was davon. Alsob wir durch das Verhindern von Nordstream 2 Putins Innenpolitik verbessern könnten :lol:
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Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

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Aber auch Fahrzeuge mit 156kWh/100km machen Sinn... braucht halt 900kWh Akkus
FGoyXxrWQAIGdsn.jpg
Quelle: https://twitter.com/designwerkgroup/sta ... 7200476160

Ich denke man muss mit vielen Beispielen zeigen, dass Elektromobilität funktioniert.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 130.000 km

Niemand ist bei mir auf der Ignor-Liste!

Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

Odanez
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@AbRiNgOi Sehr interessant, hier noch ein Artikel dazu: https://emobilitaet.online/news/produkt ... schwerlast - so wie es aussieht wiegt der 900kWh Akku 5,4t. Das dürfte alle Skeptiker, die meinten, dass ein Elektro-LKW keine Nutzlast mehr hat wegen den schweren Akkus, deutlich überzeugen, dass es doch geht.

Wenn man sich für die Leergewichte vs. eines 40-Tonner interessiert, so ist hier: https://www.electrive.net/2021/08/31/1- ... ekord-auf/
zu sehen, dass die Konfiguration ein Leergewicht von 15,5t hat. Typischerweise ist das Leergewicht eines 40-Tonners um die 13t. Somit ist das Mehrgewicht eines elektrischen LKWs fast vernachlässigbar, wobei es sich da um einen 680kWh Akku handelt, und nicht 900kWh. Wenn aber wie oben gezeigt der Akku 6kg pro kWh wiegt, dann kommt man theoretisch auf ein Mehrgewicht gegenüber eines 680kWh Akkus von 1,3t, somit hätte ein 900kWh 40-Tonner ein Leergewicht von 16,8t.
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Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

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electrifylife hat geschrieben: Bei wildfremden Menschen weniger ein Problem, man kann sie meiden. Bei engen Freunden und Verwandten wird es lästig, wenn alle paar Tage die gleiche Diskussion entsteht und man nicht mal das Thema wechseln kann, da diejenigen auch noch immer meinen es ansprechen zu müssen. Was macht ihr also, wenn es wieder mal heißt
Gar nichts. Die Argumente von Leuten, die etwas ablehnen, sind immer gleich hanebüchen, egal um was es geht. Sei es Elektromobilität, Corona-Impfungen oder sonstwas.
Ab Herbst 2022 verbrennerfreier Haushalt. Sofern VW Liefertermine bis dahin halbwegs im Griff hat...
eGolf vorhanden, der Zweitwagen wird durch ID.4 ersetzt (der dann Erstwagen wird, was aktuell der eGolf ist)

Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

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Der Vorteil des Monsterakku ist in meinen Augen, das der vom Verschleiss zum Auto passt. Bei mir stehen zwei Kangoo ZE mit 22kWh Batterien, die eigentlich auf sind nach gut 1000Ladezyklen. Ein 77kWh Akku hätte jetzt schon 350.000km runter und damit könnte ich besser leben. Kalendarisch scheint das fast egal zu sein der Kangoo ZE vom Kumpel hat 200Zyklen ist wie neu aber auch 10 Jahr alt.

Mfg
Michael
Kangoo ZE maxi seit 2015 124.500km, Kangoo ZE Postkutsche seit 2018 95.500km, E-UP seit 2020, 14.000km, C180TD seit 2019 39.000km , max G30d seit 2020 700km, Sunlight Caravan, Humbauer 1300kg, E-Expert 75kWh 20.000km

Re: Wie überzeugt ihr Skeptiker von der E Mobilität?

Meinereiner
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Meiner Meinung nach ist es unsinnig, mit überzeugten Gegnern über das Thema reden zu wollen. Argumente lassen sich leicht erfinden, und sind schnell als Totschlagargument dagestellt.
Es werden Ausreden erfunden, und zwar solange, bis man an einem Punkt angelangt ist, wo man nicht weiterkommt, und das wird dann in epischer Breite breitgetreten, denn man hat die Diskussion ja gewonnen.

Es ist sinnlos, weil das Thema so gefühlsbeladen ist. Ich gehe inzwischen so weit, das Thema gar nicht mehr aus eigenem Antrieb anzusprechen, und mein nicht-E-Kennzeichen bleibt erst mal drauf. Gut dass der Leaf wie ein Verbrenner aussieht.

Wer meint, man käme mit Argumenten weiter, möge es hier versuchen:
https://www.mikrocontroller.net/topic/529011#new
https://www.mikrocontroller.net/topic/5 ... to=new#new
Keine Anmeldung nötig. Ich würds lassen, es macht keinen Sinn und wird sowieso bald gelöscht, weil den Moderatoren die Beleidigungen zu viel geworden sind.
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