Umstieg Verbrenner => Stromer, "Laienfragen" querbeet

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Umstieg Verbrenner => Stromer, "Laienfragen" querbeet

GoatBear
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Hallo liebe Community,

Aus finanziellen Gründen überlege ich meinen PS-Boliden, welcher quasi nur noch rumsteht durch einen Stromer zu ersetzen

Da das Auto wie gesagt meistens nur rumsteht (ca. 1 kurze Fahrt alle 14 Tage, aktuell 6000km/Jahr) und ich dank der 1% Regelung (wurde auf die Firma gekauft) alleine für das Rumstehen jeden Monat geschätzt 300 EUR aus der eigenen Tasche zahlen muss.
Da ich seit einem Jahr auch nun mit meiner Partnerin zusammenlebe, reicht uns eigentlich 1 Verbrenner für die längeren Touren. Die alltäglichen Routen sind eher <60km hin und zurück, vielleicht mal bei einem Wocheneinkauf 80km, wenn man mehrere Geschäfte abfährt.


Ich habe jetzt (bitte lacht mich nicht aus!) vielleicht auch einige laienhafte Fragen quer durch alle Themenbereiche.

- Wartungsaufwand: Was sind die Schwachstellen eines Stromers? Man hört ja immer der E-Motor sei wesentlich wartungsärmer, da weniger Teile als ein Vebrenner. Gibt es übliche Verdächtige, die nach einer gewissen Zeit kaputt gehen (können?)
- Werden solche Reperaturen dann auch beim Vertragshändler durchgeführt, oder muss dazu das Auto dann gar zum Hersteller?
- Was für Services sind in der Regel fällig? Gibt eh hier Ölwechsel, Zündkerzen, etc was alles getauscht werden muss?
- Für reine Elektroautos gilt ja eine 0.25% Regelung für Dienstwagen, wie ich das gelesen habe bis 2030. Aktuell sind reine Stromer ja auch KFZ-Steuer befreit. Gibt es auch hier ein Datum?
- Wie verhält sich das mit dem Akku? Meine Handy Akkus sind ja gefühlt nach spätestens 3 Jahren durch. Wieviele Ladezyklen hat im Schnitt so ein Akku, bevor er deutlich an Reichweite verliert? Ist das Ganze auch ein Thema des Alters, oder eher nur der Nutzung?
- Aktuell sehe ich 2 Optionen, die ich mir näher überlege:
1) Ich rechne mit ca. 35k Verkaufswert meines Verbrenners. Wenn ich mir nun einen Peugot 208, Corsa, Leaf, Mini etc für ca. 32€ BLP hole, (29.000€ Händlerendpreis), bekomme ich quasi mit der BAFA Förderung ca. 10k netto raus. Dann hätte ich einen Neuwagen, der zwar auch nur rumsteht, aber keine grösseren laufenden Kosten verursacht und 10k die ich anderweitig anlegen kann
2) Einen Smart EZ 2018 mit ca. 30.000km Laufleistung bekommt man ja schon für rund 10.000 EUR. Wirtschaftlich fast das sinnvollste, da er ja quasi auch nur rumsteht und hier in diesem Falle ca. 20k€ übrig bleiben. Andererseits ist die Reichweite des Smarts natürlich "überschaubarer", und wenn der Akku 3 Jahre alt ist, weiss ich dann auch nicht, wieviel Endreichweite das Ding letztendlich hat. Realistisch sagen die Tests ja 120km, ist hier auch dann nach 6 Jahren noch sichergestellt, dass man 80km weit kommt?


So, entschuldigt bitte alle diese komischen Fragen, aber die treiben mich gerade noch etwas um ;)

Viele Grüße und vielen Dank
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Re: Umstieg Verbrenner => Stromer, "Laienfragen" querbeet

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Ich würde vorschlagen Du liest Dich mal ein bisserl in das Forum ein, da sind eigentlich alle Deine Fragen schon beantwortet.

Mein Ratschlag was Du Dir kaufen sollst: weder 1) noch 2). Wenn Du einen PS-Boliden gewöhnt bist kauf Dir wieder einen: Jaguar, Audi, Hyundai, Kia und Tesla haben da interessante Angebote die dann sicher nicht so viel in der Garage rumstehen werden weil sie einfach mehr Spaß machen. Wenn's Dir hauptsächlich um's Geld geht verkauf den Boliden und leg das gesamte Geld an. Dann bestellst Du Dir bei einem eAutovermieter der Reihe nach mal die o.g. eAutos oder auch den von Dir angedachten Peugopel oder auch irgendein anderes schönes eAuto wie z.B. den elektrischen Fiat 500e. Am Schluß kannst Du fundiert entscheiden welche eAutos eure beiden Verbrenner ersetzen soll.

Grüazi, MaXx

Re: Umstieg Verbrenner => Stromer, "Laienfragen" querbeet

electic going
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Hm, ein Twizzy oder E-Smart oder e-Up (bzw. Geschwister) ist wohl für das Fahrprofil günstiger.

Re: Umstieg Verbrenner => Stromer, "Laienfragen" querbeet

Odanez
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Also wenn du garantiert immer 80km weit kommen willst zum Einkaufen, dann wäre sogar ein alter 30kWh Nissan Leaf eine gute Wahl. Kosten ja kaum was und kommen 150km weit bei gutem Wetter, aber 100km sind bei denen immer drin. Alternativen e-Golf, BMW i3, 40kWh alte Renaut Zoe... Wenn man etwas auf die Dinger aufpasst und man noch gut Reichweitenreserve hat dann halten die i.d.R. auch nicht kürzer als ein Verbrenner. Also keine Sorge, für dieses Profil kann man auch mit einem 10.000€ glücklich werden. Und es wird garantiert so sein: Der Stromer wird dann zu dem Auto, was am meisten bewegt wird. Alle Kurzstrecken sind da drin einfach... besser.

Eine Faustregel aber beim Gebraucht-E-Autokauf: Wenn man vor hat wenig zu fahren, ist es am wichtigsten ein möglichst junges Auto zu kaufen, km sind nicht so wichtig, andersrum wenn man vor hat viel zu fahren, ist es am wichtigsten ein Auto mit möglichst wenigen km zu kaufen, Alter ist nicht so wichtig.
2017-2020: 2013 Nissan Leaf Acenta 24kWh
Seit 2021: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: Umstieg Verbrenner => Stromer, "Laienfragen" querbeet

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Aus finanziellen Gründen...
Das scheint mir der Hauptgrund zu sein.
Spass und Umweltbewusstsein eher weniger?
Also im Bereich 30 k Euro. Da gibt es einige gebrauchte Model S.
Die Lade Infrastruktur ist einfach immer noch top.
So wurde in 2,5 Jahren unser Model S schon 70k km bewegt.
Auf die komplexe umweltprämie würde ich nicht wetten.
Sg
Twike 676 seit 2001, EVT4000e seit 2005, Mia electric 12kWh seit 2013, Twizy life 2018 bis Mai 2019, Tesla Model S 85 zusammen mit Familie seit 2018, Mia electric 8kWh seit 2019

Re: Umstieg Verbrenner => Stromer, "Laienfragen" querbeet

Casamatteo
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Die Hauptfrage muss lauten: wo kann ich laden?
Wenn im eigenen Haus, dann (Zweit-)Verbrenner weg, BEV her, und PV aufs Dach. Arbeitsplatz ist auch gut. Wenn man Laternenparker ist sieht es anders aus, dann braucht man ein schnellladefähiges Auto das quasi "tanken" kann.
Am besten einige E-Autos mieten, wenn man keinen eindeutigen Favoriten oder eine Stammmarke hat.

Die Akkus in Handy und Laptop werden systematisch kaputt gemacht, sollen am Anfang möglichst hohe Kapazität bringen und werden dazu gnadenlos überladen, hängen mit hohen Temperaturen und zu hohen Spannungen die ganze Nacht am Kabel das keinerlei Intelligenz und Regelungen hat. Dann lassen sie nach und der Kunde kauft entnervt ein neues Gerät, oder das alte wird per Software ausgebremst bis zum Stillstand. Weil ich das nicht wusste gingen Akkus von Laptops, die am Netz genutzt wurden und immer auf 100% waren, in drei Jahren kaputt. Daher nur bis 80% laden, wenn man die Einstellung dazu findet.

In E-Autos dagegen wird die Temperatur überwacht, ggf. geheizt oder gekühlt, und die Ladeleistung wird geregelt. Es werden oben (bei 100%) und unten (bei 0%) Puffer eingestellt so dass 100% eigentlich nur 90% sind, und 0% 5%, oder so. Zudem wird "balanciert", so dass die Zellen gleichmäßig belastet werden, und nicht eine faule Zelle das ganze Paket nutzlos macht. Mein Smart-Akku (komplett Made in Germany) ist über 8 Jahre alt, wurde meist mit Schnellladung gestresst, und hat noch 90%, wie schon vor 2 Jahren. Derzeit steht das Auto auch nur herum. Für Kurzstrecken reicht er, steht was längeres an suche ich mir ein E-Mietauto. Der Gas-Verbrenner wurde verkauft weil er nur Standschäden angesammelt hat. Also weg mit dem solange er noch Geld bringt.
Smart ED3 EZ2013 56000km 2. 22-kW-Lader
6 Liter Diesel brauchen ca. 12 kWh Energie als Brennstoffverbrauch in der Raffinerie, keine 42 kWh als Strom wie Andreas Burkert behauptet. Er hat vermutlich zudem US-Gallonen und Liter verwechselt.

Re: Umstieg Verbrenner => Stromer, "Laienfragen" querbeet

GoatBear
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Guten Morgen und vielen Dank für Euren Input.
Twiker76 hat geschrieben: Also im Bereich 30 k Euro. Da gibt es einige gebrauchte Model S.
Auf die komplexe umweltprämie würde ich nicht wetten.
Dann sind wir wieder eher beim Thema "Steht nur rum und kostet unnütz Geld". Ich könnte mir hier natürlich wieder irgendein teures Auto gönnen, aber für was. Das ist ja aktuell gerade der Grund, wieso ich den aktuellen loswerden will

Inwiefern nicht auf die Prämie wetten? Schlechte Erfahrungen gemacht? So wie ich das ja höre (oder verkaufen einem das nur die Händler so?), ist das ja recht easy going
Odanez hat geschrieben: Eine Faustregel aber beim Gebraucht-E-Autokauf: Wenn man vor hat wenig zu fahren, ist es am wichtigsten ein möglichst junges Auto zu kaufen, km sind nicht so wichtig, andersrum wenn man vor hat viel zu fahren, ist es am wichtigsten ein Auto mit möglichst wenigen km zu kaufen, Alter ist nicht so wichtig.
Daher tendiere ich tatsächlich aktuell zum Smart Basismodell Neuwagen. Lande ich irgendwo bei 13-14k. Müsste man natürlich auch mal probefahren. Den Leaf gebraucht habe ich auch ins Auge gefasst, aber da der Preis ähnlich ist, würde ich hier tatsächlich zum Neuwagen tendieren auch wenn dieser bei Reichweite und Platz erstmal zurückstecken muss
MaXx.Grr hat geschrieben: Mein Ratschlag was Du Dir kaufen sollst: weder 1) noch 2). Wenn Du einen PS-Boliden gewöhnt bist kauf Dir wieder einen: Jaguar, Audi, Hyundai, Kia und Tesla haben da interessante Angebote die dann sicher nicht so viel in der Garage rumstehen werden weil sie einfach mehr Spaß machen. Wenn's Dir hauptsächlich um's Geld geht verkauf den Boliden und leg das gesamte Geld an. Dann bestellst Du Dir bei einem eAutovermieter der Reihe nach mal die o.g. eAutos oder auch den von Dir angedachten Peugopel oder auch irgendein anderes schönes eAuto wie z.B. den elektrischen Fiat 500e. Am Schluß kannst Du fundiert entscheiden welche eAutos eure beiden Verbrenner ersetzen soll.
Grüazi, MaXx
Servus MaXx, wie oben schon erwähnt. Der Wagen würd nur wieder rumstehen... (Und Geld "verbrennen") Wenn ich mal n Ausflug machen will oder doch mal wieder die Finger jucken und ich auf nen Track fahre, kann ich auch auf den Sportwagenfuhrpark eines Freundes zugreifen. Das mit dem Vermieter klingt eigentlich auch sehr gut, da kann man die "Probefahrt" ja quasi mal in einem echten Szenario machen...

Re: Umstieg Verbrenner => Stromer, "Laienfragen" querbeet

Misterdublex
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@GoatBear:
Ich kann für unseren e-Golf (4 a) sprechen:

- Neben den Inspektionen (ca. 200 €/a) keine Kosten,
- Akku bislang maximal 2% Degradiert.

Für den Smart Ed 451 (6 a)

- Defekt der Leistungselektronik (2.700 €) ging zum Glück über Garantie, sonst nichts,
- Akku ebenso bislang maximal 2% Degradiert.

Zu 1)
Hast du dir mal den VW e-Golf (ab 2017, Facelift) angesehen. Da könnten bald viele sehr gut ausgestattete VW Werksdienstwagen auf den Markt kommen, für die die Gebrauchtwagen-BAFA dann möglich ist und die bei ca. 11.000 € liegen.

Wesentlich bessere (konservative) Anmutung als der Peugeot und auch mehr Platz als der Peugeot und der Mini.

Der Leaf hat den in Europa aussterbenden japanischen Ladestandard, insbesondere beim Schnellladen wirst du dann an mehr Schnellladesäulen europäischen Standards vorbeifahren (und nicht laden können), als du Schnellladesäulen mit japanischen Standard findest.

Zu 2)
Der Smart schafft im Winter wohl eher keine 100 km und die 120 km im Sommer nur bei streicheln des Strompedals.
VW E-Golf300 als Zweitfahrzeug, mit AHK (Heckträger) von Bosstow nachgerüstet
VW e-Up Aktiv als Erstfahrzeug

Bonnet Referral Code REG7VG

Re: Umstieg Verbrenner => Stromer, "Laienfragen" querbeet

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Ich vergaß zu erwähnen:
Rumstehen lassen ist bei Tesla etwas schlecht, das stimmt. Ca. 1 bis 2 % Verlust am Tag (Vampir- Verlust).
Besser ist es bei Mia, da macht rumstehen nen Monat nix, vorausgesetzt die 12 V ist nicht schon zu alt.
Gibt's bei Mia Mainz (Jacobi E mobile) ab rund 5k Euro inkl. Akku. Für den Rest in ne PV inkl. Hausakkuspeicher investieren. Und damit nahezu autark werden.
Gebrauchten Smart wurde erwähnt, alte Drillinge I miev, c zero usw.
Ja keinen Twizy (ich habe generell sehr schlechte Erfahrungen mit Renault gemacht), ich schaffte mit der neuen Generation keine 70km im Idealfall.
Problem wird sein das ne Mia schwer verfügbar sein wird und es wirklich ein spez. E- Fahrzeug ist, dennoch kein L7e sondern in die Kategorie Kombi Limousine mit bis zu 9 Personen gehört obwohl max 3 bis 4 Leute (Mia L) Platz haben.
Robuste LiFePo4 Akkus die seit mehr als 9 Jahren und nach mehr als 118k km immer noch mehr als 88 % SOH haben die locker im Sommer noch 100km Reichweite bringen mit der 12 kwh Variante. Die Einstiegsversion 8 kWh ist nicht ganz so robust wenn man die Leistungsfähigkeit nicht an den 8 kWh angepasst hat. Aber hier habe ich in 1,5 Jahren auch 25k km gemacht jetzt ist ein Tausch Akku drin der max. 90 km schafft.
Die neuste Version hat sogar 14 kWh und Weiterentwicklungen finden statt und die wenigen Menschen stehen mit herzblut hinter ca. 1000 bis 1500 hergestellten Mias sehr für.
Ich denke Probefahrt und E auto Miete sind der richtige Weg.
Ein Twike habe ich auch noch, das ist aber sehr spez. Am 11. August 2021 habe ich dann echte 20 Jahre BEV Erfahrung!
Gutes gelingen bei der Suche des passenden E Autos.
Sg
Twiker76
Twike 676 seit 2001, EVT4000e seit 2005, Mia electric 12kWh seit 2013, Twizy life 2018 bis Mai 2019, Tesla Model S 85 zusammen mit Familie seit 2018, Mia electric 8kWh seit 2019

Re: Umstieg Verbrenner => Stromer, "Laienfragen" querbeet

Odanez
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Ich bekomme den Eindruck, dass eigentlich eine 80km Reichweite im schlimmsten Fall immer drin sein muss. Dazu braucht man m.M.n ein Auto mit >25kWh Akku, ein Smart würde an der 80km Marke im Winter scheitern. Darum meine Vorschläge 30kWh Leaf, 40kWh Zoe, e-Golf Facelift. Man kann auch einen alten Ioniq 28kWh nehmen, der schafft die 80km immer locker, man muss halt schauen ob man ein gutes Angebot findet.

Noch alternativen wenn es ein neueres Fahrzeug sein soll: e-Up (der neue), oder Citigo-e, Mii-e, Dacia Spring. Corsa-e wäre vermutlich schon etwas zu teuer
2017-2020: 2013 Nissan Leaf Acenta 24kWh
Seit 2021: Kia e-Niro Spirit 64kWh
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