Für sechs Liter Diesel werden etwa 42 kWh benötigt

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Re: Für sechs Liter Diesel werden etwa 42 kWh benötigt

hallootto
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Beispiel:
Unser Verwaltungsleiter fuhr bisher einen Passat Diesel ca. 40.000km im Jahr mit ungefähr 7Liter je 100 Km. Das sind pi mal Daumen 70kWh je 100km.
Nun fährt er einen Hyundai Kona mit großer Batterie und hat einen Verbrauch von durchschnittlich 21kWh. Nach seiner Aussage bewegt er das Fahrzeug nicht viel anders als bisher (viel Autobahn). Egal was noch zusätzlich notwendig ist um den Diesel zu erzeugen, alleine bei diesem Vergleich sieht herkömmlicher Kraftstoff ziemlich alt aus.
Was wäre denn wenn die herkömmlichen Kraftstoffe nach Energiegehalt (kWh) bezahlt würden, und zwar mit den üblichen 30Cent vom Strompreis. Dann kosten die 100km mit dem Diesel locker 21€. Oder noch besser, wenn der Strompreis am Dieselpreis (z.Zt. 1,33€) orientiert würde, dann würden die 100km mit dem Kona 2,79€ kosten. Aber das ist eine andere Diskussion...
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Re: Für sechs Liter Diesel werden etwa 42 kWh benötigt

Twiker76
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Dann wird von 55% statt von 45% geschrieben.
45% ist der Wirkungsgrad vom GUD für den elektrischen Teil. Davon Ladeverluste, Akkuwirkungsgrad abgezogen -
Naja, dann ist es nicht so schlimm...
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Re: Für sechs Liter Diesel werden etwa 42 kWh benötigt

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hallootto hat geschrieben: Was wäre denn wenn die herkömmlichen Kraftstoffe nach Energiegehalt (kWh) bezahlt würden, und zwar mit den üblichen 30Cent vom Strompreis. Dann kosten die 100km mit dem Diesel locker 21€. Oder noch besser, wenn der Strompreis am Dieselpreis (z.Zt. 1,33€) orientiert würde, dann würden die 100km mit dem Kona 2,79€ kosten.
Ich bewege meinen Skoda Citigoe mit 15 kWh inkl. Ladeverlusten. Meine Wallboxen sind an meinen Wärmepumpenzähler angeschlossen und ich bezahle daher nur 0,22 €/kWh.

Damit bezahle ich zwar keine 2,79 €/100km aber nur wenig mehr mit 15 kWh/100km * 0,22 €/kWh = 3,3 €/100km

Nun noch EEG Umlage und Steuern auf Strom senken wie es hoffentlich nach der Bundesttagswahl kommt und die 2,79 €/100km wären bei 0,186 € kWh bei mir erreicht. Also bei gerade mal 3,4 Cent/kWh Preisreduktion.
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Re: Für sechs Liter Diesel werden etwa 42 kWh benötigt

Meinereiner
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Irgendetwas stimmt da nicht.
Das hat nix mit Verschwörung zu tun.
Wenn ein 2,5 to Tesla S die letzten 70k km von allen meinen Familienmitgliedern und Mir mit deutlich unter 25kWh pro 100km bewegt wird, aber ein Kleinwagen wie der Toyota aygo rund 4,5 Liter Benzin auf 100km frisst, stimmt das mit den hier genannten Wirkungsgraden nie und nimmer!!!
Und das sind meine Erfahrungen aus der Praxis in fast 20 Jahren E Mobilität.
Ganz einfach: Wirkungsgrade werden beim Diesel immer beim "Bestpunkt" angegeben werden, sie gelten für exakt eine Kombination aus Drehzahl, Drehmoment, temperatur etc. Da fährt man aber so gut wie nie.
Umso weiter man von diesm Punkt ist, umso schlechter wird der Wirkungsgrad. Und zwar sehr viel schlechter. Im Auto braucht man auch deshalb eine Schaltung.

Man überlege einmal, warum man bei der Eisenbahn den Aufwand treibt, einen Dieseleketrischen Antrieb zu bauen: Man erzeugt mit dem Diesel Strom, und treibt die Lok mit einem E-Motor an. Und das lohnt sich.
Ein Kraftwerk wie ein BHKW oder Gaskraftwerk kann seine Drehzahl und das Drehmoment (größtenteils) frei wählen. Das wird WIRKLICH permanent im Bestpunkt betrieben.
Ein Diesel in einem Auto so gut wie nie.

Das direkt zu vergleichen ist daher Unfug. Aber genau die Art von Propaganda, die gerne verbneitet wird.

An Ihrem Beispiel sieht man auch von der Verbrauchsseite, dass die >30% im Diesel-PKW niemals stimmen können.

PS:
Wenn ein Wirkungsgrad von 90% bei einem Gaskraftwerk angegeben wird, dann ist oft eine Nutzung der Abwärme im Spiel. Erzeugt man nämlich 40% Strom und 60% Prozesswärme oder Fernwärme, kann man 90% oder mehr des Energieinhalts nutzen. Das ist auch keine Augenauswischerei, die Wärme muss ja ohnehin erzeugt werden.

Re: Für sechs Liter Diesel werden etwa 42 kWh benötigt

LeakMunde
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Meinereiner hat geschrieben: Ein Kraftwerk wie ein BHKW oder Gaskraftwerk kann seine Drehzahl [...] (größtenteils) frei wählen.
Das gilt höchstens für kleine BHKW mit Umrichter. Alle großen Gaskraftwerke laufen mit 3.000 U/min bzw. 50 U/s was eben den 50 Hz unseres Stromnetzes entspricht.
Meinereiner hat geschrieben: Erzeugt man nämlich 40% Strom und 60% Prozesswärme oder Fernwärme, kann man 90% oder mehr des Energieinhalts nutzen. Das ist auch keine Augenauswischerei, die Wärme muss ja ohnehin erzeugt werden.
Die Abwärme möglichst sinnvoll zu nutzen, ist natürlich sinnvoll. In der Realität bedeutet das dann aber halt auch mal die Straße oder das Spargelfeld zu heizen.
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Re: Für sechs Liter Diesel werden etwa 42 kWh benötigt

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Hier steht nirgends, dass ein Kraftwerk die Generator Drehzahl frei wählen kann, sonder die Antriebsdrehzahl. Wenn die Generator Drehzahl im Gegensatz zu einem PKW Antriebsrad bei einer fest definierten Drehzahl fährt habe wir schon gewonnen, dann benötigt der Antrieb eine Auslegung für genau diese Drehzahl oder ein Einganggetriebe.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
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Re: Für sechs Liter Diesel werden etwa 42 kWh benötigt

LeakMunde
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Bei welchem großen Kraftwerk ist denn die Antriebsdrehzahl ungleich der Generatordrehzahl?
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Re: Für sechs Liter Diesel werden etwa 42 kWh benötigt

hallootto
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Die "Krücke" der Wärmenutzung bei einem Kraftwerk ist zwar schön, aber in der Praxis doch eher selten. Warum haben die großen Kraftwerke wohl Kühltürme oder benutzen Flüsse zur Abkühlung.
Und was machen die dann heute, bei 23°C Außentemperatur, wo wird die Abwärme dann genutzt?
Auch hier wieder wird der Wirkungsgrad für die Idealsituation gerechnet und angegeben, in der Praxis und Langfristig unhaltbar.
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Re: Für sechs Liter Diesel werden etwa 42 kWh benötigt

Duke711
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Meinereiner hat geschrieben: PS:
Wenn ein Wirkungsgrad von 90% bei einem Gaskraftwerk angegeben wird, dann ist oft eine Nutzung der Abwärme im Spiel. Erzeugt man nämlich 40% Strom und 60% Prozesswärme oder Fernwärme, kann man 90% oder mehr des Energieinhalts nutzen. Das ist auch keine Augenauswischerei, die Wärme muss ja ohnehin erzeugt werden.
Das ist Augenwischerrei, da eben aus der Fernwärme kein Strom gewonnen werden kann. Man wird somit auch niemals die Erwähnung in Zusammenhang des Wirkungsgrad finden, da eben der Wirkungsgrad auf die Energieumwandlung und nicht auf eine genutzte Energiebilanz bezieht. Es wird immer von Ausnutzungsgrad die Rede sein. Zumal zu diesen 90% Ausnutzungsgrad die Wärmeverluste bezüglich der Fernwärme nicht berücksichtigt werden.

GUD haben nach wie vor einen Wirkungsgrad von ~ 55%.
Meinereiner hat geschrieben:
... dass die >30% im Diesel-PKW niemals stimmen können.
Behaupten kann man viel:

viewtopic.php?f=45&t=62952

Hängt natürlich vom Fahrprofil ab, aber im WLTC sind es für den Diesel und Otto Direkteinspritzer im Schnitt > 30%.

Re: Für sechs Liter Diesel werden etwa 42 kWh benötigt

env20040
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@ duke711: Du hast selber diesen Beitrag verlinkt: https://www.bayern-innovativ.de/seite/gaskraftwerke
Hier sind die 90% geschrieben.
Und dass GUD
Gas
Und
Dampf-Systeme keinen so hohen Wirkungsgrad haben.

Egal:
Hier wird auch dir, wenn du es lesen möchtest, populistisch erklärt, wie es zu den 90% Energienutzungsgrad kommt.
https://www.bayern-innovativ.de/seite/gaskraftwerke.
Hier steht dann auch , dass :
"Mit einem elektrischen und thermischen Wirkungsgrad von jeweils 45 Prozent wird der Brennstoff Gas zu neunzig Prozent ausgenutzt."

Versuche einmal vom GUD wegzukommen, das wird dort nämlich ersetzt.. durch diese neue, alte Technik.

Und, wenn Du schon irgendwelche Exel-Sheets Gebetsmühlenartig verlinkst, dann sorge bitte dafür, dass die Formeln lesbar werden.
Dies, da bereits Deine vorangeführten Rechnungen ohne Einheiten:

bei 8% Ladeverluste:

0,55 * 0,94 * 0,92 = 47,5 %

bei höheren Ladeverlusten

0,55 * 0,94 * 0,87 = 45 %

Und somit kaum besser als die 34% im Schnitt vom Dieselmotor.
Eher als wiederholter Mumpitz in der folge Rüberkommen.

aber, ich greife mal auch hier exemplarisch auf:

nicht 55% Wirkungsgrad, sondern 90%.
0,9 ( Faktor Wirkungsgrad?) x 0,94 ( Faktor Ladeverluste?) x 0,92 ( Faktor irgendwas, ich vermute Netzverluste?)
wären dann 0,778 Gesamtwirkungsgrad, bezogen auf die zugeführte Gesamtprimärenergiemenge.
Weit besser wie ein .. Schiffsdiesel....,

Und jeder Verbrenner, wenn man die Wärmeenergie, welche bei der Erzeugung von elektrischer Energie gewinnt, weiternutzt.

Weiternutzt in Fernwärmeanlagen, oder im Sommer, wenn mehr Solarenergie vorhandne ist, auc in Fernkältesystemen, wie in z.B. München, Frankfurt, Wien etc. im entstehen. Hier sinkt der Wirkungsgrad der Wärmenutzung, da Absorbersysteme nicht gerade effefktiv arbeiten.
Jedoch, im Sommer laufen weniger Gasmotore..

Und, würdest Du mal den Artkel betr. Kiel lesen, doe haben einen "kleinen " Wärmespeicher.
Wien hat bereits einen Eisspeicher zusätzlich.
Dort ist die Situatiuon aber etwas anders, dort sind Gaskraftwerk, Ölkraftwerk und eine der Müllverbrennungen nahe beieinander platziert.

Somit fällt alleine aus der Müllverbrenung Wärme an.
Ach ja, im gleichen Cluster hängt auch noch das, seinerzeit größte Biomassenkraftwerk Europa´s.... (war ein "Schuss in den Ofen")... Politischer Mumpitz. wird,wie es scheint, umgebaut auf... Deine, und da kannst du dann deine GUD wieder loswerden, GUD Turbine.
Warum ?
Weil wiederum im Winter die Wärme sowieso benötigt wird, und zusätzlich elektr. Energie anfällt.

Verabschiede Dich vom GUD,
die Zukunft wird, um Lastspitzen abzufangen, der Gasmotor sein, bis irgendwann effektivere Speichersysteme in ausreichender Leistung kommen.
Die GUD wird es immer und noch lange parallel geben, nur, die ist zu langsam Lastspitzen, wie am 08.01.2021 abzufangen.
Aber, das gehört nicht in diesen Petrolhead-Threat.
Gas war als direkt verbrannter Rohstoff schon Wirtschaftlicher im KFZ-Motor als Diesel, bzw. Benzin.
Und das, das wird im Gasmotor Drehzahloplimiert, meist bei 1850 U/min. mit der höchsten Effizienz verbrannt.

Wie auch Generatoren nicht bei 3.000U/min laufen und Schiffsdiesel den Wirkungsgrad bei ca 850 U/min haben.
Weit weg von den, im Fahrbetrieb eines KFZ´s verwendeten Drehzahlbändern.

Alles nette Makalatur, nur, wie Abringo schon schrieb, nicht zu haltende Werte, auch wenn es dem einen oder anderen nicht gefällt.
BMW i3, Nissan E-nv200, Mercedes Vito EQV bald Peugeot Expert 75 kWh, wenn der irgendwann mal geliefert wird.
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