Ausstieg aus dem Verbrenner

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Re: Ausstieg aus dem Verbrenner

Ecano
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Ich sehe das genauso: Es geht nur über die Geldbörse.
Smart ED 44, bestellt am 18.1.2018, erhalten 19.10.2018
e-up! "UNITED", bestellt am 27.8.2020, erhalten am 19.5.2021
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Re: Ausstieg aus dem Verbrenner

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Eine interessante Frage wäre, wenn niemand reguliert hätte, und weder wir, noch der Rest der Welt inkl. China den Wandel voran gebracht hätten, wie der Ölpreis denn jetzt dastehen würde.
Wenn man das etwas umformuliert wäre die Fragestellung, ob nicht jede Anstrengung der reichen Staaten zu sinkendem Ölpreis und steigender Nachfrage aus den Schwellenländern führt.
Oder wie müsste die Lösung für ärmere Länder aussehen, Damit auch dort die Menschen am leben Teilhaben können ohne den CO2 Ausstoß so stark zu erhöhen, das alle Klimaziele zu Makulatur werden.

MfG
Michael
Kangoo ZE maxi seit 2015 124.500km, Kangoo ZE Postkutsche seit 2018 95.500km, E-UP seit 2020, 14.000km, C180TD seit 2019 39.000km , max G30d seit 2020 700km, Sunlight Caravan, Humbauer 1300kg, E-Expert 75kWh 20.000km

Re: Ausstieg aus dem Verbrenner

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Solange es noch immer so ist dass pro Kopf in der sogenannten ersten Welt der CO2 Ausstoß zehn mal so hoch ist, sollten wir uns nicht den Kopf anderer Leute zerbrechen.
Und: der niedrige Ölpreis führt auch zu einer Reduzierung der Förderung. Weil der niedrige Ölpreis viele Abbauarten nicht mehr wirtschaftlich darstellbar macht. Da dies ein immer größeres Problem wird, je weniger Öl in den "einfachen " Lagerstätten zu finden ist, verhindert der niedrige Ölpreis kostenintensive aber auch ineffiziente Förderungen. Also genau die Förderungen die mehr Energie und CO2 zur Förderung benötigen. So wird der Kilometer eines Verbrenners "umweltfreundlicher". Sollte die Nachfrage wieder steigen muss der Ölpreis auch wieder steigen um die schwierigen Ölfelder wieder zu aktivieren.

Ich sehe es also nicht als Problem, dass wenn wir durch Einsparung den Ölpreis runter pressen wo anders Öl verschwendet wird. Wenn aber der ölpreis runter geht, haben Schwellenländer die Chance die Industrie zu stärken und dann auch die Sinnvolleren Alternativen zu starten. Auch wir haben das Öl gebraucht um so richtig Groß zu werden. Alternativen benötigen hohes Invest, das geht mit Öl einfacher.

Daher, zerbrecht Euch nicht den Kopf über überschüssiges Öl, je niedriger der Ölpreis dasto weniger wird auch verkauft, sonst würde der ja wieder steigen. Die Schwellenländer haben noch einen so niedrigen por Kopf CO2 Ausstoß, auch diese Sorge braucht niemand haben.,

Einzige Sorge: wie kann ICH überleben mit nur 5,6kg CO2 pro Tag. Diese Farge muss jeder für sich klären und nicht andere Probleme die keine sind vor zu schieben,
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 130.000 km

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Re: Ausstieg aus dem Verbrenner

ckxlol
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mlie hat geschrieben:
Wer heute noch im normalen Profil (Also Aussendienstler, Anhängertransportfahrer und Fetischisten, wo der Auspuff durchgerostet sein muss, weil es so schön Lärm macht, mal explizit weggestrichen) einen Verbrenner neu kauft, hat sich auch 2008 noch einen Röhrenmonitor andrehen lassen - und war eventuell sogar hochzufrieden und glücklich.
Oder fährt gerne Auto? Wer sich heute eine Supra, Z4, Cayman, M135i, GTI kauft fährt vielleicht auch einfach aus einem Grund, der dir vollkommen fern ist - weil er Spaß an dieser Art Auto hat. Fahrverhalten, Klang - nunmal alles was dazu gehört.

Pauschalisieren klappt nunmal nicht.

Re: Ausstieg aus dem Verbrenner

SamEye
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wenn sie denn nur fahren würden: von dieser Spasseken-Fraktion hatten wir am Samstag wieder ein paar im angrenzenden Garagenhof. Super, wenn man in so einer Umgebung die eingemotteten Schätzchen (PKW & Motorräder) fürs Frühjahr fertig macht, und dabei überhaupt keine Rücksicht auf die Anwohner nimmt...
(der Garagenhof ist an keine Wohnimmobilie gebunden, daher kann sich dort jedermann einmieten...)

Re: Ausstieg aus dem Verbrenner

hgerhauser
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In UK gilt 2030 nur noch Elektroautos oder Plugin mit hoher elektrischer Reichweite (wobei "hoch" noch nicht definiert ist und 2035 ist auch bei Plugins Ende). Da die Opposition das gleiche Ziel hat, ist es auch ziemlich sicher gesetzt. Besonders außergewöhnlich ist das Ziel von Ford da nicht im Vergleich. Und wenn sie es für UK sowieso machen müssen und der Rest Europas auch ziemlich harte Regeln macht, kann sich Ford die Entwicklung neuer Verbrenner für Europa sparen. Bei zu kleinen Verkaufszahlen lassen sich die Entwicklungskosten (für z.B. einen Verbrenner Kombi, der 2030 nur noch in Deutschland abzusetzen ist) nicht mehr reinholen.

Re: Ausstieg aus dem Verbrenner

hgerhauser
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Wie so Todesspiralen aussehen, sieht man an dem 0,15% Kombi Marktanteil in den USA, außer teuren Importen gibt es da nichts mehr zu kaufen und die auch nur, weil die Verbrenner Kombis wenigstens in Europa noch einen Markt für das Hereinspielen von Entwicklungskosten haben.

Re: Ausstieg aus dem Verbrenner

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Heute waren zwei Interessante Berichte in Arte und 3sat zu diesem Thema.
Darüber dass die dt. BUNDESREGIERUNG am Gängelband der Automotive hängt und nun das erste Mal gegen deren Interesse in Deutschland Beschlüsse gefasst hat.
Weiters, dass, interessant, die Deutsche Automobilindustrie vom Chinesischen Markt gezwungen wird Elektromobilität zu fördern, da dort sonst kein Verkauf mehr möglich sein wird...
Tja, da bläst man im Heimatland der Politik Zucker in den Arsch und dann kommt China und alles war für die Katz...
Diverse E Fahrzeuge von 27 bis 90 Kwh.

Re: Ausstieg aus dem Verbrenner

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teslahenry hat geschrieben: Finde ich sehr gut von Ford das sie die Sache Aktiv angehen. Das jetzt zu kritisieren finde ich daneben.
Na, da hast Du aber was falsch verstanden.
env20040 hat geschrieben: Ford "will" nicht anbieten, Ford MUSS anbieten, da sonst das Automobilgeschäft unrentabel wird.
Und das, das werter, lassen wir´s bei Karlsson, geht einfacher wenn man Konzepte zukauft.
Zukaufen heißt halt Wertschöpfung nach außen abgeben. Am BEV ist ohnehin schon weniger dran und wenn jetzt die Hauptkomponenten noch von VW kommen, bleibt da noch weniger dran zu verdienen.
Für VW ist es natürlich super, denn wichtig ist STÜCKZAHL. Ganz einfach weil die Preise runter müssen und das geht nur mit Massenproduktion.
env20040 hat geschrieben: Was ist "die Masse" ?
Ich gehe einmal davon aus, dass der erste, der aus der Höhle in eine Hütte zog auch nicht die Masse hinter sich hatte.
Nur, heute lebt fast keiner mehr in der Höhle ?
Zu tun, was "die Masse" tut, dann hätte es weder Graf Staufenberg handeln lassen, noch würde es Wasserstoffgeneratoren, etc. geben.
...
Na, da hast Du ja einen halben Roman an Gefühlsausbruch zusammenbekommen.
Mach es nicht so kompliziert. Stell Dich im Rewe hinter den Kassenbereich und schau, was da für Leute lang kommen. Um die geht es. Ganz normale Menschen, keine Freaks. Und die kaufen nur was ihnen gefällt und was sie auch bezahlen können.
In Deinen Träumen einer Ökodiktatur sieht das zwar anders aus, die Firma Ford muss aber tatsächlich ihre Kunden von dem Produkten überzeugen. Sonst verkaufen sie nichts mehr und müssen früher oder später zumachen, wodurch viele Menschen ihren Job, der ihre Existenz sichert, verlieren würden.

Deswegen sollte so ein Umbau gründlich geplant werden und von 0 auf 100 in 9 Jahren ist da schon verdammt knapp.
Bei VW haben sie eher schon vor 5 oder 6 Jahren mit der Plattform begonnen und wer die Meldungen verfolgt, sollte das auch mitbekommen haben.
Bei Ford ist mir nichts dergleichen bekannt (da ich die einschlägigen Meldungen täglich lese, halte ich es für unwahrscheinlich, dass da schon viel unter dem Radar passiert ist).
Elektroautomieter hat geschrieben: Für mich würde ein Corsa-e als Erstwagen komplett ausreichen. Wer keine kleinen Kinder hat oder wirklich viel Langstrecke fährt, für den gibt es mit VW ID.3 auch größere Fahrzeuge.
Als Single und auch als Paar war der Corsa für uns viele Jahre ok. Als Familie ist er es nicht mehr. Mit einem kompakten Kombi sind wir dabei schon eher bescheiden. Wenn ich mein Umfeld so sehe, dann sind die schon eher beim Superb Kombi.
Ein ID.3 ist da vom Kofferraum ein schlechter Scherz, zumal der weder Dachgepäck transportieren noch Anhänger ziehen darf.
Die günstigste Lösung von VW ist da der 77kWh ID.4.
env20040 hat geschrieben: Ja, ja, die Kombi´s.... Ohne Frage ein Markt in manchen Ländern.
Nur, wäre dieser derart wichtig, warum "verzichtet" bisher jeder drauf ?
In meiner Straße wohnen überwiegend junge Familien, die zu 80% einen Kombi haben.

Die Amerikaner fahren dann mehr sowas (Chevrolet Tahoe):
Bild

Der ist auch so lang wie ein Kombi, nur halt höher => die haben gerne noch mehr Platz. Wir fahren hier sowas eher nicht, weil in Deutschland der Sprit teurer ist und gleichzeitig schneller gefahren wird. Wenn man mit dem Tahoe mit 160 reist, wird es hier richtig teuer. Bei 65 Meilen und US Preisen ist das nicht so das Problem.

Michael_Ohl hat geschrieben: Im Moment kaufen mehr als 80% der Menschen Verbrenner. Ob das in 10 oder 20 Jahren wirklich Geschichte ist glaube ich kaum. Die Menschen sind den Komfort eines Verbrenners ohne jede Planung durch ganz Europa und auch weiter fahren zu können gewohnt. Die Bereitschaft wesentlich mehr Geld für ein Fahrzeug mit erheblichen Einschränkungen zu bezahlen ist hier sicher weit höher als im Rest der Bevölkerung. Und Umweltschutz geht selbst hier vielen diagonal am A...h vorbei.
Korrekte Darstellung der Realität.
Wenn man hier 100% BEV erreichen will - also auch die (leider) rund 10% AFD Wähler, müssen die Hersteller noch ganz dicke Bretter bohren was Reichweite, Ladeleistung und Preis angeht.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Ausstieg aus dem Verbrenner

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  • env20040
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Warum 100%?
Die Automobilindustrie gab sich selber für 2020oder 21 10% vor.
Man sollte nicht Vollmundig Shareholderankündigungskommunikation betreiben sondern, insbesondere in Deutschland, mit der Konzernverliebten Politik in der Realität bleiben.
50% Neuzulassungen in 5 Jahren wäre schon ein heheres Ziel und 100% kann es nie geben da Elekroantrieb nicht allen Nutzungsformen entspricht.
Begonnen bei Berghütte, Forstwirten, Almbetreiber..
70, 80 %, 90% und dann passt es schon.
Wenn einmal der Deutscher sein Dickschiff Elektrisch betreibt ist schon ein weiter Weg gegangen.
Eine Pritsche, mit deren Aerodynamischen Nachteilen über 300 km am Stück zu bewegen wird mit den heutigen Accus nicht machbar sein, da die Zuladungsmöglichkeit in den Accugewichten verschwindet.
Nicht alles muss, jedoch vieles kann elektrisiert werden.
Bis hin zu einer Tauschbatterie. Das Fahrzeug wird erneuert, die Batterie mitgenommen.
Bei 15.000 km im Jahr nicht gerade eine abwegig Überlegung und was kostet dann noch die Karosse?
3.000oder 5.000€, was die nächste Hürde der Konzerne werden wird.
Diverse E Fahrzeuge von 27 bis 90 Kwh.
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