Mein enttäuschender Einstieg in die E Mobilität, Ladesäulenlotto, Heizung, Reichweite...

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Mein enttäuschender Einstieg in die E Mobilität, Ladesäulenlotto, Heizung, Reichweite...

GERmaximus
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Hallo,

ich bin leidenschaftlicher Verbrenner Fahrer und habe mir aus ökonomischer Sicht einen Zweitwagen als E gekauft.
Als Hobby und Familien Auto bewege ich einen Golf 7 R Variant, etwas getunt und meist eher sportlich.
Als Daily einen neuen E Up.

Für die Abholung aus Wolfsburg habe ich meine Rückfahrt genau geplant, die entsprechende App geladen und mich informiert.
Dann das erste mal Laden: bei Minus 12,5 Grad habe ich ca. 50-55 Minuten gebraucht, bis der Ladevorgang überhaupt gestartet werden konnte. Der Maingau (wie passend der Name) Support versicherte mir das die Säule fehlerfrei seie und der Fehler am Fahrzeug oder sonst wo liegen müsse. Insgesamt habe ich fast 30 Minuten damit verbracht das zum Laufen zu bekommen, dabei immer wieder umgeparkt und andere Säulen Probiert.
Ganz in der Ecke war dann eine Säule eines anderen Anbieters (habe den Anbieter leider vergessen) welche natürlich auch nicht gehen wollte.
Da stand ich dann nun, Nachts auf einem verschneitem Rastplatz bei Minus 12,5Grad, völlig hilflos.
In meiner Verzweiflung rief ich den Kundendienst der anderen Säule an und nach ca. weiteren 20-25 Minuten und zweifachen Neustarten der Säule konnte ich endlich laden.
Meine erste Ladung war eine Katastrophe. Völlig durchgefroren und entkräftet hat mich die nette Dame gar umsonst laden lassen.

Gut der Ersteindruck war dahin, aber es war sicherlich nur Pech.
Mit dem schlechten Gefühl im Bauch bin ich den Akku nur auf ca. 50% leer gefahren bis zu nächsten Säule.
Diese war vom Räumdienst einfach zugeschoben und nicht erreichbar. Glücklicherweise habe ich das VW Kabel mit bestellt und konnte so die nötige Distanz überbrücken. Aber auch Ladestop Nr. 2 ging nicht, also bin ich weiter gefahren.
Dann ca. 20km weiter war ein Rastplatz, wo das Laden direkt auf anhieb geklappt hat. So wie ich es mir ehrlich gesagt vorgestellt habe.
Knopf drücken, QR Code scannen, laden und fertig.
Der letze Stopp war dann wieder ein Hickhack mit mehrfachen umher probieren.

Um es abzukürzen: von 4 Mal Laden, ging 1mal sofort, 2 mal gar nicht und 1 mal nur mit Hickhack über den Support.
Es scheint als seie E Mobilität absolutes Neuland und erst seit wenigen Monaten am Markt.

Dann die Heizleistung. Die Heizung wurde einfach nicht warm. Ich habe damit gerechnet das die Heizung deutlich am Akku saugt aber nicht damit, dass der E Up bei Minus 12-14 Grad so erbärmlich heizt. Es war nicht warm im Auto, sondern nur nicht eiskalt...

Nun geht es aber weiter.
Da wollte ich beim Lidl tanken, Fehlermeldung: die Säule sei durch einen anderen Nutzer belegt, aber niemand da. Dafür aber wieder als Schneeräumfläche missbraucht.
Einen Lidl weiter war der Platz passend geräumt, dafür war das Laden aber wieder nicht möglich, dies mal war es eine andere Fehlermeldung.
Die We connect App funktioniert auch nicht richtig (iPhone 12 und iPhone 6s), benötigt etliche Kopplungsversuche und die SIM Aktivierung hat natürlich auch nicht geklappt.

Öffentliche Ladesäulen sind ein Witz. Es mag sein das diese Zahlenmäßig immer mehr werden, aber das wichtigste, die Grundfunktion, scheint Glückssache zu sein. Oder ich habe das Pech das mein E Up anders ist, oder ich den Stecker falsch stecke, oder das einfach überall die Säulen gehen, nur nicht da wo ich fahre...
E Auto und Winterbetrieb, einfach schrecklich wie die hochgepriesene Effizienz dahin schwindet (mich würde mal ein WTLP Verbrauch im Winter interessieren).
Apps welche selbst von renommierten Herstellern kommen (VW) sind verbuggt und teilweise langsam.

Es scheint als sei im Jahre 2020 das erste E Auto am Markt gekommen. Zumindest bin ich bisher keiner ausgereiften Technik begegnet...

Der Up macht mir spaß und mir ist klar das ich im Winter 30-50% Reichweitenverlust habe.
Was mir aber nicht klar war, ist die erbärmliche öffentlich Infrastruktur (zum Glück kann ich zuhause laden) und die fehlende Wintertauglichkeit im Sinne der Heizung (Vorheizen ist quasi Pflicht)

Genauso sind die Kosten alles Andere als günstig oder günstiger zum Verbrenner, wenn man keine private Lademöglichkeit hat.
Den E Up bewege ich mit knappen 20kwh/100km jetzt im Winter. An öffentlich Säulen lade ich für ca. 48Cent, macht knappe 10€/100km für einen Kleinstwagen.
Das sind mal eben grob 25% Mehrkosten als der Verbrenner Up. Dinge wie eine warme Heizung, schnelles Tanken und Anschaffungspreis lasse ich mal aussen vor.

Mein Fazit ist die völlig Ernüchterung.
Zum Glück habe ich den E Up nur für Kurzstrecken zur Arbeit gekauft (30km am Tag) und kann zu Hause laden.
Ein E Auto ist für mich als Hauptauto derzeit als Hobby anzusehen. Angefangen über dieses Ladesäulen Lotto dann die erbärmlichen Winter Reichweite, bzw. die hohen Kosten dafür, abgerundet mit astronomischen Anschaffungspreisen ohne Subventionierung.

Damit möchte ich nicht denjenigen das E Auto madig machen die bereits eins haben, aber jeder der sich ein E Auto kaufen möchte, sollte sich im Winter mal eins leihen und dann am Ladesäulenlotto teilnehmen.

Übrigens: das Fahren mit dem E Up macht mir so viel Spaß, dass ich bereits knappe 450km in einer Woche gefahren bin, aus purer Lust.
Ich möchte hier auch keinen Verbrenner VS E Antrieb entfachen (Beides hat seine Daseinsberechtigung) aber die oben genannten Punkte wollte ich mal los werden.

Mir ist klar das bei vielen hier selbstverständlich alles funktioniert, mich würde interessieren was ihr für Probleme oder Ernüchterungen festgestellt habt.
So wie die E Mobilität derzeit hinkt, rate ich derzeit im Bekanntenkreis dringend als Hauptauto davon ab. Das einzig schöne beim E Auto ist das Fahren, das ruhige gleiten. Alles Andere drum herum ist für mich bisher sehr durchwachsen, um es nett zu formulieren.

Wie sind eure Erfahrungen?

Sachliche Grüße
Max
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Re: Mein enttäuschender Einstieg in die E Mobilität, Ladesäulenlotto, Heizung, Reichweite...

Misterdublex
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Das ist tatsächlich ein Frust-Start.
Der e-Up möchte wohl gerne nur mit steckendem Schlüssel, plus Zündung an, an bestimmten Ladesäulentypen geladen werden. Mal ausprobieren.

Selbst als erfahrener E-Mobilist bin ich schon an bestimmten Ladesäulen-Modellen gescheitert. 20-30 Minuten sind da oft schnell rum. Mittlerweile weiß ich, welche Ladesäulen-Modelle ich besser von vornherein gar nicht erst anfahre.

Welchen Fahrmodus hattest du an? Daran könnte die Heizleistung liegen.

App und Konnektivität:
Ja, bei VW mies. Deswegen haben wir das bei unserem e-Golf nach dem kostenlosen Jahr auch nicht für 130 €/a verlängert.

Deine 48 ct/kWh beziehen sich aber auf Strom an DC, oder?

Wir fahren dank zweier Flatrates für ca 0,60 €/100 km.
Zuletzt geändert von Misterdublex am Mo 15. Feb 2021, 20:49, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Mein enttäuschender Einstieg in die E Mobilität, Ladesäulenlotto, Heizung, Reichweite...

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1. Der Verbrauch ist immer so ein Punkt der viele Neuankömmlinge überrascht. ich bin selbst E-Auto-Fan, aber ich versuche immer zu verhindern dass da Leute mit falschen Erwartungen dran gehen. Speziell wer vom Diesel kommt zahlt häufig mehr für den Strom. Auch die Apps diverse Hersteller laufen nicht perfekt, das sollte aber mit der Zeit besser werden.
2. Man muss auch bedenken dass der eUP eben kein Langstreckenfahrzeug ist. Wenn man das Auto innerhalb seiner Komfortzone fährt und zuhause wieder auflädt hat man den ganzen Stress mit den Ladesäulen gar nicht erst. Aber ansonsten hast du Recht, die Ladesäulen fallen derzeit noch häufiger aus als einem lieb ist, auch ich hatte bei meiner letzten langen Reise wieder mehrere Probleme mit nicht funktionierenden Ladesäulen oder abgebrochenen Ladevorgängen (das ist besonders ärgerlich wenn man gerade nicht direkt beim oder im Auto ist)
3. Mit der Taktik machst du grundsätzlich nichts falsch, also ein E-Auto fürs tägliche Fahren und für lange Fahrten bzw. als Spaßauto einen Golf R. Und ja, Autos sind emotional, da darf man auch mal danach gehen was man selbst gut findet. Sonst könnten wir alle in 50 qm Sowjet-Wohnungen leben und Lada fahren bzw. das deutsche Equivalent, was auch immer das sein könnte :-)

Re: Mein enttäuschender Einstieg in die E Mobilität, Ladesäulenlotto, Heizung, Reichweite...

Misterdublex
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Ich vermeide bespielsweise diese Ladesäulen-Modelle:

https://www.goingelectric.de/stromtanks ... A57/40013/ z.B. bei Allego und E.On.

Die Kleinen von Bild 4:

https://www.goingelectric.de/stromtanks ... h-1/15380/


Diese Bauarten sind echte Gurken. Mach da mal einen riesigen Bogen drum.
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Re: Mein enttäuschender Einstieg in die E Mobilität, Ladesäulenlotto, Heizung, Reichweite...

Skunkara
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Ja deckt sich mit meinen Erfahrungen. E-Auto MUSS Zuhause geladen werden, unterwegs ist Risiko und Stressfaktor viel zu hoch. Ebenso nur 2. Wagen tauglich. Ich denke, bis man wirklich den Erstwagen (Verbrenner) ablösen sollte, muss man noch bis ca. 2025 warten.

Re: Mein enttäuschender Einstieg in die E Mobilität, Ladesäulenlotto, Heizung, Reichweite...

michael_leo
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Zumindest hab ich an den Kleinen Ladesäulen auch schonmal eine Niete gezogen.
Der i3 hat fast ne Stunde geladen und nur knapp 28 kWh am 50-kW-Anschluss gebunkert.
Meine Erfahrung bislang war, dass es meist schief gegangen ist, wenn ich erst den Stecker gesteckt habe und dann die Säule per Karte oder App aktiviert. Kann aber auch Zufall sein.
Kaputte Säulen gabs zwei (ich zähl die vorhin erwähnte mit als kaputt).
Enttäuscht hat mich, dass BMW keine grossen Anstrengungen unternimmt, die Fahrer eines i3 in die Ionity-Infrastruktur zu vernünftigen Preisen einzubinden, wie das z.B. VW tut.
Da wir wegen dem alternden Womo eh im ADAC sind, lag die Ladekarte des Adac für den EnBW-Verbund nahe, die (noch?) zu vernünftigen Preisen nutzbar ist. Zumeist laden wir aber zuhause oder an naheliegenden öffentlichen und kostenlosen Ladepunkten unserer Stadtwerke während des Einkaufs.

Was sich bei uns in den nun vier Monaten E-Mobilität gezeigt hat, klar, mehr Verbrauch als bei wärmeren Temperaturen. Der ist von 14 schnell auf knapp 19 kWh/100km gestiegen, als es mal richtig kalt wurde und vermehrt kurze Strecken mit viel Aufheizen gefahren wurden. Geht man auf längere Strecken, also >250km sinkt auch der Verbrauch entsprechend.

Aber ansonsten ist die Karre geil und der Umstieg auf den Firmenwagen Audi A5 mit sechs Zylindern weckt immer mehr das Gefühl, irgendwas müsste kaputt sein...
Und ja, ich bin Audi-Langstrecken-Dieselfahrer seit gut 25 Jahren im Aussendienst, aber wenn es nochmal einen neuen Dienstwagen gibt, wird der elektrisch sein.

Zu den Kosten noch, die sind bei uns extrem hoch durch die hohen Strompreise für den „kleinen Mann“, in der Schweiz z.B. liegen die Preise bei ca. 14 Rappen/kWh, also knapp 12 Cent.
Dafür kostet dort der unsubventionierte Diesel deutlich mehr als in D.

Noch eine Anmerkung: App-Anbindung :( ich hab viel Spott über VW und Software bei Einführung des ID3 gehört. Nachdem ich mich nach Zulassung zwei Wochen lang mit verschiedenen Apps und Auswüchsen des BMW-eigenen Online-Mikrokosmos rumgeärgert hatte, muss ich sagen, das ist wohl eine eindeutige Kernkompetenz der deutschen Hersteller... im negativen Sinn.
Klar, früher hat man alles Elektrische bei Bosch, Hella, Siemens und Conti gekauft, später halt samt Software. Nun muss man den steinigen Weg gehen und die Kunden gehen den mit.
Interessanterweise meiden viele Verbrennerkunden die Onlineseite konsequent (ich bin Techgeek, aber mein Audi ist bis heute nicht online) und meine Freunde die BMW fahren, nutzen den Onlinezugang nur sporadisch und nur solange er kostenlos ist.
Aber mit E-Auto und der Neigung, etwas weiter von der heimischen Steckdose weg zu fahren, wird das Thema plötzlich interessanter.
Da scheint noch ein langer Weg.
Zuletzt geändert von michael_leo am Mo 15. Feb 2021, 22:12, insgesamt 2-mal geändert.
BMW i3s

Re: Mein enttäuschender Einstieg in die E Mobilität, Ladesäulenlotto, Heizung, Reichweite...

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Gib der Nummer noch etwas Geduld.
Du hast sicher die schlechtesten Vorraussetzungen erlebt, die man erleben kann. Verbrenner zicken gerne bei extremer Kälte und da ist was dran Schuld? Der Akku und das ist bei E-Autos nicht anders, aber beim Verbrenner muss der Akku nicht nur für Sekunden ran. Und dazu kommt deine Unerfahrenheit. Die wird sich auch geben. 2 Monate im Jahr ist E-Mobilität an der einen oder anderen Ecke spaßbefreit, dafür passen die anderen 10 Monate.
Besorge dir mal die Ladeapp/Karte der EnBW. Für mich die beste Alternative aktuell am Markt.

P.S.: Das Kostenthema ist natürlich trotzdem eines. Unser Zweitwagen ist auch ein Up, im achten Jahr inzwischen. Kostenpunkt Kraftstoff ca. 4€/100km (ganzjährig im Mittel) und uneingeschränkt langstreckenfähig.

Re: Mein enttäuschender Einstieg in die E Mobilität, Ladesäulenlotto, Heizung, Reichweite...

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Ich bin Fan von E-Autos aber auch von anderen guten Autos, und damit meine ich auch Verbrenner, die Grenzwerte einhalten Ordentliche Zuglasten und Reichweiten haben und nicht extrem langsam sind.
Ich fahre seit 6 Jahren und gut 130000km auch Elektrisch und Neben drei E-Auto einen Diesel. Wenn hier einige stolz darauf sind 800km in 15 Stunden geschafft zu haben halte ich das für masochistisch, es sei denn mein Wohnwagen hängt hinten dran und ich habe 7 Stunden in meinem Bett geschlafen.
Ich fahre auch touren mit dem E-Auto die ein laden am Ziel oder zwischendurch erfordern, aber drei Ladestopps würden mich derzeit immer in den Diesel steigen lassen.
Die einzige Alternative für Langstrecken wäre ein Tesla aber der kommt mir nicht ins Haus. Ich ärgere mich täglich in der EDV über Amerikanische Produkte, so etwas brauche ich in der Freizeit nicht.
In Hamburg ist die Ladeinfrastruktur fast perfekt. Funktionier fast immer kostet immer 0,3€ / kWh und ist fast überall vorhanden. Wenn es überall so wäre würden auch Fernstrecken mit Spaß zu fahren sein, wenn auch öde langsam.

MfG
Michael
Kangoo ZE maxi seit 2015 124.500km, Kangoo ZE Postkutsche seit 2018 95.500km, E-UP seit 2020, 14.000km, C180TD seit 2019 39.000km , max G30d seit 2020 700km, Sunlight Caravan, Humbauer 1300kg, E-Expert 75kWh 20.000km

Re: Mein enttäuschender Einstieg in die E Mobilität, Ladesäulenlotto, Heizung, Reichweite...

Meinereiner
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Ja, die Abrechnnung und die öffentlichen Säulen sind ein Problem, das hier gerne geleugnet wird. Ich fahre auch ungern Strecken, wo ich auf öffentliches Laden angewiesen bin, weil vielleicht eine Chance von 50% besteht, die Säulen zum Laufen zu bekommen.
Wobei mir das Problem von vornherein klar was, und mein Fahrprofil so ist, dass ich öffenltiches Laden so gut wie nie benötige. Sonst hätte ich mir einen Tesla gekauft, nicht das "Ladewunder" (haha) Leaf.

Und dafür können wir uns beim Wirtschaftsministerium und diesem Ungustl Peter Altmaier bedanken, das auf Wasserstoff setzen und bei der Ladeinfrastruktur voll auf der Bremse stehen.

Was die Heizung angeht: Das ist vom Auto abhängig und kein E-auto-Problem. Der Up ist nicht für eine gute Heizung bekannt. Ich habe mit meinem Leaf solche Probleme nicht. Die Heizung tut auch dann noch, wenn das Auto auf <-10° durchgekühlt ist. Dass der Verbrauch dann "nicht gut" ist, ist auch klar, das kann man aber einplanen.

Einen Tipp:
Gratis-Ladepunkte wie Lidl oder Aldi gar nicht anfahren. Die sind oft defekt, oder werden von dieser grindigen Schnäppchenkundschaft blockiert "Mein PHEV hat 100k€ gekostet, jetzt will ich Gratisstrom". Die dümmste Idee war es, überhaupt jemals Gratisstrom abzugeben, was gratis ist, wird nicht wertgeschätzt. Und jetzt verfällt man dummerweise ins Gegenteil.

PS:
Die deutschen Autokonzerne werden irgendwann feststellen, dass die grauselige öffentliche Ladeinfrastruktur abseits von Tesla ein gewaltier Hemmschuh ist. Aktuell können sie nur die Kurzstreckenkundschaft und Zweitwagenkäufer mit Garage bedienen, der komplette andere Markt wird Tesla überlassen. Das wird langfristig zu einem ernsten Problem werden.

Re: Mein enttäuschender Einstieg in die E Mobilität, Ladesäulenlotto, Heizung, Reichweite...

LtSpock
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Der e-Up ist grottig an CCS auch bei Plusgraden. Habe im Dezember einer jungen Frau an der BAB mit ihrem neuen e-UP mit meiner EnBW-Karte ausgeholfen. Fast 2h für 20kW an CCS. Ich würde die Karre wieder zurükgeben!

Hier der Beweis bei ca +10°

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