E-Kennzeichen wirklich nötig?

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Re: E-Kennzeichen wirklich nötig?

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Das "laden können, aber nicht dürfen" betrifft ein paar Plugin-Hybride aus der Zeit der WLTP-Umstellung, bei denen die zu knapp kalkulierte Batterie im WLTP-Zyklus dann die Anforderungen für das E-Kennzeichen nicht mehr erfüllte. Mein Kollege hat einen BMW 225xe aus dieser Zeit und hatte sich darüber ziemlich geärgert, hat aber bislang kein Knöllchen deswegen kassiert. Das Problem besteht aber nur bei den Ladesäulen mit "Steckerauto"-Piktogramm und nicht bei denen mit "Elektrofahrzeuge während des Ladevorganges"
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Re: E-Kennzeichen wirklich nötig?

kmfrank
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papayabrot hat geschrieben: Mehr kosten tut es ja auch noch.
Was kostet Da mehr?
Lieber Gruß
Michael
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Re: E-Kennzeichen wirklich nötig?

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Vielleicht noch ein anderer Vergleich:
Ein Oldtimer mit H-Kennzeichen darf auch in eine Umweltzone fahren, obwohl er keine grüne Plakette bekommt.
Ein Oldtimer ohne H-Kennzeichen darf nicht in die Umweltzone fahren, er bräuchte eine grüne Plakette, die er aber nicht bekommt.

Das Problem beim E-Kennzeichen sehe ich darin, dass man nicht ohne weiteres erkennen kann, ob ein Auto ein E-Auto ist. Da bedarf es eben einer klaren Kennzeichnung. Albern finde ich nur, dass ein E-Auto eine grüne Umweltplakette braucht obwohl es ein E-Kennzeichen hat, ein Auto mit H-Kennzeichen aber ohne Umweltplakette in Umweltzonen fahren darf.
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Re: E-Kennzeichen wirklich nötig?

Jupp78
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papayabrot hat geschrieben: Wie soll ein Auto dann laden wenn es dort nicht parken darf?
Wenn du darauf eine gute Antwort hast, lass sie uns wissen ;).

Re: E-Kennzeichen wirklich nötig?

papayabrot
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Wieso sollte man nicht erkennen können ob ein e-auto ein e-auto ist? Ich habe noch keinen Benziner gesehen der an eine Ladestation angeschlossen wurde.

Re: E-Kennzeichen wirklich nötig?

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Es macht keinen Sinn über die Sinnhaftigkeit der deutschen Verordnung zu diskutieren, die ist wie sie ist. Es ist so gesehen auch erlaubt dort nur zu parken ohne zu laden, und ab dann wird es schwer das ohne E-Kennzeichen zu erkennen. Ich denke dass hier die Verbrenner Lobby stark mit geredet hat, damit man auch mit dem Porsche Hybrid auf der Busspur vor fahren darf und an den Ladestellen parken.

Wenn du nach Österreich kommst wäre es anders, da darfst nur stehen wenn die Ladesäule auch angibt dass geladen wird. Wenn keine Ladung stattfindet ist dort Parken verboten. Dadurch ist es ohne jegliche Kennzeichnung klar wer wie lange stehen darf. Das aber wäre für Deutschland viel zu einfach, und würde den Porsche Hybrid Fahrer diskriminieren der schon nach wenigen Stunden den Ladeplatz räumen müsste und der Tesla dürfte dort Stunden lang länger stehen.

Es ist aber wie es ist, ob Sinnvoll oder nicht, Wenn unter einem Parkplatz Schild in Deutschland ein Steckersymbol ist, dann darf nur ein Fahrzeug mit E-Kennzeichen, oder ein Ausländisches Fahrzeug mit Blauer Plakette in der Heckscheibe dort parken, allerdings so langer er möchte auch ohne Laden. In österreich aber bedeutet das gleiche Stecker Symbol dass die Ladesäule aktiviert sein muss egal welches Fahrzeug da steht, auch wen du nur die Heizung mittels Ladelolita im Innenraum betreibst.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
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Re: E-Kennzeichen wirklich nötig?

Jupp78
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Das E-Kennzeichen gilt nicht nur für das Parken an Ladesäulen, auch wenn das aktuell sicher der relevanteste Punkt in der Praxis ist.
Und in anderen Situationen ist es eben nicht so einfach schnell zu beurteilen, ob ein E-Auto auch ein E-Auto ist.
Es ist unter dem Strich ein bunter Strauß an Anforderungen und formalen Aspekten, welche man mit einer Kennzeichnung abfrühstücken wollte und da ist dann für die einzelne Anforderung vielleicht nicht immer ein Volltreffer draus geworden.

Re: E-Kennzeichen wirklich nötig?

zoppotrump
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papayabrot hat geschrieben: Wieso sollte man nicht erkennen können ob ein e-auto ein e-auto ist? Ich habe noch keinen Benziner gesehen der an eine Ladestation angeschlossen wurde.
Woher willst Du einem PHEV von außen ansehen ob es die Kriterien gemäß EmoG für ein Elektroauto erfüllt oder nicht?

Re: E-Kennzeichen wirklich nötig?

Jupp78
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Das gilt gleichermaßen für so manchen BEV oder eigentlich alle BEV, wenn man nicht alle Automodelle auswendig kennt.

Re: E-Kennzeichen wirklich nötig?

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  • GrillSgt
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Wiese hat geschrieben: Vielleicht noch ein anderer Vergleich:
Ein Oldtimer mit H-Kennzeichen darf auch in eine Umweltzone fahren, obwohl er keine grüne Plakette bekommt.
Ein Oldtimer ohne H-Kennzeichen darf nicht in die Umweltzone fahren, er bräuchte eine grüne Plakette, die er aber nicht bekommt.

Das Problem beim E-Kennzeichen sehe ich darin, dass man nicht ohne weiteres erkennen kann, ob ein Auto ein E-Auto ist. Da bedarf es eben einer klaren Kennzeichnung. Albern finde ich nur, dass ein E-Auto eine grüne Umweltplakette braucht obwohl es ein E-Kennzeichen hat, ein Auto mit H-Kennzeichen aber ohne Umweltplakette in Umweltzonen fahren darf.
Wenn man sich die Bedingungen für das E-Kennzeichen anguckt, sagt es ja nichts darüber aus wie viel CO2, oder Feinstaub bzw. Stickoxide ein PHEV ausstößt. So wäre es theoretisch denkbar, dass ein PHEV im Verbrennerbetrieb so viel Feinstaub ausstößt, dass er nicht in die Umweltzone einfahren darf weil er keine grüne Plakette bekommen würde. Bescheuert (und unwahrscheinlich) aber denkbar. Jetzt könnte man argumentieren, die könnten ja in der Stadt elektrisch fahren. Ja, könnten sie, aber eine Verpflichtung dazu gibt es ja nicht.

Die Fage ist eigentlich:
Was ist per Definition ein Elektroauto. Und hier ist es einfach nur absurd, dass Plug-In-Hybride ein E-Kennzeichen erhalten. Es wird behauptet (und ja, auch auf Wikipedia findet sich das unter dem Suchwort Elektroauto) es handele sich dabei - neben rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuge - ebenfalls um Elektroautos (was ich persölich für faktisch einfach falsch halte. Und das einfach aus dem Grund, da das Fahrzeug Im wesentlichen aus einem Antrieb mit Verbrennungsmotor besteht).
Aber da das Wort "Elektroauto" wohl nicht geschützt ist, nennt sich alles wo auch nur irgend eine Art von elektrischem Antrieb drin ist und ein Stecker angeschlossen werden kann, E-Auto. Für mich ist das Augenwischerei und eine Art von Greenwashing die da betrieben wird. Denn "E-Auto" klingt viel sauberer und moderner als "Verbrenner".

Wie aber auch immer, aus diesem Grund erhalten Plug-In-Hybride (die ich allenfals als Elektrischunterstützte Fahrzeuge bezeichnen würde) auch ein E-Kennzeichen. Kann man verstehen, muss man aber nicht.
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