Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

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Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

nr.21
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Für Pendler wird ja auch die Kilometerpauschale erhöht, immerhin.
Und Sprit war vor Jahren auch schon mal deutlich teurer.
Jedenfalls sind solche Dinge nicht die Ursache für die Spaltung der Gesellschaft.
Diese würde ich eher bei Leuten suchen, die Milliarden scheffeln, aber ihre Lieferanten und Beschäftigten bis zum letzten Cent ausquetschen
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Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

TorstenW
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Moin,
nr.21 hat geschrieben:Für Pendler wird ja auch die Kilometerpauschale erhöht,...

Ab dem 21. Kilometer! Wer nur 20km fährt, für den wird es einfach nur teurer.
nr.21 hat geschrieben: Und Sprit war vor Jahren auch schon mal deutlich teurer.

Naja, deutlich ist relativ.
Rechne die 10 Cent/Liter mal um auf 100km und dann nimm den Preis, den Ionity verlangt (79 Cent/kWh), und rechne das dagegen.
nr.21 hat geschrieben: Jedenfalls sind solche Dinge nicht die Ursache für die Spaltung der Gesellschaft.

Stimmt! Das ist nicht die Ursache, aber es trägt erheblich dazu bei.
Es ist ja nicht nur die CO2-Steuer, die Kfz-Steuern an sich wurden erhöht, Parkplätze werden immer teurer....
Es ist das Gesamtpaket, das bei weitem (noch) nicht stimmig ist.
Durch die höheren Kraftstoffpreise werden auch sukzessive alle Waren teurer. Und ein (teures) Elektroauto muss man sich auch leisten können.....

Grüße
Torsten

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

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Ich möchte keinen Extra-Beitrag aufmachen und für die Plauderecke scheint mir das Thema unpassend.

Ein Aspekt der mich "zweifeln" lässt ist der Bezug von entscheidenden Fahrzeugkomponenten aus China - gerade aus dem politischen/menschenrechlichen Hintergrund (weniger aus CO2-Betrachtung). Wenn man sich das Verhalten ggn. Regime-Kritiker, Opposition, Minderheiten oder dem übergriffigen Verhalten benachbarter Nationen vor Augen führt.

Ich sah kürzlich eine Vorstellung des Aiways U5, als ich durch die Kommentare blätterte und las eine Kritik daran, dass man keine Fahrzeuge, Komponenten oder auch die Fertigung in China ablehnen sollte. Natürlich sind wir sehr abhängig von Lieferketten und in gleicher Weise eher bereit, auch Produkte aus China hier anzunehmen.

Vertun wir uns nicht und blenden die imperialistischen Züge Chinas - in Anbetracht unseres eigenen Komforts - einfach aus?

Wie ist es mit eAutos aus China stammend, mit Batteriezellen oder andern Komponenten?

Mit chinesischen Unternehmen, die bereits in der EU produzieren oder dies in naher Zukunft planen?

Können wir uns davon frei machen und die Verantwortung von uns weisen, tragen wir unsern Teil dazu bei, dass China sich ändert oder sich in seinem Verhalten bestätigt fühlt?

Eine einfache Lösung wird es sicherlich nicht geben, aber was sind eure Gedanken dazu?
Der Widerwille jemanden zuzuhören, berut auf der Angst, die eigene Meinung zu ändern.
(c) Carl Rogers

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

Nichtraucher
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Der Verantwortung können wir uns nicht anziehen. Allerdings zieht uns auch niemand wirklich zur Verantwortung, für nichts.
China ist mit seinem System erfolgreich. Gerade deswegen weil wir davon profitieren. Also geht es auch erst einmal so weiter.
Sion reserviert
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Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

teslahenry
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Ich habe für mich entschieden das ein Auto Made in China nicht in betracht kommt. Bei Komponenten kann heute keiner mehr vorhersehen / überschauen wo diese herkommen.

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

SamEye
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Moin ;)
mmh, da könnte es aber auch bald enger werden, wenn ich mit die Tesla Model 3 oder BMW iX3 so anschaue, die ja ebenfalls schon bzw. im Falle des BMW ausschließlich in China produziert werden.
Speziell bei Baureihen, die in unterschiedlichsten Varianten von "überall her" kommen, wird es zusehends schwieriger, eines aus einem bevorzugten Herkunftsland zu erhalten.

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

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Ein Thema in Richtung "Zweifel an Subventionen und falsche Anreize" kamen mir Gedanken, als ich die aktuellen Zahlen vom Bundesumweltamt sah, die die deutsche CO2-Bilanz von 2019 aufzeigt (Prä-Covid-Zeit).

Insgesamt wurden 810 Mio. t CO2 erzeugt, wovon 164 Mio. t auf den Verkehrssektor entfallen oder 20,2%. 1*

Es gibt aus 2016 eine Aufschlüsselung des EU-Parlaments über die jeweiligen Verkehrs-Sektoren. 72% entfallen auf den Straßenverkehr, wovon 60,7% auf PKW entfallen. Freillich das sind EU-Werte, im Detail kann es sich für DE unterscheiden, die Größenordnung aber wird vmtl. in ähnlichen Bereichen bleiben. 2*

Also halten wir fest, PKW haben am Gesamtverkehr einen Anteil von 43,7% und in DE wäre dass ein Anteil auf den Gesamtausstoß von 8,8%.

Wir fördern Fahrzeuge (z.T. recht teure dazu), welche im Idealfall (ohne irgendwelche fossilen Energieträger beim der Antriebsenergie zu nutzen) etwa 9% des nationalen Gesamt-CO2-Ausstoßs abmildern können und lassen weiterhin Kohlekraftwerke weiterlaufen, wobei die Energiegewinnung allein schon einen Anteil von fast 32% hat (2020) und damit über dem Faktor 3 größer ist.

Real betrachtet, hängen unsre BEVs, PHEVs und FCEVs aber auch überwiegend an diesem Netz, mit dem jeweiligen CO2-Anteil am Strom (2019: 401g/kWh, 2020: 330g/kWh). 3*

Nehmen wir unsere Industie mit zur Energieerzeugung, liegen wir bei 54,9% der CO2-Emissionen - oder Faktor 6,24 über dem des PKW-Verkehrs.

Ich muss ehrlich sagen, in Anbetracht der Größenordnungen setzen wir die falschen Anreize und fördern auch ein winzigen Teilaspekt, der im Grunde noch gar keine wirkliche Bedeutung hat.

Öl-Heizungen verbrennen pro Jahr rund 1.500-1.800l, mit einer CO2-Komponente von 2,92kg/l - oder umgerechnet erzeugt eine sparsamere Ölheizung 4,38t CO2/Jahr. Der PKW mit 6l/100km, bei 2,34kg CO2/l - meinetwegen plus Vorkette 20% und 13.600km/Jahr, dann 2,29t CO2 oder die Hälfte. Auch nicht gut aber die Größenordnung ist ansich beeindruckend.

Wir pinzen hier herum, wenn ein PHEV 4l/100km braucht, anstelle der 1,2l wie im Prospekt - aber die 4l/100km sind schon gut. Ja tatsächlich gut, wenn 1/3 eingespart werden kann und geht in die richtige Richtung - denn der wirkliche Batzen, der aufzuarbeiten ist, ist in seiner Bedeutung kaum so präsent in der Öffentlichkeit, wie der PKW aktuell.

Mir kommt es in den Diskussionen so vor, als ob das BEV das Allheilmittel ist (es ist auch gut, ohne Frage und das muss noch weiter gehen) aber es werden zuviele Mittel dafür verwendet, ohne einen bedeutsamen Effekt zu zeigen.

Als aller erstes, muss ein Kohlestrom-Stopp her, die Verbrenner können dann noch länger weiterfahren, ohne dass es einen größeren klimawirksamen Einfluss hätte.
Die Energiequellen sind es, die auf dem obersten, dem aller obersten Platz stehen muss, dann folgt die Industrie, dann Gebäudeheizungen und dann kann man sich gern dem Verkehr (u.a. PKW) widmen und der Landwirtschaft.

Quellen:
1* https://www.bmu.de/pressemitteilung/tre ... 7-prozent/
2* https://www.europarl.europa.eu/news/de/ ... infografik
3* https://www.bdew.de/presse/presseinform ... 2-prozent/
Der Widerwille jemanden zuzuhören, berut auf der Angst, die eigene Meinung zu ändern.
(c) Carl Rogers

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

TorstenW
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Moin,

das erzähle doch mal den Grünen, für die Autos generell der Teufel in Person sind. ;)
Mal zum Thema: Auf Grund von Corona fahre ich nicht mehr ganz so viel in der Gegend rum, sondern nutze den Stromi hauptsächlich (wie ursprünglich sowieso geplant) zu 99% für die Fahrt zur Arbeit.
Längere Strecken mit unterwegs laden finden kaum noch statt.
Die Ladesituation hat sich in den letzten 2 Jahren wesentlich verbessert, man findet eigentlich immer eine Ladesäule. Aber das Laden unterwegs ist merklich teurer geworden! Und das so viel, dass das "Stromern" für jemanden, der nicht überwiegend zu Hause laden kann, im Verhältnis zu einem Verbrenner regelrecht unwirtschaftlich geworden ist.
Daran ändern auch die gestiegenen Spritpreise und die Förderung neuer E-Autos nichts.
Jetzt kommen sicherlich gleich diejenigen um die Ecke, die krakeelen, dass der Sprit immer noch zu billig ist.....

Grüße
Torsten

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

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Gut Idee, aber woher nehmen wir dann die fehlenden 20% Strom, die dank Solardeckel und Abstandsgebot bei Windkraftanlagen so effektiv von unserer Regierung behindert wurde?
Ölheizungen sind doch neu nicht mehr zulassungsfähig in den meisten Regionen, und die Schornsteinfeger sortieren Altanlagen aus. Interessant währen reale Zahlen zur energetischen Gebäudesanierung im Altbestand und was Maßnahmen in der Industrie Kosten und bringen. Bei der Stahl Erzeugung wurden gerade 5 Milliarden genannt ohne das CO2 Sparziel zu nennen.

MfG
Michael
Kangoo ZE maxi seit 2015 124.500km, Kangoo ZE Postkutsche seit 2018 95.500km, E-UP seit 2020, 14.000km, C180TD seit 2019 39.000km , max G30d seit 2020 700km, Sunlight Caravan, Humbauer 1300kg, E-Expert 75kWh 20.000km

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

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Xochipilli hat geschrieben: Ich habe mich geirrt bezüglich der Herkunft dieser Studie. Trotzdem gilt: "Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!"
Trotzdem gilt genauso: Wenn jeder nur die Studien akzeptiert die ihm in den Kram passen dann begeben wir uns auf den abschüssigen Pfad das alles Relativ ist, es keine Fakten mehr gibt, jeder nur seine Wahrheit akzeptiert. Es gibt genug Menschen die genau das wollen. Da sollte man nicht mitmachen.

Kritik an einer Studie sollte sachlich begründet werden.
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