Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

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Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

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Das Problem am Verkehr ist aber, dass ich einen Fahrplan bis 2050 benötige und dann auf 0 bin. Und je später ich anfange desto teurer wird es werden. Umso brutaler wird der Umstieg.
Die Diskussion wie man am billigsten das meiste CO2 sofort spart führt uns unweigerlich zu dem Thema Kompensation. Weil es natürlich viel billiger ist, CO2 in der "dritten" Welt zu sparen. Das aber ist eine andere Diskussion. Jetzt geht es darum., dass die Länder die einen zu hohen pro Kopf Verbrauch haben Gas geben. Jedes Land für sich, jeder einzelne für sich.
Und wenn es um jeden einzelnen geht, geht es um die 5,6kG CO2 pro Tag, wie jeder einzelne da hin kommt bleibt jedem einzelnen überlassen, viel ist möglich: Flugreisen, Benzin, Heizöl, Fleisch....
Egal wie. Aber zu sagen, der Weltweite Flugverkehr ist doch nur 3% der Weltweiten CO2 Belastung, daher kann ich ohne Probleme jedes Jahr zwei mal um die Welt fliegen funktioniert halt nicht, weil es um Deine 5,6kg CO2 pro Tag geht und nicht darum für wieviel der Flugverkehr am gesamten schuld ist.

Es ist absolut keine Frage, jeder muss seine Hausaufgabe machen, Industrie, Gebäude, Transport.

Und wenn es darum geht was das Billigste ist, muss man schon fragen wie viel teurer ist der BEV gegenüber dem ICE? Da geht es eben um die Anschaffung an sich und nicht um einen teureren Betrieb. Aber genau das Thema Anschaffung ist das was der Einzelne nicht freiwillig macht. Daher finde ich den Hebel der Förderung an dieser Stelle schon sehr gut. Auch bei Industrie und Gebäude ist es genau so gelaufen, da geht auch nichts von alleine. Sogar die PV wurde stark gefördert. Wenn du Österreich mit Deutschland vergleichst steht Österreich bei PV echt schlecht da. Erstens ist der Strom viel Billiger und zweitens wurde die PV kaum gefördert. Und jetzt hat Deutschland an manchen Tagen bis zu 50% aus der Sonne. Österreich kommt maximal auf 10%.

Um also das EU Ziel von 2030 zu schaffen, muss jeder Verursacher sein Ziel erreichen (siehe Grafik) und es wird Zeit das der PKW Verkehr überhaupt mal anfängt.
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Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

Blueskin
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Ich sehe das einfacher:
Solche Überlegungen sind m. E. der "Mehrheit" viel zu akademisch.

Da gehen die Überlegungen eher in Richtung : "Ich soll hier verzichten, CO2 einsparen und mehr Geld zahlen für angebliche Klimarettung und die Länder, die am Meisten vom Klimawandel betroffen sein werden, machen fröhlich weiter mit Regenwald-Zerstörung, Kohlekraftwerk-Bau und schränken sich überhaupt nicht ein.
Ich soll mich einschränken, damit dort eine Handvoll Leute weiter absahnen können. "

Diese ganzen Gegenrechnungen von wegen "x Tonnen CO2-Einsparung in dem Sektor vs. y Tonnen CO2-Ausstoß in jenem Bereich " geht der erwähnten Mehrheit am Allerwertesten vorbei. Es geht da eher ums Prinzip.

Und wenn da der "Wandel" allzusehr in Form von Verboten und Strafzahlungen überzogen wird, kann die politische Stimmung leider recht schnell kippen.

Zugegebenermaßen muss man natürlich schon aufpassen, ob man nicht selbst in einer Glaskugel lebt, wenn man denkt, andere würden das tun.
Aber in meinem beruflichen und persönlichen Umfeld wechseln die Meisten - so wie ich - alle 3-4 Jahre das Auto (Firmenwagen und/oder Leasing)
Und obwohl dadurch quasi ständig irgendwer ein. neues Auto bekommt, besteht Elektromobilität MAXIMAL aus PHEV - und das auch nur bei Firmenautos und weil es steuerlich interessant ist.
Echtes Interesse an CO2-Reduzierung? Nullkommanull!

Ich bin schon gespannt, wie das im benachbarten Frankreich werden wird, falls die - zumindest bis zu dem Zeitpunkt - amtierende Regierung tatsächlich Verbrenner verbieten wird, bevor Elektroautos und deren Laderei für (fast) jedermann genauso komfortabel und erschwinglich sein werden wie jetzt die Verbrenner. Von Spanien, Katalonien und Italien gar nicht erst zu reden.

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

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Will kurz wiederholen, mir gehts nicht darum zu sagen "Ja aber mein Nachbar macht garnix, warum soll ich dann!?", sondern die Effentivität der Maßnahmen. Der Kohleausstieg ist mit 2038 (Korrektur falls falsch) festgelegt und daran scheint das mediale Echo nur klein zu sein, obwohl dieser Punkt bahnbrechendes in Richtung CO2-Einsparung bewirken könnte, wenn nicht durch Gaskraftwerke das dann kompensiert wird.

Wir müssen in den Größenordnungen denken und dass dann auf die Sektoren herunterbrechen, nicht umgekehrt. Wie gesagt, die Energiewirtschaft allein, ist ein um den Faktor 3 größerer Emittent, als die PKWs aktuell, in DE. Ein Stahlwerk auf grünen Wasserstoff umgestellt, welches auf Koksbefeuerung verzichtet, spart soviel CO2 ein, wie 10 Mio. PKW.

Solange wir größere Anteile an fossilen Energie haben, kann eMobilität nicht richtig durchschlagen, im Sinne der CO2-Einsparung - warum fördern wir dies dann so stark?

Ich denke, dass es auch ein Fehler war, die AKW abzuschalten, die noch gut 10-15 Jahre weiterbetrieben worden wären, bis an ihr "natürliches" Laufzeitende (sind ja auch nicht mehr die jüngsten) - das wäre in der CO2-Denke, besser gewesen. Wenngleich ich auch kein Freund der radioaktiven Abfälle bin - wer ist das oder will das schon?

Aus der Qualitätssicherung gibt es das Werkzeug der Pareto-Analyse, in der man bei Produktionsschwierigkeiten untersucht, was der größte und teuerste Kostenfaktor ist, um hier mit einer Maßnahme, einen großen Batzen an Schwierigkeiten zu beheben. Wir machen gerade den umgekehrten Weg oder satteln das Pferd von hinten auf.

Korrigiert mich auch bitte hier, falls ich falsch liegen sollte.
Der Widerwille jemanden zuzuhören, berut auf der Angst, die eigene Meinung zu ändern.
(c) Carl Rogers

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

Blueskin
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@adauris :
Ich bin sogar ganz Deiner Meinung.

Und ich habe den Eindruck, dass das auch das Gefühl der "Mehrheit" ist, von der im Threadtitel die Rede ist.

Otto*in Normalverbraucher*in hat vielleicht nicht die exakten Zahlen, spürt aber irgendwie, dass es nicht in Ordnung sein kann, dass ausgerechnet er/sie irgendwas reißen soll, während anderweitig "Brocken" nicht angegangen werden. (Wie auch schon bei der tollen und nur ein ganz klein bisschen giftigen Energiesparlampe)

Wenn aus einem Teich ein paar wenige mit Fässern schöpfen und viele mit Esslöffeln, ist es letzteren nur schwer vermittelbar, dass sie auf Teelöffel umsteigen sollen, um den Teich zu retten und die Fässler fröhlich weitermachen dürfen. ;)

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

Hannes1971
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Blueskin hat geschrieben: @adauris :
Ich bin sogar ganz Deiner Meinung.
(Wie auch schon bei der tollen und nur ein ganz klein bisschen giftigen Energiesparlampe)
Das Glühlampenverbot ist ein gutes Beispiel, dass die EU durchaus Gutes bewirken kann. Übrigens war die quecksilberhaltige Energiesparlampe zu keinem Zeitpunkt vorgeschrieben, der Umstieg konnte völlig quecksilberfrei erfolgen. Das wird nur von Polemikern immer gerne behauptet.
Skoda Enyaq iV 80

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

Blueskin
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@Hannes1971:
Im Gegenteil!
Der Verkauf "normaler" Glühlampen wurde verboten und LED-Lampen waren erstens noch in den Kinderschuhen und zweitens fast nur übers Internet aus China zu bekommen.

Und es hieß - auch schon vorher - seitens Politik und Leuchtmittel-Industrie, dass man "jetzt" unbedingt umsteigen müsse und auch Nachteile in Kauf nehmen müsse und nicht warten soll, bis bessere Leuchtmittel (z. B. LED warmweiß etc.) zu günstigeren Preisen auf den Markt kommen. Außerdem seien die "Energiesparlampen" wirklich nicht gefährlich.

Das Verbot war letztendlich bloß eine Machtdemonstration und/oder Bomben-Lobbyarbeit der LM-Industrie.
Letztere musste nämlich dringend die teuer entwickelten "Energiesparlampen", die freiwillig keiner kaufen wollte, unters Volk bringen, da sie selbst natürlich durchaus sahen, wohin die Reise in Sachen LED geht. (Ich liebe LED und deren Möglichkeiten)

Was das noch mit dem Thema zu tun hat?
Daran erinnert mich - und anscheinend nicht nur mich - die Argumentation, dass man "jetzt" unbedingt Elektroautos kaufen soll - auch mit (verhältnismäßig) mickriger Reichweite und langen Ladezeiten bei bescheidenem Ladeinfrastruktur-Ausbau und steigenden Strompreisen.

Aber ich weiß nicht, ob die sch.... EU-Grüntischler mit einem Verbot von Verbrennern bei der "widerporstigen" Masse noch mal so leicht durchkommen wie mit den Lampen oder ob ihnen die Gelbwesten dann die Bude unterm Hintern anzünden (oder zumindest Autoreifen davor).

Aber vielleicht wird das ja auch so ein Rohrkrepierer wie die Staubsauger-Sache oder die Olivenkännchen-Geschichte oder oder oder...

Sollen doch diejenigen Elektroautos kaufen, die das toll finden und diejenigen Verbrenner, die bei selbigem bleiben wollen - und zwar bitte, ohne sanktioniert zu werden.

Aber ich fürchte, dazu gibt es einfach zu viele Leute, die jetzt endlich etwas gefunden haben, mit dem sie sich profilieren können : "Klimarettung".
Und wenn man sonst nix hat, muss man halt unbedingt daran festhalten.

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

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Es war in erster Linie die Firma Osram, ein Siemens leger, welcher zuerst eine neue Leuchtmittelfabrik baute und gleichzeitig Massiv in Brüssel Lobbyierte.
Phillips hingegen, Patentinhaber der wichtigsten Led-Lichtpatente, machte hier eher halbherzig mit, da man dort schon den Trend in Richtung LED kommen sah und das ganze gerne etwas später kommen sehen hätte wollen.
Aber, es geht um Elektroautos.
Übrigens endete das ganze für Osram nicht so gut, da man den LED Zug nicht rechtzeitig kommen sah.
Sodale, LED und Auto, zurück zum Thema.
Was ist "Die Mehrheit"?
Eine von Aussagen von Lobbyisten geführte Masse, welche, angefangen von Automobil Vereinen, über Die Öl Industrie, bis hin zu Verbrennungsmotorherstellern jahrelang angelogen wurde, dass Elektromobilität "gar nicht geht".
Warum gar nicht?
Bei 1/3 der Nutzer, mit ca bis zu 13.000 km IM Jahr geht es spielend.
Beim weiteren Drittel mit etwas Komforteinbußen.
Beim 3/3, da bin ich mir uneins... Z. B 100.000 km im Jahr wären keine Komforteinbußen, wenn. Man den gleichen Output erreichen will, sondern unmöglich, Als nur ein Teil der Mobilitätswende.
Ich persönlich mache 50 bis 70.000 km.
Davon 80%Elektrisch, den Rest entweder mit derartigen Gewichten, oder auf derartigen Langstrecken, dass dies Elektrisch nicht Sinnvoll möglich wäre.
Heute geht es 800 km, über 3 Bergpässe, Elektrisch, in 2.000 m endend.
Es geht, man darf nur den Lobbyisten nicht glauben.....
Diverse E Fahrzeuge von 27 bis 90 Kwh.

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

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Blueskin hat geschrieben:
Sollen doch diejenigen Elektroautos kaufen, die das toll finden und diejenigen Verbrenner, die bei selbigem bleiben wollen - und zwar bitte, ohne sanktioniert zu werden.
Du darfst die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor kaufen so viele du willst. :)
Du darfst pro Tag 5,6 kg CO2 verursachen.
200g pro Kilometer bei einem Verbrenner Fahrzeug sind dann 28 km pro Tag. Alles Deine Entscheidung.
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Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

MartinG
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Eigentlich glaube ich nicht, dass so viele Menschen Zweifel am E-Auto haben, es interessiert sie schlicht und einfach nicht. Wir sind hier ja auch ein bisschen in der Blase des E-Autos. Ich kann mich an eine Umfrage erinnern, da war die E-Mobilität irgendwo auf Platz 18 der interessanten Themen der Menschheit, und das war vor Corona.
Vollelektrisch seit 2015
> Renault Zoe R90
> Tesla Model 3 LR

Verkehrsminister Dr. Wissing plädiert für Vertrauensschutz bei der E-Auto-Förderung

Re: Studie: Mehrheit hat noch Zweifel an Elektroautos

Blueskin
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AbRiNgOi hat geschrieben:
Blueskin hat geschrieben:
.... - und zwar bitte, ohne sanktioniert zu werden.
Du darfst pro Tag 5,6 kg CO2 verursachen.
Ja, nee, is klar! :lol:
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