Tanken ist billiger als Laden

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Re: Tanken ist billiger als Laden

Meinereiner
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Sagt einer, der (im gleichen Beitrag) sagt:

Meinereiner hat geschrieben: ↑ Ich lade nur höchst selten außerhalb Arbeitsplatz und Haus, und der längste Ladevorgang war dabei 15 Minuten.
Nochmal:
Ein E-Auto "betankt" man nicht. Man lädt, wenn es an einem Parkplatz steht. Sei es in der Arbeit, in der Tiefgarage, am Straßenrand oder beim Einkaufen. Wer da keine günstige Möglichkeit hat, kauft kein E-Auto. Die Möglichkeit kann man einfach schaffen, weil eine Steckdose für fast alle Fahrprofile reicht.
Und damit meine ich nicht AC-Ladesäulen.

Vergesst das veraltetete Konzept "Tanken". Das macht man nicht beim E-Auto.
Und das ist der größte Komforvorteil von E-Autos. Man fährt nirgends hin, das Laden geschieht nebenbei im Alltag, wenn das Auto sowieso steht. Man spart viel Zeit.

Diese "muss Tanken" Denke führt zu den Fehlentwicklungen am Lademarkt, wie den 22kW Bürgermeistergrinsefotosäulen und den Wallboxen, die niemand braucht.

Also: Der vermeintliche Wiederspruch ist keiner, aber es gibt offensichtlich Leute, die sich ein Leben ohne Tanken nicht vorstellen können.
Vielleicht sind die Leute so heiß auf Tanken, weil man ein Phallusartiges Gerät in ein Loch einführt und Flüssigkeiten hineinspritzt.
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Re: Tanken ist billiger als Laden

voko
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@Meinereiner: Du gehst davon aus, dass alle Dein Fahrprofil haben.

Re: Tanken ist billiger als Laden

Meinereiner
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@Meinereiner: Du gehst davon aus, dass alle Dein Fahrprofil haben.
Ausnahmen gibt es immer. So pickt man sich eine heraus, die die eigene Argumentation stützt, und wir diskutieren ewig.
Ein äußerst ermüdendes Muster in dieser Diskussion.

Die Mehrheit der Fahrer hat ein Fahrprofil, wo die Langstrecke in der Minderheit ist. Und mit steigenden Akkugrößen wird ein immer größerer Teil der Langstrecke auch durch Strom vom Stellplatz abgedeckt.
Dass es Langstreckenfahrer gibt, bestreitet niemand. Vertreter wären ein solcher Fall. Dass die aktuelle Ladesituation (abseits von Tesla) nicht befriedigend ist, ebenfalls. Das betrifft aber weit weniger Leute, als von den Petrolheads immer postuliert wird.

Re: Tanken ist billiger als Laden

Elektroautomieter
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@Meinereiner

Selbst wenn ich einen Regenschirm gehabt hätte, wäre sicher lustig gewesen mit diesem in der Hand die Ladestation freizuschalten mit der Ladekarte in der Hand. Dazu kommt aktuell noch die Problematik, dass ich schon oft erlebt habe, dass es mit der Verbindung von Fahrzeug zur Ladestation nicht funktioniert hat. Aus unterschiedlichen Gründen, kein Netz, RFID-Leser funktionierte nicht, Ladestation abgestürzt oder beim Jaguar, wo das Fahrzeug nicht laden wollte. Das habe ich beim Tanken noch nie erlebt. Auch nicht an italenischen Tankautomaten. Das zu leugnen wirkt auf potenzielle E-Autofahrer befremdlich und man erhält dafür ein Kopfschütteln, da Tankvorgänge selten länger als 7 Minuten dauern und bei wenigen Menschen Stress auslösen oder eine Planung vorraussetzen.
Aber das auch alles nur, wenn ich keine eigene Lademöglichkeit habe. Habe ich die, exestiert die Problematik für viele Personen einfach nicht, weil man nur alle Jubeljahre mal auswärts laden muss.

Die Steuerzahler subventionieren aktuell, zu Recht, den Ausbau der E-Mobilität. Gleichzeitig werden aber große Teile ausgeschlossen. Das passt nicht zusammen mit einer (sozialen) Verkehrswende und aktuell bezahlen die Steuerzahler ein Hobby der Oberschicht, die diese Subventionen nicht wirklich nötig hätten.

@DKH

Beim Hausstrom wird es so sein. Beim Preis an der DC-Ladestation kommt jedoch noch die Zeitkomponente hinzu. Wollen mehr zeitgleich laden, als Säulen vorhanden sind, steigt der Preis und das vermutlich deutlich. Angebot und Nachfrage halt.

Im Mietwagenforum hat es jemand geschafft den Golf 8TDI Aut. mit 3,6l Diesel pro 100 km zu bewegen. https://www.mietwagen-talk.de/forum/thr ... pageNo=613

Inklusive Autobahngeschwindigkeiten von 120 km/h. Aus Erfahrung würde ich schätzen, dass ein BMW I3 für die gleiche Strecke etwa. 16 kwh pro 100 km verbrauchen würde. Bei einem Kilowattpreis von 0,4€, Tarif des ADACs, komme ich auf einen Preis pro kilometer von 0,064€. Damit die Kosten pro Kilometer beim TDI gleich hoch wären, müsste der Diesel pro Liter 1,77€ kosten. (6,4€/3,6)
Wer also so ein Fahrprofil hat, viel Autobahn, keine Möglichkeit selbst zu laden, aus welchem ökonomischen Grund sollte der sich ein E-Auto (aktuell) kaufen/leasen? Er würde ein Produkt bekommen, das teurer ist und deutlich weniger Komfort bietet.
Ich brauche Eure Hilfe. Bitte an dieser Umfrage für meine Bachelorarbeit teilnehmen.
Nutzerverhalten an Ladestationen
https://www.umfrageonline.com/s/015ab48
Danke :)

Re: Tanken ist billiger als Laden

ubit
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Naja - die meisten Autos fahren vorwiegend im Nahbereich/Stadtverkehr. Klar: Auf der Autobahn ist der Verbrauch eines BEV relativ hoch im Vergleich zu einem effizienten Diesel. Im Stadtverkehr dreht sich das allerdings dramatisch um. Unterm Strich werden selbst bei 0,40 €/kWh die Verbrauchskosten für die allermeisten "üblichen" Fahrprofile elektrisch niedriger sein als mit dem Diesel - zumindest im jährlichen Durchschnitt. Und die "Nebenkosten" des Verbrenners muss man auch noch berücksichtigen. AdBlue, Motoröl, Luftfilter und sonstige Wartungsarbeiten am Verbrennungsmotor/Abgassystem die es beim BEV schlicht nicht gibt. Kommt natürlich nur zum Tragen wenn man die Autos länger fährt - bei einem Fahrzeugwechsel alle 2-3 Jahre (Leasing) spielen die meisten dieser Kosten keine Rolle.

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: Tanken ist billiger als Laden

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Meinereiner hat geschrieben: ...
Diese "muss Tanken" Denke führt zu den Fehlentwicklungen am Lademarkt,
...
IMO kommt die "muss Tanken" Denke allerdings deutlich seltener vor als die "muss Laden" Denke..
und getankt wird "nebenbei" auf dem Weg in 5 Minuten, während der "hochgelobte " Ladevorgang das Auto, je nach Reichweitenanforderung, erst mal für einige Zeit stilllegt.
Ja, es gibt Schnellladesäulen, schädlich für den Akku? Es wird sich zeigen. Zum Akku-Schutz bei diesem Nutzer-Experiment wird halt die max. zuführbare Energiemenge auf ca. 80% begrenzt. Ich fülle den Tank selbstverständlich immer randvoll...zur Reduzierung der "muss-Tanken" Denke.
Vielleicht sind die Leute so heiß auf Tanken, weil man ein Phallusartiges Gerät in ein Loch einführt und Flüssigkeiten hineinspritzt.
Donnerwetter, ich bin erschüttert :shock:
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Re: Tanken ist billiger als Laden

Blueskin
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DKH hat geschrieben:

So stark wie die Benzin und Dieselpreise schwanken, so extrem werden diese definitiv nicht im Stromsektor ausfallen (jedenfalls nicht beim Endkunden).
Zumindest wird es wohl keine Bewegungen nach unten geben.... vor allem, wenn weiterhin der Kauf der E-Autos so stark subventioniert wird, dass die Stromkonzerne überhaupt keine Veranlassung sehen, Elektromobilität auch noch durch günstige Preise attraktiver zu machen. Im Gegenteil!
Wer jetzt auf E-Autos umsteigt ist ein Early Adaptor mit allen Vor- und Nachteilen. In 5 Jahren haben sich die meisten Nachteile, die jetzt genannt werden, erledigt.
Das bleibt auf jeden Fall spannend.

Re: Tanken ist billiger als Laden

hgerhauser
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Wenn das mit der Energiewende etwas werden soll, müssen die Strompreise runter gehen, zumindest zu Zeiten, in denen lokal PV und Wind im Überschuss vorhanden ist.

Re: Tanken ist billiger als Laden

Ecano
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Wird in Deutschland nicht passieren, da halten zu viele die Hand auf und die Posten sind zu lukrativ.

Allein schon variable Strompreise wären ein guter erster Schritt. Und dann noch das Recht, Eigenstrom zu verbrauchen, wie es eigentlich die EU vorgibt. Nämlich ohne Diskriminierung und besondere Zuschläge.
Smart ED 44, bestellt am 18.1.2018, erhalten 19.10.2018
e-up! "UNITED", bestellt am 27.8.2020, erhalten am ??

Re: Tanken ist billiger als Laden

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Ich bin da als Wärmepumpen Besitzer auch skeptisch. Das der Strompreis sinken wird glaub ich nicht.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/
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