ADAC Test Ladeverluste

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Re: ADAC Test Ladeverluste

aguentsch
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ubit hat geschrieben: Das hat mit Marke nix zu tun. Der ADAC hat halt einfach nicht alle Parameter erfasst.
Und der relativ große Unterschied zwischen den Schwestermodelle belegt Recht eindeutig dass die behaupteten gleichen Bedingungen schlicht nicht stimmen können. So weit liegen identische Techniken bei der Verbrauchsmessung nicht auseinander.

Ciao, Udo
Aber da waren doch Up 2018 und Mii 2020 im Test. Die haben doch (mindestens) komplett unterschiedliche Akkus.
Seat Mii electric plus weiß/schwarz Vollausstattung außer Ladeziegel, bestellt 24.2., Liefertermin damals laut Händler " ungefähr Ende Juli Anfang August". Anfang September: Produktion im November avisiert
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Re: ADAC Test Ladeverluste

Harrona
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Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum die Diskussion so emotional geführt wird.

Das es Ladeverluste gibt ist unbestritten und das die Bordcomputer Werte nicht den Gesamtverbrauch exakt anzeigen ist ebenfalls unbestritten.

Gleichzeitig dürfte auch klar sein, dass es immer Verluste gibt. Sei es bei den Hochleitungen, bei den Ladekabeln, in der Ladesäulen bzw. EVSE und auch am/im Akku bzw. bei der ganzen Bordelektronik.

Die Frage, bzw ein Test wie hoch diese Verluste sind finde ich wichtig, wissenswert und diskussionswert.

Das der ADAC in den letzten 40 Jahren nicht mit hochwertigen Auto Tests begeistert hat, dürfte wohl auch klar sein und zur Elektromobilität, als relativ neuem Thema erst recht nicht.

Noch zu der hitzigen Diskussion bezüglich Verbrenner und Tanken:

Ja, wenn die Zapfsäule anzeigt, dass ich 60 Liter getankt habe, sind auch ungefähr 60 Liter in den Tank geflossen und ich bezahle auch eben diese 60 Liter bei der Tankstelle.

Allerdings dürfte wohl jedem noch so einfach gestrickten Laien klar sein, dass es sehr viel Energie-Einsatz benötigt, bis der Kraftstoff in meinem Tank gelandet ist.

Tiefsee Probebohrungen, Fracking, Transport zur Raffinerie, Raffinierung, Transport zur Tankstelle, Strom Verbräuche der Tankstelle usw. usw.

Das Thema ist sehr komplex und da es immer von den Testbedingungen abhängt, wird auch jeder ein anderes Ergebnis erhalten.

Beim BEV ist natürlich bei extremen Temperaturen der Verlust viel höher, wie bei einer Ladung bei 25 Grad Aussentemperatur.

Und beim Tanken behaupte ich Mal, dass der Verlust, der vor dem eigentlichen Tankvorgang entsteht, viel höher ist, je weiter man von der Raffinerie, bzw von der Ölquelle entfernt ist usw.

Bitte nicht Effizienz und Ladeverluste in einen Topf schmeißen bei der Diskussion.

Ob es effizient ist mit einem Nutzwirkungsgrad von gerade mal. 25 %
(Benziner) herumzufahren, ist eine ganz andere Geschichte und hat mit "Lade-Verlusten" nichts zu tun.

Ich würde mich freuen, wenn die einschlägige Fachpresse, oder die bekannten Youtuber sich dem Thema mal widmen würden und mit entsprechender Messtechnik, nachvollziehbare Tests zum Ladeverlust bei verschiedenen Modellen machen würden.

Das wäre der Sache sehr dienlich.

Viele Grüße und einen schönen Tag

Re: ADAC Test Ladeverluste

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  • Nobse
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Die emotinale oder besser ideologische Aufregung an dieser Stelle verträgt sich eher nicht mit einer sachlichen Diskussion. Vom Ursprungsthema "Ladeverlust-Test" gleitet das Ganze ab in den Glaubenskrieg "rette ich mit E-Autos das Weltklima".
Zur Frage der Gesamtenergiebilanz gibt es Aussagen und Berechnungen zu Hauf, in denen, je nachdem aus welchem Lager disktuiert wird, Verbrenner oder E-Autos ihr Fett wegkriegen.
Ohne auf das Thema "wieviel Energie verschlingt Produktion und Transport herkömmlicher Kraftstoffe" oder "wieviel Engerie steckt in der Produktion von Strom aus Braunkohle oder Gas" oder in der "Produktion von Hochleistungsbatterien" einzugehen, habe ich für mich im praktischen Leben folgende Energiebilanz aufgemacht.:
5750 Kilometer haben mit Ladeverlusten 1129 kw/h Stunden verbraucht, darin nicht enthalten sind 17,5 kw/h für reine Heizenergie. Ohne Ladeverluste sind es ca 993,5 kw/h. Den letzten Wert halte ich korrekt für die Berechnung des reinen Fahrverbrauches - danach etwa 17,5 kw/h pro 100 Kilometer - . Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich dieser Verbrauch von September 19 bis Mai 20 abbildet, also das gesamte "kalte" Halbjahr mitgenommen hat. Jetzt im Sommer sinkt der Fahrverbrauch gewaltig, um z.T. 25 %.
Bezogen auf die Kosten bedeutet dies, dass ich bei 23,6 Cent pro Kw/h mit Ladeverlusten für 4,69 Euro die 100 Kilometer schaffe, ohne Ladeverlust für 4,13 Euro.
Im Ergebnis wäre es in der Kostenbilanz unsinnig sich die Kosten OHNE Ladeverluste schönzurechnen, denn bezahlt habe ich als Nutzer die 4,69 Euro.
Mit dem gewünschten Heizkomfort sogar noch ein bisschen mehr.
Die Fahrten mit dem E-Soul verliefen überwiegend im Mischbetrieb, wenig Autobahn. Der Gummiband-Effekt animiert allerdings zum "Strom-Geben", so dass man (ich, meine Frau) häufig über Landstraßentempo unterwegs waren. Bis 120 - 130 geht`s eben ab wie die Luzy.
Demgegenüber fahre ich meinen Citroen Berlingo, wahrlich aerodynamisch eine Schrankwand, mit ca 6,5 Liter Diesel. Bei dem derzeitgen Dieselpreis von ca 1,07 Euro also ca 6,96 Euro p. 100 Km und damit ca 30 % mehr als im Stromer.
Da in dem Dieselpreis dessen gesamten Produktionskosten, einschl. Transporte etc. etc., enthalten sind, mache ich mir darüber auch keinen Kopf.
Ebensowenig wie über die zugehörige Energiebilanz, denn die entsteht bei der Stromproduktion schließlich auch, selbst dann, wenn sie "grün" passiert.
Viele Kosten werden hier durch Subventionen kaschiert.
Also hat der Stromer seinen Kostenvorteil im Betrieb, der wahrscheinlich durch geringere Wartungskosten noch verbessert wird. Daran ändern auch die Ladeverluste nur wenig.
Seit 09/19 Adoptivkind E-Soul, jetzt wohnhaft in Dänemark, ab 07.07.20 mit E-Niro Spirit, zum Weglaufen rot, Leder und 3 P

Re: ADAC Test Ladeverluste

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Diese 30% Unterschied zum Diesel sind auf die Gesamtlaufzeit schon eine Ersparnis. Wenn ich im Sommer im e-Golf 10 kWh/ 100 km angezeigt bekomme, sind es bei 18 % Verlust 11,8 kWh/ 100 km. Im Winter, wenn 16 kWh/100 km angezeigt werden, eben 18,8 kWh/ 100 km.
Aber mein Strompreis- wenn ich zu Hause lade- ist immer gleich. Auswärts- Danke Maingau - auch. So rechne ich dann mit rund 3,60 bzw. 5,70 € Stromkosten/ 100 km in der Mischung (bei 30 Cent Hausstrompreis) und bin dann bei 4,65 aufs Jahr gerechnet.
Entsprechend 1€ müsste der Diesel dann je Liter kosten, bei 30 % Unterschied.
Und:
Diesel ist Tagespreisabhängig.
Und ich muss aktiv den täglichen günstigen Preis suchen und dann auch ggf Wartezeit vorfinden, wenn alle diese Tankstelle entdeckt haben.
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Re: ADAC Test Ladeverluste

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Exakt, wobei man auch berücksichtigen muss, dass der Spritpreis derzeit extrem niedrig und der Strompreis vergleichsweise hoch ist.
Ich bin erklärter Verbrenner-Fan und dreh gerne am Quirl meines Moppeds. Auch ist mir der Eintausch meines geliebten 330 d zunächst gegen den E-Soul und jetzt den E-Niro schwer gefallen, bereut habe ich ihn nicht. Irgendwo zwischen E und Wasserstoff liegt die Zukunft, bestimmt aber nicht beim EFuel Diesel. Mir graut schon jetzt davor neben den Endlos-Maisplantagen für Billigkottelets demnächst horizontweit Monokulturen für den Spritanbau zu sehen.
Meine gut 40 qm Photovoltaik Platten aus 2007 reichen aus, um meinen gesamten Haushalts- und Fahrstrom für ein Jahr zu produzieren.
Und das sogar einschliesslich LADEVERLUST :-).
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Re: ADAC Test Ladeverluste

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Meine Rechnung war auch als Beispiel für Heimlader ohne PV gedacht. Meine PV aus 2017 erzeugt auch mehr als genügend Strom.
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Re: ADAC Test Ladeverluste

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Hmm vielleicht kann mir ja mal jemand helfen bei der viel diskutierten Tabelle des ADAC, hier geht es doch um die Abweichung des BC zum realen Verbrauch.
Das wollte der ADAC feststellen und hat hier teilweise extreme Unterschiede festgestellt.
Nochmal, es geht um die Abweichung, nehmen wir jetzt mal den Wert des Kandidaten mit der höchsten Abweichung:

Tesla Model 3 Long Range Verbrauch Bordcomputer in l/100km 20,9 kwh Verbrauch gemessen in l/100km 15,7 kwh 24,88%

Daraus lese ich jetzt folgendes heraus, Tesla sagt mir, mein Auto verbraucht 20,9 kwh 100 km.
In Wirklichkeit verbraucht er 15,7 kwh 100 km, ergo kann der Unterschied der fehlenden 5,2 kwh, die Tesla mir anzeigt nur die Ladeverluste sein. Soweit die Interpretation der Werte.

1. Also lügt mein Tesla mich nicht an, sondern zeigt mir was ich wirklich verbrauche, inkl. Ladeverluste.
2. Da wir das Testszenario nicht genau kennen, wissen wir auch nicht ob es wirklich Aussagekräftig ist.
3. Rechnet Tesla im Bordcomputer eventuell mit höheren Verbräuchen um Reserven für den Notfall zu haben?

Um ehrlich zu sein sagt der ganze Test nicht viel aus, nur das über alle E Fahrzeuge hinweg die Hersteller einen höheren Verbrauch angeben als die Fahrzeuge tatsächlich im Fahrbetrieb haben.

Oder verstehe ich die Tabelle irgendwie falsch?
Zuletzt geändert von Jochen2003 am Mi 29. Jul 2020, 15:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Opel Ampera e Ultimate 02/2020

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Re: ADAC Test Ladeverluste

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Jetzt ist die Verwirrung komplett, es gibt also zwei Tabellen ???
Was hat der ADAC denn da gemacht???

Oben Tabelle aus dem M3 Forum, also älter.
Unten Tabelle von der Seite des ADAC.
Dateianhänge
alte Tabelle.jpg
Aktuelle Tabelle.jpg
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ADAC Test Ladeverluste

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Zumal Verbrauch in l / 100 km da steht. Und teilweise ja auch negative Werte da stehen müssen
Zuletzt geändert von isolar am Mi 29. Jul 2020, 15:10, insgesamt 1-mal geändert.
Mit dem E-Golf 300 seit 11/2017 unterwegs...Go-e Ladebox - PV 9,975 kWp.

Re: ADAC Test Ladeverluste

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Die Tabelle gilt für alle Antriebsarten, der Fehler sei ihnen verziehen
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