Strafzahlungen Verbrennerindustrie

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Strafzahlungen Verbrennerindustrie

Ex60Ahi3
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Hallo zusammen,

teilt jemand die Ansicht das es wohlmöglich ein weiteres Kaufkriterium ist, ein neues Elektroauto nur von einem reinen Elektroautohersteller zu kaufen?

Ein Kauf von einem bestehenden Hersteller, welcher u.a. Verbrenner herstellt, würde indirekt den Verkauf von weiteren Verbrennerfahrzeugen fördern.

Das kann ich persönlich nicht unterstützen.

Über weitere Meinungen freue ich mich.

Gruß
Ex60Ahi3
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Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

KlareWorte
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Ich glaube nicht, dass damit der Verkauf gefördert wird. Davon abgesehen, darf ich davon ausgehen, dass du dein Leben konsequent nachhaltig und umweltschonend ausgerichtet hast. Ansonsten könnte man dir elende Heuchelei unterstellen...

Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

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  • AbRiNgOi
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Da sogar Sono Motors in seinem Finanzierungsplan den Verkauf der "Kredits" eingeplant hat, gehe ich davon aus, dass jedes einzelne EV welches in Europa über den Ladentisch geht, auf irgendeine Weise den Verkauf von bis zu vier Verbrenner ohne Strafzahlung ermöglicht.

Da es aber nur so viele Elektrofahrzeuge geben soll, damit sich der Verkauf der Verbrenner Fahrzeuge gerade mal so ausgeht, wird man bei Erreichen dieser Zahl bei den etablierten Fahrzeughersteller plötzlich keine EV mehr bekommen. Und da ist es aber egal, ob man bis zu Erreichen dieser Quote vorher von einem reinem E - Hersteller oder wo anders gekauft hat.

Wenn dann die E-Hersteller aber auf ihren "Kredits" sitzen bleiben ist das für die natürlich finanziell schlecht (für Sono tödlich), aber unabhängig welche Fahrzeuge die Quote erfüllt haben.

Kurzum: ja die Regierung hat beschlossen eine Quote ein zu führen und mit jedem EV legitimiert man den Verkauf von bis zu vier Verbrenner. Aber es ist egal wo man die EV kauft.

Und wenn ich mich als Pionier an der Ladesäule und 4 Stunden längerer Fahrt in den Urlaub schon zum Affen mache, möchte ich wenigstens ein gutes Service Netz genießen und einen Hersteller für Ersatzteile haben, der in zehn Jahren auch noch existiert.

(vielleicht hätte ich mir doch keinen Renault kaufen sollen.... :roll: )
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 110.000 km

Niemand ist bei mir auf der Ignor-Liste!

Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

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Wie AbRiNgOi gibt es eine solche Firma wohl nicht. Tesla ist für den Flottenausstoß mit Fiat-Chrysler in einer Allianz und wird für jeden verkauften Tesla in Europa sicher gut bezahlt.

E.go vielleicht noch, von denen habe ich noch nichts zu einer Flottenausstoßallianz gelesen.
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Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

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Ich schließe mich Köln Bonner an.
Ein E-Auto zu kaufen und dabei irgend einen Hersteller zu bevorzugen oder zu bestrafen macht keinen Sinn. Man könnte auch einen ID.3 kaufen, weil VW keine neuen Fabriken bauen muss, und nur die alten bzw. umgebauten auslastet, während Tesla fruchtbares Land für Fabrikneubauten versiegelt.
Egal wie man es betrachtet, wenn man ein neues Auto braucht, sollte man wenn möglich ein sparsames BEV mit relativ kleinem Akku kaufen, und dieses Auto konsequent mit Ökostrom laden. Damit macht man schon viel richtig.
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:

Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

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Ex60Ahi3 hat geschrieben: Hallo zusammen,

teilt jemand die Ansicht das es wohlmöglich ein weiteres Kaufkriterium ist, ein neues Elektroauto nur von einem reinen Elektroautohersteller zu kaufen?

Ein Kauf von einem bestehenden Hersteller, welcher u.a. Verbrenner herstellt, würde indirekt den Verkauf von weiteren Verbrennerfahrzeugen fördern.

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Ex60Ahi3
Ja das ist so, Tesla verkauft seine Emissionsrechte zwar an Fiat, aber das entzieht denen Geld während der Kauf eines elektrischen VW, Ford oder Hyundai erst deren Absatz von margenträchtigen SUVs ermöglicht. Als Vertreter der reinen Klimalehre sollte man aber besser auf einen Neuwagen ganz verzichten, Akkus wachsen schließlich nicht auf Bäumen.
Hybride aller Art sind die Zukunft, reine Batterie-Autos für die Masse sind für mich eine ökonomische und ökologische Sackgasse.

Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

Helfried
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Skeptizist hat geschrieben: Akkus wachsen schließlich nicht auf Bäumen.
Wenn jetzt wieder das mit den Kongokindern kommt... das ist eine urbane Legende.

Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

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Helfried hat geschrieben:
Skeptizist hat geschrieben: Akkus wachsen schließlich nicht auf Bäumen.
Wenn jetzt wieder das mit den Kongokindern kommt... das ist eine urbane Legende.
Mir geht es um die Co2 Emissionen bei der Herstellung, das sollte man als Klima-Fanatiker nicht außer Acht lassen und dann aus Prinzip einen Tesla statt einen E-Smart zu kaufen ist dann vll. wenig zielführend.
Hybride aller Art sind die Zukunft, reine Batterie-Autos für die Masse sind für mich eine ökonomische und ökologische Sackgasse.

Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

Erol
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Ex60Ahi3 hat geschrieben: Hallo zusammen,

teilt jemand die Ansicht das es wohlmöglich ein weiteres Kaufkriterium ist, ein neues Elektroauto nur von einem reinen Elektroautohersteller zu kaufen?

Ein Kauf von einem bestehenden Hersteller, welcher u.a. Verbrenner herstellt, würde indirekt den Verkauf von weiteren Verbrennerfahrzeugen fördern.

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Ex60Ahi3
Du siehst es zu eindimensional.

Teslas Geschäftsmodell ist es, "saubere Luft" zu verkaufen. Also Zertifikate. Erinnert an "Schlemihl" aus der Sesamstrasse, vielleicht kennt ihn noch jemand?
Damit dieses Geschäft funktioniert, müssen die klassischen Hersteller margenstarke Verbrenner wie SUVs verkaufen.
Der Verkauf dieser Autos - und was eigentlich noch absurder ist - der Verkauf von Kleinwagen für einkommensschwache Bevölkerungsschichten - wird von der EU bestraft. Der Strafe können die Hersteller entgehen, wenn sie Elektroautos verkaufen. Auch mit diesen machen sie Verluste, denn würden sie diese zu einem realistischem Preis verkaufen, will sie keiner haben uns sie bleiben auf zehntausenden von Autos sitzen.

Das (absurde) Prinzip dass "Elektroautos vierfach gewertet werden" lässt ungefähr erahnen, mit wie viel Euro die klassischen Hersteller ihre Elektroautos subventionieren. Es sind in Deutschland ca 10 000 Euro (das vierfache der durchschnittlichen Co2 Strafzahlung beim Überschreiten des Co2 Grenzwertes)
Ich nehme an, sie werden sogar noch höher subventioniert, da Strafzahlungen schlecht aufs Image wirken könnten. Also gerade VW wird vermutlich lieber höhere Verluste beim Verkauf ihres ID 3 einplanen als sie Strafzahlungen ableisten müssen, um sie ein grünes Umweltfeigenblatt umhängen zu können.

Wo liegt jetzt Teslas Problem:
Tesla muss hoffen,. dass die "Verbrenner" noch möglichst viel verkauft werden, um hohe "Ablasszahlungen" ihres "Partners Fiat Chrysler einzusacken, aber auch der anderen Hersteller, die auf dem Weg der ZEV - Credits in den USA als "klimaneutrales Unternehmen" (lol) wieder an Tesla zurück fließt...

Sollten die klassischen Autohersteller aber auch die Weltwirtschaft ins straucheln kommen, wovon auszugehen ist in den nächsten Jahren, schlägt sich dies mindestens genau so stark auf Tesla durch, weil dadurch die Ablass - Briefe schlagartig wegfallen: Wer keine Autos mehr verkauft braucht auch keine Strafzahlungen zu leisten an Tesla...

Fazit: Tesla sollte beten, dass in den nächsten Jahren viele viele teure große SUVS verkauft werden können. Ich denke aber nicht, dass der Wunsch in Erfüllung geht und Tesla wird es mit den Strudel hinunter reißen...

Re: Strafzahlungen Verbrennerindustrie

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Das stimmt so nicht. Erstens werden Elektroautos nur dieses Jahr doppelt gewertet (nicht vierfach). Nächstes Jahr noch 1,67-fach und 2022 1,33-fach. Und zweitens hängt der Wert der Reduktion von Strafzahlungen, welche FCA durch Tesla erreicht nicht davon ab, was FCA genau verkauft, da sie in jedem Fall deutlich über dem Grenzwert liegen werden. Der Wert ist pro verkauftem Tesla konstant.

Und übrigens ist es gerade mit effizienten Kleinwagen der noch möglich, auch mit Verbrennern das Flottenziel zu erreichen.
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