Warum soll man E-Autos nicht 100% voll laden?

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Re: Warum soll man E-Autos nicht 100% voll laden?

Odanez
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Das ist garantiert nicht gut, auch beim Mini wird mit Wasser gekocht, sprich es handelt sich um einen Li-Ion Akku (oder Li Polymer oder andere Varianten, egal), und bei denen ist es immer so, dass extreme Ladezustände weniger gut sind als moderate. Ich frag mich welcher Azubi denn das in die Anleitung geschrieben hat.
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Re: Warum soll man E-Autos nicht 100% voll laden?

E-Nutzer
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Ja wundert mich auch. Allerdings hatte mir das zuvor auch schon ein Werksangehöriger gesagt und darauf verwiesen das man bereits viele Jahre Erfahrung mit dem I3 hat.
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Re: Warum soll man E-Autos nicht 100% voll laden?

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  • Lizzard
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E-Nutzer hat geschrieben: Hat da jemand erfahrung wie es beim Mini, I3 oder vlt auch noch anderen Fahrzeugen ist?
Ich "überwache" 3 E-Fahrzeuge die wir regemäßig benutzen.
Wir handhaben das wie mit dem SmartPhone. Einfach nicht drüber nachdenken ........ Die Akus altern mehr durch die Zeit als durchs laden.

Nur damit sie, wenn sie nicht genutzt werden, weniger altern stellen wir die Akkus, wenn sie länger nicht genutzt werden mit <80% ab.
Ansonsten halten wir uns an die Empfehlungen vom Hersteller - nicht weiter drüber nachdenken.

Die Zero wird vor der Fahrt auf 100% geladen (sonst ist die Reichweite zu gering) und wenn ich zurück bin wird geladen und nach 1-2 Stunden wieder ab gesteckt.
Der Leaf wird IMMER eingesteckt wenn er zu Hause steht. Der wird per automatischer Wallboxsteuerung geladen (wir nutzen Wasserkraft). Auch öfters auf 100%.
Der Tesla steht auf 80% und wird nur auf der Reise, wenn mir das laden zu schnell geht, höher gesetzt. Sonst schafft man(n) es nicht bis zur Toilette & zurück. Der wird sonst nur nach geladen wenn der unter 20% fällt.

Die Zero hat nach 5 Jahren, 5140km noch 94% der Kapazität.
Der Leaf nach 3 Jahren, 54038km noch 89,89% der Kapazität
Der Tesla nach 2 Jahren, 53702 noch 93,3% der Kapazität.
Und das alte Catapila SmartPhone nach 7 Jahren und ca. 58000 Betriebsstunden noch. 84% der Kapazität. ;)

Die Akkus überleben immer die Garantie.
Zero FX 6.5, 2016
Leaf ZE.1, 2018
Tesla Modell 3, 2019
Tesla Modell X (gebraucht), 2022

Re: Warum soll man E-Autos nicht 100% voll laden?

Helfried
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Lizzard hat geschrieben: Der Leaf nach 3 Jahren, 54038km noch 89,89% der Kapazität

Die Akkus überleben immer die Garantie.
Hmm, beim Leaf wäre ich mir da nicht so sicher. Genau dein Leaf, den du immer ansteckst, hat schon den höchsten Verlust beim Akku.

Re: Warum soll man E-Autos nicht 100% voll laden?

E-Nutzer
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Hier mal ein Auszug aus der Mini Anleitung:
Lange Standzeiten und
Fahrzeugstilllegung
]Prinzip

Bei mehrwöchigen Standphasen das Fahr-
zeug möglichst mit voll aufgeladener Hoch-
volt-Batterie abstellen.

Fahrzeug nicht länger als 14 Tage abstellen,

wenn die elektrische Reichweite aufge-
braucht ist.

Bei Standphasen von bis zu drei Monaten
das Fahrzeug möglichst an einer geeigneten
Stromquelle angesteckt oder nahezu voll
aufgeladen abstellen.

Echt spannend wie sich aussagen der Hersteller unterscheiden
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Re: Warum soll man E-Autos nicht 100% voll laden?

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Eine Batteriezelle hat in etwa den gleichen Wohlfühlbereich wie ein Mensch. Herumstehen mit voller oder leerer Blase (speziell bei hohen und tiefen Temperaturen) ist für diesen unangenehm und fördert langfristig die Faltenbildung. Bei der Batterie ist es ähnlich ;-)

Wenn der Akku in seinem "Wohlfühlbereich" behältent wird, also z.B. zwischen 20-80% Ladezustand, dann hat dies auf die Alterung einen positiven Effekt. Man darf aber auch mal problemlos auf 100% laden oder fast ganz leer fahren. Die Hersteller bauen einen kleinen Puffer ein damit die Batterie auch in diesem Fall nicht beschädigt wird. Über längere Zeit sind Ladezustände von gegen 100% oder fast leer jedoch nicht ideal und sollten vermieden werden. Mit anderen Worten: Wenn du über Nacht volllädst und am Morgen danach losfährst ist das kaum ein Problem. Kommst du mit fast 0% an der Ladestation an - ist dies kaum ein Problem sofern du danach anstöpselst. Nicht ideal wird es, wenn du den Wagen voll oder leer über mehrere Tage stehen lässt. Fährst du (ohne Auto) in den Urlaub ist in der Regel ein mittlerer Akkustand (ca. 40-60%) empfohlen.

Praktisch ist es, wenn das Fahrzeug erlaubt ein "Ladelimit" einzustellen. In der Regel reicht es im Alltag, auf 80% zu laden.
Ist dieses Limit einstellbar, macht dies vieles einfacher - bei gleichzeitiger Schonung des Akkus.
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Re: Warum soll man E-Autos nicht 100% voll laden?

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Die böse Auslegung der Bedienungsanleitung ist, dass die Garantiedauer sicher bei nicht optimaler Behandlung auch überstanden wird, dafür dann die Dinger aber rascher altern und..... So ein Pech, getauscht werden müssen.
Also kann man die Dinger immer auf 100% laden, oder man tut etwas, was nicht weh tut, man geht etwas pfleglich damit um.Schmerzen tut es nicht, also, warum nicht.Wenn mal 100% drauf stehen tut das auch nicht weh.Irgendwann hat man es im Griff so bei 80 bis 90 % zu landen.was meist 75, bis 85 % sind.Dann hat, wie beschrieben, auch ein Aku vielleicht nach nur 5400 km mehr wie 94%?
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Re: Warum soll man E-Autos nicht 100% voll laden?

Nichtraucher
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Und noch immer war leider niemand in der Lage die Vorteile von nur bis 80% laden auch nur annähernd zu quantifizieren.
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Re: Warum soll man E-Autos nicht 100% voll laden?

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Dies generell zu quantifizieren dürfte schwierig sein. Ich vermute mal, dass die Zellchemie und die Größe des eingebauten Puffers auf die Thematik ebenfalls einen Einfluss hat. Ich denke wer das Auto während der Woche so alle 2-3 Tage braucht wird und mind. 1x lädt dürfte bezgl. Batteriealterung wohl kein Garantiefall werden. Müsste ich es quantifizieren würde ich folgendes schätzen: Bei schlechter Pflege altert der Akku doppelt so schnell und nach Ende der Garantie könnte die verbleibende Kapazität an der festgelegten Grenze angekommen sein. Bei guter Pflege wäre demnach der Akku nur um die Hälfte gealtert.
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Re: Warum soll man E-Autos nicht 100% voll laden?

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Nichtraucher hat geschrieben: Und noch immer war leider niemand in der Lage die Vorteile von nur bis 80% laden auch nur annähernd zu quantifizieren.
Was auch etwas schwer ist, jedoch, wie bei allen Energiespeichern, erwiesen.
Es scheint auch , dass Lithiumbasierte Energiespeicher auf Teilzyklen noch besser Reagiert wie Blei, oder NiCd.
Warum kann es heir keiner Quantifizieren ?
Weil hier keiner ein Zyklenbetrieb im Labor fährt.
Näheres siehe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-I ... ebensdauer

Bei Blei ist es so, dass die Schwefelsäure, je nach Ladezustand entweder im Blei, oder im Elektroly angereicherter ist.
Dies führt dort zu Sulfatierungen an der Plattenoberfläche, wenn die Batterie Entladen stehengelassen wi

Tatsächlich verlängert dieses Vorgehen die Batterielebensdauer.
wie beim Handy, Notebook, etc.etc.
Sonst würden z.B. manche Notebooks heute nicht dahingehend agieren und teils die Accus nur bis 80% in der Dockingstation laden.
Aber, beim Auto ist´s wurscht.
Mag sein, da nur Lithium, jedoch in anderem Aufbau und Legierung, etc. zur Anwendung kommt.
Ein Notebookaccu muss auch nicht 200Ampere liefern.

Man kann´s machen, weil´s einfach ist, oder das machen was in der Bedienungsanleitung steht.
Mittlerweile ist bekannt dass Lithium derart erheblich länger Zyklierbar ist wie die meisten anderen Energiespeicher.
Akzeptieren oder Ignorieren.
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