Seltsame ADAC Studie - Realistische Zahlen?

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Re: Seltsame ADAC Studie - Realistische Zahlen?

1234567890
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Das Problem bei den ganzen Studien ist auch einfach, dass unterschiedliche Datenbasen verwendet werden. Die vom ADAC genannte Studie erfasst CO2 auf Seiten der Erzeuger. Die von den Kritikern angeführten "realistischeren" Zahlen der Fraunhofer Studie erfassen den CO2-Verbrauch auf Seiten der Abnehmer, also Verbrauch ab Steckdose. Wobei ich nicht mal weiß, ob das alle Verbraucher in Deutschland sind oder nur private Abnehmer und ob der Eigenverbrauch der Energiewirtschaft da mit berücksichtigt ist, der bei einem Kohlekraftwerk bei ca. 10% liegt. Es fehlt in jedem Fall der aus Deutschland exportierte Kohlestrom, dessen CO2 trotzdem in Deutschland ausgestossen wird.

Das ist halt das schöne, man kann sich immer gerade die Statistik suchen, die man für seine Argumentation braucht.

Quelle? Die Datenbasis kann jeder gerne selbst in den Quellenangaben der ADAC- und Fraunhofer-Studie nachlesen.
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Re: Seltsame ADAC Studie - Realistische Zahlen?

zoppotrump
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Skeptizist hat geschrieben:
Nicht vorzeitig, kalendarische Alterung, nach sagen wir 10 bis 12 Jahren. Garantie ist in den meisten Fällen 8 Jahre, die Garantie auf 160.000 Km wie bei einigen Herstellern gilt nur binnen der 8 Jahre, was eben zuerst eintritt; relevante Langzeiterfahrungen gibt es nicht, noch ist kein Serienmodell 12 Jahre auf dem Markt.
Eben. Noch sind keine Probleme bekannt oder aufgetreten.

Re: Seltsame ADAC Studie - Realistische Zahlen?

Michael_Ohl
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Ein Freund von mir hat sich vor 5 Jahren einen gebrauchten Kangoo ZE gekauft. Der wird nicht sehr viel gefahren hatte beim Kauf als Baujahr 2012 keine 10000km gelaufen und hat jetzt noch keine 15000km auf dem Tacho. Das Fahrzeug steht ganzjährig in einer ungeheizten Halle. Jetzt nach fast 8 Jahren zeigt das Fahrzeug noch 155km Reichweite an und kommt so weit wie vor 5 Jahren. Meine beiden sehen dagegen schon deutlich älter aus der erste mit fast 100000km etwas schlechter als der zweite mit 77000km Laufleistung. Der vierte Kangoo ZE von meinem Ex-Chef hat jetzt gut 50000km gelaufen und er war jetzt sehr entsetzt, das ihm unter 60km Reichweite nach doch recht kalten Hamburger Nachttemperaturen angezeigt werden.
Das Spiel kenne ich aber auch, wenn die Fahrzeuge nicht benutzt werden und die Batterie sehr auskühle. Wird aber durch Benutzung schnell wieder besser.

Das ganze ist natürlich schon bei der kleinen Zahl von Fahrzeugen wenig aussagekräftig, zeigt aber als Tendenz, das die gefahrenen Kilometer zumindest bei den alten 22kWh Batterien wohl mehr Verschleiß erzeugen als die Kalendarische Alterung ausmacht.

Trotzdem wird eine fehlende Ersatzteilversorgung bei Batterien den Herstellern sicher beizeiten zum Probleme bereiten.

mfG
Michael

Re: Seltsame ADAC Studie - Realistische Zahlen?

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Michael_Ohl hat geschrieben: ....Der vierte Kangoo ZE von meinem Ex-Chef hat jetzt gut 50000km gelaufen und er war jetzt sehr entsetzt, das ihm unter 60km Reichweite nach doch recht kalten Hamburger Nachttemperaturen angezeigt werden....
Hey, vielleicht kannst Du deinem Chef beibringen daß der Akku seines Kangoo am Sterben ist, und ihm den ganzen Kangoo dann um einen Nasenrammel (auf deutsch: Popel ;) ) abkaufen....
:P
Seit 11.11.2015 Leaf Tekna 24 kWh (EZ 03/2015), 119.000 gefahrene Kilometer, und
seit 14.08.2018 Leaf Acenta 30 kWh (EZ 07/2016), 29.000 gefahrene Kilometer
In der Pipeline: Sono Sion 8-)
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Re: Seltsame ADAC Studie - Realistische Zahlen?

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Michael_Ohl hat geschrieben:
Trotzdem wird eine fehlende Ersatzteilversorgung bei Batterien den Herstellern sicher beizeiten zum Probleme bereiten.

mfG
Michael
Warum den Herstellern, es wird das Problem der Gebrauchtwagenbesitzer werden, solange der Akku die Garantiezeit überlebt. Die Hersteller werden gerne neue E-Autos verkaufen. Ich fürchte der Trend geht zum Wegwerf-Auto, leider beim Verbrenner genauso, ob der Akku nach 12 Jahren platt ist oder ob es den 3- Zylinder nach 150.000 Km auseinander haut macht keinen großen Unterschied, die Konsequenz wird sein, Autos irgendwann nur noch zu leasen.
Hybride aller Art sind die Zukunft, reine Batterie-Autos für die Masse sind für mich eine ökonomische und ökologische Sackgasse.

Re: Seltsame ADAC Studie - Realistische Zahlen?

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1234567890 hat geschrieben: Quelle? Die Datenbasis kann jeder gerne selbst in den Quellenangaben der ADAC- und Fraunhofer-Studie nachlesen.
Allerdings: als Quelle für den Strommix für Deutschland (Abs. 10.2.3) ist von diesem Österreicher (Grazer) Studie (im Auftrag des "Österreichischer Automobil-, Motorrad-und Touring Clubs") angegeben:

"Persönliche Kommunikation mit ADAC"

Bei welchem ADAC-Gau (die Grunddaten zur Batterieherstellung sind auch von vor 2014) die Österreicher da auch angetreten sein mögen, in Deutschland erhöht sich von 2019 auf 2030 laut der Studie gleich mal der angenommene Wert für CO2eq/kWh in der Stromproduktion, und soll im Jahr 2050 immer noch bei 290 CO2eq/kWh liegen.

Allerdings waren dem ADAC die 2019er-Werte für Deutschland aus der Studie inkl. Stromübertragungsverluste wohl zu niedrig, daher hat er in seiner Veröffentlichung die "besser" geeigneten 609 CO2eq/kWh angesetzt.
Schon 12 Jahre lang Kfz-Steuer für meine E-Autos gezahlt - seit 28 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.

Re: Seltsame ADAC Studie - Realistische Zahlen?

lionz
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Erstaunlicher Weise sind in dem Joanneum Research Bericht vom Sept. 2019 (Version 17.10.2019 13:3645) augenscheinlich Inkonsistenzen:

Die Steigungen in den Grafiken (zB Abbildungen 47 und 49) passen nicht mit den Werten in der Tabelle 38 (Spalte GHG) zusammenpassen.
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