e.GO Gründer Schuh: "Glaube an Durchbruch der E-Mobilität ist ein Hirngespinst"

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Re: e.GO Gründer Schuh: "Glaube an Durchbruch der E-Mobilität ist ein Hirngespinst"

Ferfi
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bm3 hat geschrieben:Ja, alleine ist er nicht, nur mit dem Unterschied dass er allein von den genannten Herren ein E-Auto als Produkt jetzt verkaufen möchte / muss. Die anderen Herren würden viel lieber so weiter machen wie bisher. Aber vielleicht will er den e.Go Life ja noch auf Verbrennungsmotor umrüsten.
Ich kenne den Artikel leider nicht, aber Herrn Schuh ein wenig aus anderen Interviews.

Er vertritt nicht die Meinung zurück zu den Verbrennern zu gehen. Er ist der Meinung dass die Antwort auf die Reichweitenfrage nicht immer mehr Akkukapazität zu verbauen ist. Das ist eine Verschwendung von Ressourcen. BTW sehe ich das auch so.
Seiner Meinung nach ist ein elektrischer Powertrain mit genügend Akkukapazität für das urbane Umfeld und ein Rangeextender der über einen Generator den Akku lädt das Erfolg versprechendste Konzept.
Eine Übergangstechnologie könnten beispielsweise Wankelmotoren sein die etwa 20-30kw Leistung haben, immer im optimalen Leistungsbereich laufen können und vom Platzbedarf etwa in die Ersatzrad-Mulde passen. Durch die Konstruktion haben sie „keine Vibrationen erster und zweiter Ordnung“ und könnten fast unmerklich arbeiten.

Das Szenario wäre dann z.B. über Navigation die Strecke zu planen sodass das Auto planen kann wann es selbst elektrische Energie „erzeugt“ und wann es an eine Säule etc. nachlädt.
Somit kann man die lokale Emission in Ballungsgebieten z.B. vermeiden. Soweit ich mich erinnern kann ist das übrigens ein Konzept das aktuell bei Mazda in der Umsetzung ist und in nicht allzu ferner Zeit auf den Markt kommen soll.

Möglicherweise ist der CO2 Abdruck mit diesem Konzept für die ersten 150.000 km kleiner als bei einem reinen BEV (meine, zugegebenermaßen an den Haaren herbeigezogene Einschätzung).

Für einen späteren Zeitraum sieht Herr Schuh dann das gleiche Konzept, jedoch mit Brennstoffzellen.

Ich hatte dem Konzept zunächst reserviert gegenüber gestanden. Nachdem aber die großen BEV Nationen China und Korea sich auf Brennstoffzellen Technik fokussieren halte ich diese Konzepte nicht für so abwegig und schon gar nicht für dumm oder skandalös.

Abschließend würde ich mich freuen wenn es in _unserem_ (!) Forum nicht so schnell zu reflexartigen Beleidigungen oder „Vodoo“ Wünschen gegen Herrn Schuh oder anderen Accelerator der Elektromobilität käme ;-)
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Re: e.GO Gründer Schuh:

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Ferfi hat geschrieben: Eine Übergangstechnologie könnten beispielsweise Wankelmotoren sein die etwa 20-30kw Leistung haben, immer im optimalen Leistungsbereich laufen können und vom Platzbedarf etwa in die Ersatzrad-Mulde passen. Durch die Konstruktion haben sie „keine Vibrationen erster und zweiter Ordnung“ und könnten fast unmerklich arbeiten.
Gibt es schon seit einigen Jahren als V2-Zylinder, nur hat man seit der Vorstellung damals kaum mehr etwas davon gehört.... :(
https://youtu.be/rVg1MVhTMUM
Seit 11.2015 Leaf Tekna 24kWh (EZ 03/2015), 127.000 gefahrene Kilometer,
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seit 07.2020 Leaf Tekna 40kWh (EZ 10/2019), 3.700 gefahrene Kilometer
In der Pipeline: Sono Sion 8-)

Re: e.GO Gründer Schuh: "Glaube an Durchbruch der E-Mobilität ist ein Hirngespinst"

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bm3 hat geschrieben: Aber vielleicht will er den e.Go Life ja noch auf Verbrennungsmotor umrüsten.
Ja ich denke auch, der Typ ist bald soweit
Schon 12 Jahre lang Kfz-Steuer für meine E-Autos gezahlt - seit 28 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.

Re: e.GO Gründer Schuh: "Glaube an Durchbruch der E-Mobilität ist ein Hirngespinst"

Themse
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Der Prof. Schuh hockt inzwischen auf einem viel zu hohen Ross,
als dass er noch durch banale Argumente aus den Niederungen der Realität
in seinem "Eperten"wissen erschüttert werden könnte !
Ich habe zunehmend den Eindruck, dass er den Frust aus seinem Projekt
e.Go life, dass von einer Verzögerung in die nächste torkelt und letztendlich
womöglich an Herr Schuh´s Starrsinn scheitert, durch großarte Beiträge
in allerei Medien entflieht und sich dort als den großen Zampano
der Elektromobilität feiern lässt.
Aber Hochmut kommt vor dem Fall und Prof. Schuh steht vielleicht
schon knapp davor, nämlich vor dem Fall :-(
Die Probleme bei e.Go mobile sind doch massiv und offensichtlich
und ob im Spätherbst tatsächlich der uneingeschränkte e.Go life
in nennenswerten Stückzahlen produziert und vor allem auch
verkauft wird, das werden wir dann sehen,
wenn nicht weitere Schwierigkeiten den Serienstart nochmals verzögern.
Sion reserviert am10.9.2017 - ZOE R110 Z.E.50 Experience Leasingvertrag 21.11.19

Re: e.GO Gründer Schuh: "Glaube an Durchbruch der E-Mobilität ist ein Hirngespinst"

joe.rg
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harlem24 hat geschrieben: Sucht mal bei YT nach dem Interview von Roland Schüren mit Herrn Schuh.
Da trifft Hirngespinst auf gelebte Realität sehr bezeichnend...
"100 Ladezyklen sind das Maximum, mehr gibt die Physik nicht her!" :roll:

Das muss ich unserem Ioniq, nach über 220 Ladezyklen mit 60-80% Ladehub, unbedingt mal sagen ... ;)
Das neue Buch: 101 Dinge, die man über E-Autos wissen muss -> ISBN: 9783956130700

Ioniq / Kona - Nur noch elektrisch unterwegs. Kein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor mehr in Haushalt.

Re: e.GO Gründer Schuh: "Glaube an Durchbruch der E-Mobilität ist ein Hirngespinst"

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mweisEl hat geschrieben:
bm3 hat geschrieben: Aber vielleicht will er den e.Go Life ja noch auf Verbrennungsmotor umrüsten.
Ja ich denke auch, der Typ ist bald soweit
Das Interview ist echt peinlich, der Schuh klingt so als sei es noch 2013 als die E-Autos noch um die 22-24 kWh hatten und als es noch so gut wie keine Schnelladesäulen gab. :shock:

Seine Bemerkung: "Es gebe kein Auto, das ökologisch vernünftiger sei als der E-Porsche." (er redet von seinem PHEV Porsche) ist der Gipfel der Überheblichkeit.

Re: e.GO Gründer Schuh: "Glaube an Durchbruch der E-Mobilität ist ein Hirngespinst"

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"Stattdessen glaubt Schuh an den Siegeszug von Hybridfahrzeugen. Für das Jahr 2025 taxiert er ihren Marktanteil auf 70 Prozent. Batterieelektrische Autos sollen hingegen nur etwa 20 Prozent der Verkäufe ausmachen. In sinnvoller Kosten-Nutzen-Relation haben Batteriefahrzeuge seiner Ansicht nach nur im Kurzstreckeneinsatz eine Chance. Für Flottenbetreiber wie DHL oder Pflegedienste kann der Einsatz von Batterieautos wie dem Lieferwagen Streetscooter oder den von Schuh mitentwickelten Kleinstwagen e.Go Life wirtschaftlich durchaus sinnvoll sein."

Na da bin ich mal gespannt.

Wie ist eigentlich der Kosten Nutzen Verhältnis eines Porsche, AMG, GT, RS, R VRS, Cupra, S, etc?
1.500 km Gratis SuperCharging bei Bestellung eines Model S, 3, X oder Y
Он вам не Димон - Doku über korrupte Machenschaften des russ. Premier Minister Dimitri Medwedjev (03/2017-ru/en UT)

Re: e.GO Gründer Schuh:

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eve hat geschrieben:
Wie ist eigentlich der Kosten Nutzen Verhältnis eines Porsche, AMG, GT, RS, R VRS, Cupra, S, etc?
Die Antwort ist Einfach:
Den Größten, Schnellsten, Stärksten oder Schönsten zu haben ist unbezahlbar und für Viele eine psychologische Notwendigkeit. Deshalb ist da das Geld weniger wichtig, es zählt nur das "haben können".
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:

Re: e.GO Gründer Schuh: "Glaube an Durchbruch der E-Mobilität ist ein Hirngespinst"

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Die Diskrepanz zwischen etwas was viele brauchen und dem was viele haben wollen, lässt sich nicht so einfach wegdiskutieren.

Aber ich habe noch eine Frage: Was ist denn der Durchbruch der E-Mobilität? Wann genau ist der Durchbruch geschafft? Ist es nicht durchaus wünschenswert eine Vielfalt zu haben?
Sion reserviert
Aktuell Zoe Intens mit AHK von Wolf

Re: e.GO Gründer Schuh: "Glaube an Durchbruch der E-Mobilität ist ein Hirngespinst"

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Der Durchbruch, da würde ich mal sagen müssen wir noch einige Zeit lang warten, wenn irgendwann mal 20% vom Neuwagengeschäft reine BEV sind ohne die Hybriden, die die Hersteller ja so gerne noch mit dazu rechnen um einigermaßen gut auszusehen, dann kann man vielleicht von einem Durchbruch reden. Wieviel Prozent Anteil haben wir aktuell ? Noch deutlich unter 1% ? In Norwegen ist der Durchbruch da, aber mit staatlicher Schützenhilfe für die BEV.
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