Öffentlicher Unfug

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Re: Öffentlicher Unfug

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  • mlie
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Ganz unabhängig vom Antrieb - dieses "Argument", dass man keine 250km/h fahren kann ist lustig, hat aber keine Praxisrelevanz. Betrifft vielleicht 0,1% der Autofahrer. Rasen ist ein Fetisch, manche unterliegen der Illusion, das sei "männlich" - kein Problem, dafür gibt es spezielle Rennstrecken, um seinen Fetisch zu befriedigen.
Die Fetischisten sollen aber bitte von öffentlichen Straßen fernbleiben und die normalen Autofahrer mit sinnvollen Geschwindigkeiten - 140km/h scheint allgemein beherrschbar und ausreichend schnell - müssen dann keine Angst haben, dass so ein Idiot von hinten angerast kommt und keine Kontrolle über die Fahrzeuge hat oder am besten rechts überholt, weil er glaubt, die Autobahn sei eine Rennstrecke.

In fast allen anderen Ländern klappt das, und das fahren auf der Autobahn ist da wesentlich entspannter. Nur Deutschland hängt der sinnvollen Lösung wieder mal hinterher. Selbst in der europäischen Kolonie ist die maximal zu fahrende Geschwindigkeit z.B. in Utah 129km/h, und die kommen auch alle problemlos an, auch wenn das Land deutlich größer ist.
Wer sich keine zwei Autos leisten kann, wird auch keinen Wohnwagen mit sich rumfahren können. Das Problem gibt es also auf der Ebene schlichtweg nicht und deswegen sind Dieselfahrverbote für den typischen Wohnsilobewohner im Grunde belanglos, da Auto problemlos gegen ein richtiges austauschbar, muss ja nicht immer Tesla sein.

Und dass Michael Ohl nun mit seinen 10 Jahre alten Technikdinosauriern von Renault Komfortprobleme hat, ist klar - der Kangoo war nie zum ernsthafte Einsatz zu Hause gedacht und ist nunmal ausschliesslich als Lieferfahrzeug ohne jeden Anspruch vorgesehen - und selbst das klappt kaum. Dann müsste man schon in derselben Liga vergleichen, was den Lärm betrifft, Elektrolieferwagen mit Technik von 2008 mit witzhaften 44kW vs Verbrenner in Vollaustattung und jede Menge technische Spielerei - das ist kein Vergleich. Das hinkt schon nicht mehr, das fällt einfach nur um.
290 Mm elektrisch ab 2012.
Wenn's stinkt, war wohl die Verdrahtung falsch.
Zu manchen Problemen kommt man wie die Jungfrau zum Kinde, das in den Brunnen gefallen ist.
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Re: Öffentlicher Unfug

Michael_Ohl
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Selbst im vergleich mit dem Model S vom Chef gewinnt der Mercedes in jeder Hinsicht bei halbem Preis. Bis E-Autos wirklich als Vollwertige Autos anzusehen sind läuft noch viel Wasser die Elbe runter.
Verglichen mit den Transportern mit Dieselmotor sind die Kangoo ZE immer noch sehr komfortabel. Die Dinger werden auch nicht nur als LKW sondern auch als 5 Sitzige PKWs verkauft. Leider auch ohne nennenswerte Geräuschdämmung. Sicher ist ein moderneres Auto wie der Kona da besser aufgestellt, dafür laufe ich da außen rum und frage mich wie so riesiges Auto innen so winzig sein kann. Die Kangoo haben wenigstens 4000 Liter Kofferraum. Der Mercedes immer noch 500-1500 Liter der Kona 300-1000 Liter keine Anhängelast was sogar der Kangoo ZE besser kann und Preise für Freaks inkl. Lieferzeiten wie in den 80ger Jahren bei Mercedes. Da muss einfach langsam mal irgend etwas kommen was auch nur ein bisschen sexy ist und nicht immer nur an allen Enden kastrierte Autos ohne AHK, ohne Reichweite, ohne Nutzlast und ohne Anhängelast und mit 3,5 / 7kW Ladegerät statt brauchbaren 11/22kW dazu mit unzulänglicher Heizung und/oder Kühlung für den Akku und die Insassen. Dazu noch verdoppelte Finanzierungskosten gegenüber Verbrenner Fahrzeugen das ist doch alles ein schlechter Witz und kein ernst Gemeinter Versuch was gegen die Verbrenner Fahrzeuge zu setzen, das die Masse der Käufer überzeugen kann.
Mal sehen ob sich 2020 unter Androhung der Zwangsgelder bei Überschreitung der Abgaswerte endlich mal was in die richtige Richtung bewegt.

mfG
Michael

Re: Öffentlicher Unfug

Orion
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Bis E-Autos wirklich als Vollwertige Autos anzusehen sind läuft noch viel Wasser die Elbe runter.
Bitte definiere "vollwertiges Auto".
2016: Reichweiten-Angst. 2018: Lade-Angst. 2020: Liefer-Angst.

Re: Öffentlicher Unfug

Elmi79
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Michael_Ohl hat geschrieben: Selbst im vergleich mit dem Model S vom Chef gewinnt der Mercedes in jeder Hinsicht bei halbem Preis. Bis E-Autos wirklich als Vollwertige Autos anzusehen sind läuft noch viel Wasser die Elbe runter.
Was vergleichst du da nur???

Ich habe hier ebenfalls ein ziemliches Extrem vorliegen: E-Smart (harte Federung, rumpelig, klein, kaum Servolenkung) und C4 Picasso (Automatikgetriebe, Schlachtschiff, 'zig Assistenten die einem fast alles abnehmen, rollendes Sofa).

Trotzdem gewinnt der Smart diesen Vergleich um Längen - weil der Antrieb so dermaßen haushoch überlegen ist. Das Geruckel und Gerappel, das Start/Stopp-Gehampel vom Verbrenner ist so dermaßen nervig, dass ich lieber die kleine, enge Kiste nehme als an der Ampel wieder gefühlte Ewigkeiten darauf zu warten, dass der Motor wieder angeht, die Automatik den Gang findet und mich mit einem Hüpfer losbewegt nur um kurz darauf die Insassen gleich noch mal mit einer Schubunterbrechung zu schütteln (nur der Vollständigkeit halber: wenn ich im Citroen Bekannte/Kollegen mitnehme, die noch nie E-Auto gefahren sind, merken die nichts von diesem Geruckel, weil sie eben noch an diesen nervigen Dauershake gewöhnt sind, es liegt also nicht an technischen Unzulänglichkeiten des C4, der ist - für einen Verbrenner - ein sehr gutes Auto).

Wenn ich mir jetzt ein E-Auto vorstelle, das größer ist, ein besseres Fahrwerk hat und ein paar vernünftige Assistenten mitbringt, dann weiß ich ehrlich gesagt nicht, wo du beim Verbrenner noch irgend einen Vorteil siehst. Die Dinger sind rappelige Seifenkisten, die grundlegenden technologischen Mängel kannst du mit Fahrwerk/Dämmung/Voodoo nie im Leben ausgleichen.

Sorry für die harten Worte, aber dann zu behaupten, ein "großer" Stromer wie der Tesla wären schlecht, ist schlichtweg reine Trollerei.

Re: Öffentlicher Unfug

zoppotrump
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Ohne jetzt den Verbrenner in Schutz nehmen zu wollen, so kann ich Michael schon verstehen.
Eine neue E-Klasse 220d kostet Liste um die 60k€. Mit Rabatt kommt man da auf 50k€.
Ein vergleichbares BEV wäre ein Tesla Model S oder ganz entfernt vielleicht ein Audi E-Tron, die irgendwas um die 90 bis >100k€ kosten und dann keine 1000km Reichweite für den Urlaub parat halten, sondern die Hälfte.
Was ich damit sagen möchte: Vergleichbar sind BEVs noch nicht. Das muss man schon zugeben.

Re: Öffentlicher Unfug

Ungard
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Vielleicht mal vom Gedanken 1000km in den Urlaub an einem Tag zu fahren verabschieden, am besten noch ohne Pause...
Macht heute schon nur eine Minderheit (also weniger als 50%)
4 Jahre Erdgas, B200c
dann bis 06/20 BMW i3
Seit 06/20 Audi e-Tron55

Re: Öffentlicher Unfug

Kellergeist2
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Bereits im Jahr 2015 gab es genug Elektroauto-Modelle zu kaufen, welche mindestens die Hälfte aller Zweitwagen in den Haushalten ablösen könnten.
Die heutzutage verfügbaren Modelle könnten wahrscheinlich fast alle Zweitwagen und einen Großteil der Erstfahrzeuge in den Haushalten ersetzen.

Mein Model S 85 aus dem Jahr 2015 (mit einer realen Reichweite von ~290 km im Winter und >350 km im Sommer) hat meinen VW Touran als einziges Fahrzeug abgelöst.
Da ich schon zu Verbrennerzeiten alle 250-300 km eine Pause gemacht hatte war die Reichweite des Model S mehr als ausreichend.
Beim Tesla Model 3 währe wohl eher ich als Fahrer der reichweitenbegrenzende Faktor.

Wer nur auf den Anschaffungspreis des Autos schaut, der kann meiner Meinung nach nicht rechnen.
Natürlich kosten Elektroautos mehr als vergleichbare Verbrenner, dafür sparen sie während ihrer Nutzungsdauer erheblich an Kosten ein, so dass die Rechnung relativ schnell aufgeht.

Natürlich geht die Rechnung in meinem persönlichen Fall nicht auf, da ein Tesla Model S in einer ganz anderen Liga spielt als ein VW Touran, aber selbst hier würde der ROI im 13. Betriebsjahr erfolgen können, wenn ich den Tesla so lange fahren würde.

Ein Elektroauto ist mehr als nur "Strom statt Benzin", es bringt noch viele weitere Vorteile mit sich.
- Energiequelle/Umweltbilanz frei wählbar (Stromanbieter)
- Jeden Morgen ein "vollgetanktes" Auto
- 365 Tage derselbe Energiepreis statt wechsel im Stundentakt und Abzocke vor Ferienbeginn
- "Tanken" braucht man nur auf der Langstrecke - man muss aber nicht darauf warten, sondern das Auto "tankt" während man etwas ißt und trinkt
- Kein Motorenlärm
- Kein Gerüttel und Geschüttel
- Kein Gestank
- Keine "Gedenksekunde" beim Schalten
- Volles Drehmoment aus dem Stand heraus
Gruß, Kellergeist2
Tesla Model S 85

Re: Öffentlicher Unfug

Ungard
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Orion hat geschrieben:
Bis E-Autos wirklich als Vollwertige Autos anzusehen sind läuft noch viel Wasser die Elbe runter.
Bitte definiere "vollwertiges Auto".
1000km Reichweite ohne Pause
1500 Liter Kofferraum
AHK für min 1,5 To
250km/h dauerleistung
Kaufpreis 25000

👹👺👻
4 Jahre Erdgas, B200c
dann bis 06/20 BMW i3
Seit 06/20 Audi e-Tron55

Re: Öffentlicher Unfug

Michael_Ohl
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Welche Disziplin könnte das Model S Gewinnen? Anhängelast 0 zu 1800kg ist es nicht. Geräuschniveau bei 130-200km/h ist es auch nicht, da ist der Mercedes um Klassen leiser, das Fahrwerk ist nahezu auf Augenhöhe, die Reichweite ist keiner Diskussion würdig. Die Automatik von Mercedes schaltet das tut die vom Tesla nicht komfortabler ist das aber auch nicht. Keyless gone hat der Tesla ohne Wahlmöglichkeit, einzig die Beschleunigung ist beim Tesla um Klassen besser aber wer brauch das? und Wer braucht 250km/h Endgeschwindigkeit bei 145km Reichweite? Dazu kommt ein Kofferraum der beim Mercedes um Welten größer ausfällt weil T-Modell und einen Kombi gibt's beim Tesla nur als 100000€ Umbau.

mfG
Michael

Re: Öffentlicher Unfug

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Michael_Ohl hat geschrieben: ...Ich glaube E-Autos werden sich niemals Durchsetzen.

mfG
Michael
Vielleicht solltest du dich im Forum "goingfossil.de" anmelden ?! :lol:
BMW I3 120Ah
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