E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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  • Alex1
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Karlsson hat geschrieben:
Alex1 hat geschrieben: Eben. Ich sprach ja von der ZUKUNFT. Extra groß geschrieben :roll:
Dann nimm dazu doch mal Stellung. Wann kommen Autos mit 300kWh Akku in Masse und wann erwartest Du 300kWh second life Akkus?
Lass stecken, Karlsson! Ich hab mich schon viel zu oft in eine Hölzchen-auf-Stöckchen-Filibusterei von Dir reinziehen lassen. Was willst Du denn? Dass ich Dir eine Zahl nenne, die Du dann glorreich bezweifeln kannst?
Alex1 hat geschrieben: Falsche Dichotomie: Ein Hektar "Bio"sprit kann 1-2 Verpester betreiben, ein Hektar Solaranlage aber 50-100 eAutos. Da muss überhaupt nichts verfeuert werden.
Die Solaranlage liefert im Sommer viel zu viel und im Winter viel zu wenig. Dazu liefert sie es im Sommer auch noch zur falschen Zeit. Unter der Woche können wir fast keinen Solarstrom laden.
Niemand sprach von DEINER Anlage. Nur Du. Deutschlandweit sieht das schon anders aus.
Den saisonalen Ausgleich blendest Du ständig aus, obwohl das der mit wichtigste Punkt für die Energiewende ist.
Das ist schlicht gelogen. Und das weißt Du.
Abgesehen davon ging es nicht um Sprit für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sondern um die Nutzung von Biomasse im Winter zum saisonalen Ausgleich - und zwar dezentral mit Kraft-Wärme-Kopplung.
Ja und? Was ist da anders? Brot gehört weder in den Tank noch in die Heizung. Oder siehst Du das anders?
hgerhauser hat geschrieben: Wenn man nur mit PV auskommen will und alles andere ablehnt (Biomasse, Wind, Speicherwasser in Norwegen),
...
Ich kann das Streben nach absoluter Autarkie zwar verstehen, aber, wir haben doch ein bestehendes Netz. Wenn man das unter Nutzung von Batterien vernünftig auslastet, dienen die Wärmespeicher natürlich in erster Linie der Speicherung von Windenergieüberschüssen. Bei einem Verhältnis von 60% Wind, 40% PV muss man nicht massiv PV Strom in den Winter schieben.
Es ging überhaupt nicht um Autarkie, sondern um Speicherbedarf von normalen Haushalten der Zukunft (ohne fossile Energieträger), die im Sommer viele Überschüsse einspeisen (falls PV vorhandem was bei den neuen Häusern aber meist der Fall ist) und im Winter viel Netzstrom benötigen. Speisen sie nichts ein, bleibt trotzdem das Delta zwischen Sommer und Winter.
40% PV ist eben saisontechnisch ein Problem, wir werden massiv Speicher brauchen und Akkus sind dafür viel zu klein und zu teuer wenn für einen einzelnen Haushalt mal 2.000kWh um 6 Monate geschoben werden müssen.
Das ist schlichtweg das falsche Szenario.

Dein Haushalt ist nicht das Gleiche wie das deutsche Stromsystem.
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Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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E-Mobil-Foo hat geschrieben: Kühe, eine heitere Querdenker-Nummer soll von diesen ersthaften Abwägungen ablenken, deren Inhalt und Fachwissen die politsch entscheidende Ebene nie erreichen wird.
Also doch reiner Quatsch :lol:

Muss doch meinen Ironiedetektor nachkalibrieren ;)
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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Elektrivirus hat geschrieben:Nochmal, echte Überschüsse haben wir erst, wenn wir es nicht nötig haben, Defizite durch Importe zu kompensieren.
Das stimmt zwar alles, aus der Tatsache, dass wir an xx Tagen Strom importiert haben lässt sich aber noch lange nicht schließen, dass wir an diesen xx Tagen auch Strom importieren mussten ... an yy Tagen war der Import bloß billiger als die "Eigenproduktion". Eine Notwendigkeit zum Import bestand demnach nur an xx-yy=zz Tagen.
Es bringt absolut nichts, wenn wir an 325 Tagen im Jahr Strom exportieren können, aber an 40 Importieren müssen. Das sind 40 potentielle Blackouts.
Also 40-yy potentielle Blackouts ... allemal zu viel, solange yy<xx ...
Soso, wir produzieren also heute den Strom billiger als vor 15 Jahren. Dann erklär mir, warum ich heute nach Verhandeln 25 ct/kWh löhnen "darf", während es 2004 ohne Verhandungen "nur" 19 ct bezahlte.
Weil die "Nebenkosten" gestiegen sind, vielleicht? Die halt größtenteils der Endkunde in D trägt.
Komm mir ja nicht mit der Ausrede, das läge nur an den staatlichen Umlagen... die werden ja ungelenkt, um bestimmte Stromproduzenten zu subventionieren, damit die überhaupt konkurrenzfähig produzieren können.
Äh, Du glaubst also, die EEG-Umlage käme den EE-Erzeugern zugute?
... nicht wirklich...
Also, wenn ich das Angebot bekomme, mein eigenes Kraftwerk zu drosseln, und so "Brennstoff" zu sparen, und dafür knapp eine Mio. € dafür erhalte, diesen geschenkten Strom an meine Kunden zu verkaufen.... her damit!!! Das wäre selbst dann ein lohnendes Geschäft, wenn ich diesen Strom sinnlos über große Widerstandbänke verheizen würde.
Wirtschaftlich ist anders. Das ist volkswirtschaftliches Harakiri im Quadrat... ein Export, für den ich den Empfänger bezahlen muss... klar, und morgen bekommen wir vom Bäcker pro Brötchen, das wir ihm abnehmen 5 ct, oder wie?
Ja, da stecken viele Fehler im System, und glaube ja nicht, dass die alle "aus Versehen reingerutscht" sind.
Du willst volatile Erzeuger forcieren … kann man machen, aber dann muss man konsequent sein, und dazu sagen, wie man diese zunehmende Volatilität glätten will.
Ein Stück weit "glätten" sich die schon gegenseitig, bei weitem nicht ausreichend, natürlich. Modelle zur weiteren "Glättung" wurden aber hier doch bereits diskutiert, oder irre ich mich da gerade?
Jetzt werden wir halt zu Strombauern, und müssen uns Gedanken darüber machen , was denn das elektrische Analogen zu Getreidesilo und Kartoffelmiete ist.
Schön formuliert, wirklich, gefällt mir :-)
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015

Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Elektrivirus hat geschrieben:
Also, wenn ich das Angebot bekomme, mein eigenes Kraftwerk zu drosseln, und so "Brennstoff" zu sparen, und dafür knapp eine Mio. € dafür erhalte, diesen geschenkten Strom an meine Kunden zu verkaufen.... her damit!!! Das wäre selbst dann ein lohnendes Geschäft, wenn ich diesen Strom sinnlos über große Widerstandbänke verheizen würde.
Wirtschaftlich ist anders. Das ist volkswirtschaftliches Harakiri im Quadrat... ein Export, für den ich den Empfänger bezahlen muss... klar, und morgen bekommen wir vom Bäcker pro Brötchen, das wir ihm abnehmen 5 ct, oder wie?
Der marktwirtschaftliche Ansatz wird von der Wirtschaft immer wieder propagiert, also müssen die Strompreise noch viel stärker schwanken, um marktfähige Speichertechniken zu etablieren.
Den Strom zu verschieben und irgendwo anders weniger zu erzeugen ist der erste Schritt. Hier werden Kapazitäten erhöht. U.A. nach Norwegen.
Der zweite ist, den Verbrauch zu erhöhen. Erste Projekte mit PtH gibt es schon und werden weiter ausgebaut.
Der nächste Schritt ist der Ausbau von Speichertechniken wie Batteriespeicher, PtG-Anlagen oder neuartige Pumpspeicher mit hohlen Betonkugeln auf dem Meeresgrund.....

Die gezielte Drosselung der Erneuerbaren würde lediglich den Druck auf den Strompreis und damit auch den Anreiz für Speichertechniken verringern.
Zuletzt geändert von E-lmo am So 18. Aug 2019, 12:12, insgesamt 1-mal geändert.
Seit Mai 2016 mit einem e-UP unterwegs -- Skoda Enyaq bestellt(26.9) produziert(KW17) beim Händler(10.5.)

Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Ich verstehe ja eh nicht, wo das Problem ist, den nicht genutzten Strom einzuspeisen.
Ja, eine Batterie kann helfen um die 70% Grenze zu umschiffen, denn wegwerfen muss man den Strom ja nicht.
Aber wenn ich meinen Strom nicht selber nutzen kann, dann sollten doch wenigstens die davon profitieren, die vielleicht selber keine PV installieren können, oder?
Gruß

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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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E-lmo hat geschrieben:
Elektrivirus hat geschrieben:
Also, wenn ich das Angebot bekomme, mein eigenes Kraftwerk zu drosseln, und so "Brennstoff" zu sparen, und dafür knapp eine Mio. € dafür erhalte, diesen geschenkten Strom an meine Kunden zu verkaufen.... her damit!!! Das wäre selbst dann ein lohnendes Geschäft, wenn ich diesen Strom sinnlos über große Widerstandbänke verheizen würde.
Wirtschaftlich ist anders. Das ist volkswirtschaftliches Harakiri im Quadrat... ein Export, für den ich den Empfänger bezahlen muss... klar, und morgen bekommen wir vom Bäcker pro Brötchen, das wir ihm abnehmen 5 ct, oder wie?
Der marktwirtschaftliche Ansatz wird von der Wirtschaft immer wieder propagiert, also müssen die Strompreise noch viel stärker schwanken, um marktfähige Speichertechniken zu etablieren.
Den Strom zu verschieben und irgendwo anders weniger zu erzeugen ist der erste Schritt. Hier werden Kapazitäten erhöht. U.A. nach Norwegen.
Der zweite ist, den Verbrauch zu erhöhen. Erste Projekte mit PtH gibt es schon und werden weiter ausgebaut.
Der nächste Schritt ist der Ausbau von Speichertechniken wie Batteriespeicher und PtG-Anlagen.

Die gezielte Drosselung der Erneuerbaren würde lediglich den Druck auf den Strompreis und damit auch den Anreiz für Speichertechniken verringern.
Es kann mir ja auch niemand erklären, warum es in GB Nachtstrom quasi geschenkt gibt, man hier aber trotzdem nur minimal weniger zahlt, wenn überhaupt...
Gruß

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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

hgerhauser
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Karlsson hat geschrieben: Es ging überhaupt nicht um Autarkie, sondern um Speicherbedarf von normalen Haushalten der Zukunft (ohne fossile Energieträger), die im Sommer viele Überschüsse einspeisen (falls PV vorhandem was bei den neuen Häusern aber meist der Fall ist) und im Winter viel Netzstrom benötigen. Speisen sie nichts ein, bleibt trotzdem das Delta zwischen Sommer und Winter.
40% PV ist eben saisontechnisch ein Problem, wir werden massiv Speicher brauchen und Akkus sind dafür viel zu klein und zu teuer wenn für einen einzelnen Haushalt mal 2.000kWh um 6 Monate geschoben werden müssen.
Im Sommer sieht das so aus:

13:00, niemand zu Hause, Verbrauch nahe Null, PV Anlage von 10 kW produziert 8 kW, es wird ins Netz eingespeist, weil der Nachbar sein E-Auto lädt, 1 kW geht nach Norwegen übers Netz
13:15 immer noch niemand zu Hause, aber der Nachbar hat aufgehört zu laden, weil er gerade zum Arzt fährt, Batterie wird mit 7 kW geladen, 1 kW geht nach Norwegen übers Netz
21:00 Null kW PV, Eigenverbrauch aus der Batterie, 1 kW geht nach Norwegen übers Netz

Im Winter:

3:00 Der Wind weht heftig, 2 kW werden in die Batterie eingespeist, Netzkapazität dafür ist frei, mit 1 kW läuft die Wärmepumpe und füllt den Wärmespeicher
13:00 Eigenbedarf wird gerade so durch die PV gedeckt
17:00 Es wird aus der Batterie ausgespeichert, der Wind hat sich gelegt

Wenn die 2000 kWh über 2000 Stunden eingespeichert werden reicht ein kW Netzanschluss. Davon kann ein Großteil mit Windstrom ausgeglichen werden.

Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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harlem24 hat geschrieben: Ich verstehe ja eh nicht, wo das Problem ist, den nicht genutzten Strom einzuspeisen.
In der Mittagszeit kann das lokale Netzbereiche, in denen viel PV installiert ist, mal eben überlasten.
Ja, eine Batterie kann helfen um die 70% Grenze zu umschiffen, denn wegwerfen muss man den Strom ja nicht.
Eben!
Aber wenn ich meinen Strom nicht selber nutzen kann, dann sollten doch wenigstens die davon profitieren, die vielleicht selber keine PV installieren können, oder?
Das Netz (und damit alle anderen) profitiert in Form einer Entlastung davon, dass ich abends mein Auto nicht aus dem Netz lade wenn alle anderen auch anstöpseln (das ist aus Netzsicht sozusagen virtuelle positive Regelenergie: ich beziehe nichts => was die Notwendigkeit, positive Regelenergie ankaufen zu müssen, einspart).

Noch besser wird es, wenn die Batterie aktiv am Regelenergiemarkt teilnimmt. Das soll jetzt keine Werbung sein, ich kenne bloß noch keinen anderen Anbieter ...
Zuletzt geändert von iOnier am So 18. Aug 2019, 12:42, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
Werner
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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Ich sag ja nicht, dass eine Batterie schlecht ist, ich finde nur die Träume von Autarkie in Europa völlig übertrieben.
Vorallem wenn ich mir dann anschaue, dass die Leute mittlerweile auch auf USV-Fähigkeiten Wert legen.
Kann man nicht daran erinnern, in den letzten Jahren mal einen längeren Stromausfall erlebt zu haben.
Und ich glaube auch nicht, dass es in Zukunft schlimmer wird.
Gruß

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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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harlem24 hat geschrieben: Ich verstehe ja eh nicht, wo das Problem ist, den nicht genutzten Strom einzuspeisen.
Ja, eine Batterie kann helfen um die 70% Grenze zu umschiffen, denn wegwerfen muss man den Strom ja nicht.
Aber wenn ich meinen Strom nicht selber nutzen kann, dann sollten doch wenigstens die davon profitieren, die vielleicht selber keine PV installieren können, oder?
Genau das ist der Gedanke eines Versorgungsnetzes... :mrgreen:
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