E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Ja super, Du willst also die Kühe anbohren, um H2 aus ihnen zu ziehen? Selten so einen Schwachfug gelesen.

Die schaffen es ja noch nicht einmal, das CH4 vorne und hinten abzufangen, das die Kühe produzieren.

Und woher meinst Du kommt das Futter für die Kühe? Zum größten Teil aus Südamerika aus den Monokulturen mit ihrem massiven Pestizid- und Düngeeinsatz. Die Kuh erzeugt gar nichts, sie wandelt nur um. Mit riesigen Verlusten.

Und wenn Du mal eine Energiebilanz aufstellen würdest, wäre die blühende Fantasie ganz schnell vorbei.
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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Schätze Dein Ironiedetektor hat versagt. Oder hat meiner zu sensitiv angeschlagen? :-D
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015

Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Elektrivirus hat geschrieben: Wow, 50 TWh Überschuss im Jahr. Eine beeindruckende Zahl. sie suggeriert mir, dass DE wohl schon jetzt mehr erzeugt, als es verbrauchen kann, folglich also schutzige Kapazitäten gedrosselt oder sogar geschlossen werden können.
Ja, wir erzeugen seit Jahren mehr el. Energie, als wie verbrauchen können und exportieren die Überschüsse.
Nur ist es der falsche, dreckige Strom, von dem wir zuviel erzeugen.
An EE-Kapazitäten mangelt es uns zur Selbstversorgung
und erst recht zur sinnvollen H2-Herzeugung noch sehr.


Elektrivirus hat geschrieben: ... ich habe bis Ende Juli ganze 3 Kalenderwochen gefunden, in denen kein Tag war, wo stundenweise mehr Strom importiert als exportiert wurde, dafür aber auch 3 Zeiträume von mindestens 7 Tagen, wo jeden Tag mindestens stundenweise mehr Strom importiert als exportiert wurde.
Ja und?!?
Wenn Du bis 2004 und früher zurückblättern könntest, würdest Du finden, dass wir bis dahin NettoStrom IMPORTEUR gewesen sind. Was bitte sagt das aus, ohne die tatsächliche Kraftwerksauslastung zum jeweiligen Zeitpunkt?
Eigentlich m.M.n. nur, dass wir in Deutschland heute preiswerter Strom produzieren, als die Abnehmerländer.
Früher war es umgekehrt.

Wenn dagegen in Frankreich und Belgien die Bürger zum Stromsparen aufgerfordert werden und Leuchtreklamen und Schaufensterbeleuchtung ausgeschaltet würden - dann würde ich an physikalischen Strombedarf glauben.
Kurze Recherche des nicht allzu neuen Problems in den Nachbarländern:
Frankreich 2012
Belgien 2014
Frankreich 2017
Belgien 2018

Elektrivirus hat geschrieben: Wenn ich das dann so betrachte, dann könnte DE Stand heute sich nicht mehr sicher und zuverlässig mit der benötigten Leistung versorgen.
Ach, tatsächlich?
Das kannst Du anhand der importe und Exporte schlussfolgern?
Sollte man da nicht bedenken, dass i.d.R. wirtschaftliche Gründe und nicht tatsächlicher physischer Strombedarf für unserern Stromhandel ausschlaggebend sind?
Es wird da die Kraftwerksleistung gedrosselt, wo man billiger zukaufen kann, als man selbst erzeugt.
Es wird da produziert, wo der Gestehungspreis niedriger ist, als der Verkaufspreis an der Börse.
Kurzzeitige Regelschwankungen wird es da geben. Vor allem, weil das Strommarktdesign derzeit nicht auf EE ausgerichtet ist, die ohne Grenzkosten el. Energie produzieren.

Elektrivirus hat geschrieben: Wenn ich dann über die Ursachen nachdenke, ...
Dann kann ich Dir bei Deinen Überlegungen nicht folgen.
Ziel unserer Energiepolitik war noch nie, dass wir uns eigenständig absolut abkoppeln vom europäischen Stromnetzverbund. Das ist wie die Forderung, sich mit PV selbst zu versorgen.

Elektrivirus hat geschrieben: Wie verändert sich das Profil 2023, wenn die AKW alle abgeschaltet sind? Schrumpfen nur die Exporte, ... Müsste man nicht aller, allerspätestens jetzt sofort anfangen, massiv Speicherkapazitäten zu bauen?
Zuerst einmal müsste man m.M.n. statt weiter zu bremsen (Windkraft ist gerade am einbrechen, aber die AfD fordert in Sachsen die 10H-Regelung wie in Bayern) endlich wieder den EE-Ausbau /Zubau forcieren /zulassen. Und natürlich die Abstimmung der Erzeugungsarten verbessern - also bspw. die BHKW mehr als Regelenergie und deren Speicherpotentiale für Biogas /Methan nutzen.

Elektrivirus hat geschrieben: Ich frag mal ganz unschuldig: wie wäre es denn, wenn man jeden Haushalt mit rund 10 kWh Akku austatten würde, ... es hätte den Vorteil, nicht aberwitzig hohe Leistungsspitzen quer durchs Land transferieren zu müssen, ...
Aberwitzige Leistungsspitzen durch die Republik?
Wegen der Stromlieferverpflichtungen bspw. nach Österreich oder Italien?
Das wäre es doch wohl zuerst einmal sinnvoll, bei Stromverkäufen auch die Lieferwege /Stromnetznutzung zu bepreisen. Das geschieht bisher nämlich nicht. Deshalb wird Bei Stromüberschuss an der Nordsee Braunkohlestrom nach Italien verkauft statt zu drosseln, obwohl wir unsere Leitungskapazitäten selbst brauchen. Aber das wird weniger, wenn etwas BKKW-Kapazität abgebaut ist.

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Zuletzt geändert von Joe-Hotzi am So 18. Aug 2019, 00:04, insgesamt 11-mal geändert.
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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Ironie im Internet ist immer so eine Sache. Bei Foo bin ich mir nicht sicher. Nach seiner Sympathie für H2...

Aber er könnte das ja auflösen :D
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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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hgerhauser hat geschrieben: Wenn man nur mit PV auskommen will und alles andere ablehnt (Biomasse, Wind, Speicherwasser in Norwegen), dann ist eine Kombination mit Batteriespeicher (3 Tage), Wärmespeicher und Elektrolyseur die günstigste Lösung, und eine sehr seltene, ich kenne eigentlich nur eine einzige Implementierung:
https://www.umweltarena.ch/ueber-uns/ar ... milienhaus

Ein Projekt, in dem ein Elektrolyseur als Saisonalspeicher für ein Einfamilienhaus mit PV dient, ist mir bisher nicht bekannt.
Ich kann das Streben nach absoluter Autarkie zwar verstehen, aber, wir haben doch ein bestehendes Netz. Wenn man das unter Nutzung von Batterien vernünftig auslastet, dienen die Wärmespeicher natürlich in erster Linie der Speicherung von Windenergieüberschüssen. Bei einem Verhältnis von 60% Wind, 40% PV muss man nicht massiv PV Strom in den Winter schieben.
Zustimmung meinerseits.
Energieautarke EFH gibt es durchaus. Allerdings sinnvollerweise zu Forschungszwecken mit Bergakademie und Stadtwerk - nicht wegen Angst vor Stromausfall und eben auch nicht mit Wasserstoff - wozu auch ?!?
Die Kombination mit Holzheizung in diesem Beispiel wäre nicht mein Favorit. Aber es wird deutlich, dass saisonal vor allem der Wärmebedarf deutlich verschoben ist und Wärme ließe sich durchaus günstig speichern.
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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Kühe, eine heitere Querdenker-Nummer soll von diesen ersthaften Abwägungen ablenken, deren Inhalt und Fachwissen die politsch entscheidende Ebene nie erreichen wird.

Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

hgerhauser
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Joe-Hotzi hat geschrieben:
Zustimmung meinerseits.
Energieautarke EFH gibt es durchaus. Allerdings sinnvollerweise zu Forschungszwecken mit Bergakademie und Stadtwerk - nicht wegen Angst vor Stromausfall und eben auch nicht mit Wasserstoff - wozu auch ?!?
Die Kombination mit Holzheizung in diesem Beispiel wäre nicht mein Favorit. Aber es wird deutlich, dass saisonal vor allem der Wärmebedarf deutlich verschoben ist und Wärme ließe sich durchaus günstig speichern.
Die widersprechen sich aber auch:

"Der Akku ermöglicht es dem Haus vollständig ohne Stromnetzanschluss auszukommen. ,,, Der Langzeitwärmespeicher des Freiberger Hauses ermöglicht es den Stadtwerken im Winter bis zu 550 Kilowattstunden Strom einzulagern. Die Windkraftanlagen brauchen nicht abgeschaltet zu werden und die Versorger profitieren von der Wärme, die mittels dieses Stroms von der Elektroheizpatrone erzeugt wird. Den Hausbewohnern kommt darüber hinaus die Energie zu Gute, mit der Folge, dass sie den Kaminofen seltener einheizen müssen."

Ist auch irgendwie logisch, denn es ist ja nicht nur der Wärmeverbrauch, der saisonal ist, sondern auch die PV Erzeugung.

Echte Energieautarkie für Einfamilienhäuser gab es bisher nur in Kombination mit Holzpellets:
http://www.pelletsheizung.de/de/pressem ... news=13969

Beim googeln heute morgen bin ich aber tatsächlich auf ein Wasserstoffeinfamilienhaus gestoßen:

https://www.solarserver.de/solar-magazi ... utark.html

20 kWPV

http://www.homepowersolutions.de/blog/h ... -system-99

Es ist das System von Home Power Solutions.

Es wird ein "ab" Preis von 54000 Euro (ohne Mehrwertsteuer) angegeben.

https://www.deutsche-handwerks-zeitung. ... 095/389599

600 kWh werden langfristig gespeichert.

Dem Factsheet auf der hps Seite lässt sich noch entnehmen:
Batterie 25 kWh
Dauerleistung Brennstoffzelle: 1,5 kW
Wärmespeicher: 20 kWhth

Was noch interessant wäre: Der Wirkungsgrad der Langzeitspeicherung.

Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

Elektrivirus
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Joe-Hotzi hat geschrieben: ...
Ja, wir erzeugen seit Jahren mehr el. Energie, als wie verbrauchen können und exportieren die Überschüsse.
Nochmal, echte Überschüsse haben wir erst, wenn wir es nicht nötig haben, Defizite durch Importe zu kompensieren. Strom ist eben kein Produkt, das man auf Halde produzieren kann. Das ist der Betrachtungsfehler, an dem ich mich so störe. Es bringt absolut nichts, wenn wir an 325 Tagen im Jahr Strom exportieren können, aber an 40 Importieren müssen. Das sind 40 potentielle Blackouts.
An EE-Kapazitäten mangelt es uns zur Selbstversorgung
und erst recht zur sinnvollen H2-Herzeugung noch sehr.
H² ist im in diesem Zusammenhang erst einmal völlig wumpe. An Wasserstoffwirtschaft in nennenswertem Umfang braucht man erst zu denken, wenn man jederzeit nicht mehr weiß, wohin mit dem Strom. Zunächst ist es mir wichtig, nicht mehr von der Großzügigkeit der Nachbar abhängig zu sein, die meckern jetzt schon, und überlegen Sperren für unsere Überschüsse, weil sie damit auch nix anfangen können. Auf der anderen Seite haben wir genau dann Bedarf, wenn die Nachbarn selbst hohen Eigenbedarf haben.


Ja und?!?
Wenn Du bis 2004 und früher zurückblättern könntest, würdest Du finden, dass wir bis dahin NettoStrom IMPORTEUR gewesen sind. Was bitte sagt das aus, ohne die tatsächliche Kraftwerksauslastung zum jeweiligen Zeitpunkt?
Eigentlich m.M.n. nur, dass wir in Deutschland heute preiswerter Strom produzieren, als die Abnehmerländer.
Früher war es umgekehrt.
Soso, wir produzieren also heute den Strom billiger als vor 15 Jahren. Dann erklär mir, warum ich heute nach Verhandeln 25 ct/kWh löhnen "darf", während es 2004 ohne Verhandungen "nur" 19 ct bezahlte. rund 60% Preissteigerung für ein billiger gewordenes Produkt... das ist die Quadratur des Kreises.

Komm mir ja nicht mit der Ausrede, das läge nur an den staatlichen Umlagen... die werden ja ungelenkt, um bestimmte Stromproduzenten zu subventionieren, damit die überhaupt konkurrenzfähig produzieren können.

...
Ach, tatsächlich?
Das kannst Du anhand der importe und Exporte schlussfolgern?
Sollte man da nicht bedenken, dass i.d.R. wirtschaftliche Gründe und nicht tatsächlicher physischer Strombedarf für unserern Stromhandel ausschlaggebend sind?
Klar, wirtschaftliche Gründe... hätte ich an Stelle unserer Nachbarn auch:
Quelle: bei den Preisen
Zur Zeit des niedrigsten Strompreises mit minus 58,96 Euro/MWh am Dienstag, den 1. Mai, zwischen 14 und 15 Uhr fand ein Export in Höhe von 15,5 GWh statt.
Also, wenn ich das Angebot bekomme, mein eigenes Kraftwerk zu drosseln, und so "Brennstoff" zu sparen, und dafür knapp eine Mio. € dafür erhalte, diesen geschenkten Strom an meine Kunden zu verkaufen.... her damit!!! Das wäre selbst dann ein lohnendes Geschäft, wenn ich diesen Strom sinnlos über große Widerstandbänke verheizen würde.
Wirtschaftlich ist anders. Das ist volkswirtschaftliches Harakiri im Quadrat... ein Export, für den ich den Empfänger bezahlen muss... klar, und morgen bekommen wir vom Bäcker pro Brötchen, das wir ihm abnehmen 5 ct, oder wie?

Es wird da die Kraftwerksleistung gedrosselt, wo man billiger zukaufen kann, als man selbst erzeugt.
Es wird da produziert, wo der Gestehungspreis niedriger ist, als der Verkaufspreis an der Börse.
Genau, darum bezahlen wir erst unsere Nachbarn dafür, uns unsere Spitzen abzunehmen, und feiern das als "Export" (genausogut hätten wir unsere Erzeugungsanlagen abschalten können, das wäre billiger gekommen, denn die bekommen ja ihre Vergütung, egal, ob sie produzieren, oder ob sie einen geringeren Preis erzielen). Und wenn wir dann selbst Bedarf haben, und Strom importieren, dann müssen wir dafür zahlen... nicht einmal Milchmädchen machen so schräge Rechnungen auf.
Dann kann ich Dir bei Deinen Überlegungen nicht folgen.
Ziel unserer Energiepolitik war noch nie, dass wir uns eigenständig absolut abkoppeln vom europäischen Stromnetzverbund. Das ist wie die Forderung, sich mit PV selbst zu versorgen.
Was Ziel der Politik ist, darüber möchte ich mich lieber nicht auslassen. Aber es muss Ziel sein, als Land möglichst autark zu werden. Das europäische Verbundnetz ist ein Sicherheitsanker, und keine Regelanlage.
Elektrivirus hat geschrieben: Wie verändert sich das Profil 2023, wenn die AKW alle abgeschaltet sind? Schrumpfen nur die Exporte, ... Müsste man nicht aller, allerspätestens jetzt sofort anfangen, massiv Speicherkapazitäten zu bauen?
Zuerst einmal müsste man m.M.n. statt weiter zu bremsen (Windkraft ist gerade am einbrechen, aber die AfD fordert in Sachsen die 10H-Regelung wie in Bayern) endlich wieder den EE-Ausbau /Zubau forcieren /zulassen. Und natürlich die Abstimmung der Erzeugungsarten verbessern - also bspw. die BHKW mehr als Regelenergie und deren Speicherpotentiale für Biogas /Methan nutzen.
Warum weichst du auf ein anderes Themenfeld aus?
Du willst volatile Erzeuger forcieren … kann man machen, aber dann muss man konsequent sein, und dazu sagen, wie man diese zunehmende Volatilität glätten will. Es kann nicht angehen, dass man Zeiten provoziert, wo man sich vor Strom nicht retten kann, obwohl ihn keiner braucht, und Zeiten, in denen man den dann gerne hätte... Ja, Regelleistung ist auch wichtig, aber je mehr EE wir haben, desto mehr müssen wir ihrem Charakter Rechnung tragen, wir müssen uns in die Lage bringen, die EE dann zu ernten, wenn sie da ist, und sie wie auch immer aufzubewahren für die Zeiten, in denen wir sie brauchen. Das haben unsere Vorfahren bereits gelernt, als sie vom Jäger und Sammler (Überschuss und Mangel) zum Ackerbauern und Viehzüchter (produzierten Überschuss aufbewahren für schlechte Zeiten) wurden. Jetzt werden wir halt zu Strombauern, und müssen uns Gedanken darüber machen , was denn das elektrische Analogen zu Getreidesilo und Kartoffelmiete ist.

Aberwitzige Leistungsspitzen durch die Republik?
Wegen der Stromlieferverpflichtungen bspw. nach Österreich oder Italien?
Das wäre es doch wohl zuerst einmal sinnvoll, bei Stromverkäufen auch die Lieferwege /Stromnetznutzung zu bepreisen. Das geschieht bisher nämlich nicht. Deshalb wird Bei Stromüberschuss an der Nordsee Braunkohlestrom nach Italien verkauft statt zu drosseln, obwohl wir unsere Leitungskapazitäten selbst brauchen. Aber das wird weniger, wenn etwas BKKW-Kapazität abgebaut ist.

.
Siehe oben.... wir verkaufen nicht, wir bezahlen die Nachbarn dafür unsere Überschüsse zu verwursten!!!

Ja, aberwitzige Spitzen, wenn du das abstreitest, dann musst du zwangsläufig der Meinung sein, dass es keiner neue Stromtrassen von Nord nach Süd bedarf, dann kommt ja heute schon der nördliche Windstrom in den Süden, damit der südliche Kohlestrom nach Österreich gegeben werden kann.

Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Die Nachbarn nehmen uns den Strom auch bei positiven Preisen ab. Je geringer, desto mehr:
20190818_112311.png
Wenn man sich den durchschnittlichen Preis €/kWh für Export und Import getrennt ansieht, dann liegen diese nicht wirklich weit auseinander:
So verzerrt, wie es mancher darstellt, ist der Handel nicht.
Screenshot_20190818-112020.jpg
Zuletzt geändert von E-lmo am So 18. Aug 2019, 11:51, insgesamt 1-mal geändert.
Seit Mai 2016 mit einem e-UP unterwegs -- Skoda Enyaq bestellt

Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Alex1 hat geschrieben: Eben. Ich sprach ja von der ZUKUNFT. Extra groß geschrieben :roll:
Dann nimm dazu doch mal Stellung. Wann kommen Autos mit 300kWh Akku in Masse und wann erwartest Du 300kWh second life Akkus?
Alex1 hat geschrieben: Falsche Dichotomie: Ein Hektar "Bio"sprit kann 1-2 Verpester betreiben, ein Hektar Solaranlage aber 50-100 eAutos. Da muss überhaupt nichts verfeuert werden.
Die Solaranlage liefert im Sommer viel zu viel und im Winter viel zu wenig. Dazu liefert sie es im Sommer auch noch zur falschen Zeit. Unter der Woche können wir fast keinen Solarstrom laden.
Den saisonalen Ausgleich blendest Du ständig aus, obwohl das der mit wichtigste Punkt für die Energiewende ist.
Abgesehen davon ging es nicht um Sprit für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sondern um die Nutzung von Biomasse im Winter zum saisonalen Ausgleich - und zwar dezentral mit Kraft-Wärme-Kopplung.
hgerhauser hat geschrieben: Wenn man nur mit PV auskommen will und alles andere ablehnt (Biomasse, Wind, Speicherwasser in Norwegen),
...
Ich kann das Streben nach absoluter Autarkie zwar verstehen, aber, wir haben doch ein bestehendes Netz. Wenn man das unter Nutzung von Batterien vernünftig auslastet, dienen die Wärmespeicher natürlich in erster Linie der Speicherung von Windenergieüberschüssen. Bei einem Verhältnis von 60% Wind, 40% PV muss man nicht massiv PV Strom in den Winter schieben.
Es ging überhaupt nicht um Autarkie, sondern um Speicherbedarf von normalen Haushalten der Zukunft (ohne fossile Energieträger), die im Sommer viele Überschüsse einspeisen (falls PV vorhandem was bei den neuen Häusern aber meist der Fall ist) und im Winter viel Netzstrom benötigen. Speisen sie nichts ein, bleibt trotzdem das Delta zwischen Sommer und Winter.
40% PV ist eben saisontechnisch ein Problem, wir werden massiv Speicher brauchen und Akkus sind dafür viel zu klein und zu teuer wenn für einen einzelnen Haushalt mal 2.000kWh um 6 Monate geschoben werden müssen.
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