E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Ich finde das ideologische 100% grundfalsch. Die letzten % kosten unglaublich viel. Das geld sollte man dann lieber verwenden um ärmere Länder zu unterstützen. So lange die Amis bigblocks V8 lieben und in den meisten Ländern die Motoren durchlaufen um die Klimaanlage zu betreiben brauchen wir nicht den letzten % zu eliminieren.

Alle Öl und Gasheizungen zu ersetzen wird eine Mautaufgabe die genug geld kosten wird. Auch Sektorengekoppelte gerade neu errichtete kwk Anlagen wieder abzureißen macht doch keinen Sinn.

Grobe Schätzung meinerseits: von heute auf 95% kostet so viel wie von 95 auf 99. Und von 99 auf 100% noch mal so viel.

Oft glaube ich aber, dass die 100% genauso gemeint sind, wie manche Aussagen von Elektromobilisten die denken sie fahren CO2 neutral nur weil sie Ökostrom beziehen.
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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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https://youtu.be/BMbK2_nsK2A
Eine Vergleichsfahrt über 370km zwischen Toyota Mirai und Jaguar Ipace
Seit Mai 2016 mit einem e-UP unterwegs -- Skoda Enyaq bestellt

Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

Ranzoni
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...und bringen sie jetzt die Wasserstofftankstelle nach Torbole oder den Mirai nach Bozen? :?

Ranzoni

Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Karlsson hat geschrieben: Du willst mir ans Bein pissen, indem Du auf einen Beitrag verweist, in dem Du selbst Anschuldigungen erfindest?
Was bist Du denn für ein komischer Vogel?
Wenn Du mir jetzt noch aufzeigst, wo ich "Anschuldigungen erfunden" habe - können wir gern darüber diskutieren.

Karlsson hat geschrieben: Also Du hast die Erwartung für die Zukunft - nämlich, dass die Vertreter und Brummifahrer alle zur Mittagszeit DC laden. Und diese Erwartung hältst Du für einen Fakt? :lol:
Nein, der Fakt ist die Auswertestatistik von Fastnet zum Verbrauchsverhalten an den DC-Schnellladern, die Deiner Behauptung entgegensteht:
Derzeit liegst Du mit Deiner Behauptung also nachweislich falsch.
Wenn Du nun meinst, dass zukünftig E-LKW in den gesetzlich vorgeschriebenen Lenkpausen tagsüber nicht an DC nachladen und die großen Akkukapazitäten der gehetzten Außendienstmitarbeiter eher nachts an AC nachgeladen werden (also eher zu Zeiten geringer Netzlast) dann solltest Du diese Meinung halt auch mit Fakten und Argumenten unterlegen - sonst wird eine Diskussion schwierig.
Persönliche Angriffe machen Deinen Standpunkt für mich nicht verständlicher.

Natürlich wird man gewerblich sein Ladeverhalten nicht nach der Sonne ausrichten. Das ist aber auch nicht notwendig. Denn wie bisher wird es sich ergänzende Energieerzeuger und Speicher geben. Da die Transformation der Mobilität und des Transportverhaltens sicher keine kurzfristige Aktion ist, wird es auch immer wieder zu Neuausrichtungen und Veränderungen kommen.

Karlsson hat geschrieben: An einem typischen Sommertag ziehen die morgens den PV Strom komplett weg bis sie voll sind und dann wird wieder alles eingespeist und nichts mehr geglättet.
Dein "typischer Sommertag" ist erklärungsbedürftig. Denn die ideale Glockenkurve ist keineswegs typisch, sondern eher die Ausnahme und Akkukapazitäten und Verbrauchsverhalten sind sehr unterschiedlich. Auch die Ladeleistung in den Akku ist oftmals beschränkt, so dass meist parallel zur Ladung noch eingespeist wird.

Die Behauptung, dass bis Mittag nur geladen und dann voll eingespeist würde, trifft nur sehr selten zu und selbst dann ließe sich nachmittags bspw. mit PtH die Energie im Warmwasserpuffer versenken. Im PV-Forum sind einige einfache Möglichkeiten vorgestellt. Aber das hat Dir iOnier ja schon erklärt. Du musst nur die Realität auch akzeptieren.

Karlsson hat geschrieben: Und nach einigen kalten Wintertagen schalten sie dann teils sogar ab, weil der PV Strom direkt verbraucht wird und für den Akku gar nichts mehr über bleibt.
Auch das würde ich gern hinterfragen. Denn die "kalten Wintertage" (bzw. Winternächte) sind oftmals mit klarem, tagsüber sonnigen Wetter verbunden, die bei einer PVA oft erstaunliche Erträge liefern. Kritisch sind für die PV eher die nasskalten und trüben Tage - die oftmals eher milde Temperaturen aufweisen. Ende Januar 2019 hatten wir eine Kältephase mit mehrmals der Ausnahme ;) der idealen Glockenkurve:
190121_PV-Leistung_32,1_freigestellt.jpg
Die 7,65kWp-PVA auf dem EFH-Dach (heute würden 10kWp drauf passen) lieferte >32kWh an diesem Tag. Jetzt kann man also schauen, was da so verbraucht und eingespeichert werden kann /soll und wie groß die dazu benötigte Akkukapazität sein muss.
Geglättet wird übrigens vor allem mit den netzparallelen Anlagen, die nicht im Inselbetrieb laufen. Diese "Hybrid-PVA" übernehmen auch nachts durchgängig die Grundlast und mittlere Verbrauchsspitzen und damit den größten Teil des eigenen el. Energieverbrauches. Die individuellen Lastspitzen werden zugekauft - mitteln sich aber beim EVU im Verteilnetz wieder.
Das ist die Mehrzahl der einspeisenden, netzparallelen PV-Anlagen mit Akku ("Halbinsel"), bei denen es um Bezugsvermeidung geht. Eine Insel errichtet man normalerweise nur, wenn man nicht einspeisen kann /will.

Karlsson hat geschrieben: Zum saisonalen Ausgleich tragen sie da leider nichts bei.
Das wird hier auch nur selten behauptet, dass ein häuslicher Akkupuffer ein Saisonspeicher wäre.
Zuletzt geändert von Joe-Hotzi am Mo 2. Sep 2019, 10:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

harlem24
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Eindeutiger kann der Sieger doch nicht sein.
Sie hätten jetzt am Ende noch das klassische Bild mit dem Abschleppwagen zeigen können, denn der Malmedy kommt nicht mehr weg, Herr Schelle fährt entspannt ins Hotel seiner Wahl und lädt den Wagen wieder auf.
Gruß

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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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E-lmo hat geschrieben: Eine Vergleichsfahrt über 370km zwischen Toyota Mirai und Jaguar Ipace
Na ja:
Es ist ja schön, wenn ich mitgeteilt bekomme, dass beide Autos /Technologien für längere Strecken geeignet sind. Allerdings ist es eher untypisch, solche Strecken völlig ohne Kenntnis des Autos ("Erstkontakt") anzugehen.

Wenn beim Mirai letztlich 23km Restreichweite auf der Uhr standen und die H2-Tanke entfernt und bergauf liegt, hätte mich eher dieses Nachtanken interessiert. Na, ist ja nicht nur mir aufgefallen. ;)
Der Jaguar i-Pace (40km Restreichweite) kann als BEV kann an jeder Steckdose laden ...

Den Vorteil für ein FCEV kann ich jedenfalls nicht erkennen. Man könnte fast meinen, dass in den dt. Medien nach und nach ein gewisser Realismus einkehrt. Das wäre natürlich zu begrüßen.
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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

harlem24
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Der Mirai ist in klassischer Journaillen Manier auf dem Abschlepper wieder nach M gekommen.
Gruß

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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Obwohl ich keine sonderliche Sympathie gegenüber fcev habe, sollte man hier natürlich bedenken, dass das immer Hybride sind und auch einen Akku besitzen. Es spricht nichts dagegen, dass die Hersteller einen FCEV mit Stecker, bzw. PHEV mit FC ausrüsten und man so nach wie vor die meisten Strecken batterieelektrisch fährt und nur auf Langstrecke auf die FC zurückgreift.

Dieses Konzept klingt zumindest brauchbar. Steht und fällt mit der technischen und Preisentwicklung bei Akkus und Brennstoffzellen.

(Und dann könnte man natürlich auf die von mir favorisierten Ethanol FC wechseln, die keine neue Infrastruktur benötigen)

Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

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Super-E hat geschrieben: ... einen FCEV mit Stecker, bzw. PHEV mit FC ausrüsten und man so nach wie vor die meisten Strecken batterieelektrisch fährt und nur auf Langstrecke auf die FC zurückgreift.
Die Frage dürfte dann sein, wie die Errichtung und der Betrieb der Infrastruktur bezahlt werden soll, wenn die PlugIn-FCEV nur noch wenige Male im Jahr zum H2-Tanken kommen und ansonsten als EV unterwegs sind. Reine FCEV müssen tanken - je mehr es gibt, um so sicherer ist der Umsatz der Hersteller ...
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Re: E-Autos haben gegen über Wasserstoff schlechte Karten

Fire
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Als Range Extender mit einem ausreichend grossen PHEV Akku mag Wasserstoff ev. noch ein Stück weit Sinn machen.
Die bisher erhältlichen Modelle haben aber weder einen Stecker noch eine ausreichende Reichweite.

Einzige Mercedes hat mal ein PlugIn Modell vorgestellt. Ist das schon erhältlich?
Allerdings hat auch das, das aktuell typische PHEV Problem dass die elektrische Reichweite eher Alibi ist.
Sich mit einem 9kWh Akku in einem fetten SUV von Ladesäule zu Ladesäule zur nächsten Wasserstofftankstelle zu hangeln stelle ich mir eher mühsam vor. Ich glaube da wäre der Abschleppwagen dann einfacher :lol:
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