E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Celestar
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Odanez hat geschrieben:
Celestar hat geschrieben:
Odanez hat geschrieben: Hast du schon mal PV Großanlagen gesehen? Die sind alle geneigt, und zwar auch noch optimiert - das ist beim Hausdach eben nicht so. Das Hausdach ist meistens weder nicht in die perfekte Richtung, noch mit der perfektung Neigung gebaut.
Genau, Und deshalb hast du hinter jedem Panel eine Verschattung.
Wenn man von einem 30° Winkel aus der Vogelperspektive auf so eine Anlage schaut sieht man kaum Lücken. Die paar Lücken dürften durch bessere Ausrichtung kompensiert sein. Aber PV auf Hausdächern sind eh diesen zubevorzugen. Dadurch braucht man quasi garkeine zusätzliche Fläche.
Wenn du in einem 30 Grad Winkel keine Lücken siehst, ist die Hälfte der Oberfläche benutzt. Trigonometrie :)

Odanez hat geschrieben:
100kWh Akku pro Fahrzeug bei 40Mio Fahrzeugen sind 4000GWh. Also etwa 50 Stunden, wenn wir die Batterien komplett leer saugen. Realistisch wohl eher 5 Stunden, weil Fahrzeuge herumfahren, nicht voll sind oder sich auch nicht leer saugen lassen.
Ich sagte ja zusätzlich. Die Fahrzeuge dienen Schwankungen über den Tag weitgehend auszugleichen. Schwankungen übers Jahr werden mit Gassspeicher ausgeglichen. Siehe Video. Bitte schau es dir mal an.
Klaro, aber nicht vor dem Wochenende. :)
Odanez hat geschrieben:
Auch mit hundert Mal so vielen Windrädern? Ich weiss es nicht.
wir brauchen auch nicht 100x so viele Windräder wie heute. Weiß jetzt nicht mehr was Volker da vorschlägt, aber mehr brauchen wir auf jeden Fall.
Sicher? Deutschland verbraucht pro Jahr etwa 13 Exajoule (Primärenergie). Also 418 GW. 1.2W pro Quadratmeter. Rechnen wir nicht mit 4 sonder mit 8 Watt pro Quadratmeter (also einigen wir uns auf die Mitte zwischen 4 und 12), brauchen wir 15% der Fläche Deutschlands, bei etwa 7% Siedlungs und Freifläche. Davon ist vielleicht die Hälfte tatsächlich (3.5%) bebaut. Nur mit Hausdächern wird es leider nicht gehen.
Weltweit ist der Primärenergiebedarf etwa 600 Exajoule. Also 7 Deutschlands.
Odanez hat geschrieben: Nur weil manche Länder noch Kernkraftwerke am Laufen haben, heißt nicht, dass die unbedingt daran festhalten wollen. Siehe Deutschland. Frankreich hat so viel Kernkraft, das ist was anderes - ein Atomausstieg wäre für die extrem gravierend. Bei der Kernkraft kommt halt noch ein zusätzlicher Faktor hinzu, der nicht einmal mit der CO2-problematik vergleichbar ist, und zwar Restrisiken und Endlager. Da es kein absolut auf nahezu unendlicher Zeit sicheres Endlager geben kann, wird uns das permanent in der Zukunft beschäftigen und Geld kosten.
Stimmt aber es gibt a) eigensichere Reaktoren und b) Reaktoren die nicht nur keinen langlebigen Müll produzieren, sondern auch den bereits existierenden Müll verbrennen und in kurzlebiges Zeugs umwandeln. Ich hätte gerne ein paar von denen, damit wir den Müll eben loswerden und nicht vergraben müssen. Die Gates Foundation ist da ziemlich vorne mit dran.

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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Odanez
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schau mal in das von mir verlinkte Video ab Minute 55 an. Da steht wir brauchen 67.000 onshore Windanlagen a 3MW. Das benötigt dann ca 2% der Landfläche. Dann offshore 10.000 a 8MW, und dann 400GW PV, davon die Häfte auf Hausdächern. Das auf Freiflächen wird ca 1000km² benötigen. Zum Vergleich, es existieren gerade 182.000km² landwirtschaftliche Flächen.

Und dieses Szenario wäre der notwendige Energiebedarf, wenn wir KOMPLETT aus fossilen Kraftstoffen aussteigen wollen. Das bedeutet 100% fossil-freie Mobilität, Heizungen, und selbstverständlich Stromerzeugung.
Verkauft: 2013 Euroleaf Acenta, 24kWh. SoH 81%, 86.000km
Für den Übergang: 2004 Skoda Octavia Kombi 1.6
Bestellt: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Celestar hat geschrieben: 1. Fleisch kann man mehr oder weniger nachhaltig produzieren. Die Art des Fleisches kann sich ändern. Auch die Tierhaltung kann sich ändern. Das macht unterschiede
Ich meinte mit Fleisch jetzt nicht Mehrwürmer.
Celestar hat geschrieben: 2. Flugreisen können mittels eFuels schon heute quasi CO2-neutral gemacht werden. Nur sind eFuels heute etwa zwei- bis dreimal so teuer wie Kerosin, werden aber billiger. Bei der LH kannst du seit letzten Monat das Zeugs sogar quasi für deinen Flug kaufen.
Ach, echt? Was heißt quasi?
Und Dir bewusst, wie viel Ökostrom für diese ineffiziente Form nötig wäre und dass der natürlich nicht zur Verfügung steht und sich in den nächsten Jahren daran auch nichts ändern wird? Zumal wir beim Ausbau ja mit der absoluten Handbremse unterwegs sind.
Vielleicht kann ich in 30 Jahren ja wieder als Rentner klimaneutral nach Mallorca fliegen. Großartig vorher sehe ich das aber nicht. Jedenfalls nicht mit E-Fuels, da werden schon eher BEV Flugzeuge solche Strecken absolvieren. Das dürfte in den nächsten 10 Jahren aber auch noch nicht klappen.
Celestar hat geschrieben: 3. Kreuzfahrtschiffe können auch anderweitig angetrieben werden. Gasturbinen, Brennstoffzellen, etc. Das muss nicht Schweröl sein.
Das ändert nichts an dem gigantischen Energiebedarf. Dafür müsste erstmal massig Energie über sein. Eine Kreuzfahrt ist auch mit LNG kacke.
Celestar hat geschrieben: Sorry aber auch falsch. Es gibt Prototypen von Akkus, die sich in weniger als 2 Minuten voll laden lassen. Entladen geht schon recht locker mit 80C. Da wird sich in 5-10 Jahren wahnsinnig viel tun. Ich denke Ladezeiten von 5-10 Minuten werden Mitte/Ende des nächsten Jahrzehnts eher die Regel sein.
Nein. Sorry, aber ich glaube Du bist einfach schlecht informiert, zu naiv oder beides.
Für das E-Auto ohne Einschränkungen gegenüber dem Verbrenner brauchst Du den 200kWh netto Akku, der in 10 Minuten mit 2.400kW mittlerer Leistung geladen wird.
Celestar hat geschrieben: Nö, sollten und können wir nicht. Aber Panikreaktionen sind meistens nicht besonders hilfreich.
Wer zeigt denn überhaupt eine Reaktion? Der 08/15 Rentner kauft so viele Tiguans wie noch nie und statt nach Malle fliegt der jetzt sogar in die ganze Welt, gern auch in Kombination mit einer Kreuzfahrt. Ich sehe da überaupt keine Reaktion in der Breite. Bzw doch - aber die geht in die falsche Richtung.
Celestar hat geschrieben: Wir können innerhalb von 36 Monaten unseren CO-Ausstoß um 25% senken, ohne Abstriche für irgendwen, aber wollen es nicht.
Ach, erzähl! Ich sehe nicht, dass wir das bis 2030 schaffen.
Celestar hat geschrieben: Weil der CO2-Ausstoß den Schwellen- und Entwicklungsländern massiv ansteigt, während er im Westen sinkt. Deutschland war im Jahre 1990 für etwa 5% des CO2s verantwortlich, heute sind es 2.5%. Und das obwohl wir dermaßen dreckigen Strom produzieren (CO2 Ausstoß pro kWh etwa Faktor 7 schlechter als Frankreich. Die werden ihren Ausstoß wesentlich schneller senken können als wir)
Ah, lieber Pest als Cholera? Sorry, aber der Vergleich mit Frankreich ist ja nun absoluter Schwachsinn, die sind nur anders schlecht.
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Karlsson hat geschrieben:
Celestar hat geschrieben: Wir können innerhalb von 36 Monaten unseren CO-Ausstoß um 25% senken, ohne Abstriche für irgendwen, aber wollen es nicht.
Ach, erzähl! Ich sehe nicht, dass wir das bis 2030 schaffen.
Warum bekriegt Ihr Euch in diesem Punkt? Dahingehend sind wir uns doch wohl alle einig:

Wir KÖNNEN es bis 2030 schaffen.
Wir werden es NICHT bis 2030 schaffen.

Nicht weil wir nicht können, sondern, weil wir nicht wollen.

Ihr beide widersprecht Euch ja nicht einmal in der Sache. Es geht nur um Rechthaberei.
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Effektiver Klimaschutz wird allen "wehtun"! Und wenn wir es dann geschafft haben liegt unsere Wirtschaft am Boden.
Glaubt denn hier wirklich jemand das die immer wieder gern zitierte Vorbildfunktion Deutschlands in Sachen Klimaschutz dann noch Nacharmer im Ausland findet?

Es wird immer Länder geben die sich durch Klimaschutz in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sehen. Sie wollen erst einmal dahin kommen, wo der Westen schon ist. Ich halte daher einen wirksamen weltweiten Klimaschutz für illusorisch genauso wie weltweiten Frieden.
Zuletzt geändert von Kabelbaum am So 22. Sep 2019, 21:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Vorbildfunktion Deutschlands?!? Wovon träumst Du nachts? Deutschland liegt ganz weit hinten im weltweiten Ranking. Mit 10 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr sollten wir uns eher schämen. Das Ausland ist da viel weiter als wir.

Mutti und ihre Dicken haben die Energiewende sauber an die Wand gefahren. Seit sie Kanzlerin ist, hat sie jeden Versuch der EU vereitelt, Klimaschutz wirklich voranzubringen, erfolgreich torpediert.

Die Solarbranche wurde aus Deutschland vertrieben.
Die Windbranche wurde aus Deutschland vertrieben.
Nur die Kohle wurde gepampert ohne Ende. Und wieder gegen jede Vereinbarung mit der EU.
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Alex1 hat geschrieben: Vorbildfunktion Deutschlands?!? Wovon träumst Du nachts? ...
Ich rede von einem Deutschland jahrzehnte NACH der Klimawende!
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Also im Jahr 2080? Deutschland hat die Klimawende gründlich versaut.
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Alex1 hat geschrieben: Ihr beide widersprecht Euch ja nicht einmal in der Sache.
Doch. Ich sage, dass Verzicht nötig ist, da man nicht alles technisch ausgleichen kann.
Kabelbaum hat geschrieben: Glaubt denn hier wirklich jemand das die immer wieder gern zitierte Vorbildfunktion Deutschlands in Sachen Klimaschutz dann noch Nacharmer im Ausland findet?
Vorbild? :lol:
Das ist aber lange her. Wir kriegen doch gar nichts mehr hin.
Kabelbaum hat geschrieben: Ich halte daher einen wirksamen weltweiten Klimaschutz für illusorisch genauso wie weltweiten Frieden.
Da ist was dran. Trotzdem ist er notwendig.
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Die Chinesen werden uns da locker überholen. Da gibt es zwar keine lupenreine Demokratie, aber Politiker, die auf die Wissenschaft hören.
Und tun wir doch nicht so, als ginge es ohne Energiewende immer so weiter.
Die fossilen Brennstoffe werden knapper und teurer.
Und sie machen uns zu Junkies ihrer Dealer.
Höchste Zeit für die Entwöhnung :)
Wenn Deutschland die Herausforderungen der Zukunft mit den Rezepten von vorgestern angeht, dann ist unser Wohlstand wirklich in Gefahr
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