E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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drilling hat geschrieben:
mlcp hat geschrieben: Oder wir fahren dann mit Wasserstoff.
Ein 400 kW Anschluß ist deiner Meinung nach ein gravierendes Problem, aber ein engmaschiges Netz an Wasserstofftankstellen aufzubauen ist dagegen einfacher? (von den dafür nötigen Wasserstoff-Produktionsanlagen und der Distribution mal ganz abgesehen)

Im Vergleich zur Wasserstoffinfrastruktur sind Ladesäulen ein Kinderspiel.
Ich glaube das du da zuwenig Überblick hast um das überhaupt beurteilen zu können.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Michael_Ohl
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Wieso ist doch ganz einfach. Mit Wasserstoff wird das Problem der Stromversorgung etwa 2,5-3 mal so groß. Das kann jeder über den Wirkungsgrad selbst ausrechnen. Ein Teil des Parkhausproblems lässt sich zusätzlich mit ein paar großen Batteriespeichern und einer ordentlichen Solaranlage auf dem Dach und zusätzlichen Solarfeldern an Teilen der Fassaden entschärfen. Parkanlagen machen aber sowieso nur Sinn, wenn die Dinger am Tag durch Gewerbegebiete und Nachts durch Anwohner gut Ausgelastet sind was hier in Hamburg oft der Fall ist.

MfG
Ichael

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Nichtraucher
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Man nenne mir mal ein Beispiel wo langfristig irgendwelche Rohre mit Flüssigkeiten oder Gasen, sowie Mechanik in jeglicher Form, nicht gegen Elektrik/Elektronik getauscht wurde.
Natürlich wird sich das durchsetzen.
Und es wird sich nicht durchsetzen, weil es irgendjemand gut findet, sondern schlicht und einfach weil es billiger ist. Genau daran wird gearbeitet. Geht halt nicht von heute auf morgen.
Sion reserviert
Aktuell Zoe Intens mit AHK von Wolf

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Elektrivirus
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roberto hat geschrieben: ...
@elektrovirus: Und wozu gibst Du Dir dann solche Mühe andere zu bekehren und mir auch noch Ratschläge wie ich es machen soll? Das ist schon irgendwie unglaubwürdig...
Wem vor lauter CO2 und Greta und Co der Blick verstellt ist, den kann ich verstehen, wenn er das unglaubwürdig findet.
Ich habe hoch und heilig versprochen zum thema CO2 hier nichts mehr zu schreiben, daran halte ich mich.

Nur der Verbrennungsmotor hat eben einige unangenehme Dinge mehr, die es erstebenswert erscheinen lassen, seine Ablösung zu fördern:
- giftige/krebserregende Teribstoffe
- Altölproblematik
- Ruß
- NOx
- CxHy
- Neuerdings Amoniak aus SCR Systemen
- Lärm (ein einzelnes Auto ist noch leise, aber in Summe halt)
- Die Motorcharakteristik und damit verbunden tonnenweise Zusatzaggregate (variable Getriebe z.B.)
- auch die Effizienz, die beim Verbrenner nahezu ausgeschöpft ist, und in diesem Zusammenhang auch die damit verbundenen Energiekosten
- Die Abhängigkeiten von $ und Ölförderstaaten (und die damit einhergehende unterschwellig steetige Kriegsgefahr)
- Die Umweltschäden durch Gewinnung und Transport des Öls (wobei selbst bei 100% EMobilität auf der Welt immer noch Öl gefödert wird, weil es einfach ein universeller Rohstoff ist)


Das sind in meinen Augen einige gute Gründe. Zum Teil auch überzeugendere als das ewige CO2.

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Schüddi
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Und Batterien haben nichts dergleichen?

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Wie viele Tonnen Rohstoffe für Batterien verbraucht ein E-Auto über seine Nutzungsdauer und wie viele Tonnen Rohöl müssten für einen Verbrenner gefördert werden?
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Michael_Ohl hat geschrieben: Wieso ist doch ganz einfach. Mit Wasserstoff wird das Problem der Stromversorgung etwa 2,5-3 mal so groß. Das kann jeder über den Wirkungsgrad selbst ausrechnen.
Stimmt, allerdings ist das nicht die ganze Wahrheit. Es ist ja nicht allein das Problem, genug Strom herzustellen, sondern auch das Problem, den Strom dann auch zur richtigen Zeit verfügbar zu haben. Das ist bei Wasserstoff in der Tat dann kein Problem, man könnte damit wunderbar das Netz glätten, das hat schon Charme.
Allerdings müssen wir dafür wohl kaum alle mit Wasserstoff fahren.
Ich denke es ist genug wenn Elektrolyseure flexible Verbraucher sind und H2 oder noch besser speicherbares CH4 für den saisonalen Ausgleich herstellen.
kub0815 hat geschrieben: Ich glaube das du da zuwenig Überblick hast um das überhaupt beurteilen zu können.
Ich kenne seinen Überblick nicht. Aber Du kennst den so gut, dass Du sagen kannst, dass Dein eigener Überblick viel umfassender ist?
Wenn das so ist, kannst Du uns doch bestimmt auch mit Sachargumenten überzeugen, oder?
roberto hat geschrieben: @Karlsson:nur weil ich Dich jetzt mit Deiner Bequemlichkeit konfrontiert habe
Klingt wie eine Krankheit. Hast Du die nicht selbst? Du fährst doch Auto. Vermutlich wohnst Du in einem Haus mit Heizung und der Geschirrspüler nimmt Dir lästige Arbeit ab. Bequemlichkeit war der Auslöser für viele große Erfindungen und jetzt soll es ein Vorwurf sein, weil sie bei Jemand anderem in bestimmten Fragen nicht exakt Deinen Vorstellungen entspricht?
Im Nachbarthread sagt einer so ein Zoe ist energetischer Wahnsinn weil ein Velomobil ja 95% weniger und auch Ressourcen bei der Herstellung benötigt.
roberto hat geschrieben: Vielleicht würde ja schon ein Upgrade auf den 41er Akku Deine Entscheidung relativieren
Erstmal ist mir das Upgrade viel zu teuer, da mir der Akku danach immer noch nicht gehört und die 1300€ Mehrpreis für nichts gegenüber Österreich sind eine Frechheit. Das ist kein Deal, der für mich akzeptabel ist.
Den Wechsel gegen einen aktuellen Q90 hab ich mir auch angeschaut - ist für uns unattraktiv, zu viel Geld für zu wenig Mehrwert. Damit würden wir zwar unsere WE Trips zur Familie dann zu 90% statt bisher 40% elektrisch machen, aber für lange Strecken ist der immer noch mau. Einfach weil er noch langsamer lädt als bisher, er fängt bei akzeptablen Geschwindigkeiten auch immer noch an zu fressen (der Wagen ist einfach viel zu hoch und der Motor über 100km/h ineffizient) und für den Erstwagen ist er auch weiterhin einfach zu klein.
roberto hat geschrieben: dann Frage ich mich ernsthaft wie wir es bei so wenig Kompromissbereitschaft schaffen werden die Klimakatastrophe zu verhindern.
Ich hatte für mich ja nun ermittelt, dass das ab rund 60kWh netto und 100kW Ladeleistung interessant wird. Das erfüllt das Model 3, der neue Leaf, der ID3 ab mittleren Akku und wohl auch alle kommenden VW MEB Fahrzeuge.
Sprich technisch ist das kein Problem, es fehlt nur noch an Angeboten und der Gebrauchtmarkt kommt naturgemäß erst mit der Zeit. Auch preislich passiert zur Zeit einiges.
Insofern sehe ich Dein Problem nicht.
Wobei das Auto allein natürlich nicht reichen wird. Stichwort insbesondere Wärmewende. Ich hab das schon durch und halte es für möglich, unter 2 Grad Erwärmung zu bleiben wenn alle das Thema ernst nehmen würden.
Allerdings glaube ich wiederum genau daran nicht - siehe Umweltäußerungen von Trump oder der Afd. Alles Schwachsinn, aber es gibt trotzdem verdammt viel dummen Pöbel, der das glaubt.
Deswegen werden wir jedes Klimaziel reißen, aber nicht weil mein BEV Erstwagen erst 2022 oder 2024 gebaut wird und ich bislang nur den größten Teil statt alle Kilometer elektrisch fahre.

Ungard hat geschrieben: Die Mehrheit der Autofahrer will reale 500-600km bei 130-150.
Wie groß die Batterie da sein darf kann sich jeder denken.
Ja, ab rund 180kWh netto und 500kW Ladeleistung bei einem Kombi. Bei einem SUV entsprechend mehr.
Das ist heute technisch so nicht darstellbar, da werden sie umdenken müssen oder auf einen Wunderakku warten, der vielleicht 2035 noch immer nicht da ist oder E-Mobilität floppt einfach.
Aber ich denke 120km/h Reisegeschwindigkeit bei ab 60kWh netto und 100kW Ladeleistung ergibt ein akzeptables Paket für die Massen wenn sie dafür nicht mehr zahlen müssen, die Fahrverbote vom Tisch sind und der Antrieb dann auch noch so schön komfortabel gleitet.

Reicht aber nicht um die Welt zu retten wenn die Massen ständig um die Welt fliegen und da auf Kreuzfahrtschiffen Fleischberge essen und zuhause kriegt die Ölheizung die schlecht gedämmte Bude kaum warm.
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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iOnier hat geschrieben: Wie viele Tonnen Rohstoffe für Batterien verbraucht ein E-Auto über seine Nutzungsdauer und wie viele Tonnen Rohöl müssten für einen Verbrenner gefördert werden?
Die Rohstoffe für den Akku werden genutzt, nicht verbraucht. Erst kommt second use und dann Recycling.
Das Öl wird dagegen verbrannt und ist dann weg und CO2 da.
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

roberto
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Elektrivirus hat geschrieben:
roberto hat geschrieben: ...
@elektrovirus: Und wozu gibst Du Dir dann solche Mühe andere zu bekehren und mir auch noch Ratschläge wie ich es machen soll? Das ist schon irgendwie unglaubwürdig...
Wem vor lauter CO2 und Greta und Co der Blick verstellt ist, den kann ich verstehen, wenn er das unglaubwürdig findet.
Ich habe hoch und heilig versprochen zum thema CO2 hier nichts mehr zu schreiben, daran halte ich mich.

Nur der Verbrennungsmotor hat eben einige unangenehme Dinge mehr, die es erstebenswert erscheinen lassen, seine Ablösung zu fördern:
- giftige/krebserregende Teribstoffe
- Altölproblematik
- Ruß
- NOx
- CxHy
- Neuerdings Amoniak aus SCR Systemen
- Lärm (ein einzelnes Auto ist noch leise, aber in Summe halt)
- Die Motorcharakteristik und damit verbunden tonnenweise Zusatzaggregate (variable Getriebe z.B.)
- auch die Effizienz, die beim Verbrenner nahezu ausgeschöpft ist, und in diesem Zusammenhang auch die damit verbundenen Energiekosten
- Die Abhängigkeiten von $ und Ölförderstaaten (und die damit einhergehende unterschwellig steetige Kriegsgefahr)
- Die Umweltschäden durch Gewinnung und Transport des Öls (wobei selbst bei 100% EMobilität auf der Welt immer noch Öl gefödert wird, weil es einfach ein universeller Rohstoff ist)


Das sind in meinen Augen einige gute Gründe. Zum Teil auch überzeugendere als das ewige CO2.
Wem hast denn das bloß versprochen und warum?
Natürlich gibt es auch viele andere Gründe, den Verbrennungsmotor endlich ins Museum zu verbannen, nur interessiert das kaum jemanden.
Doch Greta und co haben es geschafft das Thema in die Medien zu bringen und die Politiker dazu es nicht mehr ignorieren zu können. Wenn Du das nicht siehst bist Du es wohl eher mit dem verstellten Blick!

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Elektrivirus
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roberto hat geschrieben: ...
Du lockst mich nicht.
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