E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Kabelbaum
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App?
Das Laden muss simpel und somit massentauglich sein. So wie das Tanken.

Aber auch mit App ist es umständlich und alles andere als transparent und komfortabel.
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

E-Mobil-Foo
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Kabelbaum hat geschrieben: Das Laden muss simpel und somit massentauglich sein. So wie das Tanken.
Unpraktikabel: Das hieße also ein Display mit Tarifen aller 20 bis 100 Provider und EC-Karte als Zahlmittel.

Wunderbar: Fixierung der Säule auf einen einzigen Tarif - drehendes Leuchtdisplay: AC11 - 0,44 ct/h DC50 - 0,55 ct/h

Zahlung und Lade-Aktivierung/ -Passivierung durch Master/EC-Card (bis 25€ ohne PIN)
alternativ
Zahlung per Abbuchung durch Fahrzeug-Nutzer-Identifikation (Tesla-like)
Sprechendes Display.

Kompetentes Hilfspersonal am Ort im Schnellimbis o.ä.

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Kabelbaum
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E-Mobil-Foo hat geschrieben:
Unpraktikabel: Das hieße also ein Display mit Tarifen aller 20 bis 100 Provider und EC-Karte als Zahlmittel.

...
es wäre schon hilfreich, wenn beim Anhalten der RFID-Card/Chip der Preis des entsprechenden Providers vorm Ladevorgang angezeigt würde.


Ich glaube viele machen hier den Fehler und setzten ihre persönliche Kompromissbereitschaft beim Rest der Welt auch voraus.
So wird das nix.

Die TECHNIK muss überzeugen, alles andere kommt dann von allein!
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

E-Mobil-Foo
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Kabelbaum hat geschrieben: es wäre schon hilfreich, wenn beim Anhalten der RFID-Card/Chip der Preis des entsprechenden Providers vorm Ladevorgang angezeigt würde.
Wennste die ChargeNow-Karte hast, hasse überall den gleichen Preis, minutengenau abgerechnet, egal wieviel Leistung man zapft:
Tarif Activ
AC 2,40 €/h und nachts 1,20€/h ->0,22€/kWh bei 11kW/h
DC 16,80€/h -> 0,33€/kWh bei 50kW/h
Tarif Flex
AC 4,20 €/h und nachts 2,10€/h
DC 18,00€/h

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Helfried
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E-Mobil-Foo hat geschrieben: Sprechendes Display.
Kompetentes Hilfspersonal am Ort im Schnellimbis
Also Bedienungs-Ladesäulen sind doch total oldschool. Oder war das ironisch gemeint?

Und sprechendes Display? Ist genauso unwahrscheinlich wie ein Radio mit 65-Zoll-Bildschirm.

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Helfried hat geschrieben:
Und sprechendes Display? Ist genauso unwahrscheinlich wie ein Radio mit 65-Zoll-Bildschirm.
Meine bevorzugte Tanke hat genau das. Globus Oggersheim.


Gruß SRAM
________________________________________________
Schwarzwald gegen Wind: https://www.youtube.com/watch?v=7jEQii_9yWw
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Xhari
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Elektrolurch hat geschrieben:
Horse hat geschrieben: - Reaktion des anderen Fahrers:
"Die sollten die 4000 Euro Prämie mal denen geben, die - jetzt kommt's! - die seltenen Erden abbauen." Aber e-Autos seien ja politisch gewollt.
Ich würde da ganz sachlich zurückfragen: Welche "seltenen Erden" denn genau? Die wer genau wo genau abbaut zu genau welchen Konditionen und zu welchem Einsatzzweck jetzt genau? Und von wem genau politisch gewollt, um genau was damit zu erreichen? Usw. usf.

Aber nur, wenn ich gerade in Stimmung bin. Aus Stammtischparolen die Luft rauszulassen ist nicht meine allererste Lebensaufgabe...
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/sc ... t-100.html

Ich denke, dass sowas damit gemeint war und er mit den "seltenen Erden" Kobalt & Co. meinte, die man für die Akkuherstellung braucht.

Dass beim Elektroauto auch nicht alles Gold ist, was scheinbar glänzt, kann ich mir schon vorstellen. Leider - weil bei Wirtschaftsinteressen Menschenrechte und gute Lebens- oder Arbeitsbedingungen noch viel zu oft egal sind. Vor allem, wenn die Arbeiter weit weg sind, die Standards in den entsprechenden Ländern gering oder nichtexistent und die potentiellen Kunden im eigenen Land von deren Elend wenig mitbekommen. Teilweise dürften die Autokonzerne selbst nicht wissen, unter welchen Bedingungen die Sachen, die sie in ihren Autos verbauen, hergestellt worden sind, denn auch da ist eher der Preis interessant und wichtig, weniger die sozialen Bedingungen der Arbeiter. Auch und gerade dann, wenn es nur ein Teil des Produkts ist und nicht das Endprodukt. Oder wer hier interessiert sich dafür, wie der Chipsatz des neuesten Smartphone hergestellt worden ist, das man ins Auge gefasst hat. Ich bin durch Zufall mal drauf gestoßen, dass der WLAN-Chipsatz, der in meinem Laptop verbaut wurde, in einer chinesischen Fabrik hergestellt worden ist, in der die Selbstmordrate von Arbeitern ziemlich hoch ist, aufgrund des Drucks dem sie dort konstant ausgesetzt sind. Ich bin erst mal aus allen Wolken gefallen.

Dass auch Ökostrom nicht immer Ökostrom ist, abhängig vom Stromanbieter, kommt noch dazu. Ich habe mich wegen meiner Wallbox beim Anbieter erkundigt, auch in Punkto staatlicher Förderung bei Ökostrom-Tarif und Sicherstellung der tatsächlichen Lieferung von Ökostrom? Mir wurde mitgeteilt, dass sie nur den Strommix einspeisen können und die Ökostrom-Option bei ihnen dem Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien dient. Fragt sich, wie sinnvoll ist dann die staatliche Förderung, wenn Ökostrom drauf steht, aber nicht drin steckt. Irgendwo ist das Blendwerk - und das wird nicht nur beim Strom so sein.

Trotzdem sehe ich im Moment nur diese Chance, wenn ich mich eigenmotorisiert weitgehend umweltbewusst bewegen möchte, denn irgendwo vertraue ich auch dem ADAC, der in seinem Ecotest nicht nur die Emissionswerte im Fahrbetrieb, sondern auch die in der Herstellung der Akkus und des Stroms mit einbezogen hat. Sauberer geht aktuell nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV - mit ersterem bin ich langsam, und mit allen dreien kann ich keine bzw. nur sehr begrenzt Sachen von A nach B transportieren. CarSharing hab ich mir noch angeschaut, das ist finanziell teurer als die Lösung eigenes oder sogar geleastes Auto. Solang das so ist, bringt diese Option meiner Meinung nach nichts.
Busse und Bahnen habe ich jetzt zehn Jahre lang genutzt, habe seit knapp einem Jahr die Möglichkeit, gelegentlich den Verbrenner meiner Eltern auszuleihen - und stelle schlicht fest, ich möchte nicht mehr so extrem auf den teils verspäteten und oft in den Stoßzeiten überfüllten ÖPNV angewiesen sein. Ich möchte aber trotzdem für unser Klima tun, was ich kann und halbwegs nachhaltig fahren. Welche andere Chance habe ich da aktuell als das e-Auto?

Man kann sich drüber streiten, was jetzt besser oder schlechter ist. Ich glaube, dass die Bedingungen für die Rohstoffgewinnung der Akkus nicht egal sein darf und im Grunde stimme ich dem Mann fast zu wenn er sagt, die Umweltprämie könnten diese Menschen weit besser gebrauchen - aber was sie in allererster Linie brauchen, sind angemessene Arbeitsbedingungen und fairen Lohn, das bekommt man nur hin mit mehr öffentlichem und internationalem Druck auf diejenigen die so einen Mist machen, oder zulassen. Irgend einen Dreck findet man letztlich leider bei jeder Innovation.

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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  • Anmar
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Es ist ja nicht so, dass überhaupt nichts passiert. Auch bei anderen Rohstoffen.
https://edison.handelsblatt.com/erklaer ... 28592.html

Überhaupt darf man Schwellenländer oder unterentwickelte Länder nicht unterschätzen, was das Thema Umweltschutz betrifft. Tansania hat vor kurzem die Plastiktüten verboten.
https://www.n-tv.de/panorama/Tansania-v ... 61207.html

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

scranagar
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Habe mir gerade den gesamten Thread durchgelesen. Teilweise erheiternd, teilweise mit an den Haaren herbeigezogenen Vergleichen vollgestopft die vollkommen unangebracht sind.
Hier wird AUTOmobilität mit Fahrrädern verglichen oder dem ÖPNV, hier lässt man ZOEs gegen AMGs antreten und ratzfatz wird es politisch xD

Vor dem Hintergrund, dass alles anfing mit einem bei Ikea abgezogenen Ladekabel, gleich die Elektromobilität grundsätzlich infrage zu stellen, ist doch legitim. Ich find das auch unfassbar dass das überhaupt geht (Ladekabel entfernen).
Und dann kommt immer die Frage, wie will Lieschen Müller das schaffen? Nun, dazu kann ich - glaube ich - etwas erzählen. Denn ich bin Lieschen Müller. Ich muss allerdings etwas weiter ausholen.

Es fing alles im Jahre 1908 an, als Henry Ford durch eine geniale Idee und durch Technologie das Auto massentauglich machte. Massentauglich ist etwas nur, wenn es günstig ist. Günstig wird etwas nur, wenn es in Masse produziert wird. Dieses Henne-Ei-Problem zu überwinden dauert eben gerne mal 10 Jahre oder auch mehr. OT: Es war übrigens das Ei als erstes da... Gelegt von einem Vogel, der kein Huhn war.
So, also fuhr jetzt knapp 100 Jahre die Menschheit mit Verbrennern durch die Gegend. Unterschiedliche Antriebskonzepte (Benzin, Diesel, später auch Gas) lebten friedlich nebeneinander und allen ging es gut. Bis irgendwann ein gewisser Elon Musk anfing, und Henry-Ford-like ein komplett neues Konzept auf die Menschheit loslässt, weil er es durch Technologie zur Serienreife gebracht hat. Henry Ford hat das Fließband genauso wenig erfunden, wie Elon Musk den Elektromotor, aber beide haben es sinnvoll nutzbar gemacht mit Mut und Pioniersgeist - und natürlich nem dicken Batzen Kapital für die schwere Anfangszeit.
Wie lang ist das jetzt her? 10 Jahre? Und was hat sich getan seit dem? Wenn ihr mich fragt, wirklich wahnsinnig viel. Es ist in den Köpfrn der Mneschen angekommen, das was neues gut sein kann. Aber wir stehen noch am Anfang. E-Autos sind teuer, weil die Stückzahlen fehlen. Die Stückzahlen sind aber gering, weil die Nachfrage fehlt. Die Nachfrage fehlt, weil sie teuer sind. Ich glaube, diese Hürde vor der such Henry Ford stand, wird bald übersprungen werden, aber soweit ist es noch nicht.
Nun komme ich ins Spiel, Lieschen Müller.

Ich fahre einen Golf. 160 PS Benzin, DSG, 10 Jahre alt. Die Zipperlein fangen jetzt an, kostspielige Reparaturen mussten schon gemacht werden oder stehen an. Die Karre wird mir langsam zu teuer. So lang sie noch etwas wert ist, muss sie weg. Was Neues muss also her.
Da Elektromobilität in aller Munde ist, habe ich mich damit beschäftigt.
Mein Hauptproblem ist mein Fahrprofil. 3 km hin zur Arbeit, 3 km zurück. 3 km hin zum Einkaufen, 3 km zurück. Gift für einen Verbrenner aber Paradedisziplin eines Elektroautos. Außerdem noch das gute Gefühl, einen wertvollen Beitrag für den Umweltschutz zu leisten. Und dazu kommt der positive Nebeneffekt, keine Probleme mehr mit Kondenswasser im Öl zu haben, keine undichten Turbolader oder Rostlöcher im Auspuff. Außerdem gefällt mir die Ruhe beim Fahren und die Spritzigkeit.
Ich kann das verstehen, hätte ich anderes Fahrprofil (lange Pendelstrecken oder die Notwendigkeit, Anhänger zu ziehen) würde ich mich derzeit definitiv auch gegen ein E-Auto entscheiden.
Die Ladeinfrastruktur ist unter aller Sau. Tripple-Lader, CSS, Chademo, AC, DC, Typ 1, Typ 2 und und und. Dazu noch hunderte verschiedene RFID-Karten und Schlüsselanhänger. Geht es noch? Dann aufgebrachte Tesla oder e-Tron Fahrer die beleidigt sind, wenn ich mit einem Zoe an der „falschen“ Ladesäule stehe. Wie blöd ist das denn? Ich habe ein E-Auto, ich brauche Strom, ich sehe eine Ladesäule, also fahr ich da hin und lade. Basta. Und da lass ich mir auch keine Rücksichtslosigkeit vorwerfen.
Das alles kann und weiß ich nur, weil ich mich lange damit beschäftigt habe. Die äußeren Umstände sind für E-Autos derzeit einfach katastrophal.
Aber erinnern wir uns: Wie lange gibt es sie nun, die E-Autos auf deutschen Straßen? Ich bin fest davon überzeugt, dass wir noch mitten in der Findungsphase sind. Die technologische Entwicklung in dem Sektor geht m. M. n. im Moment extrem rasant voran und ich denke, dass sich die Kinderkrankheiten durch Schaffung von nur einem Standard (statt x unterschiedlicher) und einfachen Abrechnungskonzepten (z. B. Erkennung der Fahrgestellnummer durch die Säule, Abrechnung einmal im Monat durch eine öffentliche Stelle wie dem KBA) ausmerzen lassen kann.
So wie die Bluray sich damals gegen die HDDVD durchgesetzt hat. Ein DVD-Player hält vielleicht 5 Jahre, dann kauft man sich einen neuen. Die Lebensdauer eines Autos ist dagegen etwas länger und man muss natürlich auch denen etwas zur Verfügung stellen, die bspw. mit Typ 1 rumfahren. Aber irgendwann gibts halt nur noch einen Stecker, für die Oldtimer kann man dann ja Adapter zur Verfügung stellen. Aber von welcher Zukunft sprechen wir da? Das dauert halt noch.
Spinnen wir den Faden mal weiter. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die Ladeinfrastruktur gar nicht in Richtung „mehr und schnellere Säulen geht“ sondern dass die Fahrbanen nach und nach mit Induktionsleitern ausgerüstet werden, die das Fahrzeug einfach beim Drüberfahren laden. Ist halt auch noch Zukunftsmusik, aber Feldversuche waren ja durchaus erfolgversprechend.

Also, wenn noch einige Jahrzehnte ins Land gehen wird sich rausstellen, was da kommt. Ich bin sicher, dass der Verbrenner ausgedient hat. Was ihn letzten Endes jedoch ersetzt, weiß ich nicht. Vielleicht fahren wir in 50 Jahren alle mit Autos mit Mini-Atomreaktor rum... Einmal im Werk Uranbrennstäbe eingesetzt und hält ein gesamtes Autoleben lang. Ich denke schon, dass es E-Motoren sein werden, die unsere Autos antreiben. Aber wie man die Elektrizität dafür bekommt (Batterie, Wasserstoff oder eben Uran) muss die Menschheit (unsere Generation) eben erst noch rausfinden.

Danke für‘s Zuhören bzw. Lesen.

Viele Grüße
Renault Zoe Life Z.E. 40 R110

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