E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Karlsson hat geschrieben:
B.XP hat geschrieben: Stichwort Fahrprofil. Das ist ja hier wirklich nichts neues.
Also Du sprachst von 1%. Im letzten Urlaub bin ich 2500km gefahren. Wenn das 1% wäre, müsste ich also 250.000km im Jahr fahren.
Die Größenordnung passt einfach nicht.
Spreche ich dagegen von 10%, wird der Mangel schon ziemlich offensichtlich.
Von den 1% habe nicht ich gesprochen :)

Das Fahrprofil nicht richtig zu rechnen ist doch gerade das, wo viele auf den Diesel reinfallen. Bei den 15.000km, die der Durchschnittsdeutsche so fährt rentiert sich oft - wenn man sehr einfach rechnet - der Aufpreis zum Diesel. Nach 2-3 Jahren ist demnach der "Break Even" erreicht. Das Problem in der Berechnung liegt darin, dass dabei - ebenso im Schnitt - die Einzelstrecken nicht über 20km liegen, wodurch der Motor gar nicht erst warm wird und seinen Verbrauchsvorteil nicht erreicht kann, dafür aber enorme Mengen Dreck produziert und der Verschleiß hoch ist. Die nötige Betriebstemperatur erreicht er demnach eigentlich nur bei Urlaubsfahrten. Dementsprechend wäre das auch ein Fehlkauf wenn das Auto täglich verwendet wird - bei einer Nutzung zum "Wochendpendeln" mit der gleichen Fahrleistung konzentriert sich die Fahrten auf jeweils ~300km an einem Wochenende, also 150km pro Richtung. Damit ist das Fahrprofil entscheidend dafür, ob ein Auto ein Fehlkauf ist oder eben nicht.
BMW i3s 120Ah (seit 1/2019) || Tesla Model 3 LR AWD (12/2019-8/2021) || AUDI e-Tron 55 || VW ID.4 (ab irgendwann)
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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B.XP hat geschrieben: Von den 1% habe nicht ich gesprochen
Stimmt, der andere wars. Aber darauf hatte ich mich bezogen und das hast Du kommentiert.
B.XP hat geschrieben: Bei den 15.000km, die der Durchschnittsdeutsche so fährt rentiert sich oft - wenn man sehr einfach rechnet - der Aufpreis zum Diesel.
Also mein Benziner war teurer als der gleich starke Diesel. Ich hab den nur genommen, weil ich 2018 keinen EU6b Diesel mehr wollte und 6d gabs noch nicht vernünftiges.
B.XP hat geschrieben: Das Problem in der Berechnung liegt darin, dass dabei - ebenso im Schnitt - die Einzelstrecken nicht über 20km liegen, wodurch der Motor gar nicht erst warm wird und seinen Verbrauchsvorteil nicht erreicht kann, dafür aber enorme Mengen Dreck produziert und der Verschleiß hoch ist.
20km reicht in der Regel aus. Ich hatte meinen Diesel auch nach dem Umzug in die Großstadt noch 4 Jahre, hatte der auch keine Probleme mit - der Weg zur Arbeit betrug 8km Stadtverkehr.
Beim Kauf waren es 16km über Dörfer und jedes WE richtig viele Kilometer. Dafür passt der natürlich besser. Und sofern es nicht -10°C im Winter war, ist der auch auf dem Weg zur Arbeit warm geworden.
B.XP hat geschrieben: Dementsprechend wäre das auch ein Fehlkauf wenn das Auto täglich verwendet wird - bei einer Nutzung zum "Wochendpendeln" mit der gleichen Fahrleistung konzentriert sich die Fahrten auf jeweils ~300km an einem Wochenende, also 150km pro Richtung. Damit ist das Fahrprofil entscheidend dafür, ob ein Auto ein Fehlkauf ist oder eben nicht.
Bei 2x wöchentlich 150km am Stück brennt der doch alles frei - kein Problem. Probleme kriegste erst wenn die Diesel mit Filter längere Zeit aus der Stadt nicht rauskommen. Ohne Filter war das auch noch harmloser. Der Motor setzt sich halt immer weiter zu.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Karlsson hat geschrieben: I3 finde ich nicht hinreichend - MEINE Meinung.
Mit dem i3 würde ich mir ebenfalls maximal Mittelstrecke antun (wir haben allerdings auch nur den 94 Ah), also beispielsweise Hamburg - Berlin, für Langstrecke nehmen wir nur den Tesla!
Tesla M3 SR+ (AAZ), 09/20 Bild
Tesla MY P bestellt am 15.03.19
CUPRA Born in KW 2/22 bestellt
BMW i3 94Ah, 07/16
Smart 42 ED Coupé 451, 11/13
Tesla MS 75D, 09/16-09/20
PV-Anlage 18,6 kWp/52 Module

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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B.XP hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:
B.XP hat geschrieben: Stichwort Fahrprofil. Das ist ja hier wirklich nichts neues.
Also Du sprachst von 1%. Im letzten Urlaub bin ich 2500km gefahren. Wenn das 1% wäre, müsste ich also 250.000km im Jahr fahren.
Die Größenordnung passt einfach nicht.
Spreche ich dagegen von 10%, wird der Mangel schon ziemlich offensichtlich.
Von den 1% habe nicht ich gesprochen :)

Das Fahrprofil nicht richtig zu rechnen ist doch gerade das, wo viele auf den Diesel reinfallen. Bei den 15.000km, die der Durchschnittsdeutsche so fährt rentiert sich oft - wenn man sehr einfach rechnet - der Aufpreis zum Diesel. Nach 2-3 Jahren ist demnach der "Break Even" erreicht. Das Problem in der Berechnung liegt darin, dass dabei - ebenso im Schnitt - die Einzelstrecken nicht über 20km liegen, wodurch der Motor gar nicht erst warm wird und seinen Verbrauchsvorteil nicht erreicht kann, dafür aber enorme Mengen Dreck produziert und der Verschleiß hoch ist. Die nötige Betriebstemperatur erreicht er demnach eigentlich nur bei Urlaubsfahrten. Dementsprechend wäre das auch ein Fehlkauf wenn das Auto täglich verwendet wird - bei einer Nutzung zum "Wochendpendeln" mit der gleichen Fahrleistung konzentriert sich die Fahrten auf jeweils ~300km an einem Wochenende, also 150km pro Richtung. Damit ist das Fahrprofil entscheidend dafür, ob ein Auto ein Fehlkauf ist oder eben nicht.
Meine normale Pendlerstrecke beträgt 25 km einfach. 1,5 km Ortsdurchfahrt, dann Autobahn bzw. Vierspurig bis zum Betriebsparkhaus.

In der Regel ist der Motor nach der Ortsdurchfahrt so warm, daß geheizt wird und selbst bei Frost ist nach einem weiteren km Autobahn die Temperaturanzeige im Normalbereich.

Citroen DS3 mit dem größten Diesel. Maschine hat elektrischen Zuheizer im Wasserkreislauf.

Verbrauch: 5 Liter auf 100 km (zwischen 4.9 und 5.1). Tendenziell in Herbst und Frühjahr den geringsten Verbrauch.

Gruß SRAM

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Kabelbaum
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Wenn ich das schon höre/lese: "Ein Diesel lohnt sich erst ab ..." :roll: (interessanterweise auch immer Inhalt der Verkaufsberatung im Autohaus)
Lohnt? Es soll Leute geben dehnen, die ziehen den Diesel einem Benziner allein Aufgrund seiner anderen Motorcharakteristik/Drehmoment vor.
"Ladestressfrei elektrisch fahren" | mit KIA Sportage PHEV, verkauft BMW i3s | 120Ah | go-eCharger(22kW)-Wallbox

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Genau das war früher der Grund für Diesel bei mir. Die Kosten waren da nicht ausschlaggebend. Der Krach beim Benziner ohne die Leistung hat immer genervt.

Jetzt, elektrisch, ist das noch viel, viel besser.
Liebe Grüsse
Snuups

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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Odanez
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Krach beim Benziner? Also ich würde jetzt nicht den Diesel als Krachvorteil gegenüber dem Benziner nehmen. Da gibt es meistens Beispiele mit vergleichbaren Modellen, wo der Diesel deutlich lauter oder unangenehmer klingt. Aber stimmt, elektrisch ist natürlich viel besser, keine Frage.
2017-2020: 2013 Nissan Leaf Acenta 24kWh
Seit 2021: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Der Benziner ist nicht per se laut. Aber wenn er Leistung bringen muss ist es es.
Liebe Grüsse
Snuups

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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Ich hatte meine 3 Diesel ausschließlich wegen den Spritkosten. Das Drehmoment war nur ein angenehmer Nebeneffekt. Von der Akustik her waren meine Benziner alle besser. Gerade auch der 1.0 Ecoboost, da merke ich den 3 Zylinder akustisch nicht mehr und bei meiner ökonomischen Fahrweise funktioniert das Downsizing Konzept auch gut.
Wenn man den Verbrauch beiseite lässt, ist ein großer Benziner der angenehmste Verbrenner. Laufkultur und Kraft hat er auch wieder ordentlich.

Elektro ist dann aber trotzdem nochmal besser, weil eben noch ruhiger ist, die Power liegt immer sofort an wenn man drauf drückt und auch die beste Automatik muss eben doch schalten.

Ich kann mir gut vorstellen, dass der Antrieb genau deswegen zum Renner wird wenn die bisherigen Nachteile bei Preis, Reichweite und Ladezeit irgendwann nicht mehr so ins Gewicht fallen.
Bzw beim Preis könnte es ja sogar mal günstiger werden, aber Reichweite und Ladezeit werden wohl auch in 20 Jahren nicht an Verbrenner rankommen.
Wenn es ein erträgliches Niveau ist, muss das aber ja kein Dealbreaker sein.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich der Antrieb bei der Masse irgendwann durchsetzt.

Ich bin mir nur auch sicher, dass das 2025 noch nicht sein wird. Aber 2030 würde ich nicht ausschließen.
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Steppl
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Schwierig, ob Elektromotoren noch viel effizienter werden können kann ich mir nicht vorstellen und größere Akkus gehen zu Lasten der Wirtschaftlichkeit, also bleibt fast nur Potential bei der Ladeleistung und insbesondere beim Ausbau der Ladeinfrastruktur. Strom ist überall vorhanden, er muss uns nur zugänglich gemacht werden. Argumente wie "Ich wohne im 8. Stock und kann nicht laden" wären hinfällig wenn man bequem am Arbeitsplatz laden könnte.
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