E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Michael_Ohl
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Ich kann zwar nicht beurteil was Du falsch machst, aber meine Statistik mit ein mal liegenbleiben auf 3 Millionen Kilometer wegen Sprit, 4 mal wegen defektem Reifen was ein mal nicht mit Bordmitteln zu beseitigen war wegen zu kurzem Wagenheber, ein mal Gaszug gerissen, ein mal Kupplungs Ausrücklager, zwei mal Motor Überhitzung , korrodierter Zündverteiler und einmal weil ein Kurbelwellenlager den Motorblock verlassen hatte sowie eine beim Anlassen explodierte Bleibatterie finde ich innerhalb von 40 Jahren Autofahren jetzt nicht so schlimm dazu kamen noch ein Haufen defekte, die das fahren nicht ganz verhindert haben aber doof waren, wie abgebissener Nockenwellensensor, durchgebrochene Vorderachse, durchgerissen Querträger der Hinterachse, defekter Turbolader, gerissener Kupplungszug und geplatzter Hydraulikzylinder des Kupplungsgebers.
Seit ich nicht mehr ganz so alte Autos fahre ist die Häufigkeit von Ausfällen auch signifikant gesunken, aber 20Jahre alte Autos fährt man heute ja auch nur weil man bock auf Joungtimer hat und nicht weil man die für ein paar hundert Mark bekommt.
Bei funktionierender Tankanzeige liegen zu bleiben, gehört aber sicher weder beim Verbrenner noch beim E-Auto zu den intellektuellen Glanzleistungen von Menschen, die durch den Erwerb eines Führerscheins eine gewisse Eignung zum führen von Fahrzeugen nachgewiesen haben., wobei ich auch hier der Meinung bin, das diese Eignung regelmäßig nachgewiesen werden sollte.
Beim E-Auto muss man sich aber noch deutlich dümmer Anstellen, da vor dem Liegenbleiben zum Optisch noch ein akustisches Signal und danach noch verminderte Leistung und dann verminderte Geschwindigkeit den Fahrer wecken.


MfG
Michael
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Mag alles sein. Beim Verbrenner hatte ich immer einen 5l Reservekanister mit. Einmal habe ich ihn selber gebraucht, einmal konnte ich damit jemand anderem auf der AB aushelfen - was mir damals eine Stange Zigaretten aus dem damit gefüllten Kofferraums des polnischen Fahrzeugs eingebracht hat => Klischees passen doch immer wieder ;-)

Mit dem E-Auto bin ich noch nie "liegengeblieben", war aber auf meiner ersten Langstrecke (Überführung vor 4 Jahren) 1x auf stundenlange Schnarchladung angewiesen. Natürlich war damals die Dichte an Schnellladern auch geringer.

Wie gesagt, bin mit'm E-Auto noch nie liegengeblieben, habe aber bislang damit auch erst gut 60.000 km zurückgelegt vs. >> 500.000 km auf Verbrennern. Und wenn man den Notnagel "Reservekanister" einfach nicht hat, dann plant man halt auch anders. Eine "Überlegenheit" des E-Autos kann ich darin nun auch nicht erkennen.

Hinzu kommt, dass ich mein E-Auto gezielt für ein sehr begrenztes Fahrprofil angeschafft habe (tägliches Pendeln, kann zuhause laden) und die Nutzung für Langstrecken optional ist. Für so eine Nutzung ist dies E-Auto dann tatsächlich überlegen, das hat aber ganz andere Gründe als "nicht liegenbleiben" (TCO, Bequemlichkeit, Laufruhe, ...).
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Blueskin
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Es ist halt so, dass die Frage wo, wann und unter welchen Umständen Treibstoff zu bekommen ist, für Verbrenner-Fahrer einfach überhaupt kein Thema mehr ist.

Die Kombination aus (verhältnismäßig) großer Reichweite bei allen Witterungsbedingungen(!), gut ausgebautem und zuverlässigem Tankstellennetz sowie kurzer "Auflade"-Dauer macht großartige Überlegungen auch auf Langstrecken eigentlich überflüssig.

Selbst wenn man z.B. eine 300km-Strecke vor sich hat und der Tank noch halb voll ist oder die Restreichweite 370 km anzeigt, fährt man - wenn man möchte - sicherheitshalber einfach irgendwo zwischen Start und Ziel für 5-10 Minuten an irgendeine Tankstelle. Dort kippt man entweder soviel Sprit nach, dass es ganz sicher zum Ziel reicht oder "opfert" 1-2 Minuten mehr, macht gleich ganz voll und hat auch noch für die eventuelle Rückfahrt bzw. die nächsten 500-1000 km (je nach Auto) Ruhe.

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Das haben wir immer schon so gemacht, [/Ironie aus]
Mit freundlichem Gruß Fiedje
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Blueskin
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Vielleicht ja, weil es sich im Laufe der Zeit als super Lösung herausgestellt hat, dass man für so etwas keinen Gedanken mehr verplempern muss und völlig entspannt einfach losfahren kann?

Wäre natürlich viel cooler, dem Verbrenner nur einen 15-Liter-Tank einzubauen, zu dessen Befüllung man 45-120 Minuten benötigt und die Tankstellen sehr rar zu streuen und unzuverlässiger zu fertigen.

Da müsste man sich auf längeren Strecken endlich beim Fahren mehr Gedanken um die Tankerei machen und nicht um das Verkehrsgeschehen oder den bevorstehenden Termin/Urlaub etc. ;)

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Wegen Energiemangel bin ich noch nie liegen geblieben. Muss man halt vernünftig planen. Und das ist dann das Problem beim BEV, da arbeite ich jede längere Strecke vorher aus, schreibe mir Adressen und Distanzen auf. Auch hatte ich immer mindestens einen Plan B, meist auch noch einen Plan C und mehr. Auch bleibt immer eine gewisse Reserve im Akku, was die Abstände zwischen den Ladungen verkürzt. Und ganz voll laden dauert zu lange - was die Abstände zwischen den Ladungen auch wieder verkürzt. Also langsamer fahren => nervt, insbesondere wo man eh schon bei den Ladungen so viel Zeit verdödelt.

Dagegen helfen aber größere Akkus, höhere Ladeleistungen, bessere und mehr Infrastruktur und bessere Effizienz der Fahrzeuge (weswegen es IMHO überhaupt keinen Sinn macht, sich auf SUV zu fokussieren).
Das ist von daher eigentlich nur eine Frage der Zeit.
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

E-Mobil-Foo
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Kontra !
Erspart es doch den Spezis in schwarzer Ölpampe, mit Schlüssel hier und und Schlauch da, herumzuwuseln. Schmeiß weg euer fahrzeugspezifisches Wissen über AGR, Kat, Schaltruckeln, Zündaussetzer, usw...und das ganze fahrzeugspezifische Reparatur-/Wartungs-Equipment.
E-Mobil gibts nur "sauberes" Tesla-Kühl-Öl und anderswo Kühlwasser, Bremsflüssigkeit und Wischwasser.
https://www.youtube.com/watch?v=3pvJBuHKCCk&t=1919s

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Elektroautomieter
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Karlsson hat geschrieben: Wegen Energiemangel bin ich noch nie liegen geblieben. Muss man halt vernünftig planen. Und das ist dann das Problem beim BEV, da arbeite ich jede längere Strecke vorher aus, schreibe mir Adressen und Distanzen auf. Auch hatte ich immer mindestens einen Plan B, meist auch noch einen Plan C und mehr. Auch bleibt immer eine gewisse Reserve im Akku, was die Abstände zwischen den Ladungen verkürzt. Und ganz voll laden dauert zu lange - was die Abstände zwischen den Ladungen auch wieder verkürzt. Also langsamer fahren => nervt, insbesondere wo man eh schon bei den Ladungen so viel Zeit verdödelt.

Dagegen helfen aber größere Akkus, höhere Ladeleistungen, bessere und mehr Infrastruktur und bessere Effizienz der Fahrzeuge (weswegen es IMHO überhaupt keinen Sinn macht, sich auf SUV zu fokussieren).
Das ist von daher eigentlich nur eine Frage der Zeit.
Das kenne ich auch nur zu gut. Der zeitliche Aufwand im Vorraus ist größer, da man einserseits planen muss, wo der Halt gemacht wird und auch mindestens ein Plan B gemacht werden muss und der Akku muss auch genug Reserven haben um bis dahin überhaupt zu kommen. Besser ist sogar ein Notplan C, ein 11 KW Lader zum Beispiel. Dazu muss die Zeit und die Lust haben. Mir macht es Spaß, diese Routen zu planen und es ist auch eine Art Abenteuer. Aber ich kann jeden verstehen, der darauf keine Lust hat und ich habe das aktuell auch nicht, da mein Plan A gerade nicht funktioniert hat und ich auf Plan B ausweichen musste. Will sich die E-Mobilität durchsetzen müssen die Stationen zuverlässiger werden, denn das ist aus meiner Sicht das Hauptproblem.
Ich brauche Eure Hilfe. Bitte an dieser Umfrage für meine Bachelorarbeit teilnehmen.
Nutzerverhalten an Ladestationen
https://www.umfrageonline.com/s/015ab48
Danke :)

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Ungard
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Eier, wir brauchen Eier
i3 Anfang April 2019 gekauft, paar tage später 650 km gefahren. Vorher 10 Minuten nach passenden Säulen geguckt. Fertig. Plan B? Schauen wir dann. C? Was ist das?

Einziger Punkt: keine Single Tripple
4 Jahre Erdgas, B200c
dann bis 06/20 BMW i3
Seit 06/20 Audi e-Tron55

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

schnaeutz
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Karlsson hat geschrieben: Wegen Energiemangel bin ich noch nie liegen geblieben. Muss man halt vernünftig planen. Und das ist dann das Problem beim BEV, da arbeite ich jede längere Strecke vorher aus, schreibe mir Adressen und Distanzen auf. Auch hatte ich immer mindestens einen Plan B, meist auch noch einen Plan C und mehr. Auch bleibt immer eine gewisse Reserve im Akku, was die Abstände zwischen den Ladungen verkürzt. Und ganz voll laden dauert zu lange - was die Abstände zwischen den Ladungen auch wieder verkürzt. Also langsamer fahren => nervt, insbesondere wo man eh schon bei den Ladungen so viel Zeit verdödelt.
Volltreffer. Ich brauche aber ein Auto, wo ich mich von jetzt auf gleich entscheiden kann, eine Langstrecke unter die Räder zu nehmen. Im Ausland muss ich mir u. U. Wochen vorher die dort gebräuchlichen Karten besorgen. So kann es nichts werden.
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