E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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  • fiedje
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In dem PDF steht ein CO²-Wert im Mix von 580g/kWh. Gut, sie geben an, dass sie Zahlen aus 2018 genommen haben. :shock:
Und ja, man kann auch Strom komplett regenerativ beziehen (zumindest laut Zertifikat) auch die eigene Erzeugung ist möglich, aber leider nicht überall und für jeden. Aber das ist nicht mein Thema. Ich hab mal genauer hingeschaut.

Ein Zitat vom Umweltbundesamt: "Der CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde in Deutschland verbrauchten Stroms sank in den vergangenen Jahren weiter – unter anderem durch den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien am Strommix. Verursachte eine Kilowattstunde Strom im Jahr 1990 noch durchschnittlich 764 Gramm CO2, geht das UBA auf der Grundlage vorläufiger Daten für 2017 von 486 Gramm aus. Schätzungen für 2018 prognostizieren 474 Gramm."
Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/c ... rom-sinken

Die Prognose für 2018 lag schon bei 474g/kWh. (welche naturgemäß nicht tagesaktuell sein werden).
Rechnet man dies mit den 2018-Zahlen runter, dann kommt das E-Auto schon bei dem Strommix auf das gleiche Niveau wie der Erdgasbetrieb.
Nur auf meinem Kalender haben wir Ende 2019 und der Anteil der Erneuerbare ist erneut gestiegen! Also müssten die Zahlen noch mal niedriger sein.

Die Förderung von Erdgas mit den Nebeneffekten ist da noch nicht eingerechnet. Denn auch da gibts Untersuchungen, dass Erdgas in der Gesamtbilanz gleichauf oder höher als Erdöl liegt. (je nach Studie)
Mit freundlichem Gruß Fiedje
ZOE Limited R110 41kWh
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

voko
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Warum geht die Kurve bei Elektro und Hybrid in der Entsorgung wieder nach unten?

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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voko hat geschrieben: Warum geht die Kurve bei Elektro und Hybrid in der Entsorgung wieder nach unten?
Weil bei der Entsorgung Rohstoffe zurückgewonnen werden, die bei der Herstellung einen CO2-Rucksack verursachten. Die Zahlen des ADAC sind aber ohnehin recht unglaubwürdig.
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

150kW
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Kleine Umfrage bei den "Normalbürgern" zum Thema E-Auto:

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Ilchi
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Pitterausdemtal hat geschrieben:Wer den Artikel aus der aktuellen ADAC-Mitgliederzeitschrift gerne lesen möchte, findet ihn im Anhang
Hier ein Link zu einer Studie von Herrn Hökstra. Er zerlegt die vermeintlich so gut aussehende Studie des ADAC. Wenn man bei den Elektroautos nicht nur vom Worst-Case ausgeht, dann sieht es noch viel besser aus... Lesenswert.

https://innovationorigins.com/tomorrow- ... ts-finest/
Kona seit 04/2019, ca. 35 Tkm/a, 99 % Heimladung, 85 % aus eigenem PV-Strom
Ioniq von 04/2017 bis 05/2019, ca. 30 Tkm/a

Die Mobilitätswende darf nicht an der Installation von Steckdosen scheitern: https://www.yourcharge.eu, Laden in Großgaragen

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Ist halt auch viel von Ahnungslosigkeit geprägt. Wobei man die Leute erreichen kann wenn sie denn erfahren, dass es wohl doch ganz gut funktioniert.
Das braucht allerdings Zeit. War ja mit dem Durchbruch des Diesel im PKW nicht anders, der Mensch ist da wohl oft Gewohnheitstier.
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Michael_Ohl
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Vor vielen Jahren waren auf der Straße praktisch nur Benzin Autos unterwegs. Dann sah man ab und an einen Diesel meist von Mercedes, den fuhren immer Bauern, Handwerker und Unternehmer und hinter vorgehaltener Hand wurde eigentlich immer behauptet das die Autos mit Heizöl oder subventioniertem Treibstoff unterwegs sind.
Anfang der 80ger bekam ich dann als Firmenwagen bei Nixdorf einen Gold Diesel. Auf einer Tour im damaligen Zonenrandgebiet sah ich dann ein mal die Polizeikelle und durfte zur Dieselkontrolle. Der Polizist erzählte stolz er habe heute schon 10 Fahrer mit rot gefärbtem Heizöl im Tank erwischt. Das Sparpotential ist halt im Regelfall die größte Motivation für eine neue Technologie.
Da E-Autos weder wirklich beim Sprit sparen, noch höhere Reichweiten als Verbrenner haben, nicht schneller sind und auch nicht deutlich mehr Beschleunigung aufweisen und auch noch teurer in der Anschaffung sowie deutlich kurzlebiger sind, halte ich es für völlig unrealistisch davon 1 Millionen Stück zu verkaufen.
Außerhalb von Goingelectric sind halt noch überall Menschen mit Überzeugung zu finden. Der glaube an Wasserstoff ist fast allgegenwärtig, zeigt man den Leuten die Nachteile springen sie nicht Richtung Batterieauto sondern zurück auf Benzin und Diesel oder warten auf den Fusionsreaktor im Auto. Die negativ Kampanien haben halt Spuren hinterlassen und tun es noch. Da sowieso niemand wirklich liefern kann und will ist der langsame Hochlauf doch auch gewollt.

MfG
Michael

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Einen Gold-Diesel kann sich nur Nixdorf leisten ;)
Mit freundlichem Gruß Fiedje
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Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

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Michael_Ohl hat geschrieben: Vor vielen Jahren waren auf der Straße praktisch nur Benzin Autos unterwegs. Dann sah man ab und an einen Diesel meist von Mercedes, den fuhren immer Bauern, Handwerker und Unternehmer und hinter vorgehaltener Hand wurde eigentlich immer behauptet das die Autos mit Heizöl oder subventioniertem Treibstoff unterwegs sind.
Anfang der 80ger bekam ich dann als Firmenwagen bei Nixdorf einen Gold Diesel. Auf einer Tour im damaligen Zonenrandgebiet sah ich dann ein mal die Polizeikelle und durfte zur Dieselkontrolle. Der Polizist erzählte stolz er habe heute schon 10 Fahrer mit rot gefärbtem Heizöl im Tank erwischt. Das Sparpotential ist halt im Regelfall die größte Motivation für eine neue Technologie.
Da E-Autos weder wirklich beim Sprit sparen, noch höhere Reichweiten als Verbrenner haben, nicht schneller sind und auch nicht deutlich mehr Beschleunigung aufweisen und auch noch teurer in der Anschaffung sowie deutlich kurzlebiger sind, halte ich es für völlig unrealistisch davon 1 Millionen Stück zu verkaufen.
Außerhalb von Goingelectric sind halt noch überall Menschen mit Überzeugung zu finden. Der glaube an Wasserstoff ist fast allgegenwärtig, zeigt man den Leuten die Nachteile springen sie nicht Richtung Batterieauto sondern zurück auf Benzin und Diesel oder warten auf den Fusionsreaktor im Auto. Die negativ Kampanien haben halt Spuren hinterlassen und tun es noch. Da sowieso niemand wirklich liefern kann und will ist der langsame Hochlauf doch auch gewollt.

MfG
Michael
In Deutschland wird das Firmenwagensegment entscheidend sein, das sind meine ich 2/3 aller Neuzulassungen, wenn E-Autos sich bei Firmenwagenfahrer durchsetzen, wird sich da einiges tun. Als Firmenwagen werden aber nur deutsche bzw. europäische Fabrikate in Frage kommen. Ich sehe da erstmal eine Hybrid-Welle kommen.

Der ID.3 ist denke ich ein guter Indikator für die Akzeptanz von E-Autos in Deutschland, scheitert der ID.3 am Markt, dann wird sich E-Mobilität in Deutschland kaum durchsetzen, kaufen die Deutschen keinen elektrischen VW, dann werden sie in der Masse auch keine elektrischen Hyundais oder Teslas kaufen.
Hybride aller Art sind die Zukunft, reine Batterie-Autos für die Masse sind für mich eine ökonomische und ökologische Sackgasse.

Re: E-Mobilität wird sich nicht durchsetzen

Ilchi
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Ilchi hat geschrieben:
Pitterausdemtal hat geschrieben:Wer den Artikel aus der aktuellen ADAC-Mitgliederzeitschrift gerne lesen möchte, findet ihn im Anhang
Hier ein Link zu einer Studie von Herrn Hökstra. Er zerlegt die vermeintlich so gut aussehende Studie des ADAC. Wenn man bei den Elektroautos nicht nur vom Worst-Case ausgeht, dann sieht es noch viel besser aus... Lesenswert.

https://innovationorigins.com/tomorrow- ... ts-finest/
Hier noch das sehr interessante Bild als Kurzinfo aus dem zitierten Artikel.
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Kona seit 04/2019, ca. 35 Tkm/a, 99 % Heimladung, 85 % aus eigenem PV-Strom
Ioniq von 04/2017 bis 05/2019, ca. 30 Tkm/a

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