Wichtiges Signal - deutsche Hersteller bekennen sich zu BEV Strategie

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Wichtiges Signal - deutsche Hersteller bekennen sich zu BEV Strategie

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    spark-ed
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http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 58911.html

Derzeit scheint der Streit um die bislang verfolgte Verzögerungsstrategie "Technologieoffenheit" beendet zu sein und eine gemeinsame Ausrichtung zum BEV/ (+ übergangsweise PlugIn) stattzufinden.
Ein in meinen Augen wichtiges Signal für die Verbraucher und unabwendbarer Schritt für die Automobilindustrie.
Hier muss man Herr Diess für das mutige pro BEV Bekenntnis und den ausgelösten, reinigenden Eklat dankbar sein. Jede Verzögerung hätte die deutsche Automobilindustrie weiter ins Abseits gedrängt.

Die Hersteller sind ohnehin im Zugzwang: Ohne BEVs sind die CO2 Ziele nicht zu erreichen.
Andererseits werden sich die BEVs nicht in der nötigen Stückzahl verkaufen solange das "Wasserstoff kommt = Abwarten" Hirngespinst propagiert wird.

Ich kann mir den Mund fusselig erklären, im Bekanntenkreis wird bis jetzt noch zu großen Teilen Wasserstoff als PKW-Antrieb der Zukunft angesehen.
Je eher die Menschen von offizieller Seite damit vertraut gemacht werden und anfangen sich gedanklich auf die notwendigen Veränderungen einzustellen, um so besser.
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Re: Wichtiges Signal - deutsche Hersteller bekennen sich zu BEV Strategie

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    AndreR
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Mich wundert ja, dass er es jetzt doch geschafft hat, die andren Beiden so schnell zu überzeugen.
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Re: Wichtiges Signal - deutsche Hersteller bekennen sich zu BEV Strategie

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    Wiese
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Ich glaube nicht, dass das Thema durch ist. Die 3 haben sich vermutlich nur darauf geeinigt, dass derzeit der E-Motor plus Akku die sinnvolste Lösung ist. Daimler und BMW werden weiterhin verstärkt auf Plug-ins setzen und beobachten wie bei VW das BEV-Geschäft läuft. Sollte VW die neuen BEVs nicht los bringen, werden sich die anderen Beiden ins Fäustchen lachen.
Dass ohne BEV die CO2 Ziele nicht erreichbar sind ist aber nicht richtig. BMW hat ja bereits einen fetten 6 Zylinder mit E-Motörchen auf 0 g/km reduziert. Dass das im Sinne der Umwelt ein glatter Betrug ist ändert nichts daran, dass der in der CO2-Statistk wie ein BEV gerechnet wird. Sollten diese Fahrzeuge genug Käufer finden, haben BMW und Daimlere ihr Ziel erreicht und können weiterhin Verbrenner mit 3 und mehr Litern Hubraum bauen. Damit sind sie dann weiterhin für einige Jahre gut im Geschäft, und was dann kommt können die Vorstands-Nachfolger ausbaden.
Ich gehe davon aus, dass das BEV noch einige Jahre lang (mindestens 5) nur in den für den Flottenverbrauch notwendigen Stückzahlen vermartet wird. Ob die Kunden mehr wollen ist egal, und wenn zu wenig freiwillig BEVs kaufen, muss VW eben kräftig die Werbetrommel rühren. Die Autokäufer sind so leicht zu manipulieren, da kann man mindestens 50% das verkaufen was man verkaufen will.
Daimler wird den Smart so verkaufen dass er zusammen mit ein paar Plug-ins fürs Flottenziel ausreicht, und BMW macht das mit dem i3 und dem Chinesischen i4.
Wie sich das Geschäft global entwickelt ist derzeit wegen China und Trump ohenhin kaum zu beurteilen.
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Re: Wichtiges Signal - deutsche Hersteller bekennen sich zu BEV Strategie

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nr.21
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Ich hoffe, dass sich bald erweist, ob Rhetorik und Taten zusammenpassen. Vor ein paar Monaten hat Herr Diess noch ziemlich das Gegenteil behauptet.
Ob er nun zwischenzeitlich durch Faktenstudium und/oder Gewinnaussichten bekehrt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.
China spielt aber sicherlich eine große Rolle bei allen geschäftlichen Entscheidungen. Dieser Markt ist für VW um Größenordnungen wichtiger als D.
Dort spielt die Musik, wie man an den Zulassungszahlen für BEVs ablesen kann.
Und die Schlüsseltechnologie beherrschen sie auch.
Wer es jetzt noch schafft, auf den fahrenden Zug aufzuspringen, überlebt vielleicht.

Nichts anderes hat Herr Diess erkannt...

Re: Wichtiges Signal - deutsche Hersteller bekennen sich zu BEV Strategie

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Blueskin
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@wiese: Absolut treffend analysiert!
Ich vermute sogar (ich darf es ja nicht wissen dürfen ;-)) dass das Thema der genau notwendigen BEV-Stückzahl-Vermarktung pro Jahr bis auf den einzelnen Verkäufer heruntergebrochen und mit "Anreizen" unterstützt wird. Zumindest wird das versucht werden. Ob die Käufer da mitspielen, ist eine andere Sache.

Re: Wichtiges Signal - deutsche Hersteller bekennen sich zu BEV Strategie

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150kW
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Für den Markt in China müsste VW keine Werbetrommel für E-Autos in Deutschland rühren.

Re: Wichtiges Signal - deutsche Hersteller bekennen sich zu BEV Strategie

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    Wiese
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150kW hat geschrieben: Für den Markt in China müsste VW keine Werbetrommel für E-Autos in Deutschland rühren.
Hallo 150kW
ich erlaube mir mal Deinen post als unqualifiziert herabzustufen. Erstens habe ich China nicht erwähnt, und zweitens hat China nichts mit dem europäischen Markt und dem Flottenwert zu tun. Ich habe lediglich beschrieben was die Hersteller auf dem europäischen Markt machen werden oder müssen um den Flottenverbrauch zu erreichen. Außerdem muss VW auch nicht für den deutschen Markt Werbung machen, denn es ist egal, wie die Fahrzeuge verteilt werden. Sollten die Franzosen und Holländer genug elektrische Fahrzeuge aus dem VW-Konzern kaufen, können die blöden deutschen weiterhin ihren geliebten Diesel fahren. Vorübergehend wird das auch so bleiben, denn deutsche Kunden sind so ziemlich die unflexibelsten und Dümmsten, was man an den Verkaufszahlen von VW gut erkennen kann.
Deutsche Kunden kann man verarschen und abzocken, dann schimpfen und jammern sie, aber danach kann man sie wieder verarschen und abzocken, und dann wieder und wieder und wieder ...
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Re: Wichtiges Signal - deutsche Hersteller bekennen sich zu BEV Strategie

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    spark-ed
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Wiese hat geschrieben: Sollten die Franzosen und Holländer genug elektrische Fahrzeuge aus dem VW-Konzern kaufen, können die blöden deutschen weiterhin ihren geliebten Diesel fahren. Vorübergehend wird das auch so bleiben, denn deutsche Kunden sind so ziemlich die unflexibelsten und Dümmsten, was man an den Verkaufszahlen von VW gut erkennen kann.
Deutsche Kunden kann man verarschen und abzocken, dann schimpfen und jammern sie, aber danach kann man sie wieder verarschen und abzocken, und dann wieder und wieder und wieder ...
Irgendwie muss ich dir, was das typische Verhalten der lemmingartigen Verbraucher angeht ja Recht geben, auch wenn diese pauschalierende Aussage eigentlich erst recht als "unqualifiziert" einzuordnen ist.

Mich stört besonders, wie Konzerne oder Marken als "gut" oder "böse" personifiziert dargestellt werden.
VW ist keine Person die gute oder schlechte Eigenschaften hat, sondern eine Konzernmarke, in der die Entscheidungen von wechselnden Personen gesteuert werden.

Es deutet sich an, dass mit Herrn Diess aktuell jemand das Steuerruder übernommen hat, der am Horizont den Eisberg erkannt hat und offensichtlich mutig Fahrt herausnimmt und einen Kurswechsel ausruft, da die Trägheit eines riesigen Flagschiffes mit weit voreilendem Handeln überwunden werden muss.
Der Rest des Flottenverbandes lenkt nun widerwillig ein, gleitete man doch so komfortabel im gewohnten Fahrwasser dahin.

Irgendwann erkennt so auch der stupideste Kunde, dass er umdenken muss und lässt von seinen "Wasserstoff" oder "Synfuel" Phantasien ab

Re: Wichtiges Signal - deutsche Hersteller bekennen sich zu BEV Strategie

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    Axxel
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So lange sich die Hersteller mit den PHEV alles schönrechnen dürfen, sind EU Vorgaben eh nur Papiertiger.
Mit besten Grüßen vom Axel aus Berlin

Re: Wichtiges Signal - deutsche Hersteller bekennen sich zu BEV Strategie

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    Wiese
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Spark-ed, ich gebe Dir Recht! Derzeit ist ein klarer Kurswechsel bei VW zu erkennen, was ich vor allem in Kommentaren bei ecomento positiv bewertet habe. Meine negative Sicht auf deutsche VW-Käufer betrifft die Jahre 2016 bis 2018. Obwohl Abertausende betrogen wurden (und behaupte jetzt bitte nicht, dass das nicht stimmt), konnte VW seine Verkaufszahlen erhöhen. Der Dieselverkauf ist zwar vorübergehend zurückgegangen, erholt sich aber derzeit wieder. Mir ist es vollkommen unverständlich, dass es so viele Leute gibt, die sich damit abfinden, dass ihr Euro 5 Diesel nichts mehr wert ist, und trotzdem wieder bei der selben Firma einen neuen Diesel kaufen. Für mich ist das, entschuldige den Ausdruck, absolut dumm. Wenn "das Volk" seine Marktmacht aktiv ausüben würde, wären die Verkäufe drastisch eingebrochen - und zwar bei allen Marken. Stattdessen hat man schnell einen ganz anderen Schuldigen gefunden; die EU-Gesetzgebung und die DUH. Es ist ein Irrsinn, wie wichtig den Menschen ihr heiliges Blechkütschle ist. Ich kann das nicht begreifen!
Ich hätte mir gewünscht, dass viel mehr Menschen so handeln wie ich. Ich will schon seit 2 Jahren ein neues Auto kaufen, aber das was ich will gibt es nicht. Also fahre ich so lange mit meinem Alten weiter bis ein Fzg meinen Vorstellung zumindest in den für mich wichtigsten Punkten nahe kommt. (Derzeit warte ich auf den Ioniq mit 40 kWh - den soll es ja bald geben). Fast jeder Autokäufer könnte noch warten und den Autohäusern klar machen, dass die derzeitigen Fahrzeuge nicht ihren Wünschen und Vorstellungen entsprechen, aber leider wollen die Meisten ja weiterhin einen Verbrenner fahren, und was hinten raus kommt ist scheißegal.
Wir erleben derzeit den absoluten Irrsinn, die Welt geht kaputt, aber kaum einer will gegensteuern.
Zuletzt geändert von Wiese am So 24. Mär 2019, 10:33, insgesamt 1-mal geändert.
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